<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rudolf_Jacob_Zeller</id>
	<title>Rudolf Jacob Zeller - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rudolf_Jacob_Zeller"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Jacob_Zeller&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T13:39:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Jacob_Zeller&amp;diff=1266745&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schilderwaldmeister: /* Ende der Nazi-Herrschaft */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Jacob_Zeller&amp;diff=1266745&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-21T17:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ende der Nazi-Herrschaft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Jacob Zeller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[17. Oktober]] [[1880]] in [[Hamburg]]; gestorben [[22. Januar]] [[1948]] in [[Heerlen]]/Niederlande) war ein gefragter [[Porträtmalerei|Porträtmaler]] in Hamburg. Ab 1935 durfte er in Deutschland seinen Beruf nicht mehr ausüben. 1938 emigrierte er in die [[Niederlande]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Zeller studierte an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe|Akademie in Karlsruhe]] bei [[Carlos Grethe]] und an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart|Akademie Stuttgart]] bei [[Leopold von Kalckreuth]], an dessen Stil er sich in der Anfangszeit stark anlehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und Werk ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Jacob Zeller Arbeitslose 1908.jpg|mini|Arbeitslose (1908/1909)]]&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium kehrte er nach Hamburg zurück und bezog dort zunächst ein Atelier im Semperhaus in der [[Spitalerstraße]]. 1912 hatte er bereits seine erste Einzelausstellung. 1921 war er Mitglied des [[Hamburger Künstlerverein von 1832|Hamburger Künstlervereins von 1832]] und später der [[Hamburgische Künstlerschaft|Hamburgischen Künstlerschaft]]. Seit Anfang der zwanziger Jahre unterrichtete er Privatschüler, um den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu sichern. Er hatte mit seiner Frau Eva (geborene Behn) drei Söhne, von denen einer zehnjährig verstarb. Als Kunstlehrer genoss er in Hamburg großes Ansehen. Unter seinen Schülerinnen waren [[Else Weber]], die ihn auch mehrmals selber porträtierte, Ingeborg [[Laffert (Adelsgeschlecht)|von Laffert]] und Lotte von Petersdorff-Speiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Motivisch bevorzugte Zeller neben Figuren vor allem Landschaften. Einen Großteil seines Lebensunterhaltes bestritt er allerdings mit Porträtaufträgen des Hamburger [[Bürgertum]]s. Er erfüllte dabei perfekt die Erwartungshaltung seiner Auftraggeber, weil er die Dargestellten in konventioneller würdevoller Pose darstellte. Die früheren Auftragsarbeiten wirken etwas steif und trocken, aber 1920 malte er das lebendige und spontane Porträt Berthold Litzmanns. 3.–6. Mai 1935 porträtierte er den Schriftsteller [[Thomas Mann]] in dessen Wohnung in Küsnach bei Zürich: „Das Bild ist eine ausgezeichnete Portrait-Studie geworden“. Das Gemälde wurde am 25. Mai in Zürich „in der neuen Buchhandel am Bahnhof“ im Schaufenster ausgestellt. Es ist bis heute nicht auffindbar.&amp;lt;ref&amp;gt;(TM Tagebücher 1935–36, S. 92–95, 113, 484–485).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeller erhielt von Thomas Mann dessen &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichten Jaakobs&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der junge Joseph&amp;#039;&amp;#039; mit den Widmungen: „Rudolf Zeller mit guten Wünschen und Grüssen zugeeignet“ resp. „An Rudolf Zeller zur Erinnerung an erfolgreichen Porträt-Sitzungen.“ Beide datiert: „Küsnach 31.VII.36“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist Zellers Selbstporträt, das er 1944, direkt nach der Befreiung der von den Deutschen besetzten südlichen Niederlanden, gemalt hat: Vor dunklem Hintergrund blickt er, vom hellen Schlaglicht beleuchtet zum Betrachter. Dennoch wirkt er in sich gekehrt, seine Augen werden von seiner Stirn verschattet. Zu Ehren der Befreiung hat er sich auf dem Bild eine orangefarbene Blume ins Knopfloch gesteckt; tragen dieser Nationalfarbe war während der deutschen Besatzung unmöglich. Die Farbe ist die des niederländischen Königshauses [[Oranien|Oranje-Nassau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Auswirkungen der nationalsozialistischen Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Am 25. April 1933 schloss die [[Hamburgische Künstlerschaft]] Zeller wegen seiner jüdischen Herkunft aus ihren Reihen aus. Zwei Jahre später, 1935, folgte das Berufsverbot. 1937, im Jahr der Propaganda-Aktion „[[Entartete Kunst]]“ nahm sich Zellers Ehefrau das Leben, weil sie die Repressionen durch die [[Nationalsozialisten]] nicht länger ertragen konnte. Ein Sohn, Alfred, wanderte nach [[Ecuador]] aus. Zeller selbst emigrierte 1938 zusammen mit dem Pianisten Walter Kaufmann in die Niederlande. Die beiden ließen sich in [[Zandvoort]] nieder und wirtschafteten gemeinsam. Kaufmann gab Klavierstunden und Zeller führte gelegentlich Porträtaufträge aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 zogen sie zu einer Verwandten (verh. mit Mendes de Leon) Kaufmanns nach [[Maastricht]], da es seit dem Einmarsch der Deutschen jüdischen Bürgern verboten war, in Küstennähe zu wohnen. Als sie sich hier einschreiben mussten und die [[Deportation]]en in den Osten begannen, tauchten sie unter. Es trennten sich anschließend die Wege der beiden, obwohl Kaufmann in der Nähe blieb. Zeller wurde von der Familie Van Hoorn in [[Heerlen]] aufgenommen und verborgen. Er konnte ab und zu nach draußen gehen; der Künstler sollte sich dabei, falls etwas geschehe, als taubstumm ausgeben, da er kein einwandfreies [[Niederländische Sprache|Niederländisch]] sprach. Auch Kaufmann überlebte den Krieg wohlbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Ende der Nazi-Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Anderthalb Kriegsjahre lebte der Künstler bei der Familie Van Hoorn, immer in der Angst, aufzufallen und denunziert zu werden. Der Tag der Befreiung durch die Amerikaner wurde auch für Zeller zu einem überwältigenden Ereignis. Als die Panzer der [[United States Army|US-Armee]]  vorbeirollten in Richtung [[Aachen]], war endlich die Stunde der Freiheit gekommen. Zahlreiche amerikanische Soldaten wurden bei der Familie Van Hoorn gastfrei empfangen; Zeller zeichnete viele von ihnen und schenkte die Porträts den Befreiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende blieb Zeller bei Van Hoorns in Heerlen wohnen. Er nahm Kontakt auf mit seinen Söhnen Richard und Alfred. Wieder kamen Porträtaufträge. Auch malte er Porträts der Frau Van Hoorn und anderen Familienangehörigen. Kurz vor der Abreise zu seinem Sohn Alfred, der in Ecuador lebte, starb er plötzlich, am 22. Januar 1948, an einem Herzleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maike Bruhns: Geflohen aus Deutschland. Hamburger Künstler im Exil 1933-1945. Katalog zur Ausstellung im [[Museum für Hamburgische Geschichte]], Bremen 2007, ISBN 978-3-86108-890-5, S. 178–180.&lt;br /&gt;
* Thomas Mann: Tagebücher 1935-1936. Herausgegeben von Peter de Mendelssohn. Frankfurt 1978.&lt;br /&gt;
* Berthold Litzmann: Im alten Deutschland. Erinnerungen eines Sechzigjährigen. Berlin 1923. Mit Titelbild nach dem Gemälde von Rudolf Zeller, Hamburg 1920.&lt;br /&gt;
* De kunstschilder Rudolf Zeller 1880-1948 en de familie van Hoorn-van Balen. Overveen, 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hirschsprung.dk/Image.aspx?id=137&amp;amp;col=13 Arbejdsløse. (Daglejere på havnen i Hamborg). 1908/1909]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1243827009|VIAF=3651163513786511230004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zeller, Rudolf Jacob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zeller, Rudolf Jacob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zeller, Rudolph Jacob&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-niederländischer Porträtmaler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heerlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schilderwaldmeister</name></author>
	</entry>
</feed>