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	<title>Rudolf Garlichs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T14:47:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Garlichs&amp;diff=2429622&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache, Format</title>
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		<updated>2025-07-01T19:43:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache, Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Garlichs Rudolf 1953.jpg|miniatur|Rudolf Garlichs 1953 anlässlich der Einweihung der Strandhalle Schillig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Garlichs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Juni]] [[1892]] auf [[Lilienhof]] bei [[Hooksiel]]; † [[18. August]] [[1980]] in [[St. Joostergroden]] bei [[Sankt Joost (Wangerland)|St. Joost]]) war ein deutscher [[Landwirt]], als [[Freie Demokratische Partei|liberaldemokratischer]] [[Kommunale Selbstverwaltung (Deutschland)|Kommunalpolitiker]] langjähriger [[Ratsherr]] der Gemeinde St. Joost, Mitglied des [[Kreistag]]s des [[Landkreis Friesland|Landkreises Friesland]], Ratsherr und [[Bürgermeister]] der Gemeinde [[Minsen]], Ratsherr der Gemeinde [[Wangerland]], [[Aufsichtsrat]] in verschiedenen Unternehmen sowie Träger des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWB 1972&amp;quot;&amp;gt;Jeversches Wochenblatt vom 9. Juni 1972, S. 5: Rudolf Garlichs zum 80. Geburtstag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
[[Deutscher Familienname|Namensträger der Familie]] Garlichs lassen sich bis in die Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zurückverfolgen, [[Toter Punkt (Genealogie)|früheste Vorfahren]] bis zur Zeit von [[Maria (Jever)|Maria von Jever]] 100 Jahre davor. Überwiegend waren es Landwirte mit einem Zweig im [[Jeverland]] und einem anderen im damaligen [[Herzogtum Oldenburg]]. So war der Vater von Rudolf Garlichs, Ernst Wilhelm Julius Garlichs (1860–1941), Eigentümer des Lilienhofs bei [[Wüppels]] und des [[Bauernhof|Hofs]] Schurfens bei [[Jever]]. Die Mutter Betti Ulrike Onnen (1868–1957) war Tochter des Eigentümers der Stumpenser Mühle bei [[Horumersiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Garlichs wurde diesem Ehepaar 1892 als zweiter von drei Söhnen geboren. Nach Umzug der Eltern nach Schurfens wuchs er überwiegend dort auf, besuchte in Jever die Schule und machte auf der [[Landwirtschaftsschule|Höheren Landwirtschaftsschule]] in [[Varel]] den [[Mittlere Reife|Realschulabschluss]]. Danach war er zunächst in mehreren landwirtschaftlichen Betrieben tätig. Die Gegend gehörte damals anders als die größte Stadt in der Region [[Wilhelmshaven]] nicht zur [[Preußen|preußischen]] [[Provinz Hannover]], sondern als [[Herrschaft Jever|Verwaltungsamt Jever]] zum [[Großherzogtum Oldenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Garlichs_Rudolf_Soldat.jpg|1914–1919 Soldat&lt;br /&gt;
Datei:Garlichs Rudolf 1914-1918.JPG|Ehrenurkunde 1914–1918 u. besondere Teilnahmen&lt;br /&gt;
Datei:Garlichs_Rudolf_Flandern.jpg|Ehrenurkunde des Marinekorps Flandern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 heuerte er in [[Hamburg]] als [[Seemann]] an. Er unterlag damals aber noch der [[Wehrpflicht in Deutschland|„Militärpflicht“]], und seit Einbeziehung von Hamburg und [[Bezirk Altona|Altona]] in das Deutsche Reich hatten die Behörden unter dem Verdacht des Verstoßes hiergegen immer wieder auch dort [[Razzia|Razzien]] durchgeführt und Strafverfahren eingeleitet.&lt;br /&gt;
Auch Garlichs fiel dort der [[Wehrüberwachung]] auf – er durfte nicht einschiffen. Garlichs verpflichtete sich zum April 1914 als [[Einjährig-Freiwilliger]] zum Militärdienst, wenige Monate später brach der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] aus. Garlichs kam zum [[Marinekorps Flandern]] und diente bis zum Kriegsende, wofür ihm das 1921 gestiftete [[Flandernkreuz]] zuerkannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familiengründung ==&lt;br /&gt;
1919 kehrte er ohne schwere Verletzungen aus dem Krieg in seine Heimat zurück. 1922 übernahm er einen Hof in St. Joostergroden östlich von [[Sankt Joost (Wangerland)|St. Joost]], der 1920 durch [[Erbvergleich]] an die Familie gefallen war, und heiratete im selben Jahr die am 12. Februar 1900 auf dem [[Ostfriesland|ostfriesischen]] Hof Loppelt bei [[Gödens]] geborene Fanny Rastede. 1923 kam die Tochter Lisa, 1929 die Tochter Juliane zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunalpolitik in der Weimarer Republik, Drittes Reich ==&lt;br /&gt;
Kurz darauf begann Garlichs seinen schließlich lebenslangen Einsatz in der Kommunalpolitik des nördlichen Jeverlands, das inzwischen zum [[Freistaat Oldenburg]] gehörte. Zunächst wurde er Ratsherr in der Gemeinde St. Joost.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWB 1972&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Deutsche Demokratische Partei|Liberaler]] kam er allerdings während der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Konflikt mit dem Regime und wurde 1933 ähnlich wie andere liberale Politiker [[Zeit des Nationalsozialismus|seines Amtes enthoben]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWB 1972&amp;quot;/&amp;gt; Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er zwar zunächst als Wachmann dienstverpflichtet und 1944 zum [[Volkssturm]] eingezogen, aber heimatnah in [[Flugabwehrkanone|Flak-Stellungen]] bei Horumersiel eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Garlichs_Rudolf_1962.jpg|1962 während der Sturmflut&lt;br /&gt;
Datei:Garlichs_Rudolf_1968.jpg|1968 Schlüsselübergabe Wellenbad Horumersiel&lt;br /&gt;
Datei:Garlichs_Rudolf_1972.jpg|1972 zum 80. Geburtstag&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach Persönlichkeiten, die für einen [[Reeducation|demokratischen Neuanfang]] nach dem Nationalsozialismus stehen konnten, stieß die damals für Norddeutschland zuständige [[Britische Besatzungszone|britische Besatzungsmacht]] auch auf Garlichs. Die [[Control Commission for Germany/British Element|britische Kontrollkommission]] berief ihn 1945 für die Zeit ab 1946 zum Kreistagsabgeordneten des gegenüber 1939 neu zugeschnittenen Landkreises Friesland. Später durch Wahlen bestätigt, behielt er diese Funktion mit kurzen Unterbrechungen bis 1964.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWB 1972&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 an war Garlichs zudem Ratsherr und Ratsvorsitzender, von 1950 bis 1971 Bürgermeister der damals noch selbständigen Gemeinde Minsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWB 1972&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1974 erinnert daran in der Gemeinde [[Wangerland]] (in die Minsen 1971 aufging) eine nach ihm benannte Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Monate lang war Garlichs Ratsherr auch der Gemeinde Wangerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1948 gründete Garlichs mit [[Johann Albers (Politiker, 1890)|Johann Albers]], der wie Garlichs Abgeordneter des Landkreises Friesland war, den Ortsverband Minsen der FDP und leitete ihn bis 1968.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWB 1972&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren war Garlichs die treibende Kraft beim Neuaufbau des öffentlichen Lebens und der Selbstverwaltung seiner Heimatgemeinde Minsen, der Entwicklung der Landwirtschaft und übrigen Wirtschaft im Wangerland, insbesondere der Neugestaltung des Erholungsraums Schillig-Horumersiel und der Förderung des [[Fremdenverkehr]]s im nördlichen Jeverland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst fehlte es vor allem an Wohnraum für die zahlreichen aus dem Osten zugewanderten oder zugewiesenen Flüchtlinge und [[Umsiedler]]. Als der Platz für sie in den früheren Marinekasernen nicht mehr reichte, wurden sie in Waggons der ehemaligen [[Anschlussbahn]] [[Marinebahn#Marinebahn Hohenkirchen-Schillig|Hohenkirchen-Schillig]], die seit 1946 als private Kleinbahn Hohenkirchen–Schillig GmbH betrieben wurde, untergebracht. Garlichs war zu dieser Zeit [[Aufsichtsrat]]svorsitzender des Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anschlussbahn&amp;quot;&amp;gt;Geschichte der Anschlussbahn Hohenkirchen-Schillig [http://mariengymnasium-jever.de/mgjever_alt/michalik2/start2.htm]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie im ähnlich betroffenen benachbarten [[Rastede]] wurden schließlich auch im Raum Schillig-Horumersiel, gefördert durch Garlichs und teils in Selbsthilfe, [[Flüchtlingssiedlung|ganze neue Siedlungen]] für die Zugereisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er förderte 1952 die Übernahme der „Badeverwaltung“ des Seebadevereins Horumersiel durch die damalige Gemeinde Minsen. In der Folge wurden dort die Strand- und Badeanlagen ausgebaut, ein [[Campingplatz]] eingerichtet, der in den folgenden zwei Jahrzehnten zu den größten Deutschlands anwuchs, und zahlreiche Ferienwohnungen und -Häuser bzw. -Appartements mit schließlich mehreren Tausend Gästebetten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 wurde durch Garlichs die „Strandhalle“ in [[Schillig]] eingeweiht, in Horumersiel 1966 ein [[Dorfgemeinschaftshaus]] und 1968 ein Meerwasser-[[Wellenbad|Wellen-Freibad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso konsequent setzte Garlichs sich für den [[Rückbau]] solcher Anlagen und Einrichtungen ein, die wegen des technischen Fortschritts absehbar nicht mehr benötigt wurden, wie beispielsweise etlicher [[Sperrwerk (Wasserbau)|Sperrwerke]] und [[Siel|Siel-Systeme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garlichs betrieb auch den Umbau bestehender Anlagen wie in der Zeit von 1960 bis 1965 die Verlegung des Hafens von Horumersiel von seiner seit 1542 dokumentierten Binnenlage nach außen, die Einebnung des Horumer Siels mit Neuanlage des [[Wangertief]]s und [[Hohenstief]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garlichs war Vorsitzender des Provisorischen Aufsichtsrats der Anschlussbahn Hohenkirchen-Schillig. Als solcher war es 1949 seine Aufgabe, im Rahmen der [[Liquidation]] des Unternehmens Personal zu entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anschlussbahn&amp;quot;/&amp;gt; Von 1946 bis 1971 mit kurzen Unterbrechungen war er außerdem zusammen mit [[Andreas Luiken]] Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft Friesland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensabend, Würdigungen ==&lt;br /&gt;
Er widmete sich nun vermehrt seiner Familie und der [[Sportfischerei]]. Am 25. Mai 1973 wurde Garlichs durch [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] [[Gustav Heinemann]] für seine langjährige Tätigkeit als Mitglied des Gemeinderats und Kreistags und als Bürgermeister mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rudolf Garlichs 1980 im Kreise seiner Angehörigen im Alter von 88 Jahren verstarb und auf dem Friedhof Jever beigesetzt wurde, veröffentlichte das [[Jeversches Wochenblatt|Jeversche Wochenblatt]] einen ehrenden Nachruf und zahlreiche Gedenkanzeigen, so auch der Gemeinde Wangerland und des Landkreises Friesland.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeversches Wochenblatt vom 22. August 1980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1133364217|VIAF=5320149662187707020004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Garlichs, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Landkreis Friesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Garlichs, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Landwirt, Abgeordneter und Bürgermeister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Juni 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Lilienhof bei [[Hooksiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. August 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[St. Joostergroden]] bei [[Sankt Joost (Wangerland)|St. Joost]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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