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	<title>Rudolf Bernhardt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>95.90.246.187: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-02-14T16:54:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[File:Grab Rudolf Bernhardt.jpg|thumb|Das Grab von Rudolf Bernhardt auf dem Neuenheimer Friedhof in Heidelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Bernhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1925]] in [[Kassel]]; † [[1. Dezember]] [[2021]] in [[Heidelberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Bernhardt gestorben&amp;#039;&amp;#039;, [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 8. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Völkerrecht]]ler und Präsident des [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nachdem er aus sowjetischer [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenschaft]] zurückgekehrt war, nahm Bernhardt an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität|Universität Frankfurt]] das Studium der Rechtswissenschaften auf. Dort begegnete er dem bedeutenden Völkerrechtler [[Hermann Mosler]], der ihn 1954 als wissenschaftlichen Referenten an das [[Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht]] holte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer [[Dissertation]] über den Abschluss völkerrechtlicher Verträge im Bundesstaat promovierte er 1955 zum Doktor der [[Rechtswissenschaft]]en. Das Thema lautete &amp;#039;&amp;#039;Die Kompetenzen von Bund und Ländern zum Abschluß völkerrechtlicher Verträge&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1959 studierte Bernhardt an der [[Harvard University|Harvard Law School]] in [[Cambridge (Massachusetts)|Cambridge]], und 1962 [[Habilitation|habilitierte]] er sich an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]]. Seine Habilitationsschrift trug den Titel „Die Auslegung völkerrechtlicher Verträge“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst schloss sich eine Tätigkeit als Privatdozent in Heidelberg an, aber schon 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für [[öffentliches Recht]] an die Universität Frankfurt, womit sein Engagement am Max-Planck-Institut vorerst endete. Doch fünf Jahre später kehrte er in die Neckarstadt zurück, als er einem Ruf an die juristische Fakultät der Universität Heidelberg folgte. Gleichzeitig übernahm Bernhardt die Leitung des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht – bis 1976 zusammen mit Hermann Mosler, danach bis 1981 in eigener Regie und bis 1993, als er emeritiert wurde, als Mitglied eines Kollegiums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1973 bis 1977 saß er der [[Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht|Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht]] vor. In diese Zeit fallen zwei kritische Erklärungen zur Ausbildung von angehenden Juristen im Völkerrecht (1973 und 1975), einem Thema, dessen sich Bernhardt angenommen hatte. Eine Kommission, deren Vorsitz er führte, beschäftigte sich mit diesem Problem und präsentierte ihre Ergebnisse 1981 auf einer Tagung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das Internationale Recht in der Juristenausbildung |TitelErg=Materialien einer Kommission der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht |Hrsg=Rudolf Bernhardt |Verlag=C.F. Müller |Ort=Heidelberg |Datum=1981 |Reihe=Berichte der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht |BandReihe=21 |ISBN=3-8114-3681-3 |Online=https://dgfir.de/workspace/media/documents/dgir-berichte-band_21.pdf |Abruf=2022-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf einer Konferenz der [[Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer]] hielt er 1979 den Vortrag „Deutschland nach 30 Jahren [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Bernhardt |Titel=Erster Beratungsgegenstand: Deutschland nach 30 Jahren Grundgesetz |Sammelwerk=Veröffentlichungen der Vereinigung der deutschen Staatsrechtslehrer |Band=38 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=1980 |ISBN=978-3-11-087334-4 |DOI=10.1515/9783110873344.7 |Seiten=7-54 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hatte er von 1984 bis 1989 den Vorsitz der [[Gesellschaft für Rechtsvergleichung]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Januar 1981 folgte er Mosler im Amt des Richters am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der [[Closed Shop|Closed-Shop]]-Fall (Young, James und Webster gegen das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hudoc.echr.coe.int/eng?i=001-188105 |titel=Deutsche Übersetzung der Entscheidung |werk=HUDOC |hrsg=European Court of Human Rights |abruf=2022-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war die erste Individualbeschwerde, über die er zu entscheiden hatte. Hier stimmte er dem Mehrheitsvotum zu. Im Jahre 1992 stieg er zum Vizepräsidenten auf, und nach dem Tod von [[Rolv Ryssdal]] 1998 dirigierte er den EGMR als Präsident sieben Monate lang bis zu seinem durch die Neuorganisation des Gerichtshofes bedingten Ausscheiden am 31. Oktober 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* assoziiertes Mitglied des [[Institut de Droit international]] (1987)&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[American Society of International Law]] (1989)&lt;br /&gt;
* juristische Ehrendoktorwürde der [[Meiji-Universität]] in [[Tokio]] (1990)&lt;br /&gt;
* Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband (1999)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Der Abschluß&amp;lt;!--sic--&amp;gt; völkerrechtlicher Verträge im Bundesstaat (1957, Dissertation)&lt;br /&gt;
* Die Auslegung völkerrechtlicher Verträge (1963, Habilitationsschrift)&lt;br /&gt;
* Völkerrechtliche Quellenwerke (1961/1990)&lt;br /&gt;
* Encyclopedia of Public International Law (1981ff, Hrsg.)&lt;br /&gt;
* Die Koalitionsfreiheit des Arbeitnehmers (1980, zwei Bände, Hrsg. zusammen mit Hermann Mosler)&lt;br /&gt;
* Das internationale Recht in der Juristenausbildung (1981, Hrsg.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119256886}}&lt;br /&gt;
* [https://cadmus.eui.eu/bitstream/handle/1814/7701/EJLS_2007_1_2_2_BER_GE.pdf?sequence=4 „Reich der Richter?“] – Interview mit Rudolf Bernhardt, 2007&lt;br /&gt;
* [https://dgfir.de/society/ Nachruf] der [[DGfIR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Beyerlin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Recht zwischen Umbruch und Bewährung. Festschrift für Rudolf Bernhardt&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1995.&lt;br /&gt;
* Erika Engel (u.&amp;amp;nbsp;a.): &amp;#039;&amp;#039;Europäische GRUNDRECHTE-Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang 1981, S. 382. N.P. Engel Verlag, Kehl am Rhein.&lt;br /&gt;
* Gerhardt Köbler und Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Who’s who im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C.H. Beck, München 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119256886|LCCN=n/50/7086|VIAF=64073352}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bernhardt, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Institut de Droit international]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in Japan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1925]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bernhardt, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Völkerrechtler, Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1925&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]], Hessen, Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 2021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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