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	<title>Rudolf Bilfinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Bilfinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Mai]] [[1903]] in [[Eschenbach (Württemberg)|Eschenbach]]; † [[5. August]] [[1996]] in [[Hechingen]]) war ein deutscher Verwaltungsjurist. Er war [[SS-Sturmbannführer]] und Gruppenleiter im Amt II A (Organisation und Recht) des [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RSHA-6.März1942-10.jpg|mini|Bilfinger als Teilnehmer der Besprechung zur Endlösung der Judenfrage am 6. März 1942 im Reichssicherheitshauptamt]]&lt;br /&gt;
Rudolf Bilfinger stammte aus einer württembergischen Pastorenfamilie, sein Geburtsort Eschenbach liegt im [[Landkreis Göppingen]]. Nach dem [[Abitur]] machte er eine Banklehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Frühjahr 1923 trat er der bald darauf verbotenen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei. Er wurde Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]]. Er absolvierte von 1925 bis 1929 sein Jurastudium in [[Eberhard-Karls-Universität Tübingen|Tübingen]], wo er seit 1925 der [[Tübinger Königsgesellschaft Roigel]] (1933–1935 [[Tübinger Königsgesellschaft Roigel|Tübinger Burschenschaft Roigel]]) beitrat,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Schmidgall: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Mitgliederverzeichnisse Burschenschaftlicher Verbindungen in Tübingen 1816 bis 1936&amp;#039;&amp;#039;, Görlitz: Verlag für Sippenforschung und Waffenkunde C. A. Starke, 1940. Seite 156, Mitgliedsnummer 921.&amp;lt;/ref&amp;gt; und später in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Sein Studium schloss er 1932 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab. Anschließend arbeitete er ein Jahr lang als [[Rechtsanwalt]] in [[Tübingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1934 trat er in den württembergischen Staatsdienst, war zunächst im Landratsamt [[Balingen]], wechselte dann im Mai 1934 zur Staatspolizei nach Stuttgart. Schon im November wurde er zum Hauptamt Staatspolizei nach [[Berlin]] versetzt. Im entstehenden [[Reichssicherheitshauptamt]] (RSHA) übernahm er das Referat I B1 (Organisation der [[Hauptamt Sicherheitspolizei|SiPo]]). 1937 wurde er in den Dienst bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] übernommen (SS-Nummer 335.627). Am 18. Oktober 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.892.661).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2961607&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 wurde er zum [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] ernannt. Von September bis Dezember 1940 war er Verwaltungsleiter beim [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) in [[Krakau]]. 1941 wurde er SS-Obersturmbannführer. Nach der Rückkehr ins RSHA wurde er Leiter der Gruppe II A (Organisation und Recht). In dieser Funktion nahm er an mehreren Besprechungen zur &amp;#039;&amp;#039;„[[Endlösung der Judenfrage]]“&amp;#039;&amp;#039; im Anschluss an die [[Wannseekonferenz]] teil. Zwischen Juni und Dezember 1943 war Leiter des SD-Einsatzkommandos [[Toulouse]] in Frankreich und Vorgesetzter von [[Karl-Heinz Müller (SS-Mitglied)|Karl-Heinz Müller]]. 1944/45 war er erneut Verwaltungschef beim BdS in Krakau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
1945 wurde Bilfinger in Frankreich interniert. Ein französisches Militärgericht verurteilte ihn 1953 wegen seiner Tätigkeit in Toulouse zu 8 Jahren Zuchthaus. Die Internierung wurde auf die Strafe angerechnet, so dass Bilfinger in die Bundesrepublik zurückkehren konnte. Er wurde in den Staatsdienst übernommen und brachte es zum Oberverwaltungsgerichtsrat am [[Oberverwaltungsgericht|Verwaltungsgerichtshof]] [[Baden-Württemberg]] in [[Mannheim]]. Einer Aktennotiz betr. Aktenanforderung bei seinen Entnazifizierungsunterlagen zufolge befasste man sich im württembergischen Staatsministerium Anfang 1957 näher mit seiner Person.&amp;lt;ref&amp;gt;Entnazifizierungsunterlagen [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-1635094 Bü 403] im Bestand [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-7203 EL 902/19 (Spruchkammer 36 - Öhringen: Verfahrensakten)] im [[Staatsarchiv Ludwigsburg]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 1965 wurde er wegen der Arbeit während der NS-Zeit suspendiert und im Juni 1965 in den Ruhestand versetzt. Im selben Jahr wurde er im [[Braunbuch der DDR]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://braunbuch.de/2-02.shtml#i05 | wayback=20101120002520 | text=Rudolf Bilfinger im Braunbuch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Goullet, eine Figur in [[Ulrich Tukur]]s erstem Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Ursprung der Welt&amp;#039;&amp;#039; (2019), hat seinen Ursprung in der Lebensgeschichte Bilfingers.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Tukur: Der Ursprung der Welt. Frankfurt a. M. 2019. S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schutz des Kunden im Konkurs des sogen. Lokalbankiers, vornehmlich nach dem Depotgesetz.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Tübingen 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Wildt]]: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition, Hamburg 2003, ISBN 3-930908-75-1.&lt;br /&gt;
* Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-693-8.&lt;br /&gt;
* Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland; Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung der DDR: &amp;#039;&amp;#039;Braunbuch: Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Staatsverlag der DDR, Berlin 1965.&lt;br /&gt;
* Astrid Gehrig: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Rudolf Bilfinger: Schutzbehauptungen. Karriere im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer. NS-Belastete aus Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, Band 10: &amp;#039;&amp;#039;NS-Belastete aus der Region Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;. Gerstetten : Kugelberg, 2019, ISBN 978-3-945893-11-1, S. 50–81&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 14–15. ([https://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/exekutoren.pdf &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Exekutoren der Endlösung&amp;#039;&amp;#039; von Horst Junginger] (PDF; 59&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.geschichtsort-hotel-silber.de/ &amp;#039;&amp;#039;Virtueller Geschichtsort Hotel Silber&amp;#039;&amp;#039;] Dokumentation über die Politische Polizei bzw. Gestapo in Württemberg mit biografischen Skizzen zu Bilfinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012766357|VIAF=172009278}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bilfinger, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bilfinger, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verwaltungsjurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Mai 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eschenbach (Württemberg)|Eschenbach]] Kreis [[Göppingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hechingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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