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	<title>Rudolf Ruer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T02:06:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-10-17T17:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf Ruer 1905 Göttingen.jpg|miniatur|Rudolf Ruer in Göttingen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Ruer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. September]] [[1865]] in [[Ramsbeck]]/Westfalen; † [[1. August]] [[1938]] in [[Aachen]]) war ein deutscher [[Chemiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Arztes [[Hermann Ruer]] studierte ab 1883 zunächst an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Westfälischen Wilhelms-Universität]] in [[Münster]] Chemie und wechselte anschließend nach einem kurzen Zwischensemester an der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]] zum Wiesbadener [[SGS Institut Fresenius|Fresenius-Institut]]. Schließlich zog es ihn 1885 zur [[Universität Straßburg]], wo er 1889 bei [[Rudolph Fittig]] zum Dr. phil. promoviert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kurzen Wehrpflichtzeit wechselte Ruer 1891 zur [[Technische Hochschule Berlin|Technischen Hochschule Berlin]], um hier auf dem Gebiet der [[Raffination]] von [[Nitrate#Salpeter|Salpeter]] und [[Campher|Kampfer]] zu forschen und im Jahr 1902 seine Vorprüfung zum [[Lebensmittelchemiker]] abzulegen. Anschließend ging er zur [[Georg-August-Universität Göttingen]], wo er von [[Gustav Tammann (Chemiker)|Gustav Tammann]] als Assistent für den Bereich [[Anorganische Chemie|anorganische]] und [[physikalische Chemie]] übernommen wurde. Hier legte er auch 1905 seine [[Habilitation]] ab und wurde als Privatdozent übernommen. Im Jahr 1909 folgte Ruer einen Ruf an die RWTH Aachen, wo er zunächst Assistent bei [[Fritz Wüst]] und wenig später zum Ordinarius für Theoretische Hüttenkunde und Physikalische Chemie an der Fakultät für [[Metallurgie|Hüttenkunde]] und Stoffwirtschaft berufen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruers Hauptinteresse lag unter anderem bei der [[Metallographie]] von [[Eisen]], [[Kupfer]] und [[Zink]], über die er auch ein grundlegendes und anerkanntes Lehrbuch schrieb. In den Jahren 1924 bis 1926 löste er eine heftige Forschungskontroverse aus, indem er die elektrochemisch bestimmte [[Atommasse]] von Kupfer von 63,57 durch seine Messungen auf 63,546 korrigierte, die bis heute Gültigkeit hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings begannen im Frühjahr 1933 nun auch an der RWTH Aachen die [[Denunziation]]smaßnahmen der Studentenschaft. Hierbei ließen der ASTA ([[Allgemeiner Studentenausschuss]]) und die Studentenführer dem hierfür extra eingesetzten Denunziationsausschuss bestehend aus [[Hermann Bonin]], [[Hubert Hoff]], [[Felix Rötscher]], [[Adolf Wallichs]], und [[Robert Hans Wentzel]] darüber Mitteilungen zukommen, welche der Dozenten und Professoren nicht arischer Abstammung waren und vermeintlich oder tatsächlich eine unerwünschte politische Einstellung hatten. Ruer sollte nun gemäß dem [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] aufgrund seiner jüdischen Herkunft zusammen mit den Professoren [[Otto Blumenthal (Mathematiker)|Otto Blumenthal]], [[Walter Fuchs (Chemiker)|Walter Maximilian Fuchs]], [[Arthur Guttmann (Chemiker)|Arthur Guttmann]], [[Ludwig Hopf (Mathematiker)|Ludwig Hopf]], [[Theodore von Kármán]], [[Paul Ernst Levy]], [[Karl Walter Mautner]] [[Alfred Meusel]], [[Leopold Karl Pick]], [[Hermann Salmang]] und [[Ludwig Strauss]] die Lehrerlaubnis entzogen werden. Trotz einer prinzipiell möglichen Ausnahmeregelung für diejenigen Hochschulangehörige, die vor 1914 verbeamtet waren, wurde Ruer zunächst zwangsweise beurlaubt, aber durch seine mittlerweile altersbedingte Emeritierung im September 1933 von allen weiteren amtlichen Pflichten entbunden und damit von einer politisch begründeten offiziellen Entlassung verschont. Ruer verstarb am 1. August 1938 in Aachen und seine Frau verließ nach seiner Beisetzung Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein jüngerer Bruder [[Otto Ruer]] war von 1925 bis 1933 Oberbürgermeister der Stadt [[Bochum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verhalten der [[Zimtsäure]] und Aethylcrotonsäure bei der Oxydation mit [[Kaliumpermanganat|übermangansaurem Kali]]&amp;#039;&amp;#039;, 1889.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Metallographie in elementarer Darstellung&amp;#039;&amp;#039; Hamburg [u.&amp;amp;nbsp;a.] : Voss, 1907.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Zeidler: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Physikalische Chemie in Aachen&amp;#039;&amp;#039; in Bunsenmagazin 4/2006&lt;br /&gt;
* Ulrich Kalkmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Technische Hochschule Aachen im Dritten Reich (1933–1945)&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Mainz, Aachen 2003, ISBN 3-86130-181-4, (&amp;#039;&amp;#039;Aachener Studien zu Technik und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; 4), (Zugleich: Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv.rwth-aachen.de/web/rea/Seite/biographien_vert_ruer.htm Biografie-Artikel zu Ruer von der RWTH Aachen]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117598755|VIAF=27852469}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruer, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelchemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruer, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. September 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ramsbeck]] (Westfalen)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. August 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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