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	<title>Rudolf Esterer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Esterer&amp;diff=1373028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TWsk am 25. Januar 2026 um 11:59 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Munich-Herkulessaal-mk2006-02.jpg|miniatur|Innenansicht des [[Herkulessaal]]es der [[Münchner Residenz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baustelle Trifel2.png|rechts|miniatur|Neubau des Palasgebäudes der [[Reichsburg Trifels|Burgruine Trifels]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Esterer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. November]] [[1879]] in [[Altötting]]; † [[11. November]] [[1965]] in [[Riedering|Farnach im Chiemgau]]) war ein deutscher [[Architekt]], [[Denkmalpfleger]] und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Esterer studierte von 1900 bis 1903 an der [[Technische Hochschule München|Technischen Hochschule München]] Architektur bei [[Friedrich von Thiersch]] und war ab 1907 in Würzburg als &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbaumeister&amp;#039;&amp;#039; ([[Assessor]]) tätig. Er trat 1915 in die Bauabteilung des königlich bayerischen Obersthofmeisterstabes ein. Ab 1924 war Esterer leitender Architekt der [[Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen|Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen]]. In dieser Funktion war er unter anderem für die Restaurierung der [[Nürnberger Burg|Kaiserburg Nürnberg]], der [[Plassenburg]] in Kulmbach, der [[Festung Marienberg]] in Würzburg, des [[Markgräfliches Opernhaus|Markgräflichen Opernhauses]] sowie der [[Burg Trausnitz]] in Landshut verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde er mit einem nebenamtlichen Lehrauftrag für praktische Denkmalpflege und Verleihung eines Professorentitels an die Technische Hochschule in München berufen. Dort konnte er seine Vorstellung der jeweils auf den Einzelfall abzielenden „Schöpferischen Denkmalpflege“ an angehende Architekten weitergeben. Im Jahr 1943 wurde von dem bayerischen Ministerpräsidenten [[Ludwig Siebert (Politiker)|Ludwig Siebert]] die auf eine Idee Esterers zurückgehende Staatsstiftung &amp;#039;&amp;#039;[[Tittmoning]]er Werkhütte&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Bereits in der letzten Kriegsphase befasste sich Esterer als Leiter der Bauabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung zusammen mit seinem Mitarbeiter [[Tino Walz]] mit der Sicherung von zerstörter Bausubstanz und Rettung weiterer Kulturgüter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Politisch unbelastet wurde er unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs als erster Nachkriegspräsident der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen eingesetzt. Jüngere Forschungen belegen, dass „Esterer auch in die geplanten Aktionen der [[Freiheitsaktion Bayern]] eingebunden war“.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Bäumler: &amp;#039;&amp;#039;Politisches Lernen an historischen Orten. Die Schlösserverwaltung und die Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Vortrag im Rahmen der Residenzwoche 2009 am 17. Oktober 2009 im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz (Beitrag der Freunde der Residenz München e. V.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Esterers Weisung hin erfolgte die Bergung, Dokumentation und Inventarisierung von Bauresten, Ausstattungsteilen und anderen Fundstücken. Dieses Amt hatte er bis 1952 inne. Außerdem war Esterer Gründungsmitglied und später auch Vizepräsident der [[Bayerische Akademie der Schönen Künste|Bayerischen Akademie der Schönen Künste]]. Nach Kriegsende war er nicht nur am Wiederaufbau Münchens maßgeblich beteiligt, sondern auch der Kaiserburg Nürnberg, der [[Würzburger Residenz|Residenz Würzburg]] und des [[Schloss Johannisburg|Schlosses Johannisburg]] in Aschaffenburg. Auch setzte er sich für die Wiederherstellung der durch Bomben stark in Mitleidenschaft geratenen Schlossparks ein. Dabei ermahnte er unmittelbar Verantwortliche, sich gegen den Sparzwang und andere Widerstände durchzusetzen: „Die Gartenvorstände müssen sich darüber klar sein, daß der Staat, wenn er eine große Anzahl alter, geschichtlich gewordener Parks in seine Pflege genommen hat, dieses nur tut, um ein bedeutendes künstlerisches Vermächtnis der Vergangenheit auch kommenden Generationen zu erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Staatsarchiv München]] SGSV 807 (Schreiben von Rudolf Esterer an die Schloss- und Gartenverwaltung [[Nymphenburg]] vom 9. Oktober 1947).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esterer formulierte seine Überzeugung vom „Schöpfer Denkmalpflege“ als Gegensatz zum bisherigen Lehrsatz „Konservieren, nicht restaurieren“. In der Praxis ging Esterer in einigen Fällen wie zum Beispiel der [[Nürnberger Burg|Kaiserburg Nürnberg]] oder im Umbau der [[Reichsburg Trifels|Burgruine Trifels]] in eine [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Weihestätte über den homogenen Anschluss an die originale Bausubstanz heraus und interpretierte den Bestand „im Sinne“ des Originals neu. Kritisiert wurde Esterer auch für seinen Neubau des [[Herkulessaal]]s der [[Münchner Residenz]], der in seinem monumentalen Neoklassizismus eher an die Architektur des Nationalsozialismus erinnert, als an das Neue Bauen der Nachkriegszeit, und für die Zerstörung der Ausmalung des [[Speyerer Dom|Kaiserdoms zu Speyer]] von [[Johann von Schraudolph|Johann Schraudolph]].&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Siepe: &amp;#039;&amp;#039;Nazarener-Renaissance. Vor fünfzig Jahren abgeschlagen, heute geschätzt: Im Kaisersaal des Speyerer Domes werden die Fresken Johann Schraudolphs ausgestellt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]], 10. April 2013, S.&amp;amp;nbsp;N4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1952: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1959: [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Johann Christian von Hofenfels-Medaille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Bauten (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* 1908: Kgl. Kreistaubstummenanstalt (heute: Landratsamt Würzburg) in Würzburg &lt;br /&gt;
* 1908: [[Rathaus Altötting]]&lt;br /&gt;
* 1936: [[Gaststätte Seehaus|Seehaus]] am [[Kleinhesseloher See]] in München&lt;br /&gt;
* 1949–1953: Neuer [[Herkulessaal]] der Münchner Residenz&lt;br /&gt;
* 1952–1953: Wiederaufbau von [[St. Peter (München)|St. Peter]] in München (zusammen mit [[Erwin Schleich]])&lt;br /&gt;
* 1957: Restaurierung des Speyerer Doms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriften (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege an bayerischen Residenzen und Schlössern nach der Zeit der Monarchie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Denkmalpflege Wien,&amp;#039;&amp;#039; 4. Jg. (1930), S. 97–103.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;München. Prinz Carl-Palais. Plan und Bauwerk. Entwürfe aus fünf Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Bayerische Akademie der Schönen Künste, München 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiederherstellen oder Erneuern?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Bayerland,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 56 Heft 9 (1954), S. 336–339.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sigrun Gwendolyn Bannert: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflegerische Konzepte beim Wiederaufbau der Münchner Residenz. Die erste Phase des Wiederaufbaus unter Rudolf Esterer.&amp;#039;&amp;#039; Magisterarbeit. München 2009.&lt;br /&gt;
* Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen München (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Esterer. Zum Gedächtnis des 100. Geburtstages am 23. November 1979.&amp;#039;&amp;#039; München 1979.&lt;br /&gt;
* Sepp Huf: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Esterer. Ein bayerischer Meister der Baukunst und Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stimme der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft 8, Nr. 11/12 (1979), S. 3–7.&lt;br /&gt;
* Susanne Fleischner: &amp;#039;&amp;#039;„Schöpferische Denkmalpflege“. Kulturideologie des Nationalsozialismus und Positionen der Denkmalpflege&amp;#039;&amp;#039; (= Beiträge zur Denkmalpflege und Bauforschung Bd. 1). Münster 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116584726}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116584726|LCCN=nr/2004/17106|VIAF=15523820}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Esterer, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsbaumeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalpfleger (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bayerische Schlösserverwaltung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Esterer, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt und Denkmalpfleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. November 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Altötting]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. November 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Farnach (Riedering)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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