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	<title>Rudolf Anthes - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Anthes&amp;diff=2794270&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WiseWoman: /* Weblinks */ Linkfix</title>
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		<updated>2026-02-03T07:25:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Anthes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. März]] [[1896]] in [[Hamburg]]; † [[5. Januar]] [[1985]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Ägyptologie|Ägyptologe]]. Er war von 1935 bis 1939 und von 1945 bis 1950 Leiter des [[Ägyptisches Museum Berlin|Ägyptischen Museums Berlin]]. Von 1947 bis 1950 lehrte er als Professor für Ägyptische Archäologie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]], von 1951 bis 1963 als Professor für Ägyptologie an der [[University of Pennsylvania]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Anthes legte die Reifeprüfung 1914 in [[Landesschule Pforta|Schulpforta]] ab, mit seinem Vorgänger [[Karl Richard Lepsius]] und seinem Nachfolger [[Karl-Heinz Priese]] waren insgesamt drei Direktoren des Ägyptischen Museums Berlin Absolventen der Landesschule. Nach dem Abitur nahm er zunächst ein Studium der Theologie und [[Alte Geschichte|Alten Geschichte]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] auf, das er für den Wehrdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von 1914 bis 1918 unterbrach, bei den Kämpfen verlor er ein Auge. Nach dem Krieg setzte er zunächst das Theologiestudium an der [[Universität Greifswald]] fort, wollte nach den Kriegserlebnissen aber nicht mehr die Theologenlaufbahn einschlagen. Somit wechselte er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] und zur Ägyptologie. Er wurde 1923 mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit des Gaufuersten Neheri nach den Graffiti im Alabasterbruch von Hatnub in Mittelaegypten&amp;#039;&amp;#039; in Berlin bei [[Adolf Erman]] promoviert. Erman hatte auch darüber hinaus nachhaltigen Einfluss auf die wissenschaftlichen Interessen Anthes&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Abschluss arbeitete Anthes sieben Jahre am [[Wörterbuch der ägyptischen Sprache]] mit und setzte damit eine Arbeit fort, die er schon 1920 begonnen hatte. 1927 bis 1929 war er Assistent an der [[Deutsches Archäologisches Institut Kairo|Abteilung Kairo des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches]] und nahm unter anderem an Ausgrabungen in [[Luxor]] teil. Während der Grabungskampagnen 1931/32 und 1932/33 arbeitete er an den Ausgrabungen von [[Uvo Hölscher (Ägyptologe)|Uvo Hölschers]] in [[Medinet Habu]] mit. 1929 wurde er Hilfsarbeiter am [[Ägyptisches Museum Berlin|Ägyptischen Museum Berlin]] und habilitierte sich 1931 an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]]. 1931 bis 1937 war er [[Privatdozent]] in Halle und ab 1932 auch Kustos der dortigen Sammlung. Zudem war Anthes ab 1932 zunächst [[Kurator (Museum)|Kustos]], ab 1935 in Nachfolge von [[Heinrich Schäfer (Ägyptologe)|Heinrich Schäfer]] amtierender Leiter des Ägyptischen Museums Berlin. Mehrfach war er in dieser Zeit wegen Arbeitsüberlastung erkrankt, eine [[Umhabilitation]] nach Berlin lehnte das Ministerium jedoch 1938 ab. 1940 wurde der den Nationalsozialisten politisch zuverlässige [[Günther Roeder]] Direktor der Sammlung, der als politisch unzuverlässig geltende Anthes konnte seine Stelle als Kustos jedoch von 1941 bis 1943 weiter bekleiden. Zwischen 1943 und 1945 war er in niederer Funktion beim [[Zoll (Behörde)|Zoll]], nach anderen Angaben bei der [[Wehrmacht]] in der besetzten [[Tschechoslowakei]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 war Anthes mehrere Monate in sowjetischer Kriegsgefangenschaft und wurde noch im selben Jahr nach der Entlassung wieder Direktor der Berliner Sammlung und blieb in dieser Position bis 1950. Sein Nachfolger wurde 1952 [[Siegfried Morenz]]. 1946 hatte er einen Lehrauftrag, 1947 wurde er zudem Professor für Ägyptische Archäologie an der Berliner Universität und heiratete im selben Jahr seine Frau Agathe. 1950 ging er auf Einladung von [[Froelich G. Rainey]] und [[Ephraim Avigdor Speiser|Ephraim Speiser]] in die USA und verließ damit die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], deren System er ebenfalls nicht mochte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 1951 war er Professor für Ägyptologie am Departement für orientalische Studien an der [[University of Pennsylvania]] und Kurator der universitären ägyptischen Sammlung. Mit [[Henry George Fischer]] und [[Alan Richard Schulman]] betreute er die beiden ersten Promovenden der Universität in der Fachrichtung überhaupt. Ausgrabungen der Universität begleitete er in [[Memphis (Ägypten)|Memphis]]. Während zweier Grabungsperioden 1955 und 1956 legte er einen kleinen Tempel von [[Pharao]] [[Ramses II.]] frei. Einer seiner engen Freunde in Pennsylvania war der [[Altorientalistik|Assyriologe]] [[Samuel Noah Kramer|Noah Kramer]]. 1963 ging er in Pension und wieder zurück nach West-Berlin. Die US-Staatsbürgerschaft hatte er, als sich ihm die Gelegenheit dazu bot, nicht angenommen, da er dann auch in den USA den politisch motivierten Reisebeschränkungen der [[McCarthy-Ära]] unterworfen gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthes galt als ernste und formalistische Person und erschien insbesondere den US-Amerikanern als sehr deutsch. Andererseits wurde er auch als sehr warmherzig angesehen. [[Georg Steindorff]] führte Anthes in seiner bekannten „[[Steindorff-Liste]]“ an zweiter Position hinter [[Alexander Scharff (Ägyptologe)|Alexander Scharff]] in der Liste der in der NS-Zeit immer integer gebliebene Ägyptologen. Laut Steindorff wurde er von NS-Kollegen als [[Freimaurerei|Freimaurer]] denunziert. Er war seit 1931 Mitglied der Berliner [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Pythagoras zum flammenden Stern&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftlich war er insbesondere an der [[Religionsgeschichte|Religions-]] und [[Kulturgeschichte]] interessiert und galt insbesondere als Kenner der ägyptischen Plastik. Nachhaltigen Einfluss hatte er mit mehr als 20 Dienstjahren auf den Fortgang des Berliner Ägyptischen Museums. Die Kriegsschäden und die Trennung der Sammlung in eine [[Ost-Berlin|Ost-]] und [[West-Berlin]]er Sammlung bereiteten ihm bis zu seinem Tod Schmerzen. In den USA hatte er neben Personen wie [[Bernard V. Bothmer]] großen Einfluss auf den Fortgang der Ägyptologie, die er noch in der philologischen und der archäologischen Richtung betrieb. Als Philologe trat er in erster Linie als Bearbeiter von [[Inschrift]]en hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthes war ab 1939 ordentliches Mitglied des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]]. 1966 wurde ihm das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthes wurde in Hamburg beerdigt. In Berlin erinnert an ihn sein Name auf dem Grabstein seiner Witwe, Agathe Anthes, geb. Sauberzweig-Schmidt (* 3. Juni 1888; † 17. März 1976), auf dem Friedhof Steglitz in Berlin, Bergstraße, (D-V-ERB-449).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Anthes - Friedhof Steglitz.JPG|mini|Grabstein auf dem [[Friedhof Steglitz]]]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Felseninschriften von Hatnub nach den Aufnahmen Georg Möllers.&amp;#039;&amp;#039; Hinrichs, Leipzig 1928 (= &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Geschichte und Altertumskunde Aegyptens.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;9).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebensregeln und Lebensweisheit der alten Ägypter.&amp;#039;&amp;#039; Hinrichs, Leipzig 1933 (= &amp;#039;&amp;#039;Der Alte Orient.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;32, Heft&amp;amp;nbsp;2)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meisterwerke ägyptischer Plastik.&amp;#039;&amp;#039; Günther, Berlin 1941 (= &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung Parthenon.&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Büste der Königin Nofret Ete.&amp;#039;&amp;#039; Gebr. Mann, Berlin 1954.&lt;br /&gt;
** auch mehrere Auflagen in Englisch: &amp;#039;&amp;#039;The Head of Queen Nofretete.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ägyptische Theologie im dritten Jahrtausend v. Chr.&amp;#039;&amp;#039; ELTE, Budapest 1983 (= &amp;#039;&amp;#039;Etudes publiées par les Chaires d&amp;#039;Histoire Ancienne de l&amp;#039;Université Loránd Eötvös de Budapest.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;35; &amp;#039;&amp;#039;Studia Aegyptiaca.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David O’Connor: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Rudolf Anthes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Expedition&amp;#039;&amp;#039; 35, 1, S. 34–36 ([http://www.penn.museum/documents/publications/expedition/PDFs/27-1/In%20Memoriam.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Henry George Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Anthes 1896–1985.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Research Center in Egypt&amp;#039;&amp;#039; 22, 1985, S. 1–3, {{doi|10.2307/40000386}}.&lt;br /&gt;
* Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Mdv, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 363–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118649612}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [https://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/catalog/a/119-anthes-rudolf Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933–1945]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren Ägyptisches Museum Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118649612|LCCN=n/88/194292|VIAF=13100791}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Anthes, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ägyptischen Museums Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Pennsylvania)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Anthes, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ägyptologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. März 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WiseWoman</name></author>
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