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	<title>Rudolf Mildner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Mildner&amp;diff=968158&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Kat: Österreichischer Emigrant in D</title>
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		<updated>2026-01-30T17:09:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat: Österreichischer Emigrant in D&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Mildner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juli]] [[1902]] in [[Janov u Krnova|Johannesthal]], [[Österreich-Ungarn]]; † nach 1948) war ein österreichisch-deutscher NS-Jurist, [[SS-Standartenführer]] und Abteilungsleiter im [[Reichssicherheitshauptamt]] (RSHA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsfreiwilliger und akademische Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Mildner war der Sohn eines Zimmermanns und wuchs unter schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen auf. Seine Schulzeit verbrachte er an der Volks- und Bürgerschule.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Weisz: &amp;#039;&amp;#039;Die geheime Staatspolizei Staatspolizeileitstelle Wien: 1938–1945 ; Organisation, Arbeitsweise und personale Belange&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, Universität Wien, 1991, S. 2224.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1916 diente er in der österreichischen Armee als Freiwilliger im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Nach Kriegsende trat er in das [[Freikorps Sudetenland]] ein. Bei der Polizeidirektion [[Salzburg]] wurde er zum Polizisten ausgebildet. Seine Schulausbildung vertiefte er durch einen Besuch eines Abendgymnasiums. Zum 10. November 1931 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 614.080).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/713759&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Universität Innsbruck|Innsbruck]] studierte er Rechts- und Staatswissenschaften. Die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr. jur.]] erlangte er im Jahre 1934. Schon 1935 hatte er eine Position bei der [[Bayerische Politische Polizei|politischen Polizei]] in [[München]] inne. Hier erwarb er auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Am 3. September 1935 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 275.741).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/660415&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere in der Gestapo ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SS-Verordnungsblatt 20. April 1942 Seite 2.jpg|mini|hochkant|Beförderung zum [[SS-Obersturmbannführer]] an [[Führergeburtstag|Hitlers Geburtstag]] 1942 im SS-Verordnungsblatt]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] im März 1938 versetzte man ihn nach [[Linz]], wo er stellvertretender Leiter der örtlichen [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] war, um dann 1939 für vier Monate die Gestapo in Salzburg zu führen. Im Dezember 1939 wurde er Leiter der Staatspolizeistelle [[Chemnitz]], wo er bis Anfang 1941 blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab März 1941 wurde er zum Chef der Staatspolizeileitstelle [[Kattowitz]] ernannt. Im Jänner 1942 erhielt er das [[Kriegsverdienstkreuz]] II. Klasse mit Schwertern, weil er sich, so die Beurteilung, bei &amp;#039;&amp;#039;der Bekämpfung von Staatsfeinden aller Art besonders ausgezeichnet&amp;#039;&amp;#039; habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa ab Mitte 1942 übernahm Mildner auch die Ausführung der [[Standgericht]]sbarkeit für [[Oberschlesien]] mit den [[Regierungsbezirk Kattowitz|Regierungsbezirken Kattowitz]] und [[Regierungsbezirk Oppeln|Oppeln]]. Gemäß einer Verordnung über Standgerichte vom 1. Juni 1942 hatte der Gauleiter und Oberpräsident [[Fritz Bracht]] verfügt, dass insgesamt 21 Delikte mit dem Tode bestraft werden konnten, darunter auch Sachbeschädigung, Betrug, Diebstahl und Sittlichkeitsvergehen. In dieser Position saß er dem „Polizei- und Standgericht“ der Gestapo im [[Block 11 (KZ Auschwitz)|Block 11]] des [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Stammlagers des KZ Auschwitz]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Nürnberger Hauptprozess wurde am 2. Jänner 1946 als Teil der Anklage ein Schreiben des Generalstaatsanwalts in Kattowitz vom 3. Dezember 1941 an den Reichsminister der Justiz über &amp;#039;&amp;#039;Polizeiliche Exekutionen ohne Strafverfahren&amp;#039;&amp;#039; vorgelegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Vor etwa 3 Wochen sind in [[Tarnowitz]] im Zusammenhang mit der Zerschlagung einer hochverräterischen Organisation von 350 Mitgliedern die 6 (zum Teil [[Volksdeutsche]]n) Haupttäter von der Polizei erhängt worden, ohne daß die Justiz davon Kenntnis hatte. Solche Exekutionen sind bereits früher an kriminellen Tätern im Bezirk in [[Bielsko-Biała|Bielitz]] gleichfalls ohne Kenntnis der zuständigen Strafverfolgungsbehörde erfolgt. Am 2. Dezember 1941 hat der Leiter der Staatspolizeistelle Kattowitz, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberregierungsrat Mildner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, dem Unterzeichneten mündlich berichtet, daß er diese Exekutionen mit Ermächtigung des Reichsführers der SS als notwendige Sofortmaßnahme durch öffentliches Hängen am Tatort angeordnet habe, und daß die Maßnahmen zur Abschreckung auch künftig solange fortgesetzt werden müßten, bis die verbrecherischen und aktivistischen deutschfeindlichen Kräfte im eingegliederten Ostgebiet zerschlagen seien oder andere Sofortmaßnahmen, u. U. auch der Gerichte, gleiche abschreckende Wirkung gewährleisteten. So wurden auch heute in dem Gebiete in und um [[Sosnowitz]] 6 Haupträdelsführer einer anderen polnischen hochverräterischen Organisation zur Abschreckung öffentlich erhängt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SS-Unterscharführer [[Pery Broad]], der der [[Politische Abteilung (KZ)|Politischen Abteilung]] der Gestapo im KZ Auschwitz angehörte, charakterisierte Mildner folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Dieser Mann war einer der blutrünstigsten Schlächter, die im Dritten Reich existierten. Er stellte schon rein äußerlich die Verkörperung eines Despoten dar. Auffallend war besonders sein wuchtiger, stiernackiger Schädel, aus dem ein paar eiskalte, grausame Augen prüfend betrachteten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Gesicht war durch [[Schmiss]]e gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dänemark und Abteilungsleiter im RSHA ==&lt;br /&gt;
Am 19. September 1943 versetzte das RSHA Mildner ins [[Dänemark unter deutscher Besatzung|besetzte Dänemark]]. Zehn Tage zuvor war er zum [[SS-Standartenführer]] befördert worden, dem höchsten Rang, den er bei der SS erreichte. Als Leiter der Gestapo Kattowitz folgte ihm [[Johannes Thümmler]] nach. In [[Kopenhagen]] sollte er Maßnahmen gegen den [[Dänischer Widerstand|Widerstand]] ergreifen. Die im Oktober 1943 erfolgte [[Rettung der dänischen Juden]] lastete [[Heinrich Himmler]] Mildner an, der Anfang Jänner 1944 durch SS-Standartenführer [[Otto Bovensiepen]] ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jänner und Februar 1944 war er [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Kassel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Weisz: &amp;#039;&amp;#039;Die geheime Staatspolizei Staatspolizeileitstelle Wien: 1938–1945 ; Organisation, Arbeitsweise und personale Belange&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, Universität Wien, 1991, S. 2225.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von März bis Juni 1944 übernahm er als Leiter die Abteilung IV A 5 im RSHA für Sonderaufgaben. Nach [[Wien]] kam Mildner im Dezember 1944, wo er zum Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD der Gestapo-Zentrale im vormaligen [[Hotel Métropole|Hotel Metropol]] am [[Morzinplatz]] ernannt wurde. In Wien war er am 8. April 1945 auch führend an der öffentlichen Exekution der österreichischen Widerstandskämpfer Major [[Karl Biedermann (Widerstandskämpfer)|Karl Biedermann]], Hauptmann [[Alfred Huth (Widerstandskämpfer)|Alfred Huth]] und Oberleutnant [[Rudolf Raschke]] in [[Floridsdorf]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte April 1945, als die Wiener Dienststelle verlegt wurde, bildete sich im Raum [[Linz]] ein neues Kommando heraus, wobei Mildner der Stellvertreter von [[Franz Josef Huber (SS-Mitglied)|Franz Josef Huber]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internierung und Flucht ==&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1945 wurde er von der US-Besatzungsmacht in Hinterstoder festgenommen. Bei den Verhören gelang es ihm, die nicht kundigen Verhörer über die Kommandostränge innerhalb der Gestapo zu täuschen. Da er sich andererseits aber kooperativ zeigte, konnte er als Zeuge gegen den Chef des RSHA, [[Ernst Kaltenbrunner]], im [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher|Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess]] aussagen. Mildner wurde 1949 aus der Internierung entlassen und tauchte unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Argentinien war er Ende der 1950er Jahre bei Interviews von [[Willem Sassen]] mit [[Adolf Eichmann]] anwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Cesarani]]: &amp;#039;&amp;#039;Eichmann. His Life and Crimes&amp;#039;&amp;#039;, Heinemann, London 2004, S. 219.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatsanwaltschaft in Wien wollte zu Beginn der 1960er Jahre noch einmal gegen Mildner Ermittlungen aufnehmen, aber er blieb unauffindbar. Durch Beschluss des Landgerichts Salzburg vom 27. Juni 1969 wurde Mildner auf den 31. Dezember 1951 für tot erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Gafke: &amp;#039;&amp;#039;Heydrichs Ostmärker. Das österreichische Führungspersonal der Sicherheitspolizei und des SD 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-534-26465-0, S. 144–169.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Karl Kaul]], Joachim Noack (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Angeklagter Nr. 6 – Eine Auschwitz-Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1966.&lt;br /&gt;
* [[Sybille Steinbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;„… nichts weiter als Mord“ – Der Gestapo-Chef von Auschwitz und die bundesdeutsche Nachkriegsjustiz&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Norbert Frei]], Sybille Steinbacher, Bernd CV. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Ausbeutung, Vernichtung, Öffentlichkeit – Neue Studien zur nationalsozialistischen Lagerpolitik.&amp;#039;&amp;#039; München 2000.&lt;br /&gt;
* [[Robert Bohn]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ein solches Spiel kennt keine Regeln“ – Gestapo und Bevölkerung in Norwegen und Dänemark.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Paul (Historiker)|Gerhard Paul]] und [[Klaus-Michael Mallmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Gestapo. Mythos und Realität.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995, ISBN 3-534-12572-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1073129276|LCCN=no2016130129|VIAF=316740085}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mildner, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Dänemarks 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Innsbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtlich für tot erklärte Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mildner, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Jurist, SS-Standartenführer und Abteilungsleiter im Reichssicherheitshauptamt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juli 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Janov u Krnova|Johannesthal]], [[Österreichisch-Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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