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	<title>Rudi Lesser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudi_Lesser&amp;diff=817989&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hajog: Kategorie:Verschollene Generation, Rainer Zimmermann</title>
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		<updated>2025-05-15T13:51:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie:Verschollene Generation, Rainer Zimmermann&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Solmsstr 33 (Kreuz) Rudi Lesser.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus Solmsstraße 33, in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudi Lesser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1902]] in [[Berlin]]; † [[1. März]] [[1988]] ebenda) war ein [[Deutsche|deutscher]] [[Aquarell]]maler, [[Radierung|Radierer]] und [[Lithograf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 besuchte er die [[Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin]]. Seinen einfühlsamen Porträts gequälter Seelen, wie [[Don Quijote]], den er anders als die meisten nicht ‘traurig’, sondern ‘scharfsinnig’ nannte&amp;lt;ref&amp;gt;[[Miguel de Cervantes]]: Des scharfsinnigen Ritters Don Quixote Leben und Taten. Federzeichnungen von Rudi Lesser. Brandus, Berlin 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;, brachte ihm Stipendium und Studium an der [[Akademie der Künste (Berlin)|Berliner Akademie]] in der Meisterklasse des [[Impressionismus|Impressionisten]] [[Hans Meid]]&amp;lt;ref&amp;gt; Hanna Falk: Traum und Wirklichkeit. Hans Meid und seine Schüler Felix Nussbaum, Rudi Lesser, Gunter Böhmer. Ausstellung Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück Imhof-Verlag, Petersberg 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ein. Lesser wollte seinen künstlerischen Ausdruck und damit seinen Blick auf die Gesellschaft schärfen und wechselte daher zu dem in [[Königsberg (Preußen)]] kürzlich berufenen [[Klaus Richter (Maler)|Klaus Richter]], den er schon von der Unterrichtsanstalt in Charlottenburg kannte. Neben Skizzen aus dem Großstadt-Alltag waren es auch Themen des Judentums, die seine Bilderwelten belebten. So illustrierte er die „Legenden aus dem Talmud“&amp;lt;ref&amp;gt;Jakob Fromer: Legenden aus dem Talmud. Mit Federzeichnungen von Rudi Lesser. Brandus, Berlin 1922&amp;lt;/ref&amp;gt; von Jakob Fromer (1865–1938), der als erster Bibliothekar der jüdischen Gemeinde Berlin gerade den Kontakt zu den zeitgenössischen jüdischen Künstlern suchte und sie in Projekte einband. Der wenigstens in Fachkreisen so gewertete Durchbruch gelang 1931 mit einer Einzelausstellung in der einflussreichen Galerie [[Wolfgang Gurlitt|Gurlitt]]. 1933 zerstörten [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in seiner Abwesenheit sein Atelier. Von Freunden gewarnt, floh er nachts und ohne Gepäck nach [[Dänemark]]. Nach der [[Dänemark unter deutscher Besatzung|deutschen Besetzung]] 1940 ging es von dort weiter nach [[Schweden]]. Zwischen 1946 und 1956 lebte er in den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Dort beschickte er Ausstellungen (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Lotte Jacobi]] in [[New York City|New York]]), des Weiteren war er als Dozent an der [[Howard University]] in [[Washington, D.C.]] tätig. Als nach dem Versenden eines Care-Pakets an seine Berliner Freunde diese den Kontakt zu dem Totgeglaubten ebenfalls wieder aufnahmen, kehrte er 1956 nach Berlin zurück. Hier lebte er zum Schluss unter ärmlichen Verhältnissen im Stadtteil [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]], zunächst in der Teilruine über der Kneipe [[Der Leierkasten|Leierkasten]], danach in der Solmsstraße. Er hielt Kontakt zu anderen Künstlern und den [[Berliner Malerpoeten]] wie [[Günter Bruno Fuchs]], [[Kurt Mühlenhaupt]], [[Nepomuk Ullmann]], [[Artur Märchen]], Peter Blaar u.&amp;amp;nbsp;a. Aber für einen sozialkritischen Zeichner gab es nur wenige Aufträge, so fertigte Lesser für die &amp;#039;&amp;#039;Kreuzberger Neue Zeitung&amp;#039;&amp;#039; einige Titelbilder an. Spaziergänge mit seinem Hund Trully, der ihn überallhin begleitete und kleine Kunststücke vollführte, ausgedehnte Freiluftgymnastik mit nacktem Oberkörper auch in belebten Straßen und der allabendliche Schachmarathon machten ihn zu einem typischen Kreuzberger [[Schnorrer|‘Luftmenschen’]]. Sein politisches Engagement galt zuletzt der [[Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland|Anti-Atomkraft-Bewegung]], für die er einige ungewöhnliche Flugblätter gestaltete&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kreuzberger-chronik.de/chroniken/2014/juni/geschichten.html Bericht zu Rudi Lesser in der Kreuzberger Chronik]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu seinen letzten buchgestalterischen Arbeiten gehört die Illustration zu [[Alfred Döblin]]s &amp;quot;Die Bibliothek&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Döblin: Die Bibliothek. Mit einer Kaltnadelradierung von Rudi Lesser. Fuchstaler Presse, Denklingen 1986&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudi Lesser starb 1988 im Alter von 85 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde|Friedhof&amp;amp;nbsp;III der Jerusalems- und Neuen Kirche]] in [[Berlin-Kreuzberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das umfangreichste zusammenhängende Konvolut seiner Zeichnungen stellt die ‘Sammlung Sachse’ dar, die sich seit 2011 im [[Lindenau-Museum]] Altenburg befindet&amp;lt;ref&amp;gt;Sophie Thorak: Berliner Blätter. Aus der Sammlung Volker Sachse, Lindenau-Museum Altenburg 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dort hat der Berliner Jurist Sachse besonders Arbeiten zum Thema der Halb- und Unterwelt Berlins in der [[Weimarer Republik]] mit seinen Clubs, Spelunken, Mietskasernen, ‘Ganoven und Bordsteinschwalben’ zusammengetragen, die auch Lesser faszinierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rolf Jessewitsch, Gerhard Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verfemt – Vergessen – Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider.&amp;#039;&amp;#039; Wienand, Köln 1999, ISBN 3-87909-665-1, S. 454.&lt;br /&gt;
* Klaus Märtens: Rudi Lesser 1902–1988. Graphik aus sieben Jahrzehnten. Ausstellungskatalog Galerie Taube, Berlin 2012&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= [[Rainer Zimmermann (Kunsthistoriker)|Rainer Zimmermann]]|Titel= Expressiver Realismus: Malerei der verschollenen Generation|Auflage= |Verlag= Hirmer|Ort=Berlin |Datum= 1994 |ISBN=3-7774-6420-1|Seiten= 409}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118727796|LCCN=no2013138160|VIAF=96296999}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lesser, Rudi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radierer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithograf (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschollene Generation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Howard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lesser, Rudi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Aquarellmaler, Radierer, Lithograf&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. März 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hajog</name></author>
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