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	<title>Rudolf Pohl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:10:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Pohl&amp;diff=1777081&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 3. Januar 2025 um 05:01 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-03T05:01:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dr. Rudolf Pohl.jpg|mini|Rudolf Pohl (2021)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Pohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. November]] [[1924]] in [[Aachen]]; † [[1. Dezember]] [[2021]] in [[Kelmis]]) war ein deutscher [[Prälat]] und [[Kirchenmusiker]]. Er wirkte unter anderem als [[Domkapellmeister]] und Domchordirektor in Aachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Abitur am [[Kaiser-Karls-Gymnasium]] in Aachen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kkg-ehemalige.de/dr-rudolf-pohl-besucht-die-neunten-klassen-des-kkg/ Eintrag auf KKG-Ehemalige] vom 27. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943, seinem anschließenden Kriegsdienst (Ausbildung zum Flugzeugführer zusammen mit dem späteren Professor für Pädagogik in Hagen [[Friedrich Wilhelm Kröger]]) und seiner Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft im französischen [[Cherbourg-Octeville|Cherbourg]] studierte Pohl [[Theologie]] mit [[Philosophie]] an den Universitäten von Paderborn, Frankfurt am Main und Bonn sowie am [[Priesterseminar Aachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1951 erhielt er die [[Priesterweihe]] und wurde anschließend als [[Kaplan]] in [[Krefeld]] übernommen. Im Jahr 1954 folgte Pohl einem Ruf des amtierenden Domkapellmeisters [[Theodor Bernhard Rehmann]] nach Aachen; dieser war bereits in früheren Jahren auf ihn aufmerksam geworden, als Pohl zwischen 1933 und 1942 [[Aachener Domchor|Domsingknabe in Aachen]] war. Von ihm erhielt er den Auftrag zum Wiederaufbau des Knabenchores und der [[Aachener Domsingschule]]. Es ist Pohls Verdienst, dass dieser traditionsreiche Chor, dessen Geschichte auf die [[Choralschola]] [[Karl der Große|Karls des Großen]] zurückgeht, nach den Kriegsjahren wieder deutlich an Bedeutung gewinnen konnte. Ebenso ist ihm zu verdanken, dass die angeschlossene Domsingschule im Jahr 1960 in der Trägerschaft des [[Domkapitel]]s zunächst als [[Schulversuch]] mit zwei Eingangsklassen offiziell neu gegründet und von 1969 bis 1971 zur einzügigen eigenständigen [[Grundschule]] ausgebaut sowie anschließend als private katholische Grundersatzschule für Jungen geführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1954 bis 1959 absolviert er ein Studium der [[Musikwissenschaft]] an der [[Universität Bonn]]. 1959 wurde er von der Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn zum [[Dr. phil.]] promoviert. Sein [[Rigorosum]] erfolgte bei [[Benedikt XVI.|Josef Ratzinger]], damals Professor für [[Fundamentaltheologie]]. Die [[Dissertation]] war eine musikwissenschaftliche Arbeit über die Chorwerke des ebenfalls in Aachen tätig gewesenen Stiftskapellmeisters [[Johannes Mangon]] (1525–1578), mit welchen er sich von da an immer wieder in der Praxis auseinandersetzte, sie neu auflegte, bearbeitete, kommentierte und zur Aufführung brachte.  Pohl gehörte 1957 zusammen mit Theodor Bernhard Rehmann, [[Wolfgang Sawallisch]], [[Wilhelm Pitz]] und anderen zur Festspielleitung des 111. [[Niederrheinisches Musikfest|Niederrheinischen Musikfestes]] in Aachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 bis 1961 folgte ein Studium an der [[Pädagogische Hochschule Rheinland|Pädagogischen Akademie in Aachen]], welches er mit der 1. Lehrerprüfung abschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1954 hatte die Leitung der Aachener Domsingknaben übernommen. Nach dem plötzlichen Tod Rehmanns im Jahr 1963 übertrug ihm der amtierende Aachener Bischof [[Johannes Pohlschneider]] die Gesamtleitung des [[Aachener Domchor]]es und ernannte ihn zum Domkapellmeister. Ab 1984 war er Domchordirektor. In der Folgezeit baute Pohl den Domchor zur klassischen liturgischen Besetzung einschließlich der Knabenoberstimmen aus der angeschlossenen Domsingschule auf und führte diesen zu beachtenswerter nationaler und internationaler Anerkennung. Neben den üblichen Einsätzen im Rahmen der liturgischen Veranstaltungen am [[Aachener Dom]] folgten zahlreiche Konzertreisen in die wichtigsten Städte Deutschlands sowie in die Beneluxstaaten, nach Irland, Frankreich, Italien, Polen, in die damalige Tschechoslowakei, in die Schweiz, nach Österreich, England, Spanien und Israel. Hierbei brachte Rudolf Pohl ein anspruchsvolles Programm mit den großen kirchenmusikalischen Werken, [[Messe (Musik)|Messen]], [[Oratorium|Oratorien]] und [[Passion (Musik)|Passionen]] zur Aufführung. Unter Pohls Leitung sang der Domchor in [[Yad Vashem]], der Holocaust-Gedenkstätte, als erster deutscher Chor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Grzeschik |url=https://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/rudolf-pohl-widmete-der-geistlichen-musik-sein-leben_aid-64402019/ |titel=Rudolf Pohl widmete der geistlichen Musik sein Leben |werk=[[Aachener Zeitung|aachener-zeitung.de]] |datum=2021-12-02 |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus gehörten zahlreiche Schallplattenaufnahmen, Rundfunk- und Fernsehübertragungen von Konzerten und Gottesdiensten zu seinen Höhepunkten mit dem Aachener Domchor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Pohl und Berthold Botzet.jpg|mini|Rudolf Pohl (links) mit [[Berthold Botzet]] (2019)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1985 wurde Rudolf Pohl auf dem &amp;#039;&amp;#039;8. Internationalen Kongress für Kirchenmusik&amp;#039;&amp;#039; in [[Rom]] in Anerkennung seiner Verdienste um die Verwirklichung der einschlägigen Forderungen des [[Zweites Vatikanisches Konzil|II. Vatikanischen Konzils]] und der Bewahrung des &amp;#039;&amp;#039;Thesaurus Musicae Sacrae&amp;#039;&amp;#039; als Nachfolger des Prälaten [[Johannes Overath]] zum Präsidenten der &amp;#039;&amp;#039;Consociatio Internationalis Musicae Sacrae&amp;#039;&amp;#039; (CIMS) gewählt, des einzigen vom [[Apostolischer Stuhl|Apostolischen Stuhl]] errichteten kirchenmusikalischen Fachverbandes. Dieses Ehrenamt bekleidete er über viele Jahre hinweg. Ein Jahr später, 1986, legte er sein Amt als Domkapellmeister nieder und wurde durch den Kirchenmusiker [[Hans-Josef Roth]], Dozent für Chorleitung, [[Gregorianik]] und Orgelspiel an der Kirchenmusikschule St. Gregorius-Haus (der späteren [[Katholische Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius|Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius]]) abgelöst. Bereits 1977 hatte Bischof [[Klaus Hemmerle]] Rudolf Pohl zum Ehrendomherrn am Hohen Dom zu Aachen ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seine Initiative hin wurde die &amp;#039;&amp;#039;Rudolf-Pohl-Stiftung&amp;#039;&amp;#039; gegründet, mit deren Stiftungskapital die Ausbildung der aktiven Domsingknaben an künstlerisch wertvollen Instrumenten aus dem klassischen Bereich durch leistungsbezogene Beihilfen unterstützt und gefördert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Januar 2002 wurde Rudolf Pohl in Aachen für sein Lebenswerk durch den Oberbürgermeister [[Jürgen Linden]] mit dem [[Bundesverdienstkreuz 1. Klasse]] geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juli 2010 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Enchiridion Musicae Sacrae&amp;#039;&amp;#039; („Handbuch der Kirchenmusik“). Es handelt von der Kirchenmusik in den Zeugnissen des Glaubens und der Kirche. Aus Anlass der Generalaudienz am 13. Oktober 2010 überreichte Pohl sein Buch Papst Benedikt XVI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Johannes Mangon: &amp;#039;&amp;#039;Chorbuch I. Die Messen&amp;#039;&amp;#039;. Kommentiert, übertragen und für die moderne Chorpraxis eingerichtet von Rudolf Pohl. Einhard, Aachen 2000.&lt;br /&gt;
* Johannes Mangon: &amp;#039;&amp;#039;Chorbuch II. Die Motetten&amp;#039;&amp;#039;. Kommentiert, übertragen und für die moderne Chorpraxis eingerichtet von Rudolf Pohl. P. J. Tonger Musikverlag, Köln-Rodenkirchen 1998.&lt;br /&gt;
* Johannes Mangon: &amp;#039;&amp;#039;Chorbuch III. Antiphonen, Cantica, Hymnen und Varia&amp;#039;&amp;#039;. Kommentiert, übertragen und für die moderne Chorpraxis eingerichtet von Rudolf Pohl. Einhard, Aachen 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Musik im Aachener Dom. 1200 Jahre Chorschule am Hofe Karls des Großen&amp;#039;&amp;#039;. Arend und Ortmanns, Aachen 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Enchiridion Musicae Sacrae. Musica sacra in den Zeugnissen des Glaubens und der Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Einhard, Aachen 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1969 Ehrenmitglied der Associazione per l’amicizia Italo-Germanica, Rom&lt;br /&gt;
* 1974 Croix du Combattant de l’Europe, Paris&lt;br /&gt;
* 1974 Ehrenmitglied des Bundes ehem. deutscher Fallschirmjäger e. V.&lt;br /&gt;
* 1975 Goldene Ehrennadel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.&lt;br /&gt;
* 1985 Ernennung zum [[Monsignore]]&lt;br /&gt;
* 2002 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, Aachen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/aachen_profil/chronik/pdfs_chronik/chronik2002.pdf Chronik der Stadt Aachen 2002, S.&amp;amp;nbsp;1]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|18945122X}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hüter eines ungewöhnlichen Schatzes. Zum 65. Geburtstag von CIMS-Präsident Prälat Dr. Rudolf Pohl&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Musica Sacra&amp;#039;&amp;#039;. 109. Jg., Heft 6, November/Dezember 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pohl, Rudolf.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.cappella-carolina.de/pohl.html Vita auf capella carolina.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.dietergillessen.de/stiftung.pdf Rudolf-Pohl-Stiftung]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.kathnews.de/content/index.php/2009/11/05/grosser-forderer-der-musica-sacra-85-jahre-alt/ | archive-is=20130211064746 | text=Prälat Dr. Rudolf Pohl wird 85}}, in Kathnews vom 5. November 2009&lt;br /&gt;
* [http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/1105201?_link=&amp;amp;skip=10&amp;amp;_g=Auftrag-Bauen-Sie-den-Domchor-wieder-auf.html Georg Dünnwald: &amp;#039;&amp;#039;Bauen Sie den Domchor wieder auf&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Aachener Nachrichten]] vom 4. November 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=18945122X|LCCN=n81134936|VIAF=116510470}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pohl, Rudolf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aachener Stifts- und Domkapellmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pohl, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Prälat und Kirchenmusiker sowie Domkapellmeister in Aachen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. November 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]], [[Rheinprovinz]], [[Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 2021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kelmis]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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