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	<title>Ruffinihaus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T06:24:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:München Sendlinger Straße 1 Ruffiniblock BW 2017-03-15 17-44-51.jpg|miniatur|Ruffinihaus: Westecke an Sendlinger und Pettenbeckstraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:München Rindermarkt 10 Ruffiniblock BW 2017-03-15 17-49-02.jpg|miniatur|Ost-Ecke am Rindermarkt mit Ruffiniturm-Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosental1 Muenchen-01.JPG|mini|Die Südost-Ecke am Rindermarkt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruffinihaus_Roofscape.jpg|mini|Dachlandschaft des Ruffinihauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:G-Neuner54--Puschkin-J-Sendlinger-Straße-Ruffinihaus-ONLINE.jpg|mini|alt=Tusche-Aquarell, auf dem man das Ruffini-Haus kurz nach der Erbauung sieht|Joseph Puschkin: Aquarell des Ruffinihauses kurz nach seiner Fertigstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruffinihaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich eine Gruppe von drei Häusern (auch bekannt als Ruffinihäuser) am [[Rindermarkt (München)|Rindermarkt]] 10 in der [[München|Münchner]] Altstadt, wurde 1903 bis 1905 von [[Gabriel von Seidl]] errichtet. Das dreiseitige Haus, das an die [[Sendlinger Straße|Sendlinger]] und die Pettenbeckstraße grenzt, steht an der ursprünglichen [[Flussterrasse|Hangkante]] des historischen Stadtgrabens der ersten mittelalterlichen Stadtbefestigung, wie heute noch beim Blick von Südosten zu erkennen ist. Der markante Standort verweist dadurch sowohl im Gelände wie in der historischen Betrachtung auf den Übergang zwischen dem ältesten Stadtkern und der ersten Stadterweiterung des 13. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name geht auf die Familie von [[Johann Baptista Ruffini]] zurück, wobei der ebenfalls nach der Familie benannte, 1808 abgetragene Ruffiniturm der direkte Namensgeber war. Er bildete das [[Inneres Sendlinger Tor|ursprüngliche Sendlinger Tor]] und war somit Teil der [[Münchner Stadtbefestigung#Erste Stadtmauer|ersten Münchner Stadtbefestigung]]. Er stand westlich an das heutige Grundstück anschließend und ist auf einem Fresko an der Fassade abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchner [[Denkmäler in Bayern|Denkmaltopographie]] beschreibt den Bau als „romantisch-heimatliche Stimmungsarchitektur höchsten Niveaus zur Interpretation eines unter malerischem Ideal begriffenen historisierenden Altstadtbildes, dessen ‚Aufwertung‘ erstrebt wurde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Spätmittelalter war auf dem Grundstück zunächst eine kleinteilige Bebauung entstanden, die ab 1708 bzw. 1721 in Besitz der beiden bekannten Münchner Familien, [[Pütrich (Patrizierfamilie)|Püttrich]] und Ruffini, gelangte, die eine für den Zeitpunkt um 1800 nachgewiesene, vereinheitlichte Bebauung mit vier Stockwerken im Stil des [[Barock|Barocks]] errichten ließen. Darin befand sich eine Vielzahl kleiner Ladengeschäfte. Im Rahmen einer erneuten Straßenerweiterung kaufte die Stadt 1898 das Grundstück an und schrieb einen [[Architekturwettbewerb]] aus. Gegen den Entwurf eines großen Warenhauses setzte sich Gabriel von Seidl durch, der unter dem Namen „Drei Häuser“ eine Blockbebauung vorschlug, die den Eindruck einer kleinteiliger Substanz erweckt und die einzelnen Ladengeschäfte der Vorgängerbebauung aufgreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
Um einen zentralen, dreieckigen Hof gruppieren sich die drei einzelnen Häuser mit unterschiedlichem Charakter. Bemerkenswert ist die vielgestaltige Dachlandschaft, deren unterschiedliche Ausgestaltung stark zur Gliederung des Baukörpers und dem Eindruck dreier unabhängiger Bauten beiträgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Norden orientiert sich der Kopfbau, dessen Schmalseite als Abschluss der vom [[Marienplatz (München)|Marienplatz]] kommenden Rosenstraße wirkt. Im Westen folgt die Fassade mit konvexer Form der Straßenführung der Sendlinger Straße, der Flügel im Osten zum Rindermarkt hat eine gerade Grundlinie. Die beiden oberen Geschosse des Hauptbaus weisen auf Nord- und Ostseite vier Erker mit [[Polygonal|polygonalem]] Grundriss auf, die als einzige Elemente aus der Fassade hervortreten. Das oberste Stockwerk der Westfassade tritt zurück und öffnet eine Terrasse hinter einer kleinen [[Balustrade]]. Über dem Ladengeschoss mit seiner Fassade aus [[Muschelkalk]] kragt ein kupfergedecktes Vordach in voller Länge hervor, unter dem eine [[Hohlkehle]] Raum für Ladenschilder lässt. Auch die [[Dachtraufe|Traufe]] des Hauptblocks ragt deutlich hervor und macht Anleihen bei der alpenländischen Architektur. Die Fassade der Obergeschosse ist reich mit [[Stuck]]aturen und [[Flachrelief]]s verziert, die von [[Julius Seidler]] und Philipp Widmer gestaltet wurden. Sie zeigen [[Allegorie|Allegorien]] von Tugenden und Berufen, sowie Symbole für Berufe und Stände umschlossen von [[Kartusche (Kunst)|Kartuschen]] und verbunden durch Girlanden. Auch ihr Stil greift Motive der ländlichen Bauformen des Alpenvorlandes auf und mischen sie mit Aspekten alter Münchner Bürgerhäuser. Auf der Ostfassade ist ein [[Fresko]] von Karl Wahler integriert, das den historischen Ruffiniturm darstellt. In diesem Gebäude sind mit der Eingangshalle mit [[Kreuzgratgewölbe]], der Wendeltreppe und ihrem schmiede-eisernen Gitter sowie einigen originalen ehemaligen Wohnungstüren die einzigen Elemente der Inneneinrichtung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eckhaus im Südwesten ist am [[Barock|Spätbarock]] orientiert. Die Schaufensterfront ist durch rundbogige Vordächer gegliedert, die wie [[Arkade|Arkaden]] wirken. Ein Erker mit [[Loggia]] im Süden grenzt den Bau vom Nachbar ab. Die Fassaden des ersten und zweiten Obergeschosses sind durch [[Pilaster]] mit reichhaltigen Konsolen und [[Kapitell|Kapitellen]] gegliedert, die jeweils zwei Fenster zusammenfassen, nach einem umlaufenden [[Gurtgesims]] setzen sich die Pilaster im dritten Obergeschoss fort. Ursprünglich wies der Eckbau zwei [[Volutengiebel]] auf, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht wieder errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südosten schließt ein weiterer Eckbau als kleinster Bestandteil den Gebäudekomplex. Die Ecke selbst wird deutlich betont. Das Erdgeschoss ist abgerundet, das erste Obergeschoss wird durch vorgesetzte, massive Steinbalkone betont, das zweite durch ein Gesims. Das dritte Obergeschoss ist an den jeweiligen Außenseiten zu den Nachbargebäuden zurückgesetzt und wirkt im Eckbereich so plastisch und kraftvoll. Dazu trägt auch das steile [[Mansarddach]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüngere Geschichte und Nutzung ==&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Ruffinihaus 1944 beschädigt, in der Folge zunächst nur notdürftig gesichert und 1954/55 von [[Erwin Schleich]] mit einigen Änderungen wieder aufgebaut. 1973 leitete Schleich selbst eine weitere Renovierung. 2008/09 erfolgten erneute Arbeiten. In den ehemaligen Wohnungen der Obergeschosse befinden sich Büros der städtischen Verwaltung, darunter das Tourismusamt der Stadt München. Das Erdgeschoss ist mit traditionsreichen, kleinteiligen Ladengeschäften belegt. Von 2017 bis 2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/4729615/datei |titel=Umbau und Sanierung Ruffiniblock |werk=www.muenchen-transparent.de |abruf=2022-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; lief eine umfassende Modernisierung, bei der im Dachgeschoss weiterer Büroraum für das Kommunalreferat erschlossen wurde. Die Läden eröffneten nach der Sanierung wieder, für die Dauer der Bauzeit erhielten fast alle einen Ersatzstandort in der unmittelbaren Umgebung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Franziska Gerlach |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/raum-fuer-ideen-wildwuchs-im-zentrum-1.3702564 |titel=Das Ruffinihaus wird zum Zentrum der Münchner Kreativen |sprache=de |abruf=2022-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Habel, Johannes Hallinger, Timm Weski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler in Bayern – Landeshauptstadt München: Mitte&amp;#039;&amp;#039;, Karl M. Lipp Verlag, München 2009. ISBN 978-3-87490-586-2, Eintrag: &amp;#039;&amp;#039;Rindermarkt 10&amp;#039;&amp;#039;, S. 941–943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Ruffiniblock}}&lt;br /&gt;
* muenchen.de: [http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120427.html Ruffinihaus]&lt;br /&gt;
* [[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]]: [http://www.sueddeutsche.de/muenchen/rundgang-durch-das-ruffinihaus-es-leuchtet-1.668616 Rundgang durchs Ruffinihaus] (Bildergalerie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/8/10.58151/N |EW=11/34/24.62374/E |type=landmark |dim=200 |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftshaus in München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in der Münchner Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sendlinger Straße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rindermarkt (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk von Gabriel von Seidl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in der Münchner Altstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vasariano</name></author>
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