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	<title>Rudolph Sohm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-03-06T22:19:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Rechtshistoriker &amp;#039;&amp;#039;Rudolph Sohm&amp;#039;&amp;#039;. Für den gleichnamigen österreichischen Politiker siehe [[Rudolf Sohm]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolph Sohm.jpg|mini|Rudolph Sohm]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gotthold Julius Rudolph Sohm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Oktober]] [[1841]] in [[Rostock]]; † [[16. Mai]] [[1917]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher [[Rechtshistoriker]] und [[Kirchenrecht]]ler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rudolph Sohm war ein Sohn des Juristen, Archivars und Bibliothekars der mecklenburgischen Ritter- und Landschaft Carl Friedrich Erdmann Sohm († 1879). Sein Bruder &amp;#039;&amp;#039;Albert Sohm&amp;#039;&amp;#039; (1839–1914) brachte es zum Landgerichtsdirektor in Rostock, sein Bruder &amp;#039;&amp;#039;Theodor Sohm&amp;#039;&amp;#039; (1843–1924) zum Oberlandesgerichtspräsidenten ebenda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sohm besuchte die [[Große Stadtschule Rostock]] und studierte von 1860 bis 1864 [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Universität Rostock|Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu die Einträge der [https://matrikel.uni-rostock.de/gnd/118615238 Immatrikulationen von Rudolph Sohm] im [[Rostocker Matrikelportal]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. In Rostock wurde er 1864 [[Promotion (Doktor)|promoviert]], die Dissertation widmete er seinem Lehrer [[Georg Wilhelm Wetzell]]. 1866 wurde er an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] für [[Deutsches Recht (historisch)|Deutsches Recht]] und [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] [[Habilitation|habilitiert]], 1870 berief ihn die Universität Göttingen zum außerordentlichen Professor. Er war ab 1870 ordentlicher Professor für Kirchenrecht und Deutsches Recht in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]], wo er sich an der Luisenstraße 5 niederließ&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Freiburger Adreß-Kalender für das Jahr 1871.&amp;#039;&amp;#039; S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1872 wurde er als ordentlicher Professor für Kirchenrecht und Deutsches Recht an die [[Universität Straßburg]] berufen, 1882 stand er ihr als Rektor vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 kam Sohm als ordentlicher Professor Kirchenrecht und Deutsches Recht an die [[Universität Leipzig]]. Er war mitbeteiligt an der Erstellung des [[Bürgerliches Gesetzbuch#Entstehung|Bürgerlichen Gesetzbuches]] und beteiligte sich 1896 an der parlamentarischen Diskussion im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]]. Mit [[Friedrich Naumann]] und [[Caspar René Gregory]] gründete er 1896 den [[Nationalsozialer Verein|Nationalsozialen Verein]], der ein soziales Christentum vertrat. 1897 erhielt er den Ehrendoktortitel der Universität Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php| titel=Verzeichnis der Ehrenpromotionen| hrsg=Archiv der Universität Leipzig| zugriff=2020-11-02| kommentar=Ordnung nach Graduierungsjahr| archiv-url=https://web.archive.org/web/20210122171154/https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php| archiv-datum=2021-01-22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1917 wurde er emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer seiner Schüler war [[Walter Simons]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolph Sohm war seit 18. April 1873 mit &amp;#039;&amp;#039;Clara, geb. Seidel&amp;#039;&amp;#039; (1848–1879) verheiratet, einer Tochter des Pastors [[Heinrich Alexander Seidel]] (1811–1861) in [[Perlin]] und Schwester des Ingenieurs und Schriftstellers [[Heinrich Seidel]]. Einer späteren Ehe von Sohm stammen die Söhne &amp;#039;&amp;#039;Rudolf&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;1883) und &amp;#039;&amp;#039;Walter&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;1886), die sich später auch in die Matrikel der Rostocker Universität einschrieben, um Jurist bzw. Historiker zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Er war ein strenger [[Lutheraner|lutherischer]] [[Konfessionalist]]. In seiner Dissertation ging er vom [[Römisches Recht|römischen Recht]] aus, arbeitete dann führend in der deutschen Rechtsgeschichte und widmete sich auch dem [[Kirchenrecht]]. Er bildete gleichzeitig aber seine romanistischen Studien fort bis zu seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Institutionen des römischen Rechts&amp;#039;&amp;#039;. Sohms Thesen zu den Grundlagen des Kirchenrechts führten im evangelischen Kirchenrecht zu nachhaltigen Kontroversen ([[Sohm-Harnack-Kontroverse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind Sohms Begriffe einer doppelten Kirche und des allein [[Säkularisation|säkularen]] Rechtsverständnisses – &amp;#039;&amp;#039;„Das Wesen der Kirche ist geistlich, das Wesen des Rechts ist weltlich. Das Wesen des Kirchenrechts steht mit dem Wesen der Kirche im Widerspruch.“&amp;#039;&amp;#039; – weitgehend überholt, aber seine Überlegungen finden in der aktuellen Forschung durchaus noch Beachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Sohm war Ehrendoktor verschiedener Fakultäten, auch von theologischen. 1916 erhielt er den [[Orden Pour le Mérite]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.orden-pourlemerite.de/mitglieder/rudolph-sohm?m=3&amp;amp;u=5 Website beim Orden Pour le Mérite].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1875 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.badw.de/fileadmin/nachrufe/Sohm%20Rudolf.pdf Rudolf Sohm] Nachruf im Jahrbuch 1918 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique|Königliche Akademie von Belgien]] in Brüssel nahm ihn 1888 als assoziiertes Mitglied auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/gotthard-julius-rudolf-sohm/| titel=Académicien décédé: Gotthard Julius Rudolf Sohm| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2024-02-25| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1892 war er ordentliches Mitglied der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.saw-leipzig.de/de/mitglieder/sohmr| titel=Mitglieder der SAW: Rudolph Sohm| hrsg=Sächsische Akademie der Wissenschaften| zugriff=2016-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom subpignus.&amp;#039;&amp;#039; Stiller, Rostock 1864 (Dissertation, Universität Rostock, 1864; [https://archive.org/details/dielehrevomsubp00sohmgoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Entstehung der [[Lex Ribuaria]].&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Weimar 1866 (Habilitationsschrift, Universität Göttingen, 1866; [https://archive.org/details/ueberdieentsteh00sohmgoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess der [[Lex Salica]].&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Weimar 1867 ([https://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10552738-2 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der Eheschließung aus dem deutschen und canonischen Recht geschichtlich entwickelt. Eine Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis der kirchlichen Trauung zur Civilehe.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Weimar 1875 ([https://docnum.u-strasbg.fr/cdm4/document.php?CISOROOT=/coll2&amp;amp;CISOPTR=66729&amp;amp;REC=1 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Institutionen des römischen Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig 1884 ([https://archive.org/details/institutionende00sohmgoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte im Grundriß.&amp;#039;&amp;#039; Böhme, Leipzig 1888 ([https://archive.org/details/kirchengeschich03sohmgoog Digitalisat] der 2. Auflage 1888).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchenrecht.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Duncker &amp;amp; Humblot, München 1892/1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wesen und Ursprung des Katholizismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Philologisch-historischen Klasse der Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 27, Nr. 10). Teubner, Leipzig 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Rösser]]: &amp;#039;&amp;#039;Göttliches und menschliches, unveränderliches und veränderliches Kirchenrecht von der Entstehung der Kirche bis zur Mitte des 9. Jahrhunderts. Untersuchungen zur Geschichte des Kirchenrechts mit besonderer Berücksichtigung der Anschauungen Rudolph Sohms&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 1934.&lt;br /&gt;
* Andreas Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Staat bei Rudolph Sohm.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1965.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Kienzler]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolph Sohm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 10, Hamm 1995, Sp. 743–745.&lt;br /&gt;
* Wiebke Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Rezeption in der Kirche. Begriffsgeschichtliche Studien bei Sohm, Afanas&amp;#039;ev, Dombois und Congar.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1998. ISBN 3-525-56545-3.&lt;br /&gt;
* [[Peter Landau]]: &amp;#039;&amp;#039;Sohm, Rudolph.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Stolleis]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Juristen. Ein biographisches Lexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; München 2001, S. 587–590.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|539|541|Sohm, Gotthard Julius Rudolph|[[Andreas Thier]]|118615238}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118615238}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|235586374}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|sohm_r|W|1887|S|1914}}&lt;br /&gt;
* [https://personen.niedersaechsische-bibliographie.de/person/1786831074/?&amp;amp;search_type= Niedersächsische Personen]&lt;br /&gt;
* {{CPL|Sohm_1003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118615238|LCCN=n/87/895481|NDL=00457098|VIAF=59152673}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sohm, Rudolph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (Kirchenrecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (Deutsches Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Kaiser-Wilhelms-Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nationalsozialen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1841]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sohm, Rudolph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sohm, Rudolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtshistoriker und Kirchenrechtler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Oktober 1841&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Mai 1917&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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