<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rudolf_Prikryl</id>
	<title>Rudolf Prikryl - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rudolf_Prikryl"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Prikryl&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T15:25:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Prikryl&amp;diff=298712&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 25. Juli 2025 um 10:20 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Prikryl&amp;diff=298712&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-25T10:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf-Prikryl-Karl-Bauer-Jg-1911-Ferdinand-Hackl (cropped).jpg|mini|Rudolf Prikryl (1937)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Prikryl, Karl-Bauer, Ferdinand Hackl in Spain (1937).jpg|mini|Von links nach rechts: Die Wiener Spanienkämpfer Rudolf Prikryl, Karl Bauer (Jg. 1911), Ferdinand Hackl reisten aus Österreich nach Spanien. Sie kämpften ab 1937 auf Seiten der Spanischen Republik (Aufnahme: Benissa, Dezember 1937).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.doew.at/erinnern/biographien/spanienarchiv-online/spanienfreiwillige-p/prikryl-rudolf |titel=DÖW – Erinnern – Biographien – Spanienarchiv online – Spanienfreiwillige: P – Prikryl, Rudolf |abruf=2022-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Prikryl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. März]] [[1896]] in [[Wien]]; † [[13. Juni]] [[1965]] ebenda) war vom 13. bis zum 16. April 1945 provisorischer [[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister von Wien]]. Die Wiener Geschichte kennt ihn als den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Drei-Tage-Bürgermeister&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Prikryl wuchs in Wien-[[Alsergrund]] auf und lernte nach mehreren abgebrochenen Lehren den Beruf des [[Installateur]]s. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er als Soldat und heiratete zum ersten Mal, ließ sich jedoch bald wieder scheiden. In den 1920er Jahren eröffnete er ein Installateurgeschäft in Wien und trat dem [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbund]] bei. 1929 heiratete er zum zweiten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Februarkämpfe 1934|Februarkämpfen 1934]] wurde er an der Hand verletzt. Während des [[Austrofaschismus]] war er im Untergrund bei den [[Revolutionäre Sozialisten Österreichs|Revolutionären Sozialisten]] aktiv, wurde aber im Juni 1935 verhaftet, und wegen illegalen Verteilens der [[Arbeiter-Zeitung]] und der Herstellung revolutionärer Flugblätter im [[Anhaltelager Wöllersdorf]] interniert. Im August unterschrieb er eine Loyalitätserklärung und wurde bei strenger Kontrolle durch den Polizeiapparat freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschuldet stand die Verpfändung seiner Gewerbelizenz bevor, als Prikryl Anfang 1937 nach Spanien reiste, wo er gemeinsam mit anderen Österreichern in der [[XI. Internationale Brigade]] gegen die [[Franquismus|Franquisten]] kämpfte. 1938 ließ er sich mit seiner Frau in Paris nieder. Dort wurde er nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von den Franzosen inhaftiert und kurz vor dem [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutschen Einmarsch]] wieder freigelassen und anschließend von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] für 16 Monate inhaftiert. Ab Oktober 1943 lebte er mit seiner Frau wieder in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1945 in Wien der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, wurde er angeblich zufällig von einem [[Sowjetunion|sowjetischen]] [[Offizier]], der mit ihm in Spanien gekämpft hatte, wiedererkannt und kurzerhand zum Bürgermeister von Wien ernannt. Diese Version der Geschehnisse wurde aber erst im Nachhinein von Prikryl selbst in Umlauf gebracht, es gibt dafür keine unabhängigen Zeugen. Die genauen Gründe, weshalb und auf welche Weise Prikryl zu diesem Amt gelangte, sind bis heute nicht bekannt. Er hatte im April 1945 zum ersten Mal Kontakt mit der Widerstandsgruppe [[O5]], deren Hauptquartier im [[Palais Auersperg]] ab dem 7. April zunehmend der Treffpunkt der zivilen Widerstandskämpfer wurde. Für die [[Rote Armee|russischen Besatzer]] war die O5 unmittelbar nach Kriegsende Hauptansprechpartner, und so kamen am 11. April mehrere russische Offiziere ins Palais Auersperg und hielten dort eine Versammlung mit den Anwesenden ab. Dabei soll Prikryl nach eigenen Aussagen zum provisorischen Bürgermeister ernannt worden sein. Er nahm noch am selben Tag seine Arbeit in Räumen des Palais auf, seine Ziehtochter Elisabeth Albinger brachte eine Schreibmaschine und unterstützte ihn als Sekretärin. Am 13. April übersiedelte er in das [[Wiener Rathaus]]. Er ließ den Sozialdemokraten [[Anton Weber (Politiker, 1878)|Anton Weber]] zu sich kommen, dem gegenüber er sich als Vizebürgermeister vorstellte, und bat ihn, dem Wunsch der Roten Armee entsprechend sofort das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Weber weigerte sich aber, weil er dies zuerst mit seiner Partei besprechen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prikryl hatte keinerlei politische Befugnisse, sondern lediglich bürokratische Aufgaben zu übernehmen. Vor allem war er damit beschäftigt, Genehmigungen verschiedener Art auszustellen. Bereits am 17. April wurde er von [[Theodor Körner (Bundespräsident)|Theodor Körner]] als Bürgermeister abgelöst. Er dürfte sich zu jener Zeit als Vertreter der Kommunisten ausgegeben haben, laut [[KPÖ]] war er allerdings nie Parteimitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul Vécsei |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien/2040385-Wiens-fast-vergessener-allererster-Nachkriegsbuergermeister.html |titel=Wiener G&amp;#039;schichten – Wiens (fast) vergessener allererster Nachkriegsbürgermeister |werk=[[Wiener Zeitung]] |datum=2019-11-29 |abruf=2022-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prikryl, inzwischen wieder geschieden, heiratete noch weitere drei Male und baute einen Installateurbetrieb auf, der jedoch zugrunde ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb verarmt und wurde in einem [[Liste gewidmeter Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmeten Grab]] (Abteilung E16, Nummer 332) der Stadt Wien im Urnenhain der [[Feuerhalle Simmering]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Phantom Prikryl. Die Person des Rudolf Prikryl, die Legende vom „Drei-Tage-Bürgermeister“ und der Amtsantritt Theodor Körners als Wiener Bürgermeister.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wiener Geschichte. Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 51. Wien 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.datum.at/artikel/p-geht-stempeln/ |text=Porträt Rudolf Prikryls |wayback=20160305031641}} im Magazin [[Datum (Zeitschrift)|Datum]]&lt;br /&gt;
* [https://www.wien.gv.at/rk/historisch/1945/april.html www.wien.gv.at] – Kalendarium: Wien im April 1945&lt;br /&gt;
* {{Arbeiterzeitung|Titel=Das war „Bürgermeister“ Prikryl. Die AZ fand die Spur des Bürgermeisters, der drei Tage lang im Amt war|Datum=1975-04-17|Seite=3}}&lt;br /&gt;
* {{Arbeiterzeitung|Titel=Es gibt kein Geheimnis Prikryl mehr|Datum=1975-04-18|Seite=16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|AMT=[[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister von Wien]]|VORGÄNGER=[[Hanns Blaschke]]|ZEIT=[[1945]]–[[1945]]|NACHFOLGER=[[Theodor Körner (Bundespräsident)|Theodor Körner]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1210176718|VIAF=3185158982596356190000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prikryl, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Anhaltelager Wöllersdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prikryl, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Installateur, Bürgermeister von Wien&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juni 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
	</entry>
</feed>