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	<title>Rudolf Schottlaender - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:22:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Redf0x: WPCleaner v2.05 - Begriffsklärung. - À la recherche du temps perdu</title>
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		<updated>2025-06-23T12:05:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/WP:CLEANER&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:WP:CLEANER&quot;&gt;WPCleaner&lt;/a&gt; v2.05 - Begriffsklärung. - &lt;a href=&quot;/index.php?title=%C3%80_la_recherche_du_temps_perdu&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;À la recherche du temps perdu (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;À la recherche du temps perdu&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grab Rudolf Schottlaender.jpg|mini|Das Grab von Rudolf Schottlaender auf dem Evangelischen Friedhof Friedrichshagen in Berlin. (2020)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Julius Schottlaender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. August]] [[1900]] in [[Berlin]]; † [[4. Januar]] [[1988]] in [[Ost-Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsdatum nach [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/----von-den-tragenden-volkskraeften-isoliert-zum-100--geburtstag-des-philosophen-rudolf-schottlaender,10810590,9822180.html Götz Aly &amp;#039;&amp;#039;Von den tragenden Volkskräften isoliert - zum 100. Geburtstag des Philosophen Rudolph Schottlaender&amp;#039;&amp;#039;, Berliner Zeitung, 5. August 2000] und [http://www.schottlaender-proust.de/ Website zu Schottlaender und Proust], die Neue Deutsche Biographie (Karin Hartewig) gibt den 1. April als Sterbedatum an.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Philosoph, Altphilologe, Übersetzer und politischer Publizist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Rudolf Schottlaender war [[Judentum|jüdischer]] Abstammung, studierte Philosophie in Berlin, Heidelberg (bei [[Karl Jaspers]] und [[Ernst Hoffmann (Philosophiehistoriker)|Ernst Hoffmann]]), Marburg, [[Freiburg im Breisgau]], bei [[Edmund Husserl]], [[Martin Heidegger]] und [[Nicolai Hartmann]]. Dort lernte er Günther Stern (später als [[Günther Anders]] ein bekannter philosophischer Schriftsteller, Sohn des Psychologen [[William Stern]]) kennen und dessen Schwester [[Hilde Marchwitza|Hilde]], die er kurz darauf heiratete (in der ersten von drei Ehen). Trotz seines regen studentischen Interesses für die [[Phänomenologie]] berief sich Schottlaender mehr auf die [[Stoa]] und auf [[Spinoza]], in dessen Geist er 1921 aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten war. Er promovierte 1923 in Heidelberg bei Ernst Hoffmann mit einer Arbeit über die [[Nikomachische Ethik]] des [[Aristoteles]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Weimarer Republik]] war Schottlaender Privatgelehrter. Mit seiner Übertragung des ersten Teils von „[[Auf der Suche nach der verlorenen Zeit|À la recherche du temps perdu]]“, die 1926 unter dem Titel „Der Weg zu Swann“ im Verlag [[Die Schmiede]] erschien, war er der erste deutsche [[Marcel Proust|Proust]]-Übersetzer. Allerdings wurde seine Übersetzung vom berühmten Romanisten [[Ernst Robert Curtius]] derart [[verriss]]en, dass der Verlag auf Druck der französischen Proust-Verleger die Übersetzung in andere Hände übergehen ließ. Es fanden sich auch lobende Stimmen, u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Alfred Kerr]] und [[Hermann Hesse]], die sich allerdings gegen die Autorität von Curtius nicht öffentlich zu einer Verteidigung bereitfanden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schottlaender-proust.de/3.htm Webseite zum Streit um die Proust Übersetzung]. Schottlaender führt auch einen Brief von [[Thomas Mann]] an, der sich lobend äußerte. Nach Schottlaenders Aussage war der Text der Übersetzung nur als Rohfassung gedacht.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zuletzt in Berlin versteckt, überlebte Schottlaender [[Zeit des Nationalsozialismus|Hitlerzeit]] und Judenverfolgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 unterrichtete er als [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]] Latein und Griechisch in [[West-Berlin]], an der Goethe-Schule in Lichterfelde West. Zwischenzeitlich (1947–1949) lehrte er an der [[Technische Hochschule Dresden|Technischen Hochschule Dresden]] Philosophie, geriet aber als streitbarer [[Demokratie|Demokrat]] und [[Humanismus|Humanist]] in Konflikt mit den Behörden der [[SBZ|Sowjetischen Besatzungszone]]. Daraufhin ging er zurück nach West-Berlin und arbeitete vom Herbst 1949 bis 1956 als Studienrat an der [[Georg-Herwegh-Oberschule]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schottlaender, Trotz alledem ein Deutscher. Mein Lebensweg seit Jahrhundertbeginn. Herder, Freiburg, 1986. S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde er wegen seiner Bemühungen um die Überwindung des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] Opfer einer [[Ehrdelikt|Verleumdungskampagne]] und geriet in berufliche Schwierigkeiten. 1959 folgte er einem Ruf an die Ostberliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] als Professor für lateinische Literatur unter besonderer Berücksichtigung des Griechischen (Philosophie konnte er als [[Marxismus|Nichtmarxist]] und aufgrund der Dresdner Erfahrungen dort nicht lehren). Nach dem Bau der [[Berliner Mauer]] im August 1961 musste er, um diese Arbeit weiter ausüben zu können, mit der Familie von West- nach Ostberlin übersiedeln. 1965 wurde er emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben zahlreichen philologischen und philosophischen Schriften veröffentlichte Schottlaender brillante Übersetzungen (sehr bühnenwirksame [[Sophokles]]-Neuübersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sophokles: Werke.&amp;#039;&amp;#039; Übers. von Rudolf Schottlaender. Aufbau Verlag, Berlin und Weimar 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt; Herausgabe einer [[Petrarca]]-Ausgabe u.&amp;amp;nbsp;a.) und gründliche Auseinandersetzungen mit Fragen des Judentums und des [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Antisemitismus]]. In seinen politischen [[Essay]]s und Artikeln, die er überwiegend im Westen veröffentlichte, verstand er sich als Vermittler zwischen den Systemen. Wegen seiner DDR-kritischen Positionen wurde er intensiv von der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] observiert. Er inspirierte führende Köpfe der sich herausbildenden [[Opposition und Widerstand in der DDR|DDR-Opposition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schottlaenders Sohn Rainer (geboren am 16. September 1949) war 1969 und 1970 zusammen mit seinem Mitkommilitonen Michael Müller der Initiator mehrerer Flugblattaktionen, die an der [[Humboldt-Universität]] zum Boykott der so genannten gesellschaftswissenschaftlichen Vorlesung aufriefen. Dies führte zu einer der größten Fahndungsaktionen der Stasi (Deckname Aufwiegler). Er wurde nach einem Fluchtversuch in Haft genommen, später von der BRD freigekauft und ist heute Entertainer und Privatgelehrter.&amp;lt;ref&amp;gt;[[RBB]]/[[Arte]]-Dokumentation: &amp;#039;&amp;#039;Allein gegen die Stasi oder Das teuerste Flugblatt der Welt.&amp;#039;&amp;#039; 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tiefen und Engen des Empirischen in der Güterlehre. Das Wissen von Wertcharakteren, grundsätzlich erörtert und an „Ruhe“ und „Freiheit“ durchanalysiert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1955, Nr. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trotz allem ein Deutscher&amp;#039;&amp;#039;, Autobiografie, Herder-Verlag 1986&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verfolgte Berliner Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Edition Hentrich, Berlin 1988&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschsein fünfmal anders. Erinnerungen eines Unangepassten&amp;#039;&amp;#039;, hg. v. Irene Selle, Moritz Reininghaus, [[Verlag für Berlin-Brandenburg]], Berlin 2017, ISBN 978-3-945256-39-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Götz Aly]]: &amp;#039;&amp;#039;„Von den tragenden Volkskräften isoliert.“ Zum 100. Geburtstag von Rudolf Schottlaender.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Universitätsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 6, 2003, S. 197–204.&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|502|503 |Schottlaender, Rudolf Julius|Karin Hartewig|118815539}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=rudolf-schottlaender|lemma=Schottlaender, Rudolf|autor=[[Dieter Hoffmann (Historiker)|Dieter Hoffmann]]|band=2|idNum=3144}}&lt;br /&gt;
* [[Martin Jander]]: &amp;#039;&amp;#039;„Rudolf Schottlaender - Zivilcourage in beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften.“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Horch und Guck&amp;quot;]].&amp;#039;&amp;#039; 2, 2002, S. 29–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118815539}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schottlaender-proust.de/ Biographie, mit Schwerpunkt Proust-Übersetzung]&lt;br /&gt;
* [http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/wissenswerte/201010/148849.html Inforadio-Beitrag mit Originalstimme Schottlaenders]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/prousts-uebersetzer-a-949387.html Besuch von Stephan Reimertz bei Rudolf Schottlaender in Ost-Berlin 1984; aus SPIEGEL online EINESTAGES]&lt;br /&gt;
* Siegfried Prokop: [http://peer-pasternack.de/texte/abweichungen%20-%20gesamt.pdf#page=155 „Freiheit ist ein Selberwollen“. Rudolf Schottlaender (1900-1988) zum 100. Geburtstag]&lt;br /&gt;
* Martin Jander: [https://www.academia.edu/98015542/Rudolf_Schottlaender_Zivilcourage_in_beiden_deutschen_Nachkriegsgesellschaften „Rudolf Schottlaender - Zivilcourage in beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften“. Horch und Guck 2/2002]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118815539|LCCN=n/82/256785|VIAF=22169297}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Schottlaender, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Altgriechischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Latein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schottlaender, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schottlaender, Rudolf Julius (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph, Altphilologe, Übersetzer und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. August 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redf0x</name></author>
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