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	<title>Rudolf Tschudi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Tschudi&amp;diff=2752561&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graf Mager am 20. Februar 2025 um 09:52 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Tschudi (1884–1960).jpg|alternativtext=Rudolf Tschudi-Tschudi (1884–1960), Dr.  phil., Philologe, Orientalist, 1919 ao. Prof. in Zürich, 1922–49 o. Prof. in Basel, 1925 Dekan, Familiengrab auf dem Friedhof Hörnli, Riehen, Basel-Stadt |mini|Familiengrab auf dem [[Friedhof am Hörnli]], Riehen, Basel-Stadt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Tschudi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Mai]] [[1884]] in [[Glarus]]; † [[11. Oktober]] [[1960]] in [[Basel]]) war ein Schweizer [[Philologie|Philologe]] und [[Orientalist]]. Von 1919 bis 1922 war er [[ausserordentlicher Professor]] für [[orientalische Sprachen]] an der [[Universität Zürich]], von 1922 bis 1949 [[Lehrstuhl]]inhaber an der [[Universität Basel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Rudolf Tschudi studierte in Basel, [[Erlangen]] und [[Tübingen]] und wurde als Student Mitglied des [[Schwizerhüsli Basel]], des [[Erlanger Wingolf|Erlanger]] und des [[Tübinger Wingolf|Tübinger]] [[Wingolf]]. Später trat er auch der Carolingia [[Zürich]] bei. In Erlangen promovierte er 1910 bei [[Georg Jacob]], danach ging er als Assistent von [[Carl Heinrich Becker]] an das Seminar für Geschichte und Kultur des [[Hamburgisches Kolonialinstitut|Hamburgischen Kolonialinstituts]]. In jener Zeit lernte er [[Enno Littmann]] kennen, mit dem ihn fortan eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;687 Briefe Littmanns an Tschudi sind aufbewahrt in der [https://aleph.unibas.ch/F/?local_base=DSV05&amp;amp;con_lng=GER&amp;amp;func=find-b&amp;amp;find_code=SYS&amp;amp;request=000015059 Universitätsbibliothek Basel, Sign. NL 287 : A 94,1-687].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 übersiedelte Tschudi nach Tübingen, um sich dort zu habilitieren. 1914 wurde er indes noch vor Abschluss der [[Habilitation]] als Beckers Nachfolger nach Hamburg berufen. 1913 war er Mitherausgeber der Reihe &amp;quot;[[Türkische Bibliothek (Mayer &amp;amp; Müller, Berlin)|Türkische Bibliothek]]&amp;quot; geworden, seit 1914 versah er dieselbe Stellung auch bei der Zeitschrift &amp;quot;Der Islam&amp;quot;. Durch mehrere Aufenthalte im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] seit 1909 hatte Tschudi ferner die lebendige Tradition des [[Derwisch]]tums (insbesondere der [[Bektaschi|Bektași]]) kennengelernt und den Grundstock zu seiner umfangreichen Sammlung von überwiegend osmanisch-türkischen, aber auch arabischen und persischen Handschriften gelegt. Die Jahre des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] verlebte Tschudi in Hamburg, nach dem Krieg kehrte er in die Schweiz zurück. 1919 wurde er zunächst ausserordentlicher Professor für orientalische Sprachen in Zürich, 1922 folgte die Berufung als [[Lehrstuhl|Ordinarius]] nach Basel, wo die Stelle des im Amt verstorbenen Friedrich Schulthess neu besetzt werden musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Bolliger (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Tschudi und sein wissenschaftliches Netzwerk&amp;#039;&amp;#039;, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Basel lehrte Tschudi bis zur Emeritierung im Jahre 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Tschudis hauptsächliches Forschungsgebiet war die osmanisch-türkische Sprache und Kultur sowie die Geschichte des Osmanischen Reiches. Mit seinem Lehrer Georg Jacob teilte er überdies das Interesse am zeitgenössischen [[Sufismus]]. Er war ein ausgezeichneter Redner – seine historischen Studien sind oft aus Reden hervorgegangen –, tat sich aber in der schriftlichen Formulierung schwer. Sein wissenschaftliches Œuvre ist daher nicht sehr breit, aber exklusiv. Unter seinen Fachgenossen genoss er hohes Ansehen, seine deutschen Kollegen hat er in schwierigen Zeiten auch materiell unterstützt: «Er gehörte zu den seltenen Gelehrten, die von ihren Mitmenschen am liebsten nur Gutes sagen und stets bereit sind, andere zu rühmen».&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Meier: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Tschudi (1884–1960)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam.&amp;#039;&amp;#039; Band 38, 1962, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative zur Einrichtung des Faches Ägyptologie an der Universität Basel ging hauptsächlich auf ihn zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wichtigen Bestandteil seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bildete das Sammeln orientalischer Handschriften. Schon früh hatte er damit begonnen, arabische, persische und osmanisch-türkische Handschriften zu erwerben. Die Sammlung übergab er der [[Universitätsbibliothek Basel|Basler Universitätsbibliothek]], die den grössten Teil ihres orientalischen Handschriftenbestandes Rudolf Tschudi verdankt. Auch den eigenen wissenschaftlichen Nachlass vermachte er der Basler Universitätsbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Aṣafnâme des Luṭfî Pascha. Nach den Handschriften zu Dresden, Wien und Konstantinopel&amp;#039;&amp;#039;. Mayer &amp;amp; Müller, Berlin 1910 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Vilâjet-nâme des Hâdschim Sultan&amp;#039;&amp;#039;. Zum ersten Male herausgegeben und ins Deutsche übertragen. Mayer &amp;amp; Müller, Berlin 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Schreiben Sülejmāns I. an Ferdinand I&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Menzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Georg Jacob zum siebzigsten Geburtstag, 26. Mai 1932&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Leipzig 1932, S. 317–328.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Chalifat&amp;#039;&amp;#039;. J.C.B. Mohr, Tübingen 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Osmanische Reich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hesperia&amp;#039;&amp;#039;. Band 10, 1953, S. 52–70 (Sonderheft mit dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Gestalten und Bewegungen des Vorderen Orients&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Tschudi (1884–1960)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam.&amp;#039;&amp;#039; Band 38, 1962, S. 138–141 (mit Verzeichnung der Schriften).&lt;br /&gt;
* {{HLS|44649|Tschudi, Rudolf|Autor= Andreas Bigger}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Behn: &amp;#039;&amp;#039;Concise biographical companion to Index Islamicus&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, 2004, S. 539.&lt;br /&gt;
* Claudia Bolliger (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Tschudi und sein wissenschaftliches Netzwerk im Spiegel ausgewählter Briefe.&amp;#039;&amp;#039; In: Claudia Bolliger, Renate Würsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Blick auf den Orient. Vom Orientalischen Seminar zum Seminar für Nahoststudien der Universität Basel (1919–2019)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Publikationen der Universitätsbibliothek Basel&amp;#039;&amp;#039;. Band 46). Schwabe Verlag, Basel 2019, ISBN 978-3-7965-4029-5, S. 67–99.&lt;br /&gt;
* Gudrun Schubert und Renate Würsch: &amp;#039;&amp;#039;Von Ranken, Punkten und Bücherwürmern. Die Basler Orientstudien, das Seminar und die Orientalia der Universitätsbibliothek.&amp;#039;&amp;#039; In: Claudia Bolliger, Renate Würsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Blick auf den Orient. Vom Orientalischen Seminar zum Seminar für Nahoststudien der Universität Basel (1919–2019)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Publikationen der Universitätsbibliothek Basel&amp;#039;&amp;#039;. Band 46). Schwabe Verlag, Basel 2019, ISBN 978-3-7965-4029-5, S. 179–199.&lt;br /&gt;
* Claudia Bolliger: &amp;#039;&amp;#039;Der Blick der Fotografen – die Orientfotografien im Nachlass Rudolf Tschudi.&amp;#039;&amp;#039; In: Claudia Bolliger, Renate Würsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Blick auf den Orient. Vom Orientalischen Seminar zum Seminar für Nahoststudien der Universität Basel (1919-2019)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Publikationen der Universitätsbibliothek Basel&amp;#039;&amp;#039;. Band 46). Schwabe Verlag, Basel 2019, ISBN 978-3-7965-4029-5, S. 217–250.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{UBNL|000014965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119128748|LCCN=n/93/103098|VIAF=30339921}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tschudi, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Falkensteinerbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kanton Glarus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Tschudi|Rudolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tschudi, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Philologe und Orientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Mai 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Glarus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Basel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graf Mager</name></author>
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