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	<title>Rudlos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Mittelalter */ Tippfehler entfernt, Abkürzung korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-15T20:45:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mittelalter: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Abkürzung korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Rudlos&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Lauterbach (Hessen)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Lauterbach&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50.597&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9.4177&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 429 &amp;lt;!-- LAGIS --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 413&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 452&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 66 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2016-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lauterbach-hessen.de/fileadmin/user_upload/lauterbach-hessen.de/Stadtverwaltung/Wissenswertes/Statistiken/EWO-Zahlen_31.12.2016.pdf |titel=Einwohnerzahlen nach Ortsteilen |hrsg=Stadt Lauterbach |werk=Internatauftritt|zugriff=2018-05 |format=PDF; 55 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170925035522/http://www.lauterbach-hessen.de/fileadmin/user_upload/lauterbach-hessen.de/Stadtverwaltung/Wissenswertes/Statistiken/EWO-Zahlen_31.12.2016.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1939-04-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 36341&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06641&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudlos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der nach Einwohnerzahl kleinste Stadtteil der Kreisstadt [[Lauterbach (Hessen)|Lauterbach]] im [[Mittelhessen|mittelhessischen]] [[Vogelsbergkreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lauterbach Rudlos Hohwaldstrasse 1.png|mini|Das ehemalige Herrenhaus der Freiherren Riedesel zu Eisenbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die älteste Erwähnung des Orts „Rudolfs“ findet sich in einer historischen Darstellung der [[Wetterau|Wettereiba]] von 1855 und datiert auf das Jahr 1341.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Landau]]: Beschreibung des Gaues Wettereiba. Kassel 1855. S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bezug ist nicht eindeutig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Reichardt]]: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1365 verkaufte Heinrich von [[Eisenbach (Adelsgeschlecht)|Eisenbach]] Besitz in &amp;#039;&amp;#039;Rudolfs&amp;#039;&amp;#039; an einen Heinrich von der Au für 30 Pfund [[Heller (Münze)|Heller]] Lauterbacher Währung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hofgut&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Herren von Eisenbach 1428 im Mannesstamm ausstarben, wurde Herrmann II. [[Riedesel]] (1407–1463) neuer [[Amtmann]] der [[Kloster Fulda|fuldischen]] Besitzungen im Raum Lauterbach. Seine Ehe mit einer Eisenbacher Erbtochter und seine umsichtige und zielstrebige Politik, zu der auch die Abfindung der anderen Eisenbacher Töchter und deren Ehemänner gehörte, sicherte ihm und seinem Geschlecht im Laufe der Zeit die gesamte Gegend um Lauterbach. Dazu gehörte auch Rudlos, das allerdings bald darauf zerstört und verlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1435 wird &amp;#039;&amp;#039;Ruôdolfs&amp;#039;&amp;#039; in den Besitzurkunden der [[Kloster Fulda|Abtei Fulda]] als [[Wüstung|Wüstenung]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Michael Denner: Urkunden der ehemaligen Fuldischen Ämter. Fulda 1820. Band 2. S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort heißt es:„... Item zum Ruodolfs der Wüstenung IX [[Turnose|Tornose]] ...“&lt;br /&gt;
Der Ort wurde wohl im Zuge der [[Fehde]]n heimgesucht, die nach dem Aussterben der Eisenbacher um deren an verschiedene Lehnsherren [[Heimfall|heimgefallene]] und von diesen wieder vergebene Lehen ausgefochten wurden.&lt;br /&gt;
1457 nennt eine Urkunde den [[Ortsname]]n „Rudolfiß“. Hier wird deutlich, dass es sich um einen [[Genetiv|enetivischen]] Siedlungsnamen handelt, der vom Rufnamen Rudolf abgeleitet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Reichardt: Siedlungsnamen.S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinrich, [[Ordinariat (Behörde)|Generalvikar]] des Mainzer Erzbischofs [[Dietrich Schenk von Erbach]], weihte am 23. Juli 1457 die Kapelle zu Rudlos (Rudolfiß) bei Eisenbach (Eysinbach). Er gewährte 40 Tage Ablass für alle, die u.&amp;amp;nbsp;a. ein [[Vaterunser]] und ein [[Ave Maria]] in der Kapelle kniend beteten.&amp;lt;ref&amp;gt;StAD, B 13, 252. Siehe  auch: Eduard Erwin Becker, Riedeselsches Urkundenbuch, Nr. 843.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am längsten und blutigsten war die Fehde zwischen [[Abt]] [[Reinhard von Weilnau]] und den Brüdern Hermann III. und Georg I. Riedesel während der Jahre 1465–1471, in der die meisten Dörfer zwischen Lauterbach und Fulda verwüstet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Fehde wurde ab 1469 sogar Teil des [[Hessischer Bruderkrieg|Hessischen Bruderkriegs]], da [[Ludwig II. (Hessen)|Ludwig II.]] die Riedesel, sein Bruder [[Heinrich III. (Hessen)|Heinrich III.]] aber die Abtei unterstützte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Verkündung des [[Ewiger Landfrieden|&amp;#039;&amp;#039;Ewigen Landfriedens&amp;#039;&amp;#039;]] im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] durch [[Römisch-deutscher König|König]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] 1495, mit dem das Fehdewesen verboten wurde, lagen die Riedesel nahezu ununterbrochen mit einem oder mehreren kirchlichen oder weltlichen Herren in Fehde. Erst danach kamen sie dazu, Rudlos wieder zu besiedeln und aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Der kleine Ort wurde mit Wirkung vom 1. April 1939 zusammen mit [[Blitzenrod]] in die Stadt Lauterbach [[Eingemeindung|eingemeindet]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Reichsstatthalter in Hessen |titel=Eingliederung der Gemeinden Blitzenrod und Rudlos in die Stadt Lauterbach |nr=5 |jahr=1939 |datum=1939-02-22 |seite=28 |seiten=26 |fundstelle=Nr. 1711/J/38 |kbytes=10900}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für Rudlos wurde ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.lauterbach-hessen.de/fileadmin/user_upload/lauterbach-hessen.de/Stadtverwaltung/Satzungssammlung/01Hauptsatzung.pdf#page=3 |titel=Hauptsatzung |titelerg=§;&amp;amp;nbsp;6 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Lauterbach |format=PDF;&amp;amp;nbsp;30&amp;amp;nbsp;kB |zugriff=2019-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Riedeselsches Hofgut ===&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle im Dorf spielt seit jeher das riedeselsche Hofgut. Ab 1928 war es an Heinrich Wicke [[Pachtvertrag (Deutschland)|verpachtet]], der es zu einem modernen und innovativen Betrieb im Bereich der [[Tierhaltung]] machte und damit die Grundlage für die spätere Nutzung als Versuchsgut legte. Im Jahre 1942 verkaufte die Familie Riedesel das gesamte Gut mitsamt dem Herrenhaus an die [[Behringwerke]], von denen es über die [[I.G. Farben]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] an die [[Bayer AG]] kam. Es wurde als „Versuchs- und Mustergut“ betrieben. In den Jahren 1954 bis 1957 wurde der gesamte Gebäudekomplex, ausgenommen das alte Herrenhaus und die Kirche, abgerissen nach den damals neuesten betriebsorganisatorischen Erkenntnissen neu errichtet. Der Betrieb wurde nun ein Versuchsgut für [[Veterinärmedizin|Tiermedizin]] und Tier-[[Arzneimittel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1966 verkaufte die Bayer AG das Gut an den [[Nassauischer Zentralstudienfonds|Nassauischen Zentralstudienfonds]], der es umgehend an die [[Justus-Liebig-Universität Gießen]] verpachtete. Das Gut mit seinen etwa 450 Hektar Betriebsfläche wurde dem Institut für Tierzucht und Haustiergenetik als Lehr- und Versuchsbetrieb in der Tierproduktion zur Verfügung gestellt. Anfangs wurden viele verschiedene Nutztierarten gehalten: Legehennen, Milchschafe, Mutterschafe, Zucht- und Mastschweine, Milch- und Fleischrinder sowie Arbeitspferde. Im Laufe der Zeit verlagerten sich die Forschungsschwerpunkte, und die Zahl der gehaltenen Tierarten nahm entsprechend ab. Zuerst wurden die Arbeitspferde durch Traktoren ersetzt, später die Legehennen abgeschafft. Es folgten in den 1980er Jahren Zuchtschweine und Milchschafe, und 1993 wurden die Mutterschafhaltung und 1997 die Milchviehhaltung eingestellt. Ab 1987 lag der Schwerpunkt auf der Fleischrinderhaltung mit Zucht- und Futterversuchen mit bis zu 300 [[Hausrind#Kuh|Kühen]] und [[Färse]]n und auf Fütterungsversuchen mit etwa 700 [[Hausschwein|Mastschweinen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.staff.uni-giessen.de/~gh1386/home_ru.htm Lehr- und Versuchsbetrieb Rudlos]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wurden Erfordernisse der Landschaftspflege durch Tiere, der umweltgerechten Entsorgung großer Tierbestände und Energiefragen in die Untersuchungen einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2009 schloss die Universität aus Kostengründen ihren Lehr- und Versuchsbetrieb für Tierzucht und Haustiergenetik in Rudlos. Neuer Pächter des Hofguts Rudlos wurde der bisherige Administrator des Versuchsgutes, der es als Landwirtschaftsbetrieb weiterführt. Die Schweinemasthaltung wurde unverändert übernommen und fortgeführt, aber die Mutterkuhhaltung wurde auf nur noch 16 Mutterkühe mit ihren Kälbern reduziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hofgut&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://archiv.schlitzerbote.de/SBLokales.nsf/6095d2e43d693e794125671100543f07/161534ec59b4b5e2c12576cb0062fb17?OpenDocument |titel=Ära des Lehr- und Versuchsbetriebs beendet |werk=Schlitzer Bote, 13. Februar 2010 |abruf=2010-02 |archiv-url=https://archive.ph/20130412091845/http://archiv.schlitzerbote.de/SBLokales.nsf/6095d2e43d693e794125671100543f07/161534ec59b4b5e2c12576cb0062fb17?OpenDocument#selection-83.0-83.42}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Universitaet-gibt-Versuchsgut-in-Rudlos-2009-auf-_arid,50229_regid,1_puid,1_pageid,113.html Gießener Allgemeine Zeitung: Universität gibt Versuchsgut in Rudlos 2009 auf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Rudlos angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1803: [[Heiliges Römisches Reich]], Gericht Stockhausen der [[Riedesel|Freiherren von Riedesel zu Eisenbach]] (Mannlehen des [[Hochstift Fulda|Fürstbistum Fulda]])&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Gericht Stockhausen&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen, [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]], Amt Altenschlirf&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Landratsbezirk Herbstein]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Altenschlirf]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1825: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Landratsbezirk Herbstein|Landratsbezirk Lauterbach]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Alsfeld]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Kreis Lauterbach]]&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Norddeutscher Bund]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] unter der Führung [[Königreich Preußen|Preußens]]. Er war die [[Geschichte Deutschlands|geschichtliche]] Vorstufe des [[Deutsche Reichsgründung|Deutschen Reichs]]. Infolge des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich ([[Weimarer Republik]]), [[Volksstaat Hessen]], Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Recht ===&lt;br /&gt;
==== Materielles Recht ====&lt;br /&gt;
In Rudlos galten die [[Riedesel’sche Verordnungen|Riedesel’schen Verordnungen]] aus dem 18. Jahrhundert als [[Partikularrecht]]. Das [[Gemeines Recht|Gemeine Recht]] galt nur, soweit diese Verordnungen keine Bestimmungen enthielten. Dieses Sonderrecht behielt theoretisch seine Geltung auch während der Zugehörigkeit zum [[Großherzogtum Hessen]] im 19. Jahrhundert, in der gerichtlichen Praxis wurden aber nur noch einzelne Bestimmungen angewandt. Das Partikularrecht wurde zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] geltenden [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuch]] abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Arthur Benno Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 29, Anm. 92 und S. 103, Anm. 14. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gerichtsverfassung seit 1803 ====&lt;br /&gt;
In der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Fürstentum Oberhessen]] (ab 1815 Provinz Oberhessen) wurde das „Hofgericht Gießen“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das [[Oberappellationsgericht Darmstadt]]. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] bzw. [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherren]] vorgenommen und somit war für Rudlos ab 1806 das „[[Riedesel]]sche [[Patrimonialgericht]] Altenschlirf“ zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtums Hessen]] 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Landgerichte übertragen. „Landgericht Altenschlirf“ war daher von 1821 bis 1853 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht in Altenschlierf, das für Rudlos zuständig war. Im Jahr 1853 erfolgte die Verlegung des Landgerichts nach Herbstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Herbstein und Zuteilung zum Bezirk des [[Landgericht Gießen|Landgerichts Gießen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein  |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211|kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rudlos 72 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 6 Einwohner unter 18 Jahren, 27 zwischen 18 und 49, 18 zwischen 50 und 64 und 24 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 33 Haushalten. Davon waren 9 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 12 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 6 Paare mit Kindern, sowie 3 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und keine [[Wohngemeinschaft]]en. In 9 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 18 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Rudlos|width=450|float=none|maxEinwohner=150&lt;br /&gt;
|104|107|103|99|104|85|88|94|110|109|105|112|153&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,-1)(1995,-1)(2003,84)(2005,72)(2011,72)(2015,66)&lt;br /&gt;
|quelle=Stadt Lauterbach&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Ortsvorsteher]]in ist Andrea Gießler &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Juni 2022)&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle|titel=Ortsvorsteher in den Stadtteilen |url=https://www.lauterbach-hessen.de/stadtverwaltung/politik-personen-gremien/ortsvorsteher.html |hrsg=Stadt Lauterbach |werk=Webauftritt |abruf=2022-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturdenkmäler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lauterbach Rudlos Eisenbacher 1.png|mini|[[Evangelische Kirche (Rudlos)|Kirche in Rudlos]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lauterbach Rudlos Hohwaldstrasse 13.png|mini|Das Backhaus]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmäler in Rudlos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihrem Gutshof ließen sie im Jahre 1620 das heute [[Denkmalschutz#Deutschland|denkmalgeschützte]] [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] errichten. Reste früherer Bauten aus der Gründungszeit des [[Rittergut|Hofguts]] sind nicht mehr vorhanden. Das Gut war bis 1942 im Besitz der Familie Riedesel, und die meisten arbeitsfähigen Einwohner des kleinen Orts arbeiteten auf dem Gut. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden zahlreiche [[Heimatvertriebene]] aus dem [[Sudetenland]] in Rudlos ansässig und fanden auf dem Gut Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1691&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Datum wird in der hessischen Denkmalliste geführt; an anderen Stellen wird 1770 als Entstehungsdatum genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde etwa 60&amp;amp;nbsp;m östlich des Herrenhauses, im Ortszentrum, als Nachfolgerin einer 1457 erwähnten Kapelle die heute ebenfalls denkmalgeschützte kleine [[Fachwerkkirche]] erbaut, die kleinste Fachwerkkirche [[Oberhessen (Region)|Oberhessens]]. Es handelt sich um eine schlichte [[Ständerbauweise|Ständerkonstruktion]], die heute zu einem Teil [[Schindel|verschindelt]] ist. Das [[Kirchenschiff]] ist von einem [[Walmdach#Schopfwalm (Schopfdach), Krüppelwalm, Halbwalm|Krüppelwalmdach]] bedeckt, auf dem sich ein kleiner sechsseitiger [[Dachreiter|Haubendachreiter]] befindet. Die [[Glocke]] wurde im 16. Jahrhundert gegossen und stammt aus der ehemaligen Lauterbacher [[Wendelskapelle Lauterbach|Wendelskapelle]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lauterbach-vogelsberg.de/geschichte/wendelskapelle/03.htm Die ehemalige Lauterbacher Sankt Wendelskapelle]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kirchenschiff befinden sich drei mit acht Apostelbildern verzierte [[Empore]]n, und ein spitzer [[Chorbogen]] trennt den Altarraum optisch von der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres denkmalgeschütztes Kleinod ist das kleine Backhaus; es wird heute noch immer von Rudloser Einwohnern genutzt, um Brote und Kuchen zu backen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Die CDU-Landtagsabgeordnete [[Jennifer Gießler]] ist in Rudlos aufgewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Krug: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Lauterbach (Hessen).&amp;#039;&amp;#039; Reihe »Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Kulturdenkmäler in Hessen«, herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, 2007, ISBN 978-3-8062-2021-6.&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|SUCHE=Archiv|Rudlos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.lauterbach-hessen.de/stadtleben/wissenswertes/stadtteile/rudlos.html |titel=Stadtteil Rudlos |archiv-url=https://archive.today/20130206195110/http://www.lauterbach-hessen.de/stadtleben/wissenswertes/stadtteile/rudlos.html |archiv-datum=2013-02-06 |offline=1 |hrsg=Stadt Lauterbach  |abruf-verborgen=1 |zugriff=2018-02-27}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=9937|titel=Rudlos, Vogelsbergkreis}}&lt;br /&gt;
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{{Literatur&lt;br /&gt;
| Titel    = Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände.&lt;br /&gt;
| TitelErg = Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. &lt;br /&gt;
| Band     = 22&lt;br /&gt;
| Online   = {{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=Z7PdlcTHFukC|Seite=425}}&lt;br /&gt;
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| Ort      = Weimar&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=42 |seiten=38 und 78 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-04 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027220518/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=42 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Lauterbach (Hessen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Vogelsbergkreis]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ersterwähnung 1341]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1939]]&lt;/div&gt;</summary>
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