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	<title>Rudolf Warnecke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T19:36:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-14T08:06:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf Warnecke portrait.jpg|mini|hochkant|Rudolf Warnecke (1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Warnecke Grab.jpg|mini|hochkant|Grab Rudolf Warnecke in Ravenstein Merchingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Warnecke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. September]] [[1905]] in [[Bautzen]]; † [[12. Oktober]] [[1994]] in [[Ravenstein]]-Merchingen) war ein deutscher [[Grafiker]] und [[Holzschnitt|Holzschneider]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Vater Warneckes war Architekt. Das Adressbuch führte ihn 1906/1907 als „Landbauamts-Bureauassistent“. Warnecke besuchte 1918 die Kunstanstalt der Gebrüder Weigang in Bautzen. 1923 gründete er gemeinsam mit dem Maler Karl W. Schmidt ein Atelier für Werbegrafik in [[Zittau]]. Ein Jahr später kam er als Pressezeichner in den [[Ostsachsendienst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 studierte er an der [[Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig|Akademie für graphische Künste Leipzig]] in der Radierklasse bei [[Alois Kolb]]. Ab 1928 arbeitete er als Illustrator bei verschiedenen Verlagen. 1931 folgte die erste Publikation als Holzschneider „Der Holzschnitt“ im Körner-Verlag, Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1927 war Warnecke Mitglied im [[Lausitzer Künstlerbund]] und in der Freien Künstlervereinigung Bautzen. Das Bautzner Adressbuch nennt ihn 1938 als Maler und Grafiker in der Paulistraße 34. Er war 1933 in Bautzen auf der letzten Ausstellung der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft der Lausitzer Bildenden Künstler&amp;#039;&amp;#039; vor der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten mit fünf Illustrationen zu &amp;#039;&amp;#039;Die Rache des Königs&amp;#039;&amp;#039; von [[Richard Schlemmer]] vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Katalog der &amp;#039;&amp;#039;5. Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft der Lausitzer Bildenden Künstler&amp;#039;&amp;#039;; S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen 1933 entstandenen Arbeiten &amp;#039;&amp;#039;Alt-Bautzen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lob der Arbeit&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Mutterliebe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Totentanz&amp;#039;&amp;#039; wandte sich Warnecke dem freien Holzschnitt zu. Ein Jahr später erfolgte die erste Veröffentlichung im [[Abreißkalender]] &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Leben&amp;#039;&amp;#039; vom [[Fritz Heyder Verlag]], Berlin-Zehlendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war Warnecke Mitglied der [[Reichskammer der bildenden Künste]]. 1936 gab es Ausstellungen mit Ankäufen der graphischen Kabinette Bautzen, Dresden, Leipzig, der [[Oberlausitzer Gedenkhalle|Ruhmeshalle Görlitz]] und des [[Schwedisches Nationalmuseum|Nationalmuseums Stockholm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund Warneckes Weigerung, der [[NSDAP]] beizutreten, folgten die Kündigung der Position des Ausstellungsleiters im [[Museum Bautzen|Stadtmuseum Bautzen]] und die Einberufung zur [[Wehrmacht]]. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil und wurde nach der Kriegsgefangenschaft 1945 im [[Lager Heilbronn]] in [[Dinkelsbühl]] ansässig. 1946 schuf er Porträts prominenter Persönlichkeiten: Apostolischer Nuntius [[Aloysius Muench]], Marschall des [[Internationaler Militärgerichtshof|Internationales Militärtribunal Nürnberg]] [[Robert H. Jackson]], [[Matthias Wiemann]], [[Marianne Hoppe]], [[Hermann Claudius]], [[Ludwig Tügel]], [[Victor von Gostomski]] u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 ermöglichten amerikanische und sowjetische Drucklizenzen für den Dohlen-Verlag in Dinkelsbühl und Römer-Verlag in Dresden erste Publikationen nach dem Krieg. 1949–1951 schuf er mehrere [[Sgraffito]], vorwiegend an öffentlichen Gebäuden in der Bundesrepublik und des europäischen Auslandes wie z.&amp;amp;nbsp;B. Wandmalereien im &amp;#039;&amp;#039;Haus der Jugend&amp;#039;&amp;#039; in Tempelhof und Sgraffitos in Barksen, [[Westerland]] und [[Hörnum (Sylt)|Hörnum]] (Sylt). Reisen nach Sylt markierten den Beginn ganzjähriger Ausstellungen ab 1952 in Westerland und Kampen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 erwarb Warnecke ein Anwesen in Dinkelsbühl als Atelierhaus mit Ausstellungsräumen. Ein Jahr später folgte die Einrichtung eines zweiten Ateliers in einem Turm in Crailsheim. Ab 1961 hielt Warnecke ganzjährige Porträt-Ausstellungen in Bad Mergentheim und wurde Grafiker des dort ansässigen Deutschherren-Verlages. Drei Jahre später fanden Porträt-Ausstellungen in Bad Pyrmont statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 heiratete Rudolf Warnecke seine Frau Friedlinde, aus dieser Ehe ging die Tochter Tatjana Warnecke hervor. Er ließ sich 1969 in Ravenstein-Merchingen nieder. 1975–77 folgten mehrere Ausstellungen in München und Crailsheim und eine Sonder-Ausstellung in Rothenburg ob der Tauber. 1980 erschien das Werkbuch „Mit [[Geißfuß (Werkzeug)|Geißfuß]] und [[Grabstichel (Werkzeug)|Stichel]] durch ein Künstlerleben – 100 Holzschnitte aus 6 Jahrzehnten“, Verlag der Galerie Ravenstein. 1981–1982 unternahm Warnecke Studienreisen nach Griechenland, Italien und Kalifornien, gefolgt von der Gemeinschaftsausstellung in Paso Robles (USA), Berlin und München zusammen mit [[Frans Masereel]], [[A. Paul Weber]] und [[Josef Hegenbarth]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr darauf schuf er das 36 m große Wandgemälde „Bauernkrieg“ im Götzenschloß Ravenstein. 1985 erfolgten Jubiläums-Ausstellungen in München, Bautzen, Dinkelsbühl, Mölln und Kronach. Im gleichen Jahr wurde er Ehrenbürger der Stadt Ravenstein. 1989 schuf er das Porträt des Weltraumpioniers [[Hermann Oberth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Jahre vor seinem Tode wendete sich Warnecke künstlerisch wieder seiner Geburtsstadt Bautzen zu und schuf mit „Alt-Bautzen“ 20 großformatige Ölgemälde, das „Budissin’sches Mosaik“ mit 50 Illustrationen zur Geschichte von Bautzen, ihren Sagen und Originalen (Lusatia-Verlag, Bautzen), sowie eine Neuauflage von 20 Holzschnitten der mittelalterlichen Stadt Bautzen (Verlag der Galerie Ravenstein) anlässlich der Feierlichkeiten der tausendjährigen Stadt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Museum Bautzen]] besitzt eine große Zahl von Arbeiten Warneckes.&amp;lt;ref&amp;gt;https://sachsen.museum-digital.de/objects?s=collection%3A1301%20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Preisträger im Illustrationswettbewerb des Main-Presse-Verlages in Würzburg „Das Deutsche Volkslied“ (1950)&lt;br /&gt;
* Preisträger im Plakat-Wettbewerb der Stadt Dinkelsbühl (1951)&lt;br /&gt;
* Pygmalion-Medaille der Deutschen Wirtschaft in München (1988)&lt;br /&gt;
* Goldene Ehrennadel des [[Deutscher Sportbund|Deutschen Sportbundes]] (1990)&lt;br /&gt;
* Auszeichnung mit der internationalen Goldmedaille „Recherche de la Qualité“ vom [[Open Society Foundations|OSF Paris]] (1983)&lt;br /&gt;
* Goldener Ehrenring für bildende Kunst des [[Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes|Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes]], München (1975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicher belegte Teilnahme an weiteren Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1935: Leipzig, Museum der Bildenden Künste („Deutsche Graphikschau“)&lt;br /&gt;
* 1940: Leipzig, Leipziger Kunstverein (Einzelausstellung mit [[Paul Stuckenbruck]])&lt;br /&gt;
* 1940: Leipzig (Einzelausstellung mit [[Arthur Kampf]] und [[Karl Truppe]])&lt;br /&gt;
* 1940: Hamburg („Deutsche Graphik“; Verkaufsausstellung)&lt;br /&gt;
* 1942: München (&amp;quot;[[Große Deutsche Kunstausstellung]]&amp;quot;; mit dem Holzschnitt &amp;quot;Stillende Mutter&amp;quot;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gdk-research.de/de/obj19363500.html |titel=Stillende Mutter — Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45 |abruf=2025-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Holzschneider Rudolf Warnecke.&amp;#039;&amp;#039; Dohlen-Verlag, 1956, {{DNB|455376689}}.&lt;br /&gt;
* Emil Eichhorn: &amp;#039;&amp;#039;Laderhosn und Pelzweste. Gereimtes und Ungereimtes in Oberlausitzer Mundart.&amp;#039;&amp;#039; (= Stimmen der Landschaft. Band 19). Bastei-Verlag Dresden, {{DNB|579715205}}. (Mit 4 Zeichnungen von Rudolf Warnecke)&lt;br /&gt;
* Rudolf Warnecke: &amp;#039;&amp;#039;Mit Geissfuss und Stichel durch ein Künstlerleben. 100 Holzschnitte aus 6 Jahrzehnten.&amp;#039;&amp;#039; Galerie Ravenstein, 1980, {{OCLC|631809593}}.&lt;br /&gt;
* [[Erich Klausnitzer]], Rudolf Warnecke: &amp;#039;&amp;#039;Budissinische Sagen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Lausitzer Land.&amp;#039;&amp;#039; 1). 3. überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Lausitzer Druckhaus, Bautzen 1991, {{OCLC|312835135}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-warnecke.de/ Porträt des Künstlers Rudolf Warnecke 1905–1994]&lt;br /&gt;
* [https://www.rudolf-warnecke.de/view/flipcard Werkübersicht Rudolf Warnecke]&lt;br /&gt;
* https://sachsen.museum-digital.de/collection/1301?navlang=de&lt;br /&gt;
* [http://www.crailsheim.de/1742.0.html?&amp;amp;L=&amp;amp;tx_ttnews%5Bpointer%5D=413&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=322&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=168&amp;amp;cHash=ebabb947d5c1c77ba1d6c94988b431d0 Stadtnachrichten Stadt Crailsheim zum 100. Geburtstag, Erinnerung an Warnecke]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118764349|VIAF=54944163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Warnecke, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzschneider (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Warnecke, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Grafiker und Holzschneider&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. September 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Oktober 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ravenstein]]-Merchingen&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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