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	<title>Rudolf Agsten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolf_Agsten&amp;diff=955578&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dodowp: +Kategorie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+Kategorie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-70744-0011, Berlin, 10. Volkskammersitzung, Rudolph Agsten.jpg|miniatur|Agsten in der Volkskammer 1960]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Agsten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Oktober]] [[1926]] in [[Leipzig]]; † [[20. April]] [[2008]] in [[Bernau bei Berlin]]) war ein deutscher Politiker der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-[[Blockpartei]] [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]]. Er war von 1954 bis 1989 Abgeordneter der [[Volkskammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Agsten wurde als Sohn eines Postangestellten in Leipzig geboren. In seiner Heimatstadt besuchte er die Volks- und danach die Oberschule, die er jedoch wegen einer Verpflichtung zum [[Reichsarbeitsdienst]] im Zuge der [[Luftangriffe auf Leipzig]] vorzeitig im Januar 1944 mit einem [[Reifezeugnis|Reifevermerk]] verließ. Er beantragte am 28. Januar 1944 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde zum 20. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.993.978).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/161656&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.yumpu.com/de/document/view/6998471/ddr-volkskammer-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1944 erfolgte seine Einberufung zur [[Wehrmacht]]. Beim Versuch, aus dem Kessel zwischen [[Rote Armee|Roter Armee]] und [[United States Army|US Army]] in der [[Dübener Heide]] auszubrechen, wurde Agsten am 28. April 1945 durch US-Streitkräfte schwer verwundet und von ihnen in ein deutsches [[Lazarett|Reservelazarett]] nach [[Halle (Saale)]] transportiert. Beim Besatzungswechsel am 1. Juli 1945 gelangte er in sowjetische [[Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während der Lazarettzeit trat Agsten am 15. Oktober 1945 der LDP bei. Nach seiner Entlassung erhielt er im März 1946 eine Anstellung als hauptamtlicher Mitarbeiter, zunächst beim Kreisverband Halle, später beim Landesverband Sachsen-Anhalt der LDP. Währenddessen war Agsten zeitweilig als Leiter der Landesparteischule in [[Schierke]] tätig. Ab Oktober 1948 arbeitete er als [[Journalist]] bei der &amp;#039;&amp;#039;Liberal-Demokratische Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, dem Parteiorgan der LDP im [[Geschichte Sachsen-Anhalts#Gründung Sachsen-Anhalts|Land Sachsen-Anhalt]], dessen Chefredakteur er zuletzt war. Im Februar 1949 wurde Agsten in den Zentralvorstand seiner Partei gewählt. Im August 1953 erfolgte seine Berufung zum [[Abteilungsleiter|Hauptabteilungsleiter]] Politik bei der Parteileitung der LDPD in [[Ost-Berlin|Berlin]]. Im Juni 1954 wurde Agsten schließlich zum [[Parteisekretär|Sekretär]] der Parteileitung bzw. des Zentralvorstandes bestellt. Diese Funktion übte er bis zu seiner Entpflichtung im November 1989 aus. Seit Juli 1957 gehörte er darüber hinaus dem Politischen Ausschuss des Zentralvorstandes seiner Partei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1953 bis 1961 absolvierte Agsten ein Fernstudium der Journalistik an der [[Karl-Marx-Universität Leipzig]]. Dem folgte zwischen 1963 und 1965 ein Fernstudium der Außenpolitik an der [[Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft|Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft]]. Von 1965 bis 1967 hatte er eine [[Aspirantur|außerplanmäßige Aspirantur]] am Institut für Allgemeine Geschichte der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]] inne; 1969 wurde Agsten aufgrund der gemeinsam mit dem hauptamtlichen LDPD-Mitarbeiter [[Manfred Bogisch]] vorgelegten Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Herausbildung der antifaschistisch-demokratischen und antiimperialistischen Grundhaltung bei den Mitgliedern der LDPD (von der Parteigründung bis zum 1. Parteitag im Juli 1946)&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seine [[Promotion B]] zum Dr. sc. phil. erfolgte 1976 mittels der gemeinsam mit Bogisch verfassten Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die LDPD auf dem Weg in die DDR. Zur Geschichte der LDPD in den Jahren 1946–1949&amp;#039;&amp;#039; an der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]]. Darüber hinaus wurde Agsten 1988 die [[Lehrbefähigung|Facultas Docendi]] durch die Universität Leipzig verliehen, an der er sogleich eine [[Honorarprofessor|Honorarprofessur]] für Politische Organisation der sozialistischen Gesellschaft erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;LDPD-Informationen.&amp;#039;&amp;#039; 42. Jg., Heft 10, 1988, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agsten war verheiratet und hatte zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordnetentätigkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-85890-0001, Berlin, Mauerbau, Bereitschaftspolizei, Besuch LDPD.jpg|miniatur|Agsten (5. v.l.) beim Besuch einer Bereitschaftspolizei-Einheit während des Mauerbaus 1961]]&lt;br /&gt;
Seit den [[Landtagswahlen in der DDR 1950|Landtagswahlen 1950]] war Agsten Abgeordneter des [[Liste der Mitglieder des Landtages Sachsen-Anhalt (1946–1952, 2. Wahlperiode)|Landtags Sachsen-Anhalt]] und dort LDP-Fraktionsvorsitzender. Nach der [[Bezirk (DDR)#Verwaltungsreform von 1952|Verwaltungsreform 1952]] war er Mitglied des [[Bezirkstag (DDR)|Bezirkstages]] [[Bezirk Halle|Halle]]. Von 1954 bis 1989 war Agsten Mitglied der Volkskammer und LDPD-Fraktionsvorsitzender. Bis 1961 war er im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten, die letzten zwei Jahre als Vorsitzender. Gleichzeitig war er stellvertretender Vorsitzender der Interparlamentarischen Gruppe. Im Jahr 1973 wurde er Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses, und ab 1983 gehörte er dem Präsidium der Volkskammer an. Zeitweilig war er zudem in verschiedenen Gremien, so den Präsidien des [[Friedensrat der DDR|Friedensrates der DDR]], der [[Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft]] und des [[Verband der Journalisten der DDR|Journalistenverbandes]] vertreten und wirkte als Vizepräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft sowie Mitglied des Nationalrates der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]]. Die höchste staatliche Auszeichnung, die ihm in der DDR verliehen wurde, war 1986 der [[Stern der Völkerfreundschaft]] in Silber.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neue Zeit]], 4. Oktober 1986, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1982 erhielt er den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold.&amp;lt;ref&amp;gt;Neue Zeit, 3. Mai 1982, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1988 war er auf Einladung der [[FDP-Fraktion]] offizieller Gast des [[Bundestag]]es. Im Oktober 1989 schied Agsten aufgrund eines Herzinfarktes aus allen gesellschaftlichen Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* mit [[Manfred Bogisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Entscheidung für die Zukunft. Die LDPD im Kampf um die Festigung der antifaschistisch-demokratischen Ordnung und ihre Rolle bei der Gründung der DDR&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der LDPD.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Der Morgen, Berlin 1969, {{DNB|740542370}}.&lt;br /&gt;
* mit Manfred Bogisch: &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum am Wendepunkt. Die Herausbildung der antifaschistisch-demokratischen und antiimperialistischen Grundhaltung bei den Mitgliedern der LDPD 1945/1946.&amp;#039;&amp;#039; Der Morgen, Berlin 1970, {{DNB|454543212}} (zugleich: Promotion A, MLU Halle-Wittenberg 1969).&lt;br /&gt;
* mit Manfred Bogisch: &amp;#039;&amp;#039;LDPD auf dem Weg in die DDR. Zur Geschichte der LDPD in den Jahren 1946–1949.&amp;#039;&amp;#039; Der Morgen, Berlin 1974, {{DNB|750105372}} (zugleich: Promotion B, AdW Berlin 1976).&lt;br /&gt;
* mit Manfred Bogisch: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der LDPD 1949–1952&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der LDPD.&amp;#039;&amp;#039; Band 23). 2 Teile. Der Morgen, Berlin 1982, {{DNB|550701818}}.&lt;br /&gt;
* mit Manfred Bogisch und Wilhelm Orth: &amp;#039;&amp;#039;LDPD 1945 bis 1961 – im festen Bündnis mit der Arbeiterklasse und ihrer Partei.&amp;#039;&amp;#039; Der Morgen, Berlin 1985, {{DNB|205009026}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liberaldemokrat seit 1945. Erinnerungen ohne Nostalgie.&amp;#039;&amp;#039; Helle Panke, Berlin 2005, {{DNB|976049651}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerlinde Grahn: &amp;#039;&amp;#039;Agsten, Rudolf.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Saur, München 1995, ISBN 3-598-11176-2, S. 5 ({{Google Buch | BuchID = 2CpHD7n0gjkC | Seite = 5}}).&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=rudolf-agsten|lemma=Agsten, Rudolf|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=20}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Traueranzeige.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; 26./27. April 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107210150}}&lt;br /&gt;
* {{Kalliope|Person|107210150|Rudolf Agsten}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000019027|Rudolf Agsten}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/rudolf-agsten-zum-wahlaufruf-der-nationalen-front/ard/YnJpZDovL2RyYS5kZS9tZWRpYXRoZWsvcHVibGljYXRpb24vODY4NzA Rudolf Agsten (LDPD) zum Wahlaufruf der Nationalen Front]  [[Deutscher Fernsehfunk]], 22. August 1963 (Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot der [[ARD Mediathek]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107210150|LCCN=n83137856|VIAF=239734224}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Agsten, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen-Anhalt 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LDPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationale Front der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Verdienstmedaille der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Deutschen Friedensmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Agsten, Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher LDPD-Funktionär, MdV, MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Oktober 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. April 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bernau bei Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dodowp</name></author>
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