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	<title>Rudolf Wildenmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Wildenmann&amp;diff=813769&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-10T06:46:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Wildenmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Januar]] [[1921]] in [[Stuttgart]]; † [[14. Juli]] [[1993]] in [[Mannheim]]) war ein deutscher [[Politikwissenschaft]]ler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wildenmann gilt als einer der Wegbereiter der [[Empirische Wahlforschung|empirischen Wahlforschung]] und Gestalter der sozialwissenschaftlichen Infrastruktur in Deutschland und Europa. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Wildenmann durch seine Arbeit am Aufbau der Mannheimer [[Forschungsgruppe Wahlen]] und seine Mitarbeit am [[Politbarometer]] bekannt. Er ist ein wichtiger Vertreter der sogenannten [[Kölner Schule (Politikwissenschaft)|Kölner Schule der Politikwissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Wildenmann begann ursprünglich eine kaufmännische Lehre, wurde aber 1939 einberufen und geriet im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in [[Kanada|kanadische]] Gefangenschaft. Im Gefangenenlager in Kanada erhielt er die Möglichkeit, sein Abitur abzulegen. Deshalb bezeichnete er sich selbst auch ironisch als „Kriegsgewinnler“. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1946 begann er ein [[Sozialwissenschaft|sozial-]] und [[Wirtschaftswissenschaft|wirtschaftswissenschaftliches]] Studium in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], das er 1952 mit einer von [[Dolf Sternberger]] als Hauptreferent betreuten [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dissertationsthema &amp;#039;Partei und Fraktion&amp;#039; bei [[Alexander Rüstow]] am Institut für Politische Wissenschaft in Heidelberg abschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1952 bis 1959 war er als Journalist in Bonn sowie für das [[Ostkolleg der Bundeszentrale für Heimatdienst]] in Köln tätig. 1959 begann er eine Assistententätigkeit an der [[Universität zu Köln]] bei dem gerade aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrten [[Ferdinand Hermens|Ferdinand A. Hermens]], bei dem er sich 1962 [[Habilitation|habilitierte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 wurde er an die [[Universität Mannheim]] berufen. Dort war er bis zu seiner Emeritierung 1989 Inhaber des [[Lehrstuhl]]s für [[Politische Wissenschaft]] I. Darüber hinaus hatte Wildenmann parallel eine Professur in den USA (State University of New York [[State University of New York|SUNY]]). Als Gründer der Mannheimer Politikwissenschaft legte Wildenmann in Zusammenarbeit mit dem Soziologen [[M. Rainer Lepsius]] und dem Sozialpsychologen [[Martin Irle]] den Grundstein für die dortige Wahl- und Parteienforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Erwin Scheuch|Erwin K. Scheuch]] arbeitete er an der empirischen Mikroanalyse in der politikwissenschaftlichen Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 gründete er das [[Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen]] (ZUMA), dessen Vorsitzender er bis 1980 war. Darüber hinaus war er von 1987 bis 1990 wissenschaftliches Mitglied des Kuratoriums Gesellschaft sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e. V. [[GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften|GESIS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wildenmann war mehrfach Rektor der Universität (WH) Mannheim. Er war Mitglied und zeitweilig Bezirksvorsitzender der CDU, lehnte jedoch Angebote ab, Mitglied der baden-württembergischen Landesregierung zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Wildenmanns Buchpublikationen von seiner Dissertation (&amp;#039;&amp;#039;Partei und Fraktion&amp;#039;&amp;#039;, 1952/1954) bis zu seiner Kritik der Volksparteien (&amp;#039;&amp;#039;Ratlose Riesen&amp;#039;&amp;#039;, 1989) sind in der Deutschen Bibliothek verzeichnet. Im Bundesarchiv Koblenz befinden sich, noch ungeordnet, Unterlagen aus der von ihm auch noch nach seiner Emeritierung geleiteten Mannheimer FGE (Forschungsstelle für Gesellschaftliche Entwicklungen beziehungsweise Research Unit for Societal Development).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZUMA ==&lt;br /&gt;
Wildenmann regte an und war maßgeblich daran beteiligt, das Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim zu gründen, das als Hilfseinrichtung der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]] und zur Erleichterung und Verbesserung deren sozialwissenschaftlichen Arbeiten 1974 seine Arbeit aufnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ZUMA ist seither zu einem Teil von [[GESIS]] geworden. Am Standort Mannheim berät das Institut weiterhin die [[Sozialforschung]] bei der Anlage, Durchführung und Auswertung sozialwissenschaftlicher Untersuchungen, führt eigene Untersuchungen durch und erleichtert den Zugang zu amtlichen Daten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1986: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rudolf-Wildenmann-Preis ==&lt;br /&gt;
Der [[Rudolf-Wildenmann-Preis]] wurde von ehemaligen Kollegen und Studenten des Politikwissenschaftlers gestiftet. Er ist mit 1000&amp;amp;nbsp;Euro dotiert und wird jährlich an einen Nachwuchs-Wissenschaftler (innerhalb von 5&amp;amp;nbsp;Jahren nach der [[Promotion (Doktor)|Promotion]]) für eine herausragende Veröffentlichung vergeben, die bei den [[European Consortium for Political Research|ECPR]] &amp;#039;&amp;#039;Joint Sessions of Workshops&amp;#039;&amp;#039; vorgestellt wurde. Mitautoren sind nur dann zulässig, wenn diese auch höchstens 5&amp;amp;nbsp;Jahre zuvor ihren Doktorgrad erworben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ecpr.eu/Prizes/PrizeDetails.aspx?PrizeID=7 Rudolf Wildenmann Preis], abgerufen am 14. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wahlforschung.&amp;#039;&amp;#039; BI-Taschenbuch-Verlag, 1992.&lt;br /&gt;
* mit Hans Besters (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staatswerdung Europas?&amp;#039;&amp;#039; Vol. 9. Nomos, 1991.&lt;br /&gt;
* mit Werner Kaltefleiter: &amp;#039;&amp;#039;Volksparteien: ratlose Riesen?&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle des Bundesverfassungsgerichts und der Deutschen Bundesbank in der politischen Willensbildung: ein Beitrag zur Demokratietheorie.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gutachten zur Frage der Subventionierung politischer Parteien aus öffentlichen Mitteln.&amp;#039;&amp;#039; Hain, 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eliten in der Bundesrepublik. Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung über Einstellungen führender Positionsträger zur Politik und Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Mannheim 1968.&lt;br /&gt;
* mit Werner Kaltefleiter: &amp;#039;&amp;#039;Funktionen der Massenmedien.&amp;#039;&amp;#039; No. 12. Athenäm Verlag, 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Macht und Konsens als Problem der Innen- und Außenpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 2. Athenäum, 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Partei und Fraktion. Ein Beitrag zur Analyse der politischen Willensbildung und des Parteiensystems in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; Hain, 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaase, Max (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Wissenschaft und politische Ordnung. Analysen zu Theorie und Empirie demokratischer Regierungsweise; Festschrift zum 65. Geburtstag von Rudolf Wildenmann&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1986, ISBN 3-531-11804-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaase, Max. &amp;quot;Rudolf Wildenmann: German scholar, institution builder, democrat.&amp;quot; Comparative European politics: the story of a profession, London and Washington, Pinter (1997): 40–53.&lt;br /&gt;
* LEHNER, F. &amp;quot;IN MEMORY OF WILDENMANN, RUDOLF.&amp;quot; POLITISCHE VIERTELJAHRESSCHRIFT 35.1 (1994): 110–112.&lt;br /&gt;
* Roberts, Geoffrey K. &amp;quot;Rudolf Wildenmann: An appreciation.&amp;quot; (1993): 485-485.&lt;br /&gt;
* Sigel, Roberta S. &amp;quot;Rudolf Wildenmann.&amp;quot; PS: Political Science &amp;amp; Politics 26.04 (1993): 821-821.&lt;br /&gt;
* Kaase, Max. &amp;quot;Massenkommunikation und politischer Prozeß. S. 357–374 in: Max Kaase (Hrsg.): Politische Wissenschaft und politische Ordnung. Analysen zu Theorie und Empirie demokratischer Regierungsweise. Festschrift zum 65. Geburtstag von Rudolf Wildenmann.&amp;quot; (1986).&lt;br /&gt;
* Schröder, Gerhard. &amp;quot;Rudolf Wildenmann und das Ostkolleg der Bundeszentrale für Heimatdienst.&amp;quot; Politische Wissenschaft und politische Ordnung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1986. 473–475.&lt;br /&gt;
* Hohmann, Karl. &amp;quot;Erinnerung an Jahre der Zusammenarbeit mit Rudolf Wildenmann.&amp;quot; Politische Wissenschaft und politische Ordnung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1986. 463–472.&lt;br /&gt;
* Hurtig, S. &amp;quot;Lettre à Rudolf Wildenmann et Jörgen Westerstahl.&amp;quot; Fonds Hurtig, troisième versement 25 (1969).&lt;br /&gt;
* {{NDB|28|130|131|Wildenmann, Rudolf|Ursula Hoffmann-Lange|129037737}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129037737}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gesis.org/home GESIS] – Homepage des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000012234}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a5fdbc16-f094-4229-b012-4732bec90ab4/ Nachlass Bundesarchiv N 1404]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129037737|LCCN=n/85/138508|VIAF=108220180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wildenmann, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter der Kölner Schule der Politikwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meinungsforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener von Kanada]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wildenmann, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politikwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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