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	<title>Rudolf Feistmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:29:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Feistmann&amp;diff=2630073&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Literatur */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:11:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Feistmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Fürth&amp;#039;&amp;#039;, (* [[28. Januar]] [[1908]] in [[Fürth]]; † [[7. Juni]] [[1950]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Journalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Feistmann war Sohn eines jüdischen Holzhändlers. Nach dem Abschluss der Schule studierte er in [[Berlin]] [[Rechtswissenschaften]] und wurde Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD), für die er auch als Journalist arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 emigrierte Feistmann nach Frankreich, wurde dort Chefredakteur der KPD-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Unsere Zeit&amp;#039;&amp;#039; und arbeitete an der Herausgabe des [[Braunbuch#Braunbuch 1933|&amp;#039;&amp;#039;Braunbuches über den Reichstagsbrand&amp;#039;&amp;#039;]] mit. Im April 1937 wurde er im Deutschen Reich ausgebürgert.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hepp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen. Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1985, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er in Frankreich interniert, floh 1941 nach [[Mexiko]] und nannte sich dort &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Fürth&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde Sekretär des [[Heinrich-Heine-Klub]]s, Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Bewegung Freies Deutschland]] in Mexiko&amp;#039;&amp;#039;, arbeitete 1942/43 als Redakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Freies Deutschland&amp;#039;&amp;#039; und später der &amp;#039;&amp;#039;Demokratischen Post&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://golm.rz.uni-potsdam.de/mexiko/Literaturgruppe/fd.htm |wayback=20110319051221 |text=&amp;#039;&amp;#039; Die Zeitschrift „Freies Deutschland“ &amp;#039;&amp;#039; auf uni-potsdam.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesen Jahren war er zeitweise mit der Schweizer Journalistin und Sozialistin [[Gertrude Duby-Blom|Gertrud Düby]] liiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lateinamerika-nachrichten.de/?aaartikel=begegnung-mit-den-lacandonen &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit den Lacandonen&amp;#039;&amp;#039; auf lateinamerika-nachrichten.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 kehrte Rudolf Feistmann nach Deutschland zurück und trat der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] (SED) bei. Er arbeitete in der Chefredaktion des &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland|Neuen Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; (ND) und war verantwortlich für das Ressort Außenpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feistmann gehörte dem Freundeskreis um [[Paul Merker]] und [[Otto Katz]] an, die gleich ihm in Mexiko im Exil gewesen waren. Wegen ihrer Verbindung zu dem US-amerikanischen [[Diplomat]]en und [[Kommunist]]en [[Noel Field]], der 1949 in Ungarn der [[Spionage]] bezichtigt worden war, und im Rahmen einer stalinistischen Säuberungswelle wurde auch Katz, der wie Feistmann Jude war, und später Merker angeklagt. Katz wurde im [[Slánský-Prozess]] 1952 zum Tode verurteilt und hingerichtet, Merker 1955 als „zionistischer Agent“ zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1950 wurde Feistmann wegen seiner „jüdischen Herkunft“, „in den Westen reichende Familienbande“, seiner Reisen als ND-Vertreter nach London und Prag und Merker-Vertrauter ebenfalls verhaftet und verhört. Er hatte im April 1948 an der Beerdigung von [[Egon Erwin Kisch]] in Prag teilgenommen und für Freunde Briefe mit nach Berlin genommen; jetzt wurde ihm vorgeworfen, darunter seien auch Briefe von Field gewesen. Er wurde nach Hause entlassen mit der Auflage, seine Privatkorrespondenz auszuhändigen und einen Bericht über seine Biografie und „mögliche Verstöße gegen die Prinzipien kommunistischer Politik“ zu verfassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jander&amp;quot;&amp;gt;Jander, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 7. Juni 1950 starb Feistmann laut Sterbeurkunde vom 12. Juni 1950 im Hufeland-Krankenhaus in [[Berlin-Buch]] an einer Fleischvergiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;StA Berlin-Buch, Sterbeurkunde Nr. 774/1950.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Feistmann, Friedhof Heerstraße - Mutter Erde fec.JPG|mini|Grabstein der Familie Feistmann auf dem [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039; wurde damals die Todesursache entsprechend der Sterbeurkunde veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland, 8. Juni 1950&amp;lt;/ref&amp;gt; Das westdeutsche Magazin [[Der Spiegel]] schrieb 1953 von einer „seltsamen Fleischvergiftung, nachdem die Ulbricht &amp;amp; Co. entdeckt hatten, daß seine alte Mutter in Washington D. C. lebte und mit Seife handelte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25655648.html &amp;#039;&amp;#039;Die Götter dürsten&amp;#039;&amp;#039; auf spiegel.de v. 21. Januar 1953]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker Martin Jander stellte 2010 fest: „Es lag auf der Hand, dass Rudolf Feistmann sich aus Verzweiflung darüber, dass seine Genossen ihn verdächtigten und ihn aus ihrer Mitte stießen, selbst getötet hatte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jander&amp;quot; /&amp;gt; Mitte April 1950 hatte bereits der Parteigenosse [[Paul Bertz]] nach Erhalt einer Vorladung zur [[Zentrale Parteikontrollkommission|Zentralen Parteikontrollkommission]] wegen ähnlicher Vorwürfe rund um Field Suizid begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Grashof: Tabuisierung oder Prophylaxe? Die Selbsttötungsraten der DDR und die Politik der SED. In: Andreas Bähr, Hans Medick (Hrsg.): Sterben von eigener Hand: Selbsttötung als kulturelle Praxis. Böhlau Verlag Köln Weimar, 2005, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der SPD-Apparat. 300000 Posten zu vergeben&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Nachwort von [[Kurt Sauerland]]. Verlag des Zentralkomitees der IAH,  Berlin 1929 (Beihefte zum „Roten Aufbau“ 2)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;El libro negro del terror nazi en Europa. Testimonios de escritores y artistas de 16 naciones&amp;#039;&amp;#039;. Mexiko 1943&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Criminales de guerra&amp;#039;&amp;#039;. Mexiko 1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Jander: „‚Die Herzen unserer Genossen sind scheinbar noch härter als Stein.‘ Zwei ungeklärte Todesfälle: Willi Kreikemeyer und Rudolf Feistmann“. In: &amp;#039;&amp;#039;„Das hat&amp;#039;s bei uns nicht gegeben.“ Antisemitismus in der DDR. Das Buch zur Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2010. S. 44–52&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feistmann, Rudolf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Feis–Frey.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 1999, ISBN 3-598-22687-X, S. 16–18.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]&lt;br /&gt;
 |Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
 |Auflage=2., überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
| Verlag=Dietz&lt;br /&gt;
 |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
| Online=[http://stiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4270 Online]&lt;br /&gt;
 |Abruf=2012-01-02&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123488842|VIAF=57521909}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feistmann, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bewegung Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der sowjetischen Besatzungsmacht in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener der Noel-Field-Affäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Heinrich-Heine-Klubs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatenloser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feistmann, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fürth, Rudolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fürth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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