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	<title>Rudolf Wirth - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Wirth&amp;diff=2815906&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-17T12:20:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Karl Maria Wirth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juli]] [[1900]] in [[München]]; † [[1980]] ebenda) war ein deutscher [[Grafik|Graphiker]], [[Holzschnitt]]künstler, Buchgestalter und [[Architekt]]. Als langjähriger künstlerischer Leiter der graphischen Abteilung des Verlags [[Kösel-Verlag|Kösel &amp;amp; Pustet]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 86&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Axel Hinrich Murken |Titel=Der Buchkünstler und Kinderbuchillustrator Rudolf Wirth (1900–1980) |Sammelwerk=Die Schiefertafel. Zeitschrift für Kinder- und Jugendbuchforschung |Nummer=Jahrgang VI, Heft 2 |Datum=1983}}&amp;lt;/ref&amp;gt; prägte er in den 1920er und 1930er Jahren das Erscheinungsbild eines der ältesten katholischen Verlagshäuser Deutschlands und gestaltete zahlreiche Buchumschläge sowie Buchillustrationen&amp;lt;ref&amp;gt;Zahlreiche Buchumschläge und Originalentwürfe befinden sich in der Sammlung Curt Tillmann im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]] sowie im [[Gutenberg-Museum]] Mainz.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seine Holzschnitte, die stilistisch zwischen [[Expressionismus]] und [[Neue Sachlichkeit (Kunst)|Neuer Sachlichkeit]] anzusiedeln sind, wurden unter anderem 1929 im Landesgewerbemuseum Stuttgart und im [[Art Institute of Chicago]] ausgestellt. Zur [[Reichstagswahl 1930]] schuf er im Auftrag der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]] politische Illustrationen gegen den aufkommenden [[Nationalsozialismus]]. Nach 1933 zog er sich zunehmend als Künstler zurück und war nach Kriegsende vor allem als Architekt und Kinderbuchillustrator tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Wirth wurde am 21. Juli 1900 in [[München]] geboren&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 82&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephanie Ruhwinkel |Titel=Nun bin ich Diktator im Reich der Trümmer und der Toten |Sammelwerk=[[Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte]] |Band=86 |Nummer=Heft 1 |Datum=2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Noch als Achtzehnjähriger wurde er zum Militärdienst einberufen, ein Fronteinsatz im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] blieb ihm jedoch erspart. So konnte er bereits 1919 ein Architekturstudium an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]] beginnen, das er 1923 als [[Diplomingenieur]] abschloss&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Vollmer |Titel=Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts |Band=6 |Verlag=E. A. Seemann |Ort=Leipzig |Datum=1962 |Seiten=481}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit für Kösel &amp;amp; Pustet und andere Verlage (1924–1937) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 trat Wirth als Graphiker und Architekt in den Verlagskonzern [[Kösel-Verlag|Kösel &amp;amp; Pustet]] ein, wo er bis 1937 als künstlerischer Leiter der graphischen Abteilung tätig war&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 86&amp;quot; /&amp;gt;. Neben zahlreichen Buchumschlägen und Buchillustrationen übernahm er als Architekt die bauliche Ausgestaltung der Buchhandlungsfilialen des Verlages&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 82&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurden mehrere seiner Arbeiten in der Publikation &amp;#039;&amp;#039;Modern Book Production&amp;#039;&amp;#039; der Londoner Gesellschaft für Buchkunst &amp;#039;&amp;#039;The Studio Ltd.&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht, darunter ein Holzschnitt-Frontispiz und die Titelseiten zu Heinrich Luhmanns &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligen in Holzschuhen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vogel Wunderlich&amp;#039;&amp;#039; sowie die Bucheinbände zu &amp;#039;&amp;#039;Die Abendstube&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Heilige Franziskus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Die Braut des Alexius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Marte Schlichtegroll&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=The Studio Ltd. |Titel=Modern Book Production |Ort=London |Datum=1928 |Seiten=132, 134, 141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im selben Jahr erschienen Holzschnitte in den Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;[[Der Holzschnitt]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Jugend (Zeitschrift)|Jugend]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 87–88&amp;quot; /&amp;gt;. 1929 erhielt Wirth eine Ausstellung im Landesgewerbemuseum Stuttgart und wurde zur ersten internationalen Lithographie- und Holzschnittausstellung im [[Art Institute of Chicago]] mit einem seiner Holzschnitte eingeladen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Art Institute of Chicago]] |Titel=Catalogue of the First International Exhibition of Lithography and Wood Engraving |TitelErg=Katalognummer 102: Rudolf Wirth, &amp;#039;&amp;#039;Going to work&amp;#039;&amp;#039;, Woodcut |Datum=1929 |Online=https://www.artic.edu/assets/1bf6abb4-c1cd-6a79-74d0-fb4b7a76a5e4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Buchillustrationen zählen Walter Schmidkunz&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichten vom Christuskind&amp;#039;&amp;#039; (1927), Heinrich Luhmanns &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligen in Holzschuhen&amp;#039;&amp;#039; (1927), Charlotte Ursinas &amp;#039;&amp;#039;Erasmus&amp;#039;&amp;#039; (1933, mit ca. 50 Holzschnitten) sowie Hans Hümmelers &amp;#039;&amp;#039;Helden und Heilige&amp;#039;&amp;#039; (1934), für das er die gesamte Buchausstattung samt 366 individueller Vignetten schuf&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 86–88&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Siegfried Schmidt |Hrsg=Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek |Titel=Hans Hümmelers „Helden und Heilige“. Beobachtungen zu einem katholischen Bestseller aus der Mitte des 20. Jahrhunderts |Reihe=Band 75 |Ort=Köln |Datum=2020 |Seiten=81 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Graphik (1930) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Wirth, &amp;quot;Nun bin ich Diktator im Reich der Trümmer und der Toten&amp;quot;, Flugblatt-Illustration für die Reichstagswahl 1930.tif|mini|Rudolf Wirth: „Nun bin ich Diktator im Reich der Trümmer und der Toten“, Illustration für die Reichstagswahl 1930]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Reichstagswahl 1930|Reichstagswahl am 14. September 1930]] schuf Wirth im Auftrag der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]] eine Reihe politischer Illustrationen, darunter [[Flugblatt|Flugblätter]] und Plakatentwürfe, die sich unter anderem gegen den [[Nationalsozialismus]] und explizit gegen die Person [[Adolf Hitler]]s richteten. Eine dieser Arbeiten trägt den Titel „Nun bin ich Diktator im Reich der Trümmer und der Toten“ und zeigt eine Darstellung Hitlers inmitten von Flammen und brennenden Ruinen. Insgesamt sind 13 Druckfahnen überliefert, die Jahrzehnte später in einem doppelten Boden eines Schranks in der Wohnung des Künstlers entdeckt wurden. Ihre politisch-ikonographische Bedeutung wurde 2023 erstmals in der &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; wissenschaftlich aufgearbeitet&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 79–148&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die NS- und Kriegszeit (1933–1945) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] 1933 ging Wirths freies künstlerisches Schaffen deutlich zurück. 1937 verließ er den Kösel &amp;amp; Pustet Verlag, dessen wirtschaftliche Lage sich unter dem wachsenden Druck des Regimes auf katholische Verlage zunehmend verschlechtert hatte und wurde leitender Hochbauingenieur bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffenbauverwaltung]] ([[Luftgaukommando VII]]) in München, wo er bis Kriegsende unter anderem Flugplätze und Flakstellungen errichtete&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 88&amp;quot; /&amp;gt;. Er war der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] nie beigetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit und späte Jahre (1945–1980) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1947 bis 1949 war Wirth als Diplomingenieur beim Stadtbauamt [[Freising]] tätig&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 88&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wandte er sich wieder der Buchillustration zu. 1950 veröffentlichte er das Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;Doktor Bär&amp;#039;&amp;#039; im Schwabenverlag. 1954 folgte &amp;#039;&amp;#039;Der Mäusetag&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 85, 92&amp;quot; /&amp;gt;. Darüber hinaus entstanden weitere Kinderbuchprojekte, darunter &amp;#039;&amp;#039;Die Wiesenleute&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der trübe Winter ist vorbei&amp;#039;&amp;#039; sowie eine 417 Bilder umfassende Comic-Serie &amp;#039;&amp;#039;Rico – der entwischte Affe und seine gefährlichen Abenteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 88, 92&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 erbat der Mannheimer Buchumschlagsammler Curt Tillmann die Zusendung aller von Wirth gefertigten Buchumschläge für seine Sammlung, die heute im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]] aufbewahrt wird&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tillmann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Bernhard Zeller |Titel=Buchumschläge 1900–1950. Aus der Sammlung Curt Tillmann |Verlag=Schiller-Nationalmuseum |Ort=Marbach am Neckar |Datum=1971 |Seiten=226 |Kommentar=Katalog Nr. 22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Wirth starb 1980 in München&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 82&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerisches Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzschnitte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Wirth, Die Falle, Holzschnitt aus dem Zyklus &amp;quot;Die Nacht&amp;quot;, 1929.jpg|mini|Rudolf Wirth: &amp;#039;&amp;#039;Die Falle&amp;#039;&amp;#039;, Holzschnitt aus dem Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Die Nacht&amp;#039;&amp;#039;, 1929]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Holzschnitt]] bildete das zentrale Medium in Wirths künstlerischem Schaffen&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 86&amp;quot; /&amp;gt;. Stilistisch erinnern seine expressiven Holzschnitte an die Graphiken von [[Frans Masereel]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 87&amp;quot; /&amp;gt;. Albert Aschinger, Herausgeber der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Holzschnitt&amp;#039;&amp;#039;, stellte Wirths Arbeiten 1929 auf eine Stufe mit denen Masereels und zählte sie zu den besten Arbeiten des damaligen modernen Holzschnitts&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Aschinger: Besprechung des Zyklus „Die Nacht“ von Rudolf Wirth. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Holzschnitt – Monatszeitschrift zur Pflege und Förderung des Holzschnitts,&amp;#039;&amp;#039; Mai 1929, S. 1–15, hier S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben &amp;#039;&amp;#039;Der Holzschnitt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;The Studio&amp;#039;&amp;#039; (London) veröffentlichte auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Jugend (Zeitschrift)|Jugend]]&amp;#039;&amp;#039; seine Arbeiten: 1929 den Holzschnitt &amp;#039;&amp;#039;Hafengasse&amp;#039;&amp;#039; als Illustration zu Ernst Römers &amp;#039;&amp;#039;Zufallsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben&amp;#039;&amp;#039; 34 (1929), Heft 36, S. 570 ([https://doi.org/10.11588/diglit.6761#0575 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1930 &amp;#039;&amp;#039;Nächtlicher Besuch&amp;#039;&amp;#039; zu Leo Am Bruhls Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Konsultation um Mitternacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben&amp;#039;&amp;#039; 35 (1930), Heft 3, S. 34 ([https://doi.org/10.11588/diglit.6762#0035 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Holzschnitte Wirths – &amp;#039;&amp;#039;Schiff im Sturm&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landschaft mit Sonne&amp;#039;&amp;#039; – wurden 1996 in die Publikation &amp;#039;&amp;#039;Holzschnitte des deutschen Expressionismus&amp;#039;&amp;#039; aus den Beständen der Stiftung [[Museum Schloss Moyland]] aufgenommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moyland&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Förderverein Museum Schloss Moyland |Titel=Holzschnitte des deutschen Expressionismus aus den Beständen der Stiftung Museum Schloß Moyland (Sammlung van der Grinten) |Ort=Bedburg-Hau |Datum=1996 |Seiten=358–359 |Kommentar=Schiff im Sturm, MSM 12374, Abb. 696; Landschaft mit Sonne, MSM 12776, Abb. 697}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 1942 hatte Howard Simon in seiner Überblicksdarstellung &amp;#039;&amp;#039;500 Years of Art in Illustration&amp;#039;&amp;#039; Wirths Holzschnitte zu &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligen in Holzschuhen&amp;#039;&amp;#039; gewürdigt und ihre Nähe zur Tradition der frühen deutschen Holzschneider hervorgehoben&amp;lt;ref name=&amp;quot;Simon1942&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Howard Simon |Titel=500 Years of Art in Illustration. From Albrecht Dürer to Rockwell Kent |Verlag=The World Publishing Company |Ort=Cleveland/New York |Datum=1942 |Seiten=258, Abb. S. 260}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buchkunst und Buchgestaltung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Buchgestalter schuf Wirth zahlreiche [[Schutzumschlag|Buchumschläge]] für [[Kösel-Verlag|Kösel &amp;amp; Pustet]] und weitere Verlage, darunter Amstutz &amp;amp; Herdeg, [[Benziger|Benziger Verlag]], [[Butzon &amp;amp; Bercker]] und Hallwag&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tillmann&amp;quot; /&amp;gt;. Darüber hinaus war Wirth auch publizistisch tätig und setzte sich in verschiedenen Aufsätzen im &amp;#039;&amp;#039;[[Börsenblatt|Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel]]&amp;#039;&amp;#039; unter anderem mit Fragen der Buchgestaltung auseinander&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 86&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinderbücher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Wirth, Titelseite zu Kinderbuch Doktor Bär, erschienen im Schwabenverlag, 1950.jpg|mini|Rudolf Wirth: Titelseite zu &amp;#039;&amp;#039;Doktor Bär&amp;#039;&amp;#039;, Schwabenverlag, 1950]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren hatte Wirth Kinder- und Jugendbücher illustriert, darunter Aenne Meys &amp;#039;&amp;#039;Flips und Flitsch, die beiden Auswanderer, ein Mäusemärchen&amp;#039;&amp;#039; (1931) und Grete Thomas’ &amp;#039;&amp;#039;Tüftel und andere bunte Geschichten&amp;#039;&amp;#039; (1930)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 87&amp;quot; /&amp;gt;. In der Nachkriegszeit wandte er sich verstärkt der eigenständigen [[Kinderbuch]]illustration zu. 1950 erschien &amp;#039;&amp;#039;Doktor Bär&amp;#039;&amp;#039; im [[Schwabenverlag]], in dem Wirth das Milieu von Arzt und Krankenhaus kindgemäß und humorvoll darstellte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 85–91&amp;quot; /&amp;gt;. Murken hob hervor, dass das Buch den medizinischen Kinderbüchern seiner Zeit weit voraus war, da es sich wohltuend von den autoritären Gesundheitsbüchern der Vorkriegs- und frühen Nachkriegszeit abhob&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 89–91&amp;quot; /&amp;gt; und bezeichnete es als „eines der schönsten Nachkriegsbücher im deutschsprachigen Raum“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Axel Hinrich Murken |Titel=Das Kind als aufgeklärter Patient? Alte medizinische Kinder- und Jugendbücher |Sammelwerk=Cesra Säule |Nummer=29 |Datum= |Seiten=33 |Kommentar=ohne Jahresangabe, jedoch nach 1983}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1954 folgte mit &amp;#039;&amp;#039;Der Mäusetag&amp;#039;&amp;#039; ein weiteres Kinderbuch, in dem Wirth den Alltag einer Mäusefamilie in vermenschlichter Form schilderte. Im Nachlass befinden sich weitere Kinderbuchprojekte, darunter &amp;#039;&amp;#039;Die Wiesenleute&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der trübe Winter ist vorbei&amp;#039;&amp;#039; sowie eine 417 Bilder umfassende Comic-Serie &amp;#039;&amp;#039;Rico – der entwischte Affe und seine gefährlichen Abenteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 88, 92&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und kunsthistorische Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirth wurde bereits zu Lebzeiten in mehrere Standardwerke aufgenommen: 1934 in &amp;#039;&amp;#039;[[Der Große Herder]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Große Herder. Nachschlagewerk für Wissen und Leben,&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Freiburg im Breisgau 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1942 in Howard Simons &amp;#039;&amp;#039;500 Years of Art in Illustration&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Simon1942&amp;quot; /&amp;gt;, 1959 in &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Graphiker-Handbuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Charlotte Fergg-Frowein |Titel=Kürschners Graphiker-Handbuch: Deutschland, Österreich, Schweiz |Verlag=De Gruyter |Datum=1959 |Seiten=328}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1962 in das &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts|Allgemeine Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Vollmer |Titel=Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts |Band=6 |Verlag=E. A. Seemann |Ort=Leipzig |Datum=1962 |Seiten=481}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1983 veröffentlichte der Kunsthistoriker und Medizinhistoriker [[Axel Hinrich Murken]] einen grundlegenden Aufsatz über Wirth als Buchkünstler und Kinderbuchillustrator; in einer weiteren Publikation ordnete er dessen Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;Doktor Bär&amp;#039;&amp;#039; in den Kontext der medizinischen Kinder- und Jugendliteratur ein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 85–94&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine umfassende kunsthistorische Aufarbeitung seines Gesamtwerks wurde möglich, nachdem der über 1000 Exponate umfassende Nachlass zur wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung gestellt worden war&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 82&amp;quot; /&amp;gt;. 2023 wurden die politischen Illustrationen von 1930 erstmals in der &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; analysiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 79–148&amp;quot; /&amp;gt;. 2024 wurde eine Holzschnittillustration Wirths in der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Wo die wilden Striche wohnen&amp;#039;&amp;#039; (Oktober 2024 bis Januar 2025) in der [[Pinakothek der Moderne]] ([[Die Neue Sammlung]]) gezeigt&amp;lt;ref&amp;gt;Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Wo die wilden Striche wohnen&amp;#039;&amp;#039;, [[Die Neue Sammlung]] – The Design Museum, [[Pinakothek der Moderne]], München, Oktober 2024 bis Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerischer Nachlass ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der künstlerische Nachlass von Rudolf Wirth umfasst über 1000 Exponate, darunter Holzschnitte, Zeichnungen, Aquarelle, Buchgestaltungen, persönliche Dokumente und Korrespondenzen&amp;lt;ref name=&amp;quot;SRuhwinkel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 82&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird vom gemeinnützigen Verein Bayerische Künstlernachlässe e. V. betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1929: Ausstellung buchkünstlerischer Arbeiten, Landesgewerbemuseum Stuttgart&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken1983&amp;quot; details=&amp;quot;S. 88&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1929/30: Erste internationale Lithographie- und Holzschnittausstellung, [[Art Institute of Chicago]]&lt;br /&gt;
* 1971: &amp;#039;&amp;#039;Buchumschläge 1900–1950&amp;#039;&amp;#039;, [[Schiller-Nationalmuseum]], [[Marbach am Neckar]]&lt;br /&gt;
* 2024/25: &amp;#039;&amp;#039;Wo die wilden Striche wohnen&amp;#039;&amp;#039;, [[Pinakothek der Moderne]], München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke in öffentlichen Sammlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Literaturarchiv Marbach]] (Sammlung Curt Tillmann: Buchumschläge)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tillmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gutenberg-Museum]], Mainz (Buchumschläge)&lt;br /&gt;
* [[Museum Schloss Moyland]] (Holzschnitte, Sammlung van der Grinten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moyland&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pinakothek der Moderne]], München ([[Die Neue Sammlung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1312965460|VIAF=3391170292147077690000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wirth, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzschneider (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Illustrator (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgestalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Emigration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wirth, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wirth, Rudolf Karl Maria&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kinderbuchautor und Illustrator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juli 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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