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	<title>Rudolf Ruscheweyh - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-27T08:33:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:LiechtensteinDiplomaticPassport-RudolfRuscheweyh-SwissFederalArchives-E7160-07-1968-54-1187.jpg|mini|[[Diplomatenpass]] des Fürstentums Liechtenstein mit einem Lichtbild Ruscheweyhs, ausgestellt im Februar 1943 vom stellvertretenden Regierungschef [[Alois Vogt]].]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Ruscheweyh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Dezember]] [[1905]] in [[Erfurt]]; † [[15. Januar]] [[1954]] in [[Schaan]], [[Liechtenstein]]) war ein deutsch-liechtensteinischer [[Waffenhandel|Waffenhändler]], Geheimdienstmitarbeiter und Parteispender.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Dodis|12615|Antrag Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement an den Schweizerischen Bundesrat vom 18. Oktober 1955: «Gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren in Sachen OCTOGON», S. 1. (Biographische Daten Ruscheweyh)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater, Paul Rusheweyh (1875–1915), war Erster Direktor der [[Hugo John|J.A. John AG]] und gehörte als Vorsitzender des [[Verband Thüringer Metallindustrieller|Verbandes Thüringer Metallindustrieller]] 1914 dem Großen Ausschuss des [[Bund der Industriellen|Bundes der Industriellen]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Steffen Raßloff: &amp;#039;&amp;#039;Flucht in die nationale Volksgemeinschaft: Das Erfurter Bürgertum zwischen ...&amp;#039;&amp;#039;; S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf hatte sich als preußischer [[Kadett]] ein schweres [[Gicht]]leiden zugezogen, das ihn dazu zwang, sein Leben lang an Stöcken zu gehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel.37/1953&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=25657499|Titel=Kanonen für Lehr|Jahr=1953|Nr=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rudolf arbeitete nach seiner Ausbildung als kaufmännischer Angestellter bis 1933 in der väterlichen Maschinenfabrik, für die er ein europäisches Vertreternetz aufbaute. Er lebte im Ausland und galt nach der Einführung der Devisenzwangswirtschaft von 1931 als Devisenausländer.&lt;br /&gt;
Er befasste sich mit Patent- und Lizenzrecht, ließ sich in Amsterdam nieder und erwarb diverse Patente aus französischem Besitz, die er 1935–36 in den &amp;#039;&amp;#039;NV Handel Maatschappij Cellastic&amp;#039;&amp;#039; einbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Finanzbeziehungen Liechtensteins zur Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Studie im Auftrag der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein, Zweiter Weltkrieg, Teil 2; S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten als Waffenhändler ==&lt;br /&gt;
=== Niederlande ===&lt;br /&gt;
Seit 1936 führte Ruscheweyh in den [[Niederlande]]n ein Unternehmen, welches beschusssichere Reifen herstellte, die &amp;#039;&amp;#039;Hollandsche Maatschappij voor Fabricatie en verkoop van Cellastic-Banden&amp;#039;&amp;#039; („niederländische Gesellschaft zur Herstellung und Vertrieb von [[Cellastic]]-Reifen“). Mit diesen wurde der [[DAF (Automobile)|DAF]] [[M39 Pantserwagen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://mailer.fsu.edu/~akirk/tanks/hol/Hol-M39drawing.jpg |wayback=20121010134707 |text=Abbildung Daf M39 „Pantserwagen“ (auch Pz Sp Wg DAF 210) }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgerüstet. Das Unternehmen war mit der „Rhodius Koenigs Handelmaatschappij“ verbunden, was gleichzeitig eine Verbindung zum deutschen Geheimdienst bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stelling.nl/morgenster/cdu.htm |wayback=20090910031719 |text=Pressebericht “Morgenster, 26 januari 2000 met een forse update in april 2001” &amp;#039;&amp;#039;de CDU-affaire&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt “Richard en Rudolf”}} (eingesehen am 18. Aug. 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 überführte Ruscheweyh das Patent &amp;#039;&amp;#039;Cellastic&amp;#039;&amp;#039;, Niederlande als &amp;#039;&amp;#039;Patva&amp;#039;&amp;#039; nach Liechtenstein. Ruscheweyh war Vertrauter von [[Heinrich Himmler]] und [[Wilhelm Canaris]]. Von 1940 bis 1943 war Ruscheweyh von der „[[Amt Ausland/Abwehr|Abwehr]]“ als Wirtschaftsexperte mit Dienstort [[Paris]] eingesetzt.[[Datei:HMAS-Castlemaine-gun-2-1.jpg|miniatur|20 mm Oerlikon-Kanone]]&lt;br /&gt;
=== Zürich ===&lt;br /&gt;
Als es für die Werkzeugmaschinenfabrik [[Oerlikon-Bührle]] (WO) im Sommer 1940 nicht möglich war, an Frankreich und Großbritannien zu liefern, wurde die Kanonenproduktion an Deutschland geliefert. Ruscheweyh war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] Generalvertreter für das Deutsche Reich von WO. Die Geschäftstätigkeit der WO mit den Ländern der Achse –&amp;amp;nbsp;Deutschland, Italien und Rumänien&amp;amp;nbsp;– erreichte in den Jahren 1940 bis 1944 einen Gesamtumfang von 543,4 Millionen [[Schweizer Franken]] und umfasste die Lieferung von 7.013 Stück [[20-mm-Oerlikon-Kanone|20-mm-Kanonen]], 14.758.489 Schuss Munition, 12.520 Ersatzrohren und 40.092 Magazinen. Als Entgelt erhielt Ruscheweyh Provisionen von über 10&amp;amp;nbsp;Millionen Schweizer Franken. [[Emil Georg Bührle]] initiierte Mitte 1941 die Gründung der [[ThyssenKrupp Presta|Press- und Stanzwerk AG]] [[Eschen (Liechtenstein)|Eschen]], welche Hülsen für die 20-mm-Munition von Oerlikon herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 tauschte Ruscheweyh seinen deutschen gegen einen Liechtensteiner [[Diplomatenpass]].&amp;lt;ref&amp;gt;David Beattie: [http://books.google.com/books?id=MhFihFgVO3wC&amp;amp;pg=PA106&amp;amp;dq=%22Rudolf+Ruscheweyh%22 &amp;#039;&amp;#039;Liechtenstein: A Modern History&amp;#039;&amp;#039;]. Tauris I B, 2004, ISBN 978-1-85043-459-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RuscheweyhFamilyGrave-SchaanCemeteryLiechtestein RomanDeckert25012023-01.jpg|mini|Das Grab von Ruscheweyh und seiner zweiten Frau Andrée Eliane „Simone“, geb. Bodson (1919–1954), mit einem Gedenkstein für ihren zweiten Sohn Gaston Didier (1945–1998)  auf dem Friedhof von Schaan.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liechtenstein ===&lt;br /&gt;
Ruscheweyh verbrachte [[Gold]] und [[Devisen]] von [[Pierre Laval]] nach Liechtenstein. Laval war bis 20. August 1944 Ministerpräsident des [[Vichy-Regime]]s. Anschließend wurde er nach [[Sigmaringen]] gebracht, wo er mit [[Philippe Pétain]] gemeinsam das Schloss bewohnte, eine [[Marionettenregierung|Exilmarionettenregierung]] mit Kabinettssitzungen und eigener Wache führte, bis er im Mai 1945 nach [[Spanien]] floh. Ruscheweyh versuchte Laval über die Schweizer Grenze zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.archives.gov/iwg/declassified-records/rg-226-oss/rg-226-entry-211.html | wayback=20051028003445 | text=Report on one Rudolf Ruscheweyh}}, who „must be considered one of the biggest war-profiteers and unscrupulous ‚fixers‘ of World War II,“ July 11, 1945, 4 pp. Among other things, Ruscheweyh was suspected of being „one of the key figures in the transfer of German capital to Liechtenstein.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ernst Kaltenbrunner]] beriet nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] mit neu in das Amt&amp;amp;nbsp;VI des [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]] integrierten Offizieren der Abwehr, auf welchem Weg Kontakt mit den Westalliierten für einen Separatfrieden aufzunehmen sei. Als möglicher Vermittler wurde Fürst [[Franz Josef II. (Liechtenstein)|Franz Josef&amp;amp;nbsp;II.]] von einem [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Major, Bernhard Schlütter, vorgeschlagen. Ruscheweyh nahm mit anderen Offizieren des Amtes&amp;amp;nbsp;VI Kontakt mit Franz Josef&amp;amp;nbsp;II. auf.&lt;br /&gt;
Ruscheweyh arrangierte, dass Franz Josef&amp;amp;nbsp;II. seine Wiener Kunstsammlung aus der deutschen Beschlagnahmung zurückerhielt. Dafür schützte dieser Ruscheweyh, der auf der alliierten Kriegsverbrecherliste stand, vor Bestrafung. Die Regierungen von [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und der [[Vereinigte Staaten|USA]] forderten Ruscheweyhs Auslieferung. Rusheweyh war vor dem 8. Mai 1945 mit seiner Frau Andrée Eliane „Simone“, geb. Bodson (1919–1954), den beiden gemeinsamen Söhnen Claude-André und Gaston Didier (1945–1998) samt seinem Millionenvermögen nach Liechtenstein übersiedelt. Am 4. Mai 1948 erhielt er das Liechtensteiner Bürgerrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/archiv/wie-sich-der-fuerst-von-liechtenstein-seine-gemaeldesammlung-von-den-nazis-retten-liess-die--bilderaktion-,10810590,10168926.html &amp;#039;&amp;#039;Wie sich der Fürst von Liechtenstein seine Gemäldesammlung von den Nazis retten ließ&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. April 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Octogon-Trust ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| Richtung    = vertical&lt;br /&gt;
| Breite      = 220&lt;br /&gt;
| Bild1       = SignatureRudolfRuscheweh-CertificateOfNationality28101943-SwissFederalArchives-E4001C-1000-783-3108.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Ruscheweyhs Unterschrift auf seinem Heimatschein von 1943.&lt;br /&gt;
| Bild2       = SignatureRudolfRuscheweyh05031951-SwissFederalArchives-E7160-07-1968-54-1187.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Ruscheweyhs Unterschrift, wie er sie nach 1945 in Briefwechseln mit den Behörden von Liechtenstein und Schweiz zeichnete.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Villa Ruscheweyh&amp;#039;&amp;#039; in Schaan,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kulturweg.domus.li/ Kulturweg Nr. 6, Villa Ruscheweyh in Schaan]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Steinegerta 26, ist von einer [[Oktogon (Architektur)|Umfassungsmauer umgeben, die ein Achteck bildet.]] Daraus leitet sich der Name des „Octogon-Trust“ her, der dort am 24. Januar 1952 gegründet wurde. Der „Octogon-Trust“, den Rudolf Ruscheweyh leitete, hatte sich im [[Handelsregister (Liechtenstein)|Handelsregister]] von [[Vaduz]] für Geschäfte aller Art eintragen lassen und war als Akquisiteur des Rüstungsunternehmens [[Hispano Suiza (Suisse)]] in Genf tätig. Zweck des Octogon-Trust war, im Zuge der deutschen Wiederaufrüstung die neu aufgestellte Bundeswehr mit Rüstungsgütern zu versorgen und zugleich aus den Provisionen die bundesdeutschen Parteien zu finanzieren, die die [[Wiederbewaffnungsdiskussion|unpopuläre und von der Verfassung bis dahin verbotene Wiederaufrüstung]] durchsetzten. Der so geschaffene [[Reptilienfonds]] wurde Exponenten aus der deutschen Parteienlandschaft bekannt gemacht. [[Gottfried Treviranus]] übergab eine Liste von zehn Begünstigten des Octogon-Trusts, zwei Stunden vor einem Staatsbesuch von [[Harold Macmillan]] am 8. Oktober 1958, an [[Franz Josef Strauß]]. Er verhinderte nicht, dass [[Leyland Motors]] mit an der [[HS&amp;amp;nbsp;30]]-Produktion verdiente. Treviranus sah sich in der Rolle des [[Laokoon]], während Strauß existenzielle Gefahren für die Finanzierung seiner Partei sah.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46414788|Titel=HS 30 – oder wie man einen Staat ruiniert|Jahr=1966|Nr=44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit von der Oerlikon zur Octogon herübergewechselt war [[Hans Klein (Waffenhändler)|Hans Klein]], besser bekannt als &amp;#039;&amp;#039;China-Klein.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Achim Oster|Joachim (Achim) Oster]] war Gründungsmitglied der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] und Duzfreund von Franz Josef Strauß. Von 1946 bis 1948 arbeitete er als Sekretär der CSU-Landesleitung und von 1948 bis 1949 als deren Geschäftsführer. Ruscheweyh kannte [[Hans Oster]] und dessen Sohn Achim Oster aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Abwehr. Oster war im Vorstand des Octogon Trusts. Seinen häufigen Aufenthalt in der Villa Octogon 1952 und 1953 begründete er später mit seiner Funktion als Leiter des [[Militärischer Abschirmdienst|Militärischen Abschirmdienstes]] (MAD). Ruscheweyh habe Oster im Keller der Villa Octogon die gesamten Wirtschaftsspionage-Akten der Canaris-Abwehr gezeigt. Die Erklärung hat mehr Glaubwürdigkeit als die von [[Reinhard Gehlen]], er habe das Archivmaterial der Ostaufklärung [[Mikrofiche|mikroverfilmt]] und auf einer [[Almwiese]] vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bundesinnenministerium]] unter [[Robert Lehr]] hatte mit Zustimmung des zuständigen Bundestagsausschusses und des Alliierten Sicherheitsamts über Ruscheweyh „Octogon“ bei Hispano-Suiza Genf 20-mm-Kanonen für den [[Seegrenzschutz]] eingekauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel.37/1953&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Holzapfel]] war vom 21. September bis 30. September 1949 Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 20. Januar 1953 legte er sein Bundestagsmandat nieder und wurde Gesandter der [[Bundesrepublik Deutschland]] in der [[Schweiz]] in [[Bern]]. Holzapfel war 1953 auf den Generalbevollmächtigten der Hispano-Suiza, [[Conrado José Kraémer]], und Rudolf Ruscheweyh aufmerksam geworden, nachdem Berner Bundesbehörden den Octogon-Händlern die Ausfuhr von 100 HS-Kanonen für Bonns Seegrenzschutz verboten hatten.&lt;br /&gt;
Holzapfel teilte seiner Dienststelle, dem Außenministerium, [[Walter Hallstein]] und [[Konrad Adenauer]]s Kanzleramt, [[Hans Globke]] mit:&lt;br /&gt;
* „Ruscheweyh und somit auch der Octogon-Trust stehen in dem Ansehen der ausgesprochenen ‚Waffenschieber‘, wie mir wörtlich von einem maßgebenden Herrn der Bundesverwaltung gesagt worden ist“.&lt;br /&gt;
* „Eingeweihte Kreise des alten deutschen Militärs“ wüssten, dass der Octogon-Berater „Klein auf dem Gebiet der Bestechung ganz besondere Fähigkeiten entwickelt hat“.&lt;br /&gt;
* „Daß Bestechungsversuche gemacht werden, unterliegt auch nicht dem geringsten Zweifel.“&lt;br /&gt;
Holzapfel wurde nach Bonn zitiert. Zur Vorbereitung des Gespräches in seiner Dienststelle hatte der Personalchef [[Josef Löns]] eine „besondere Aufzeichnung für Herrn Staatssekretär“ Hallstein gefertigt.&lt;br /&gt;
Holzapfel sollte nahegelegt werden, „sofort ein Gesuch um Versetzung in den Wartestand“ einzureichen, denn dann könne er „keine Geschichten machen, da er nach wie vor zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet ist“.&lt;br /&gt;
Hallstein, so berichtete später Holzapfel, habe ihm damals „in einer sehr scharfen Form“ erklärt, „ich solle mich aus der ganzen Sache heraushalten“ – andernfalls stehe ihm die „sofortige Einleitung eines Disziplinarverfahrens“ ins Haus. Holzapfel fand „keine Gelegenheit, zu den Waffengeschäften irgend etwas Sachliches vorzutragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46165015|Titel=In der Nische|Jahr=1967|Nr=52|Kommentar=HS 30 Ausschuß}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spätfolge des &amp;#039;&amp;#039;Octogon-Trust&amp;#039;&amp;#039; kann unter anderem der [[Suizid]] des [[Bundesanwaltschaft (Schweiz)|Schweizer Bundesanwalts]] [[René Dubois]] am 23. März 1957 gesehen werden. Dubois hatte engagiert in der Affäre Octogon-Trust ermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürg Schoch: &amp;#039;&amp;#039;Der Bundesanwalt lag tot auf dem Estrich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. März 2007, S. 12 ({{Internetquelle | url=http://www.bcswitzerland.com/index2.php?option=content&amp;amp;do_pdf=1&amp;amp;id=192&amp;amp;Itemid=2|archiv-url=http://www.textverzeichnisse.ch/Textverzeichnisse.aspx?SearchExpression=Bundesanwaltschaft&amp;amp;SearchField=Chaps&amp;amp;SearchResult=True|archiv-datum=2007-04|datum=22.03.2007|zugriff=2015-08-24|autor=Jürg Schoch|titel= &amp;#039;&amp;#039;Der Bundesanwalt lag tot auf dem Estrich&amp;#039;&amp;#039;}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Villa Octogon in Schaan ist heute ein Erwachsenenbildungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie: Die Villa Ruscheweyh bzw. das Haus Steinegerta im Jahr 2023 ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:VillaRuscheweyh-SteinEgertaSchaan RomanDeckert03012023-001.jpg|Das Tor zur heutigen Erwachsenenbildung Stein Egerta&lt;br /&gt;
Datei:VillaRuscheweyh-SteinEgertaSchaan RomanDeckert03012023-003.jpg|Der Vorhof mit dem ehemaligen Bedienstetengebäude (rechts) sowie den früheren Pferdeställen und Garagen (links).&lt;br /&gt;
Datei:VillaRuscheweyh-SteinEgertaSchaan RomanDeckert03012023-006.jpg|Der zentrale Brunnen vor dem quergestellten Hauptgebäude&lt;br /&gt;
Datei:VillaRuscheweyh-SteinEgertaSchaan RomanDeckert03012023-014.jpg|Das Hauptgebäude von der Seite des im Stile eines englischen Parks angelegten Gartens.&lt;br /&gt;
Datei:VillaRuscheweyh-SteinEgertaSchaan RomanDeckert03012023-015.jpg|Die Treppe zum unteren Teil des Gartens.&lt;br /&gt;
Datei:VillaRuscheweyh-SteinEgertaSchaan RomanDeckert03012023-016.jpg|Das ehemalige Parkbad, das 2005 in eine Freilichtbühne umgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* Jean-Michel Meurice: [https://www.youtube.com/watch?v=0tO_-BofiQk &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Kassen&amp;#039;&amp;#039; (auf YouTube)], Dokumentarfilm, ARTE France, Maha und Anthracite (2008; 70’), Frankreich 2008.&lt;br /&gt;
* Jean-Michel Meurice: [[Schwarze Kassen der CDU/CSU – Dokumentation der Machtkonstruktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefanie Waske: &amp;#039;&amp;#039;Mehr Liaison als Kontrolle. Die Kontrolle des BND durch  Parlament 1953-1978&amp;#039;&amp;#039;. VS, Verlag für Sozialwesen, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16347-5 (Dissertation Universität Marburg 2007, 285 Seiten).&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=25657499|Titel=Kanonen für Lehr|Jahr=1953|Nr=37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Dodis|P2867|Ruscheweyh, Rudolf|ja}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|hrsg=[[arte.tv]]|titel=Schwarze Kassen|url=http://videos.arte.tv/de/videos/schwarze_kassen-3934066.html |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110603055934/http://videos.arte.tv/de/videos/schwarze_kassen-3934066.html |archiv-datum=2011-06-03 |zugriff=2011-06-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1194319106|VIAF=3919156858481649780004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruscheweyh, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffenhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Abwehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liechtensteiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schaan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in Liechtenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruscheweyh, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländisch-liechtensteinischer Waffenhändler, Geheimdienstmitarbeiter und Parteispender&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Januar 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schaan]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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