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	<title>Rudolf Stundl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:02:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Stundl&amp;diff=1701259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)</title>
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		<updated>2025-11-09T09:34:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stundltafel.jpg|mini|Gedenktafel an Rudolf Stundls Wohnhaus in der Gützkower Str. 84 in Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Altarteppich Kroeslin.jpg|miniatur|Altarteppich der [[Kirche Kröslin]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Stundl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Februar]] [[1897]] in [[Wien]]; † [[4. April]] [[1990]] in [[Greifswald]]) war ein [[österreich]]ischer Musterentwerfer und [[Tapisserie|Tapisserist]]. Er gilt als eigentlicher Erfinder der [[Pommersche Fischerteppiche|Pommerschen Fischerteppiche]]. Auf eine Stellenanzeige hin kam Stundl 1928 nach Vorpommern, um die dort ansässigen Fischer das Entwerfen, Zeichnen und Knüpfen von Teppichen zu lehren. Durch sein jahrzehntelanges Engagement konnte er eine Volkskunstbewegung initiieren. Erst 1972 legte er seine Funktion als Vorsitzender der Knüpfergenossenschaft nieder, blieb jedoch weiterhin gestalterisch tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Rudolf Stundl wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Durch seinen Schulunterricht an verschiedenen ländlichen Orten [[Slowenien]]s und [[Ungarn]]s innerhalb der [[Donaumonarchie]] kam er früh in Kontakt mit bäuerlicher [[Volkskunst]]. An der Realschule von [[Žilina|Zsolna]] (damals Ungarn) machte er 1918 die [[Matura]]. Ab 1919 war er vier Semester Student an der Handelsakademie in [[Budapest]] in Verbindung mit einer Ausbildung in Web- und Knüpftechniken. In [[Zagreb]] errichtete Rudolf Stundl 1922 eine Werkstatt, die auf das Restaurieren orientalischer Knüpfteppiche ausgerichtet war. 1925 übernahm er die Leitung einer kunsthandwerklichen Firma in Budapest, 1927 war er als Musterentwerfer in Breslau tätig. 1928 übersiedelte Stundl nach [[Berlin]], wo er auf die Zeitungsannonce stieß, laut der in Greifswald ein versierter Teppichknüpfer gesucht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund eines dreijährigen Fischfangverbotes in der südlichen [[Ostsee]] sah sich das Landratsamt in Wolgast veranlasst, für die betroffenen Fischer eine alternative Erwerbsmöglichkeit zu suchen. Aufgrund der vorhandenen Fertigkeiten zum Flicken der Fischernetze kam man auf die Teppichknüpferei. Als künstlerisch-technischer Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Pommerschen Fischer-Teppich-Heimknüpferei&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Greifswald]] ermunterte Stundl die Fischer in den Dörfern [[Ostvorpommern]]s, sich bei der Motivwahl von der heimischen Landschaft, von Meer und Wald, inspirieren zu lassen. Hierzu lieferte er auch eigene Entwürfe, die zum Teil an überlieferte Ornamente aus dem Ostseeraum anknüpften, zum Teil auch genuin Neues präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war das Bestreben Rudolf Stundls, parallel zur Teppichknüpferei eine komplexe Dorfkultur mit einer vielfältigen Volkskunstbewegung zu entwickeln. So regte er 1934 das erste Knüpferfest in [[Kröslin#Gemeindegliederung|Freest]] an und dichtete in Zusammenarbeit mit G. Häußler dessen plattdeutsche Hymne &amp;#039;&amp;#039;Knüpperfest 1934&amp;#039;&amp;#039; sowie das ebenfalls plattdeutsche Teppichknüpferlied &amp;#039;&amp;#039;Wi knüppen un wäben&amp;#039;&amp;#039;. Auch die Gründung einer Heimatstube in Freest als Dorfmuseum 1957 wurde von ihm unterstützt. Darüber hinaus organisierte Stundl Verkaufsausstellungen in Berlin, [[Bremen]], [[Hamburg]], [[Hannover]], [[Lübeck]], [[Rostock]], [[Stralsund]], [[Misdroy]] sowie in den Bädern der Insel [[Usedom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anfänglichen Vereinnahmung der Fischerteppiche als „uralter germanischer Tradition“ durch den [[Nationalsozialismus]] kam es kriegsbedingt zur Einstellung der Teppichknüpferei und 1940 zur Inhaftierung Rudolf Stundls (bis 1945). Bereits 1946 wurde die Teppichknüpferei mit Unterstützung der Sowjetischen Militäradministration ([[SMAD]]) wieder aufgenommen. Im selben Jahr ehelichte Rudolf Stundl die Greifswalder Weberin Frida Pietschmann. Mit Gründung der Handwerklichen Produktionsgenossenschaft &amp;#039;&amp;#039;Volkskunst an der Ostsee&amp;#039;&amp;#039; am 17. Mai 1953 wurde Stundl deren Vorsitzender. Die ehemalige Weberei Stundls wurde als „Lehr- und Versuchsanstalt“ angegliedert. Seine Funktion als Vorsitzender legte er 1971 aus Altersgründen nieder, woraufhin er zum Ehrenmitglied des [[Verband Bildender Künstler der DDR|Verbands Bildender Künstler der DDR]] ernannt wurde. Stundl hatte in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und im Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1958, 1967/1968 und 1977/1978 an der Vierten und VI. Deutschen Kunstausstellung und der VIII. [[Kunstausstellung der DDR]] in Dresden. 1986 wurde er für sein künstlerisches Lebenswerk mit dem Kunstpreis des [[Bezirk Rostock|Bezirkes Rostock]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Feltkamp u. Birgit Dahlenburg: &amp;#039;&amp;#039;Freester Fischerteppiche der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Katalog zur Ausstellung anlässlich des 110. Geburtstags des Tapisseristen Rudolf Stundl 2008.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Stundl wurde am 2. Mai 1990 auf dem [[Alter Friedhof (Greifswald)|Alten Friedhof]] in Greifswald in einem Urnengrab beigesetzt. Sein künstlerischer Nachlass wurde von der [[Universität Greifswald]] übernommen, der schriftliche Nachlass befindet sich in der Landesbibliothek [[Dresden]]. Stundls Lebenserinnerungen mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Interview an der Ostsee&amp;#039;&amp;#039; sind als unveröffentlichtes Manuskript erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckhard Oberdörfer: &amp;#039;&amp;#039;Interview an der Ostsee. Die Erinnerungen des Vaters der pommerschen Fischerteppiche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2/2011, {{ISSN|0032-4167}}, S. 22–28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rudolf-Stundl-Stiftung ==&lt;br /&gt;
Seit 1985 existiert in Greifswald die &amp;#039;&amp;#039;Rudolf-Stundl-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;. Entscheidender Mitinitiator der Stundl-Stiftung war Dr. Kurt Feltkamp, Mitglied der Gemeinschaft emeritierter Hochschullehrer und Rudolf Stundls Rechtsnachfolger. Durch Mittel aus dieser [[Stiftung]] kann von der Universität Greifswald der &amp;#039;&amp;#039;Rudolf-Stundl-Preis&amp;#039;&amp;#039; für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet textilen Gestaltens, vor allem im ornamentalen Schaffen verliehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rudolf-Stundl-Preis wurde das letzte Mal 1995 verliehen. Die Universität Greifswald hat sich Anfang 2013 entschieden, die Satzung der Stundl-Stiftung zu ändern, um die Stiftung wieder zu beleben. Da auf dem Gebiet des Textilgestaltens/angewandte Kunst nicht mehr ausgebildet wird und somit die notwendige akademische Fachkompetenz auf diesem Gebiet fehlt, hat das Rektorat entschieden, den Stiftungszweck zu erweitern. Nun ist die Vergabe des Preises wieder möglich. Zweck der Stiftung ist jetzt die Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung. In der Stiftungssatzung ist nun festgelegt, dass der Preis für hervorragende wissenschaftliche oder praktische Arbeiten im Zusammenhang mit textilen Materialien oder aus benachbarten Bereichen der materiellen Kultur vergeben werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Satzung der Rudolf-Stundl-Stiftung {{Webarchiv|url=http://www.uni-greifswald.de/fileadmin/mp/e_dez1/allgemeineverwaltung/e_satzungen/20130322095738456.pdf |wayback=20130514082946 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-11 03:07:37 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit [[Lutz Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Volkskunst an der Ostsee. Teppichknüpferei- und weberei an der Küste des Greifswalder Boddens unter Berücksichtigung der Geschichte des Fischerdorfes Freest. Anläßlich des Jubiläums „50 Jahre Freester und Lubminer Fischerteppichknüpferei“.&amp;#039;&amp;#039; [[Neue Greifswalder Museumshefte]], Nr. 6 (Sonderheft). Museum der Stadt, Greifswald 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stundl, Rudolf&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dietmar Eisold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Künstler in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eckhard Oberdörfer: &amp;#039;&amp;#039;Preise werden seit Jahren nicht vergeben.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ostsee-Zeitung]] vom 21. Januar 2009 (Regionalausgabe Greifswald), S. 14.&lt;br /&gt;
* Kurt Feltkamp u. [[Birgit Dahlenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Freester Fischerteppiche der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Katalog zur Ausstellung (13. März – 30. April 2008) anlässlich des 110. Geburtstags des Tapisseristen Rudolf Stundl.&amp;#039;&amp;#039; Kustodie der EMAU Greifswald: 2008.&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Grieser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Perser des Nordens: Rudolf Stundl.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimat bist du großer Namen – Österreicher in aller Welt&amp;#039;&amp;#039;, München 08/2002, S. 243–248.&lt;br /&gt;
* Werner Sündram: &amp;#039;&amp;#039;Fischerteppiche.&amp;#039;&amp;#039; In: Ostsee-Zeitung vom 14. Februar 1976 (Rostock).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|136511384}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|331644681}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PER|Stundl,Rudolf}}&lt;br /&gt;
* [http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-38721 Nachlass von Rudolf Stundl] in der [[Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden|Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]]&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturfoerderung.org/dizk/details.htm?idKey=showOrgaDetails&amp;amp;idValue=1619&amp;amp;selectedLocale=de Rudolf-Stundl-Stiftung] am Caspar-David-Friedrich-Institut für Kunstwissenschaften der Universität Greifswald&lt;br /&gt;
* [http://www.geomv.de/doc/presse/20090121_OZ_GISanSchulen_greifswald.pdf „Preise werden seit Jahren nicht vergeben“] In: Greifswalder Ostsee-Zeitung vom 21. Januar 2009 (pdf; 205&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index_artikel_komplett.phtml?SID=7189ee2076812a4c88281e65a0ba53c1&amp;amp;param=news&amp;amp;id=2493926 „Stundl-Preis in der Warteschleife“] In: Greifswalder Ostsee-Zeitung vom 21. Juli 2009&lt;br /&gt;
* [http://fischerteppich.files.wordpress.com/2009/07/2008-03-10_kurt-feltkamp_40-jahre-mit-stundl.pdf Dr. Kurt Feltkamp: Vierzig Jahre an der Seite Rudolf Stundls] (Redemanuskript als PDF; 150&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136511384|VIAF=80843303}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stundl, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskünstler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilkünstler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stundl, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Musterentwerfer, Tapisserist, Erfinder der Pommerschen Fischerteppiche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. April 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Greifswald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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