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	<title>Rudolf Kempe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Kempe&amp;diff=536225&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marco Chemello (WMIT): better image</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;better image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Kempe - collezione Tino Barindelli.tif|mini|Rudolf Kempe (1961)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Kempe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juni]] [[1910]] in [[Dresden]]; † [[12. Mai]] [[1976]] in [[Zürich]]) war ein deutscher [[Dirigent]] und [[Generalmusikdirektor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er galt als Spezialist des [[Spätromantik|spätromantischen]] deutsch-österreichischen Repertoires, insbesondere [[Richard Wagner]]s, [[Anton Bruckner]]s, [[Johannes Brahms]]’ und [[Richard Strauss]]’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Kempe studierte an der Orchesterschule in Dresden und begann 1928 als [[Oboe|Oboist]] in [[Dortmund]]. Von 1929 bis 1936 war er am [[Leipzig]]er [[Gewandhausorchester]] erster Oboist (u.&amp;amp;nbsp;a. unter [[Bruno Walter]]) sowie Mitglied des [[Gewandhaus-Bläserquintett]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.gewandhausorchester.de/newsroom/ensembles/ |titel=Gewandhaus-Bläserquintett |werk=Website des Gewandhauses |kommentar= |abruf=2021-04-10 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210414011242/https://www.gewandhausorchester.de/newsroom/ensembles/ |archiv-datum=2021-04-14 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-29 22:46:06 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Leipzig begann er mit 27 Jahren seine Dirigentenlaufbahn an der dortigen [[Oper Leipzig|Oper]]. Von 1945 bis 1948 wirkte er als [[Musikdirektor|Generalmusikdirektor]] in [[Theater Chemnitz|Chemnitz]]. 1949 wurde er Dresdner Generalmusikdirektor, ab 1951 auch Leiter der dortigen [[Semperoper|Sächsischen Staatsoper]]. Von 1952 bis 1954 war er als Nachfolger [[Georg Solti|Georg Soltis]] [[Generalmusikdirektor|GMD]] der [[Bayerische Staatsoper|Bayerischen Staatsoper]] in [[München]], von 1961 bis 1974 Chefdirigent des [[Royal Philharmonic Orchestra]] [[London]] und, teilweise gleichzeitig, von 1965 bis 1973 auch Chefdirigent des [[Tonhalle-Orchester Zürich|Tonhalle-Orchesters Zürich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=dis-001:1920:24#639 &amp;#039;&amp;#039;Porträtskizzen schweizerischer Tonkünstler&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie ab 1967 Generalmusikdirektor der [[Münchner Philharmoniker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kempe war in dieser Zeit einer der weltweit gefragtesten Dirigenten ([[New York City|New York]], [[Buenos Aires]], [[Mailand]], [[Wien]], [[Salzburg]]); von 1960 bis 1964 dirigierte Kempe bei den [[Bayreuther Festspiele]]n [[Richard Wagner]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ring des Nibelungen|Ring des Nibelungen]]&amp;#039;&amp;#039; unter der Regie von [[Wolfgang Wagner (Opernregisseur)|Wolfgang Wagner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kempes frühzeitiger Tod 1976, der einem Leberleiden geschuldet war, verhinderte eine längere Zusammenarbeit mit dem [[BBC Symphony Orchestra]] in London, wo er im selben Jahr zum Chefdirigenten ernannt worden war, und mit den Münchner Philharmonikern, denen er damals seit neun Jahren vorstand. Sein Nachfolger in München wurde [[Sergiu Celibidache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kempe wurde auf dem [[Bogenhausener Friedhof]] in München beigesetzt. Die Urne wurde im März 2007 nach [[Stratford-upon-Avon]] zu seiner Witwe Cordula Kempe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bridgemanimages.com/en-US/robin-del-mar/hazell-hills-poet-and-cordula-kempe-widow-of-the-conductor-rudolf-kempe-at-the-dedication-ceremony/nomedium/asset/3860565 |titel=Image of Hazell Hills, poet, and Cordula Kempe, widow of the |sprache=en-US |abruf=2024-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verbracht, die dort in der Rudolf Kempe Society&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rudolfkempesociety.org/ Englische Webseite der Rudolf Kempe Society]&amp;lt;/ref&amp;gt; tätig ist. Der Grabstein wurde entfernt. Cordula Kempe (1942–2024) war des Dirigenten dritte Ehefrau. Kempes erste Ehefrau war Edith Fischer, die er in Chemnitz kennenlernte und mit der er die Tochter Ina hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://theaterfoerderverein-chemnitz.de/das-wussten-wir-nicht-rudolf-kempe-mit-esches-verwandt/ |titel=Das wussten wir nicht: Rudolf Kempe mit Esches verwandt |datum=2021-03-05 |sprache=de-DE |abruf=2024-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine zweite Ehefrau war die [[Sopran]]istin [[Elisabeth Lindermeier]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&amp;amp;query=rudolf+kempe+gattin&amp;amp;viewType=list |titel=rudolf kempe gattin - Deutsche Digitale Bibliothek |abruf=2024-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Kempe als [[Ensemble (Theater)|Ensemble]]mitglied der Staatsoper in München kennenlernte und mit der er zwei Töchter hatte. Cordula Kempe, die den Nachlass ihres verstorbenen Mannes 2020 an die Semperoper Dresden übergab, war [[Geiger (Musiker)|Geiger]]in.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.staatskapelle-dresden.de/news/browse/8/article/nachlass-von-rudolf-kempe-kehrt-nach-dresden-zurueck/57620/haedongauto26/ |titel=Nachlass von Rudolf Kempe kehrt nach Dresden zurück - Staatskapelle Dresden |abruf=2024-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Kempe war ein selbstbeherrschter Dirigent, der sein großes technisches Können ganz in den Dienst der Orchester, der Musiker und Sänger stellte. Er sah und erlebte Musik weniger als publikumswirksame Veranstaltung, sondern eher aus der Perspektive der gemeinsam Musizierenden. Daher war er auch ein Anhänger des [[Ensemble (Theater)|Ensembletheaters]]. Seine klare Zeichengebung unterstützte seinen strukturalistischen Interpretationsstil, den man gut daran erkennen kann, dass er gerade in den großen spätromantischen Partituren die [[kammermusik]]alischen Qualitäten, die Nebenstimmen und die feinen Klangschattierungen hörbar machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dirigent hat mit vielen Orchestern und Opernhäusern, darunter der [[Wiener Staatsoper]] ([[Wiener Philharmoniker]]), den [[Berliner Philharmoniker]]n, der [[Semperoper]] und der [[Sächsische Staatskapelle Dresden|Staatskapelle Dresden]], den [[Bamberger Symphoniker]]n, den Münchner Philharmonikern, dem [[Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks]], dem BBC Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem [[London Symphony Orchestra]] und der [[Metropolitan Opera]] [[New York City|New York]] Tonaufnahmen mit Werken von Richard Wagner (darunter der vollständige &amp;#039;&amp;#039;Ring des Nibelungen&amp;#039;&amp;#039;), [[Richard Strauss]], [[Antonín Dvořák]], [[Anton Bruckner]], [[Johannes Brahms]], [[Ludwig van Beethoven]] und anderen Komponisten gemacht, die eine wichtige Epoche deutscher Musikkultur dokumentieren und bis heute standardgebend geblieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Dresdner Neueste Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; wurde Kempe im Jahre 2000 zu einem der „100 Dresdner des 20. Jahrhunderts“ gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=100 Dresdner des 20. Jahrhunderts |Sammelwerk=[[Dresdner Neueste Nachrichten]] |Verlag=Dresdner Nachrichten GmbH &amp;amp; Co. KG |Ort=Dresden |Datum=1999-12-31 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Er war in der Zusammenarbeit ein ausgesprochener „Teamworker“ und nahm auch den Rat von Kollegen an. [[Hans Rudolf Zöbeley]] (1931–2007) leitete während Kempes Münchner Amtszeit den Philharmonischen Chor. Er berichtete seinen Studenten am [[Richard-Strauss-Konservatorium München|Richard-Strauss-Konservatorium]] in den 1970er Jahren folgende –&amp;amp;nbsp;sehr bezeichnende&amp;amp;nbsp;– Begebenheit:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Neulich habe ich für Kempe die &amp;#039;&amp;#039;[[Glagolitische Messe (Janáček)|Glagolitische Messe]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Leoš Janáček]] einstudiert. Das Stück ist voller Wechseltakte (⅝, ⅞) und so weiter. Sehr unangenehm für den Chor. Jedenfalls, in der ersten Probe mit Kempe, der sogenannten ‚Abnahme‘ lief andauernd einiges immer wieder schief. Daraufhin habe ich Kempe gesagt: ‚Herr Kempe, hier habe ich den Fünfer so geschlagen, hier den Siebener so, und so weiter.‘ Darauf hin hat er mir nett geantwortet: ‚Gut, dass Sie das sagen. Machen wir jetzt eine kleine Pause, zeigen Sie mir wie Sie es gemacht haben – und dann übernehme ich das. Ich kann mich leicht umstellen, der Chor aber nicht.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man machte eine kleine Pause; Kempe besprach sich mit Zöbeley, übernahm dessen Einstudierung, und die Probe ging ohne ‚dicke Luft‘ weiter. Zöbeley bemerkte im Anschluss zu den Studenten noch folgendes: ‚Das hätte ich mal bei [[Fritz Rieger]] oder [[Rafael Kubelík]] sagen sollen! Die hätten mich sicher angeschnauzt: „Wollen Sie mir jetzt noch Dirigierunterricht geben!“ Das war eben Kempe, und so sollten Sie, meine jungen Herren Dirigenten auch sein. Immer den guten Rat erfahrener Kollegen annehmen.‘&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht von Joseph Kanz, seinerzeit Schüler von H. R. Zöbeley&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahldiskografie ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Brahms]]: [[Ein deutsches Requiem]]; [[Elisabeth Grümmer]], [[Dietrich Fischer-Dieskau]], Chor der [[St.-Hedwigs-Kathedrale]], Berlin, [[Berliner Philharmoniker]] – 1956 (EMI)&lt;br /&gt;
* [[Anton Bruckner]]: [[5. Sinfonie (Bruckner)|Sinfonie Nr. 5]]; [[Münchner Philharmoniker]] – 1976 (BASF, Acanta, Carinco)&lt;br /&gt;
* [[Leoš Janáček]]: Glagolitische Messe; Versch. Solisten, Chor des Brighton-Festivals, [[Royal Philharmonic Orchestra]] – 1973 (Decca)&lt;br /&gt;
* [[Robert Schumann]]: [[Klavierkonzert (Schumann)|Klavierkonzert]]; [[Nelson Freire]], Münchner Philharmoniker – 1968 (CBS/Parnass, Sony)&lt;br /&gt;
* [[Richard Strauss]]: Sämtliche [[Tondichtung]]en und [[Instrumentalkonzert]]e; Versch. Solisten, [[Staatskapelle Dresden]] – 1973–76 (VEB Deutsche Schallplatten, EMI, Warner Classics)&lt;br /&gt;
* [[Richard Wagner]]: [[Lohengrin]]; [[Jess Thomas]], [[Gottlob Frick]], Elisabeth Grümmer, Dietrich Fischer-Dieskau, [[Christa Ludwig]], [[Otto Wiener (Sänger)|Otto Wiener]], Chor der [[Wiener Staatsoper]], [[Wiener Philharmoniker]] – 1964 (EMI)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118561286|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [http://patachonf.free.fr/musique/kempe/discographie.php Französische Webseite mit vollständiger Diskografie]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutschefotothek.de/obj90027137.html Porträtfoto] in der [[Deutsche Fotothek|Deutschen Fotothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.chemnitzgeschichte.de/pers-kat-liste-top/305-rudolf-kempe chemnitzgeschichte.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118561286|LCCN=n/81/147250|VIAF=64192278}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kempe, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmusikdirektor (Bayerische Staatsoper)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Oboist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapellmeister (Sächsische Staatskapelle Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Royal Philharmonic Orchestra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Hans-Georg-Nägeli-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kempe, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dirigent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juni 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Mai 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marco Chemello (WMIT)</name></author>
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