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	<title>Rudolf Stapenhorst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T14:39:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Stapenhorst&amp;diff=1928506&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;C-we: /* Bautätigkeiten */ Ergänzung um Hinweis auf Sennefriedhof</title>
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		<updated>2026-03-06T12:48:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bautätigkeiten: &lt;/span&gt; Ergänzung um Hinweis auf &lt;a href=&quot;/index.php/Sennefriedhof&quot; title=&quot;Sennefriedhof&quot;&gt;Sennefriedhof&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf Stapenhorst.jpg|mini|Rudolf Stapenhorst (1864–1944)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnold Heinrich Rudolf Stapenhorst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Mai]] [[1864]] in [[Lienen]]; † [[26. Oktober]] [[1944]] in [[Bielefeld]]) war langjähriger Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister von Bielefeld. In seiner Amtsperiode kam es durch Eingemeindungen zu einem beträchtlichen Wachstum der Stadt. Außerdem kam es zur Anlage von stadtbildprägenden Parks und Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
Stapenhorst studierte [[Rechtswissenschaften]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Eberhard-Karls-Universität Tübingen]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] zum [[Dr. jur.]] Während seines Studiums wurde er 1885 Mitglied der [[Schwarze Verbindung|schwarzen Verbindung]] Derendingia (seit 1897 [[Tübinger Burschenschaft Derendingia]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 478.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 483.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend arbeitete er bei der [[Regierungsbezirk Minden|Regierung]] in [[Minden]] und als Vertreter des Landrates in [[Kreis Büren|Büren]]. Im Jahr 1895 wurde er zum Zweiten Bürgermeister der Stadt Bielefeld gewählt. Zunächst war er für das Polizei- und Schulwesen der Stadt verantwortlich. In seiner Amtszeit wurde eine kommunale Polizeischule eingerichtet, die wegen der Verstaatlichung der Polizei nach der [[Novemberrevolution]] wieder aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des Schulwesens wurden unter seiner Verantwortung vor 1914 mehrere neue Schulgebäude errichtet. Dadurch konnte die durchschnittliche Klassengröße von 74 auf 50 Kinder deutlich gesenkt werden. Durch sein Verhandlungsgeschick kam die bis dahin konfessionelle Cecilienschule 1913 in kommunale Trägerschaft. Er war außerdem stark an der Gründung der [[Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld]] sowie der Metallfachschule beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bautätigkeiten ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Amtszeit des Ersten Bürgermeisters [[Gerhard Bunnemann]] 1910 geendet hatte, wurde Stapenhorst einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt. Als Vertreter seiner Stadt nahm er einen Sitz im [[preußisches Herrenhaus|preußischen Herrenhaus]] ein. Später fielen in seine Amtsperiode die Versorgungskrise des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], die politischen Umwälzungen durch die Novemberrevolution, die Zeit der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflation]] und Phasen hoher Arbeitslosigkeit in den 1920er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen politischen Widerstand setzte er durch, dass Notstandsarbeiter nicht nur im Bereich des Straßen- und Kanalisationsbaus, sondern auch zur Schaffung von Parks eingesetzt wurden. So entstand 1921 nach Entwürfen des Gartenbaudirektors Paul Meyerkamp&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Till Wöhler|url=http://www.aknw.de/aktuell/architekten-in-nrw/retrospektive/detailansicht/artikel/gartendirektor-paul-meyerkamp|titel=Gartendirektor Paul Meyerkamp|werk=|hrsg=Architektenkammer NRW (www.archive.org)|datum=2004|zugriff=2019-08-30|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304042940/http://www.aknw.de/aktuell/architekten-in-nrw/retrospektive/detailansicht/artikel/gartendirektor-paul-meyerkamp|archiv-datum=2016-03-04|offline=|archiv-bot=2023-01-04 01:55:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei der [[Bürgerpark (Bielefeld)|Bürgerpark]] und 1926 wurde der [[Kesselbrink]] zum Volkspark umgebaut. Im Jahr 1926 hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die [[Rudolf-Oetker-Halle]] an der Westseite des Bürgerparks errichtet wurde. Von Beginn seiner Amtszeit hat er darauf gedrängt, zu Gunsten der Stadt Grundstücke zu erwerben. Diese und weitere Ankäufe stießen auf erheblichen Widerstand durch die Stadtverordneten und konnten nur mit knapper Mehrheit durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Stapenhorst geht auch der Bau des 1912 eröffneten [[Sennefriedhof|Sennefriedhofs]] zurück. Dieser zählt mit seiner Größe von knapp 100 Hektar zu den größten Friedhöfen Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bielefeld.de/sennefriedhof |titel=Sennefriedhof {{!}} Bielefeld |sprache=de |abruf=2026-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erweiterung des Stadtgebiets ==&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war er bestrebt, eine Reihe von bislang selbstständigen Vorortgemeinden in die Stadt Bielefeld einzugemeinden. Mit diesem Ziel stieß er insbesondere bei der [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]] auf Widerstand. Diese befürchteten, dass durch die Einbeziehung dieser vor allem von Arbeitern bevölkerten Orte der Einfluss der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] auch in der Bielefelder Kommunalpolitik zunehmen könnte. Die [[Deutsche Volkspartei|DVP]]-Vertreter sahen in den Expansionsplänen wirtschaftliche Vorteile und auch die SPD unterstützte Stapenhorst. Die notwendigen Stellungnahmen und Genehmigungen der übergeordneten Behörden verlängerten den Eingemeindungsprozess zusätzlich. Daraufhin wurde die Amtszeit Stapenhorsts, der eigentlich bereits 1930 pensioniert werden sollte, bis 1933 verlängert. Allerdings behielt er sich das Recht vor, auch vorher aus dem Amt zu scheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Gesetz über die Erweiterung des Stadtkreises Bielefeld“ wurde vom [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] im Juni 1930 beschlossen, es trat im Oktober des Jahres in Kraft. Mehrere Gemeinden und Bauerschaften wie [[Schildesche]], [[Sieker (Bielefeld)|Sieker]], [[Gellershagen]] oder [[Stieghorst]] wurden Teil Bielefelds. Dadurch erhöhte sich die Einwohnerzahl von 90.000 auf 120.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ende der Amtszeit ==&lt;br /&gt;
Der Zusammenschluss machte Neuwahlen der Kommunalvertretungen nötig. Diese fanden am 30. November 1930 statt. Daraus ging die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] als eindeutige Gewinnerin hervor. Sie steigerte die Zahl ihrer Mandate von zwei auf zwölf. Besonders stark verlor die DVP. Die Zahl ihrer Mandate fiel von neun auf drei. Die [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] war gar nicht mehr im Stadtparlament vertreten. Die SPD konnte drei Mandate hinzu gewinnen und bildete mit 22 Stadtverordneten die stärkste Fraktion. Auch die KPD konnte ein Mandat hinzu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen einen Sozialdemokraten wurde ein Nationalsozialist zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt. Die Stärkung der NSDAP verstärkte die Zahl der Kritiker von Stapenhorst im Stadtparlament. Verschärft wurde die Lage noch durch Auswirkung der [[Weltwirtschaftskrise]]. Dadurch stieg die Zahl der Arbeitslosen drastisch an und die kommunale Finanzlage verschlechterte sich stark. Aus diesem Grund setzte die Regierung in Minden Staatskommissare in Bielefeld ein. Daraufhin versuchte die NSDAP, Stapenhorst persönlich für die Lage verantwortlich zu machen. Für einen entsprechenden Missbilligungsantrag stimmten KPD und NSDAP gemeinsam. Nicht zuletzt diese Geschehnisse führten dazu, dass er 1932 vorzeitig aus dem Amt schied. Die Wahl seines Nachfolgers [[Paul Prieß]] erwies sich als schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der letzten Sitzung des Stadtparlaments im Jahr 1931 wurde darüber debattiert, Stapenhorst anlässlich seines 65.&amp;amp;nbsp;Geburtstags die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Stapenhorst machte die Annahme von der Bedingung abhängig, dass der Beschluss einstimmig fiel. Daraufhin wurde das Thema fallen gelassen. An der Amtseinführung seines Nachfolgers [[Paul Prieß]] am 1. April 1932 nahm er nicht teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzte Jahre ==&lt;br /&gt;
Im Ruhestand lebte er als geachteter Bürger in Bielefeld. Er war in dieser Zeit auch Vorsitzender des [[Teutoburger-Wald-Verein]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Oktober 1944 kam er bei einem Luftangriff ums Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadtarchiv und L, esgeschichtliche Bibliothek Bielefeld |url=https://historischer-rueckklick-bielefeld.com/2007/03/01/01032007/ |titel=31. März 1932: Dr. Rudolf Stapenhorst geht in den Ruhestand |werk=Historischer RückKlick Bielefeld |datum=2007-03-01 |abruf=2021-03-21 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Eine im Jahr 1951 gegründete städtische Grundschule in Bielefeld, die Stapenhorstschule, wurde nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stapenhorstschule.de/unsere-schule.html |titel=Unsere Schule |abruf=2021-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1930 wurde der ehemalige Bürgerweg in Stapenhorststraße umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die städtische Boden- und Siedlungspolitik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bielefeld. Das Buch der Stadt&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Magistrat der Stadt Bielefeld. Fischer &amp;amp; Koch, Bielefeld 1926, S. 76 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Landpachtgesetz als wirksame Hilfe gegen die Arbeitslosigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Gundlach, Bielefeld 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadtoberhäupter von Bielefeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=Bernd J.&amp;amp;nbsp;Wagner|url=https://historischer-rueckklick-bielefeld.com/2007/03/01/01032007/|titel=31. März 1932: Dr. Rudolf Stapenhorst geht in den Ruhestand|werk=Historischer „RückKlick“|hrsg=Stadtarchiv Bielefeld |datum=2007|zugriff=2019-08-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117212768|VIAF=40149887}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stapenhorst, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1864]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stapenhorst, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stapenhorst, Arnold Heinrich Rudolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Oberbürgermeister von Bielefeld&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Mai 1864&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lienen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bielefeld]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;C-we</name></author>
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