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	<title>Ruhrsandstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T23:00:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruhrsandstein&amp;diff=114635&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Laurentianus: Dopplung getilgt</title>
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		<updated>2024-01-07T01:03:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dopplung getilgt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dortmund steinerner turm.jpg|miniatur|Der [[Steinerner Turm (Dortmund)|Steinerne Turm]] in Dortmund ist aus Ruhrsandstein gebaut.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St Peter Syburg Front.jpg|miniatur|Die Kirche [[St. Peter zu Syburg]] besteht aus Ruhrsandstein.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruhrsandstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein entlang der [[Ruhr]] in [[Nordrhein-Westfalen]], [[Deutschland]] vorkommender [[Sandstein]] bezeichnet, der als Baumaterial vielfältige Verwendung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Ruhrsandstein entstand aus Fluss-[[Sedimentgestein|Sedimenten]] vor etwa 320 Millionen Jahren im so genannten [[Namurium|Namur&amp;amp;nbsp;C]], einem Zeitabschnitt des [[Karbon (Geologie)|Oberkarbon]]. Bei den Bewegungen der Erdkruste wurden die Schichten des Karbon gefaltet und verdichtet ([[Variszikum|Variskische Faltung]]). Aus diesen Bewegungen heraus entstanden Klüfte im Gestein (Risse quer zur Streichrichtung der Bänke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Der Ruhrsandstein zeichnet sich – im Gegensatz zu den meisten anderen in [[Mitteleuropa]] gewonnenen Sandsteinen – durch geringe Wasseraufnahme, sehr hohe Druckfestigkeit, Abriebfestigkeit und [[Verwitterung]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;beständigkeit aus. Er ist intensiv [[Kieselsäure|kieselig]] zementiert und durch [[Kornbindung]] gefestigt. In Deutschland gilt der Ruhrsandstein als einer der resistentesten Sandsteine überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sowohl graue als auch gelbliche, rötliche und bräunliche Farbtöne. Die Eintönungen entstehen insbesondere durch Oxidationsprozesse ([[Eisenhydroxid]], [[Limonit]]). Die glänzenden Partikel im Ruhrsandstein stammen zumeist vom [[Muskovit]]-Glimmer. Einige Schichten enthalten auch Knollen aus [[Eisenerz]]. Gelegentlich findet man im Ruhrsandstein Versteinerungen von Pflanzen ([[Schuppenbaum|Schuppenbäume]], [[Farne]] und so weiter) als Treibgut. Auf Schichtflächen können [[Steinkohle|kohlige]] [[Flitter]] auftreten; in einigen Sandsteinbänken sind Steinkohle-[[Flöz]]e zwischengelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Steinoberflächen vom Ruhrsandstein&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ruhrsand-poliert.jpg|poliert&lt;br /&gt;
Datei:Beflammt.jpg|beflammt&lt;br /&gt;
Datei:Sandgestrahl.jpg|sandgestrahlt&lt;br /&gt;
Datei:Ruhrsandstein-gesandstrahlt.JPG|Herdecker Ruhrsandstein gesandstrahlt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Hattingen01a.jpg|miniatur|Empfangsgebäude des [[Bahnhof Hattingen (Ruhr)|Bahnhofs Hattingen (Ruhr)]] aus Ruhrsandstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtigall-flöz.jpg|miniatur|Kohleflöz im Ruhrsandstein an der [[Zeche Nachtigall (Witten)|Zeche Nachtigall]]]]&lt;br /&gt;
Ruhrsandstein wurde historisch für viele sakrale und profane Bauwerke insbesondere im [[Ruhrgebiet]] und im bergisch-märkischen Bereich verwendet. Er wird für Mauerwerk, Treppenstufen, Bodenbelag, Fenster- und Türumrahmungen und Wandbekleidungen verwendet. Im Innenausbau findet Ruhrsandstein darüber hinaus Verwendung für [[Küchenarbeitsplatte]]n und Waschtische, Kamine und Kaminabdeckungen. Er zählt zu den verschleißfestesten Sandsteinen in Deutschland und ist einer der wenigen Sandsteine, die [[Polieren|poliert]] (Fachleute sprechen hierbei von teilpoliert) werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Oberflächennahe [[Gestein]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;vorkommen des Ruhrsandsteins befinden sich grundsätzlich nördlich der Ruhr im [[Ardeygebirge]] bei [[Dortmund]] sowie westlich davon auf beiden Seiten des Ruhrtals bis nach [[Mülheim an der Ruhr|Mülheim]]. [[Geologie|Geologen]] bezeichnen im engeren Sinne nur den Sandstein der „(Unteren und Oberen) Sprockhöveler Schichten“ als Ruhrsandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbrüche ===&lt;br /&gt;
In den vergangenen Jahrhunderten gab es hunderte von größeren und kleineren Ruhrsandsteinbrüchen in der Region. Die Bauern betrieben ihre eigenen kleinen Brüche im Wald („Steinkuhlen“). Anders war es bei den großen Steinbruchunternehmern, die auch als Bauunternehmer auftraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wird Ruhrsandstein nur noch in vier Steinbrüchen abgebaut (von Ost nach West):&lt;br /&gt;
* [[Betrieb Oberste]], Buchholz&amp;lt;ref&amp;gt;[https://oberste-gmbh.de/ Oberste GmbH], Koordinaten: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/26/3.43/N|EW=7/30/21.95/E|name=Oberste|type=landmark|dim=200|region=DE-NW}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Steinbruch Grandi|Betrieb Grandi]], Herdecke  &lt;br /&gt;
* [[Betrieb Steinbruch und Sägebetrieb Lange]] (ehemals Betrieb Bossert), [[Sprockhövel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lange, Koordinaten {{Coordinate|text=DMS|NS=51/19/33.62/N|EW=7/15/21.71/E|name=Bossert|type=landmark|dim=200|region=DE-NW}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Steinbruch Rauen (Mülheim an der Ruhr)|Betrieb Rauen]], Mülheim-Broich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stillgelegte Steinbrüche (Auswahl)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandsteinbruch Opherdicke.jpg|thumb|Informationstafel zum Steinbruch Opherdicke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Betrieb&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Ort/Lage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Opherdicke&lt;br /&gt;
| [[Opherdicke]]&lt;br /&gt;
| Holzwickede&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebberg&lt;br /&gt;
| [[Ebberg (Ardey)|Ebberg]]&lt;br /&gt;
| Schwerte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Imberg&lt;br /&gt;
| Universitätsstraße&lt;br /&gt;
| Bochum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Imberg&lt;br /&gt;
|Syburg&lt;br /&gt;
|Dortmund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Nacken&lt;br /&gt;
| Herdecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bosselmann&lt;br /&gt;
| [[Sirrenberg]]&lt;br /&gt;
| Sprockhövel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nippus&lt;br /&gt;
| [[Sirrenberg]]&lt;br /&gt;
| Sprockhövel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vogel&lt;br /&gt;
| [[Sirrenberg]]&lt;br /&gt;
| Sprockhövel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kopperschläger&lt;br /&gt;
| Hammertal&lt;br /&gt;
| Witten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wigmann&lt;br /&gt;
| Hammertal&lt;br /&gt;
| Witten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Blankenagel&lt;br /&gt;
| Hammertal&lt;br /&gt;
| Witten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rauen&lt;br /&gt;
| [[Kohlensiepen]]&lt;br /&gt;
| Witten-Gedern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bandmann&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Witten-Vormholz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Steinbruch Külpmann|Külpmann]]&lt;br /&gt;
| Albringhausen&lt;br /&gt;
| Wetter-Albringhausen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Külpmann&lt;br /&gt;
| Altenhain&lt;br /&gt;
| Wetter-Albringhausen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Külpmann&lt;br /&gt;
| Altenhain&lt;br /&gt;
| Wetter-Albringhausen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Külpmann&lt;br /&gt;
| Hödey&lt;br /&gt;
| Wetter-Voßhöfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Külpmann&lt;br /&gt;
| Am Ostholz&lt;br /&gt;
| Wetter-Volmarstein&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Sandsteine]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Steinbrüchen in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Olaf Otto Dillmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Ruhrsandstein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Naturstein.&amp;#039;&amp;#039; 12/1998. 53. Jg., Ulm, {{ISSN|0028-1026}}, S. 62–67.&lt;br /&gt;
* Olaf Otto Dillmann: &amp;#039;&amp;#039;Vorkommen und Gewinnung von Naturwerkstein am Nordrand des Sauerlandes&amp;#039;&amp;#039; (Exkursion F am 27. März 2008). Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N.F. 90, Stuttgart 2008, S.&amp;amp;nbsp;255–265 (10 Abb.).&lt;br /&gt;
* [https://www.gd.nrw.de/zip/pr_bs_gk50-kartierprojekt-ruhrgebiet_20mb.pdf &amp;#039;&amp;#039;Integrierte geologische Landesaufnahme in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039;] 2020&lt;br /&gt;
* Paul Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;Wittener Ziegeleien und Steinbrüche : eine fast vergessene Industrie.&amp;#039;&amp;#039; ([https://d-nb.info/1049914546/04 Liste])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.geodienst.de/ruhrsandstein.htm Der Ruhrsandstein] (mit technischen Daten und Liste der noch aktiven Steinbrüche)&lt;br /&gt;
* [http://www.geodienst.de/ruhrsandstein2.htm Die Genese des Ruhrsandsteins]&lt;br /&gt;
* [http://www.geodienst.de/kuelpmann1.JPG Überblicks-Foto eines Steinbruchs in Wetter-Albringhausen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandsteinsorte]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruhr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein des Karbon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Karbon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Laurentianus</name></author>
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