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	<title>Rudolf Isay - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Isay&amp;diff=2312125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Steuermann61: /* Schriften */</title>
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		<updated>2026-03-24T17:26:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Isay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Januar]] [[1886]] in [[Trier]]; † [[14. April]] [[1956]] in [[Bonn]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Vierhaus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Biographische Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: Hitz–Kozub. 2. Auflage, Saur, München 2006, ISBN 978-3-598-25035-4, S. 254.&amp;lt;/ref&amp;gt;, nach anderer Quelle in Krälingen, Kreis [[Ahrweiler]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Göppinger]] (Hrsg.): Juristen jüdischer Abstammung im &amp;#039;Dritten Reich&amp;#039;. 2. Auflage, [[Verlag C. H. Beck]], München, 1990, ISBN 3-406-33902-6, S. 341.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Jurist]], Patentanwalt und Kartellfachmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isay wurde als Sohn des Kaufmanns Adolf Isay und seiner Ehefrau Jenny, geb. Michaels, in Trier geboren. Der Jurist [[Hermann Isay]] (1873–1938) war sein Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isay studierte ab 1904 [[Rechtswissenschaft]]en und promovierte 1908 an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]]. Er arbeitete ab 1911 als Patentanwalt in der Kanzlei von [[Eduard Reimer]] und seines Bruders Hermann Isay und wurde beim Berliner [[Kammergericht]] zugelassen. Weil Lizenzverträge seinerzeit regelmäßig zur Bildung von [[Wirtschaftskartell|Kartellen]] (Patentverwertungsgemeinschaften) genutzt wurden, gehörte neben dem Patentwesen auch die damit zusammenhängende Ausgestaltung von Kartellverträgen zum Arbeitsfeld eines Patentanwalts. Während der [[Weimarer Republik]] stieg die Sozietät Isay zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsrechts-Kanzleien im hauptstädtischen Berlin auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaul, Felix, Der Jurist Rudolf Isay, Frankfurt am Main 2005, S. 40–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Isay war Bauherr eines von dem Architekten [[Fritz August Breuhaus de Groot]] entworfenen und in den Jahren 1930/1931 in [[Berlin-Dahlem]] am Hüttenweg 9 erbauten Einfamilienhauses.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesdenkmalamt Berlin, Denkmaldatenbank&lt;br /&gt;
Haus Isay, Obj.-Dok.-Nr.: 09075345, https://denkmaldatenbank.berlin.de/daobj.php?obj_dok_nr=09075345&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|NS-Staat]] wurden die Brüder Hermann und Rudolf Isay diskriminiert und erhielten Berufsverbot, da sie – obwohl nicht gläubig – der Herkunft nach und somit für die Behörden „rassisch“ Juden waren. Ihr früherer [[Sozietät|Sozius]] Eduard Reimer wurde 1938 durch die Gestapo daran gehindert, den Brüdern Isay sein Buch &amp;quot;Wettbewerbs- und Warenzeichenrecht&amp;quot; zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Strauß, Eduard Reimer†, in: [[Juristenzeitung]] (JZ) 1957, 486; Horst Göppinger (Hrsg.): Juristen jüdischer Abstammung im &amp;#039;Dritten Reich&amp;#039;. 2. Auflage, C. H. Beck, München, 1990, ISBN 3-406-33902-6, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hermann Isay starb 1938 nach schwerer Krankheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Göppinger (Hrsg.): Juristen jüdischer Abstammung im &amp;#039;Dritten Reich&amp;#039;. 2. Auflage, C. H. Beck, München, 1990, ISBN 3-406-33902-6, S. 223 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rudolf Isay wanderte aufgrund der anhaltenden Probleme 1935 mit seiner Frau Isabella Trimborn nach [[Brasilien]] aus und betätigte sich bis 1951 als Kaffeepflanzer und Viehzüchter in der deutschen Ansiedlung [[Rolândia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gaul, Felix, Der Jurist Rudolf Isay, Frankfurt am Main 2005, S. 54–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Jahre nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück und lehrte bis 1956 als Professor für Rechtswissenschaft an der [[Universität Bonn]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gaul, Felix, Der Jurist Rudolf Isay, Frankfurt am Main 2005, S. 65–70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Rudolf Isay war ein prominenter akademischer Vertreter der deutschen [[Kartellbewegung]] des 20. Jh. Er hatte sich dabei auf das Patentwesen (wichtig für [[Technologiekartell]]e) spezialisiert. In den 1950er Jahren wurde er zu einem profilierten Vertreter einer Wettbewerbsordnung unter grundsätzlicher Zulassung von Kartellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaul, Felix, Der Jurist Rudolf Isay, Frankfurt am Main 2005, S. 306–320.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Isay hatte den Vorteil, durch seine Auswanderung politisch unbelastet zu sein, wohingegen die meisten deutschen Kartellanhänger entweder Sympathisanten des [[Nationalsozialismus]] gewesen waren oder aber sich irgendwie mit dem Regime hatten arrangieren müssen. Die noch vorhandene deutsche Kartellbewegung schmückte sich folglich gern mit Isay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings stand dessen wirtschaftspolitische Ausrichtung – aufgrund der von den Alliierten angeordneten [[Dekartellierung]] – nach 1945 auf letztlich verlorenem Posten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isay befasste sich außerdem in mehreren Publikationen mit dem [[Bergrecht]], also dem Recht des Abbaus von Bodenschätzen. Bereits 1930 veröffentlichte er hierzu eine rechtsvergleichende Untersuchung, die in französischer Sprache erschien. 1954 legte er den Entwurf eines deutschen [[Bundesberggesetz|Bundesberggesetzes]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Der Schadensersatzanspruch des Besitzers und des Eigentümers bei Beschädigung der Sache, Diss. Bonn 1908.&lt;br /&gt;
* Die Patentgemeinschaft im Dienste des Kartellgedankens, Mannheim 1923.&lt;br /&gt;
* Le droit minier des principaux États civilisés / trad. par André Ballot. Avec un avant-propos de Édouard Lambert, Paris: Marcel Giard, 1930.&lt;br /&gt;
* Die verfehlte Konzeption des deutschen Kartellgesetzentwurfs, in: Wirtschaft und Wettbewerb, 1/2 (1952), H. 11, S. 694–697.&lt;br /&gt;
* Vereinheitlichung des deutschen Bergrechts (Schriften des Instituts für Wirtschaftsrecht an der Universität Köln, Band V), München und Berlin: C. H. Beck&amp;#039;sche Verlagsbuchhandlung, 1952.&lt;br /&gt;
* Der Geist des heutigen deutschen Bergrechts, München und Berlin: C. H. Beck&amp;#039;sche Verlagsbuchhandlung, 1953.&lt;br /&gt;
* Entwurf eines Bundesberggesetzes, München und Berlin: C. H. Beck&amp;#039;sche Verlagsbuchhandlung, 1954.&lt;br /&gt;
* Gegenvorschlag zum Regierungsentwurf eines Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, in: Wirtschaft und Wettbewerb, 4 (1954), Nr. 2, S. 100–117.&lt;br /&gt;
* Die Geschichte der Kartellgesetzgebungen, Berlin: W. de Gruyter, 1955.&lt;br /&gt;
* Die juristische Technik der Wirtschaftslenkung (postum) in: Festschrift zum 70. Geburtstag von Walter Schmidt-Rimpler, 1957, S. 403–428.&lt;br /&gt;
* Aus meinem Leben (postum), Weinheim: Verlag Chemie (VCH), 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|186|187|Isay, Rudolf|Gerhard Boldt|118710885}}&lt;br /&gt;
* Felix Gaul: &amp;#039;&amp;#039;Der Jurist Rudolf Isay&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 2005.&lt;br /&gt;
* Eduard Reimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zum Wirtschaftsrecht. Festschrift für Rudolf Isay zu seinem siebzigsten Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1956.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;; Band 2,1). Saur, München 1983&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4&lt;br /&gt;
* [[Salomon Wininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Große jüdische National-Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Czernowitz 1925, Band VII, S. 109 f. (Nachdruck: Kraus Reprint, Nendeln 1979, ISBN 3-262-01204-1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118710885|LCCN=no/91/004025|VIAF=102459414}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Isay, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Isay, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Patentanwalt und Kartellfachmann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Trier]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Steuermann61</name></author>
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