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	<title>Rudolf Brandsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Max-78: /* Literatur */ link</title>
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		<updated>2025-12-24T12:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf Brandsch - Foto.jpg|mini|Rudolf Brandsch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Brandsch.jpg|miniatur|Rudolf Brandsch]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Brandsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juli]] [[1880]] in [[Mediasch]], [[Österreich-Ungarn]], heute [[Kreis Sibiu]], [[Rumänien]]; † [[1953]] im [[Gefängnis Doftana]], [[Kreis Prahova]]) war ein [[Siebenbürger Sachsen|siebenbürgisch-sächsischer]] Politiker in Rumänien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Rudolf Brandsch entstammte einer evangelischen Pfarrersfamilie aus [[Siebenbürgen]]. An den Universitäten [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]] und [[Babeș-Bolyai-Universität Cluj|Cluj]] studierte er [[Evangelische Theologie]] und [[Philosophie]]. Brandsch war schon während dieser Zeit politisch äußerst aktiv und hatte sich nationalistisch-völkischen Organisationen angeschlossen, wie etwa der antisemitisch-nationalistischen Organisation [[Alldeutscher Verband]]. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er der bekannteste Vertreter der so genannten „Grünen“, einer Fraktion der siebenbürgisch-sächsischen Politiker, die ein deutlich offensiveres Auftreten im „Volkstumskampf“ des [[Königreich Ungarn|alten Ungarn]] verlangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde 1898 Mitglied der [[Burschenschaft Arminia Marburg]], 1920 der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Teutonia [[Czernowitz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1940 der Burschenschaft Primislavia Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Ab 1910 war Brandsch Abgeordneter im [[Reichstag (Ungarn)|ungarischen Reichstag]], wo er ein Zusammenarbeiten der Politiker aller deutschen Minderheitengruppen verfolgte. Besonders lag ihm eine Unterstützung der [[Donauschwaben]] in ihrem Kampf gegen den zunehmenden [[Magyarisierung]]sdruck am Herzen. Die tonangebenden siebenbürgisch-sächsischen Politiker (die sog. Schwarzen) verfolgten eine Politik der Unterstützung der jeweiligen Regierungsfraktion im Tausch gegen eine Erleichterung des Magyarisierungsdruckes im sächsischen Siedlungsbereich und betrachteten eine Zusammenarbeit mit den Vertretern der anderen deutschen Minderheitspolitiker skeptisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Vertrag von Trianon]] war Brandsch zuerst Abgeordneter im rumänischen Parlament, nach Erreichen der dafür erforderlichen Dienstzeit wurde er Senator auf Lebenszeit. Brandsch war zwischen April 1931 und September 1932 Unterstaatssekretär für die Minderheiten im Regierungskabinett von [[Nicolae Iorga]], danach hoher Beamter im Bukarester Innenministerium. In der Zwischenkriegszeit war Brandsch einer der bekanntesten europäischen Minderheitenpolitiker. Nach der Errichtung [[Großrumänien]]s führte er den [[Verband der Deutschen in Großrumänien]]. Von 1922 bis Frühjahr 1931 war er Vorsitzender des [[Verband der deutschen Volksgruppen in Europa|Verbandes der deutschen Volksgruppen in Europa]] sowie von 1925 bis 1938 ständiger [[Delegierter]] beim [[Europäischer Nationalitätenkongress|Europäischen Nationalitätenkongress]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albert S. Kotowski: &amp;#039;&amp;#039;Polens Politik gegenüber seiner deutschen Minderheit 1919–1939.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1998, ISBN 3-447-03997-3, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Brandsch hatte sich den rumäniendeutschen Nazigruppierungen widersetzt und in zahlreichen öffentlichen Stellungnahmen die lokale NS-Politik kritisiert. Trotzdem war Brandsch – ähnlich wie andere rumäniendeutsche demokratische Politiker, Intellektuelle und Kleriker – von der großdeutschen Politik Hitlers fasziniert und hoffte, Berlin werde die deutsche Minderheit aus Rumänien unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brandsch war nicht unumstritten; seine Aussöhnungspolitik wurde oft als erfolglos angegriffen, da sich Rumänien strikt weigerte, die in den [[Karlsburger Beschlüsse]]n und den [[Pariser Vorortverträge]]n zugesagten Minderheitenrechte einzuhalten und stattdessen eine Nationalisierungspolitik verfolgte. Außerdem wurde Brandsch die Vermischung privater und politischer Interessen vorgeworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten wurde Brandsch verhaftet und starb 1953 im [[Gefängnis Doftana]]. In der [[Nicolae Ceaușescu|Ceaușescu]]-Zeit (1965–1989) wurde Brandsch rehabilitiert und als Gegner des Faschismus offiziell gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: Politiker, Teilband 1: A–E. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S.&amp;amp;nbsp;126–127.&lt;br /&gt;
* [[Eduard Eisenburger]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Brandsch. Zeit- und Lebensbild eines Siebenbürger Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Dacia Verlag, Cluj-Napoca 1983, {{DNB|880994487}}.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|529||Brandsch, Rudolf|[[Otto Folberth]]|118673211}}&lt;br /&gt;
* [[Fritz Michel]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Brandsch. Ein Beitrag zur neueren Geschichte des Südostdeutschtums&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 88. Jg. (1973), H. 6, S. 172–174.&lt;br /&gt;
* [[Claus Stephani]]: &amp;#039;&amp;#039;„Tausendjährige Seifenblase.“ Belege einer Freundschaft: [[Lutz Korodi]] – Rudolf Brandsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Literatur]]&amp;#039;&amp;#039; (Bukarest), 35/6, 1984, S. 76–80.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 256.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118673211}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118673211|LCCN=n85207025|VIAF=20377038}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brandsch, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Großrumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Großrumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Siebenbürgen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäniendeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brandsch, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=siebenbürgisch-sächsischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mediasch]], [[Österreich-Ungarn]], heute [[Kreis Sibiu]], [[Rumänien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gefängnis Doftana]], [[Kreis Prahova]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Max-78</name></author>
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