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	<title>Rudolf Breitscheid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|hat die Person zum Thema; zu dem nach dieser benannten Schiff siehe [[Rudolf Breitscheid (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:BreitscheidRudolf.jpg|mini|Rudolf Breitscheid]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-13412, Otto Braun und Rudolf Breitscheid.jpg|mini|[[Otto Braun]] (links) und Rudolf Breitscheid im [[Lustgarten (Berlin)|Berliner Lustgarten]] (April 1932)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. November]] [[1874]] in [[Köln]]; † [[24. August]] [[1944]] im [[KZ Buchenwald]]) war ein deutscher [[Politiker]]. Der promovierte [[Nationalökonom]] engagierte sich zunächst in der linksliberalen [[Freisinnige Vereinigung|Freisinnigen Vereinigung]], ab 1908 war er Vorsitzender der [[Demokratische Vereinigung|Demokratischen Vereinigung]]. Er trat im Jahr 1912 zur [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratie]] über und schloss sich aufgrund seiner [[Pazifismus|pazifistischen]] Haltung im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] an. Nach der [[Novemberrevolution]] 1918 war Breitscheid bis Januar 1919 preußischer Innenminister. In den Jahren 1920 bis 1933 war er Mitglied des [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstags]], ab 1922 gehörte er wieder der SPD an. Als führender Außenpolitiker seiner Partei setzte er sich für die [[Deutsch-französische Beziehungen#Geschichte|Aussöhnungspolitik mit Frankreich]] ein. Nach der [[Machtergreifung|Machtergreifung der Nationalsozialisten]] emigrierte er nach Frankreich. Das [[Vichy-Regime]] lieferte ihn 1941 an die [[Gestapo]] aus, er wurde in [[Konzentrationslager]]n inhaftiert und starb dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Breitscheid wurde als Sohn des Buchhandlungsgehilfen Wilhelm Breitscheid und seiner Ehefrau Wilhelmine, geb. Thorwesten, geboren. Er besuchte das [[Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (Köln)|Friedrich-Wilhelm-Gymnasium]] in Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Breitscheid: &amp;#039;&amp;#039;Die Landpolitik in den australischen Kolonieen&amp;#039;&amp;#039;. Neue Börsen-Halle, Hamburg 1899, S. 83 (biographische Angaben des Autors am Ende der Dissertation).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https://digitalisate-he.arcinsys.de/hstam/922/1026.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=14&amp;amp;cHash=5d2f6dc768f52162073546eb15ba4de5 |titel=DFG-Viewer: Standesamt Battenberg (Eder) Heiratsnebenregister 1901 (HStAMR Best. 922 Nr. 1026) |werk=digitalisate-he.arcinsys.de |abruf=2021-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war er mit der Feministin und Frauenrechtlerin [[Tony Breitscheid]], geb. Drevermann (1878–1968) verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium und Korporation ===&lt;br /&gt;
Von 1894 bis 1898 absolvierte er ein Studium der [[Nationalökonomie]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] und der [[Philipps-Universität Marburg]]. Zu seinen akademischen Lehrern gehörte [[Karl Rathgen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Marburg wurde er, nachdem ein erstes Beitrittsgesuch zunächst „aus äußeren Gründen“ abgelehnt worden war, Mitglied der [[Burschenschaft Arminia Marburg]], in der er mit „ultrakonservativen“ Ansichten auffiel. Nach seinem politischen Gesinnungswandel wurde ihm aus den Reihen der Arminia mehrfach der Austritt nahegelegt, besonders nachdem Breitscheid in der Presse Angriffe auf das Ehrenmitglied der Arminia [[Theobald Fischer]] unternommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Burschenschaft Arminia Marburg|Verein alter Arminen zu Marburg]] e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Marburger Burschenschaft Arminia. Erinnerungen, herausgegeben zum 100jährigen Stiftungsfest am 16. Juni 1960&amp;#039;&amp;#039;, Marburg 1960, S. 81–84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich trat er 1920 aus dem [[Alter Herr (Studentenverbindung)|Altherrenverband]] aus, nachdem dort eine Unvereinbarkeit mit [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunisten]] und [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen Sozialdemokraten]] diskutiert worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Heer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Marburger Burschenschaft Arminia. Neue Beiträge zur Geschichte der deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verein alter Arminen, Marburg 1951, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Verteidigung seiner im Jahr 1898 vorgelegten Dissertation zum Thema „Die Landpolitik in den australischen Kolonien“ wurde er zum Doktor [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und arbeitete von 1898 bis 1905 als Redakteur und Korrespondent bürgerlicher und liberaler Zeitungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politischer Werdegang ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 1903 bis 1908 war Breitscheid Mitglied in der liberalen [[Freisinnige Vereinigung|Freisinnigen Vereinigung]]. 1904 wurde Breitscheid in die Berliner Stadtverordnetenversammlung und gleichfalls in den brandenburgischen [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtag]] gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKJ&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte: Eine Straße in Wandlitz. Breitscheidstraße.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heidekraut Journal&amp;#039;&amp;#039; vom August/September 2010, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil er mit der neuen Parteistrategie durch Beteiligung am [[Bülow-Block]] nicht einverstanden war, trat er 1908 aus der Freisinnigen Vereinigung aus und wurde Gründungsmitglied der linksliberalen [[Demokratische Vereinigung|Demokratischen Vereinigung]] (DV). Bis zur [[Reichstagswahl 1912]] wurde er deren Vorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der DV bei dieser Wahl trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei. Ab Mai 1915 gab er die Pressekorrespondenz &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Auslandspolitik&amp;#039;&amp;#039; heraus, welche die [[Burgfriedenspolitik]] der SPD-Führung kritisierte. Schließlich wechselte er 1917 zur gerade entstandenen [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. Hier gab er das Organ &amp;#039;&amp;#039;Der Sozialist&amp;#039;&amp;#039; ab November 1918 bis zu dessen Einstellung im September 1922 heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1918 bis 1919 war er [[Freistaat Preußen|preußischer]] [[Innenminister]]. Der Landesdirektor der preußischen [[Provinz Brandenburg]] ernannte ihn als Schriftsteller am 6. März 1920 zum [[Preußischer Provinzialrat|Preußischen Provinzialrat]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Regierung Potsdam&amp;#039;&amp;#039;, 1920, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die USPD saß er ab 1920 im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]]. Im Oktober 1922 kehrte Breitscheid mit der Vereinigung von USPD und [[Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands|MSPD]] zur SPD zurück. Er war Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der SPD-Reichstagsfraktion und trat in dieser Funktion auch im Sinne der Parteilinie für die Westorientierung des Reiches ein. Später wurde er Mitglied der deutschen Delegation beim [[Völkerbund]]. Er war Mitglied im Präsidium des [[Komitee Pro Palästina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren der Weimarer Republik wurde er als prominenter, außenpolitisch verantwortlicher Sozialdemokrat zum Schmähobjekt für die rechtsradikale Presse. Er sah mit Klarheit die Folgen einer Hitlerdiktatur voraus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Wir haben die Frage auszuwerfen: was würde der Sieg des Hitlertums bei der Reichspräsidentenwahl bedeuten? Die erste Antwort — ich glaube, Sie sind darin mit mir einverstanden — heißt Sturz der Weimarer Verfassung. Gewiß, ich gebe zu, daß der Boden der Demokratie jetzt eingeengt ist durch das System der Notverordnungen, das herbeizuführen wir wahrhaftig nicht den Anlaß gegeben haben. Aber das Terrain ist noch da, das Terrain der Verfassung besteht, dieses Terrain, dieser Boden kann wieder bereinigt werden, die Stacheldrähte der Notverordnungen können beseitigt werden. Kommt das Hitlertum zur Herrschaft, dann ist das Fundament beseitigt, auf dem wir das Haus unserer Zukunft und das Haus unserer Kinder aufbauen können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rede Breitscheids im Reichstag am 24. Februar 1932. Die Nationalsozialisten verließen wenig später – wie damals nicht selten – aus Protest den Saal.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In derselben Rede grenzt sich Breitscheid von den Kommunisten ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Sie beantragen, daß alle privaten Schuldverpflichtungen an das kapitalistische Ausland annulliert werden. Die Kapitalisten, Großbanken und Großunternehmer, werden bereit sein, Ihnen eine Dankadresse zu überreichen. Sie stellen sich schützend vor die kapitalistischen Schuldner, die leichtsinnig, leichtfertig Geld aufgenommen haben, das sie nicht zurückzahlen möchten. Die Kommunistische Partei kommt und streicht mit einem Federstrich die Schulden der Kapitalisten. Ich muß schon sagen: eine größere Selbstaufopferung haben wir auch bei der Kommunistischen Partei noch nicht erlebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sprach Breitscheid speziell den Abgeordneten der Kommunistischen Partei [[Ernst Torgler]] an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen nach dem Beschluss des [[Ermächtigungsgesetz#Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933|Ermächtigungsgesetzes]] 1933 wurden er und [[Otto Wels]] von [[Konstantin von Neurath]] auch als Beispiele genannt, dass Berichte in der ausländischen Presse über Terror der Nazis gegenüber Andersdenkenden nur Verleumdung seien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://news.google.com/newspapers?nid=VJOaslTFpLQC&amp;amp;dat=19330327&amp;amp;printsec=frontpage&amp;amp;hl=en Sees Rebirth of War Time Propaganda], Berlin, 26. März 1933.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;St. Joseph Gazette&amp;#039;&amp;#039;, St. Joseph, Missouri, 27. März 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab.Rudolf.Breitscheid.jpg|mini|hochkant|Grabstätte mit dem Namen Rudolf Breitscheids in Stahnsdorf&amp;lt;br /&amp;gt;({{Coordinate|NS=52.388026|EW=13.17522|type=landmark|region=DE-BE|text=Grablage|name=Grablage}})]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialisten]] emigrierte das Ehepaar Breitscheid im März 1933 über die Schweiz nach Frankreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKJ&amp;quot; /&amp;gt; Rudolf Breitscheids Name stand im August 1933 auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Erste Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933|Ersten Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Michael Hepp |Titel=Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen, Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge |Auflage= |Verlag=De Gruyter |Ort=München |Datum=1985 |ISBN=978-3-11-095062-5 |Seiten=3 |Kommentar=Reprint 2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Pariser [[Exil]] war er Mitinitiator des [[Lutetia-Kreis]]es (1935 bis 1936). Es war der Versuch, eine [[Volksfront]] gegen die Hitlerdiktatur zu bilden. Breitscheid gehörte zu den Unterzeichnern des „[[Lutetia-Kreis#Aktivitäten|Aufrufes an das deutsche Volk]]“. Die [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]] entzog ihm am 10. März 1938 den [[Doktor]]grad.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische und akademische Ausbürgerung im Exil. Warum Rudolf Breitscheid der Doktortitel aberkannt wurde&amp;#039;&amp;#039;. Universität Marburg 1985, ISBN 3-923014-09-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Tod ===&lt;br /&gt;
Als die deutsche [[Wehrmacht]] 1940 vor Paris stand, flüchtete Breitscheid nach [[Marseille]]. Nachdem ihm im Herbst 1940 unter der deutschen Besetzung von den französischen Behörden als Zwangswohnsitz [[Arles]] zugewiesen worden war, wurde er dort ebenso wie [[Rudolf Hilferding]] von französischen Anhängern des [[Vichy-Regime]]s verraten, verhaftet, nach [[Vichy]] gebracht und der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] ausgeliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Helma Brunck: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Burschenschaft in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Universitas Verlag (1999), ISBN 978-3-8004-1380-5, S. 400.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Pariser Gefängnis [[La Santé]] kam Breitscheid in das [[Prinz-Albrecht-Palais|Gestapo-Gefängnis]] in der [[Niederkirchnerstraße|Prinz-Albrecht-Straße]] in Berlin. Anfang Januar 1942 wurde er mit seiner Frau in das [[KZ Sachsenhausen]] gebracht. Im Herbst 1943 kam das Ehepaar in eine Sonderbaracke des [[KZ Buchenwald]] im &amp;#039;&amp;#039;Sonderlager Fichtenhain&amp;#039;&amp;#039;, das sich außerhalb des eigentlichen KZ-Bereichs befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. August 1944 erfolgte ein schwerer amerikanischer [[Luftangriffe auf Weimar|Luftangriff]] auf Buchenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://chroniknet.de/extra/was-war-am/?ereignisdatum=28.8.1944 |titel=Was war am 28. August 1944 |titelerg=Bei einem Luftangriff auf die Umgebung von Weimar wird das Konzentrationslager Buchenwald von Sprengbomben getroffen. |hrsg=Josef Höckner |werk=chroniknet.de |datum= |abruf=2024-08-23 |sprache= |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Ehefrau Tony Breitscheid,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hamburg.de/contentblob/9454174/2cd2a190e78d139539fc718d7b05110b/data/gedachtnis-der-stadt-bd2-nachtrag-tony-breitscheid.pdf Biografische Daten von Tony Breitscheid].&amp;lt;/ref&amp;gt; die im Splittergraben verschüttet worden war, wurde schwerverletzt gerettet. Wie Mitgefangene berichteten, wurde Rudolf Breitscheid ebenfalls verschüttet und tot geborgen. Gleichzeitig wurde damals auch der Tod [[Ernst Thälmann]]s bekanntgegeben, der nicht – wie die NS-Medien behaupteten – bei diesem Luftangriff umkam, sondern sechs Tage vorher erschossen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gelegentlich behauptet, dass Breitscheid von einer [[Schutzstaffel|SS]]-Wache durch Herzschuss getötet worden sei; dafür gibt es jedoch keine zuverlässige Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angehörigen Breitscheids erhielten vom KZ Buchenwald später eine Urne mit Leichenasche, die unter seinem Namen auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] bei Berlin bestattet wurde. Diese Grabstätte ist heute als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet. Breitscheid wurde auch mit einer Gedenkplatte im zentralen Rondell der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- jahrzehntelang Gedenkstein Vorgarten des ehemaligem Wohnhaus (kriegszerstört) 10779 Haberlandstraße 8a; Bilderwunsch? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Berlin]] ist der [[Breitscheidplatz]] im [[City West (Berlin)|westlichen Zentrum]] nach ihm benannt – hier findet sich auch eine Gedenktafel. In zahlreichen Städten und insbesondere vielen [[Ostdeutschland|ostdeutschen]] Gemeinden tragen Straßen seinen Namen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rudolf-Breitscheid-Straße (Cottbus)|Rudolf-Breitscheid-Straße in Cottbus]] und [[Rudolf-Breitscheid-Straße (Weimar)|Rudolf-Breitscheid-Straße in Weimar]]). Auch in [[Marburg]], wo er seine akademische Laufbahn begann, wurde eine Straße auf dem Gelände der ehemaligen Tannenbergkaserne nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Post der DDR]] gab im Jahr 1974 zu seinen Ehren eine [[Sondermarke]] in der Serie [[Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1964 bis 1988 war ein [[Rudolf Breitscheid (Schiff)|Frachtschiff]] der [[Deutsche Seereederei Rostock|Deutschen Seereederei Rostock]] (DSR), der Staatsreederei der Deutschen Demokratischen Republik, nach Rudolf Breitscheid benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere [[Polytechnische Oberschule]]n erhielten den Namen &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid&amp;#039;&amp;#039;, so u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Görlitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://msinnenstadt.goerlitz.de/wissenswertes.php |wayback=20160523041706 |text=Wissenswertes – Unsere Oberschule Innenstadt und ihre Geschichte: Rudolf Breitscheid }} auf der Website der &amp;#039;&amp;#039;Oberschule Innenstadt&amp;#039;&amp;#039; in Görlitz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 erinnert im Berliner Ortsteil Tiergarten an der Ecke Scheidemannstraße / [[Platz der Republik (Berlin)|Platz der Republik]] eine der [[Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete|96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete]] an Breitscheid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Berlin GTafel Breitscheid.jpg|[[Berliner Gedenktafel]] in [[Berlin-Wilmersdorf]]&lt;br /&gt;
   Gedenktafel Breitscheidplatz (Charl) Rudolf Breitscheid.jpg|Gedenktafel am [[Breitscheidplatz]]&lt;br /&gt;
   Gedenktafel Haberlandstr 8 (Schöb) Rudolf Breitscheid.JPG|Gedenkstein in der Haberlandstraße in [[Berlin-Schöneberg]]&lt;br /&gt;
   Grabstein.Rudolf.Breitscheid.jpg|Ehrengrabstein in [[Stahnsdorf]]&lt;br /&gt;
   Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Gedenkstätte der Sozialisten (Rondell) - Breitscheid.jpg|Symbolische Grabstätte in der [[Gedenkstätte der Sozialisten]]&lt;br /&gt;
   GDR Medal for Fighters Against Fascism.jpg|[[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Landpolitik in den australischen Kolonieen&amp;#039;&amp;#039;. Neue Börsen-Halle, Hamburg 1899.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Bülow-Block und der Liberalismus&amp;#039;&amp;#039;. Reinhardt, München 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Persönliches Regiment und konstitutionelle Garantien&amp;#039;&amp;#039;. Ehbock, Berlin 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bereit sein ist alles! Rede im Parteiausschuß der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands am 31. Januar 1933&amp;#039;&amp;#039;. R. Hauschildt, Berlin 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichstagsreden&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Gerhard Zwoch. Verlag AZ Studio, Bonn 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Antifaschistische Beiträge 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Dieter Lange. Verlag Marxistische Blätter, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-88012-450-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Vornehmste Aufgabe der Linken ist die Kritik.“ Publizistik 1908–1912&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Sven Crefeld. edition Rubrin, Berlin 2015, ISBN 978-3-00-050066-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Rudolf Breitscheid der SPD-Lord.&amp;#039;&amp;#039; In: O.B. Server: &amp;#039;&amp;#039;Matadore der Politik.&amp;#039;&amp;#039; Universitas Deutsche Verlags-Aktiengesellschaft, Berlin 1932, S. 53 ff.&lt;br /&gt;
* Rainer Behring: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid (1874–1944). Liberaler Sozialreformer – verbalradikaler Sozialist – sozialdemokratischer Parlamentarier&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Detlef Lehnert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Linksliberalismus zur Sozialdemokratie. Politische Lebenswege in historischen Richtungskonflikten 1890–1945.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2015, ISBN 978-3-412-22387-8, S. 93–124.&lt;br /&gt;
* Marie-Dominique Cavaillé: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid et la France 1919–1933.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 978-3-631-48795-2.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;A–E.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 134.&lt;br /&gt;
* Detlef Lehnert: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid (1874–1944). Vom linksbürgerlichen Publizisten zum sozialdemokratischen Parlamentarier.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Lösche]], Michael Scholing, [[Franz Walter (Politikwissenschaftler)|Franz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vor dem Vergessen bewahren. Lebenswege Weimarer Sozialdemokraten&amp;#039;&amp;#039;. Colloquium Verlag, Berlin 1988, ISBN 3-7678-0741-6, S. 38–56.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|579|580|Breitscheid, Rudolf|Paul Mayer|11851492X}}&lt;br /&gt;
* Peter Pistorius: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid 1874–1944. Ein biographischer Beitrag zur deutschen Parteiengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Köln 1970.&lt;br /&gt;
* Peter Pistorius: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Breitscheid 1874-1944. Kampf um Wahrheit und Macht&amp;#039;&amp;#039;. Schüren, Marburg 2024, ISBN 978-3-7410-0290-8. &lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Heinz Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratische Parlamentarier in den deutschen Reichs- und Landtagen 1867–1933. Biographien, Chronik, Wahldokumentation. Ein Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Droste, Düsseldorf 1995, ISBN 3-7700-5192-0, Kurzfassung online als {{Biosop||21270}}.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Rudolf Breitscheid}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11851492X}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/002439}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=rudolf-breitscheid|Autor=Gabriel Eikenberg}}, dort auch das Tondokument: [http://www.dhm.de/lemo/objekte/sound/breit/index.ram Ansprache für die SPD zur Reichstagswahl am 14. September 1930].&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|11851492X}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|11851492X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/breitscheid.htm Kurzbiografie] vom Archiv der sozialen Demokratie&lt;br /&gt;
* [https://www.reichsbanner-geschichte.de/personen/person/breitscheid-rudolf Kurzbiografie zum Engagement im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Heimann]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://archiv.spd.berlin/partei/unsere-geschichte/personen/a-k/breitscheid-tony/ Tony Breitscheid. Zum Schicksal von Tony Breitscheid nach dem Ende des Krieges und zum Umgang mit Rudolf Breitscheids Grab]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Information der [[SPD Berlin]] vom November 1999, abgefragt am 14. August 2020.&lt;br /&gt;
* {{Biokand||21270}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabw||1750}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Preußische Innenminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11851492X|LCCN=n/86/146530|VIAF=4972145}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Breitscheid, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinzialrat (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nationalsozialen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FVg-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DV-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Breitscheid, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DV, SPD, USPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. November 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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