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	<title>Rubrizierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:49:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rubrizierung&amp;diff=53956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Rubrizierung im Mittelalter */ Tippfehler entfernt, Abkürzung korrigiert, Links optimiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-02-20T11:00:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rubrizierung im Mittelalter: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Abkürzung korrigiert, Links optimiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rubrizierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;rubricare&amp;#039;&amp;#039; „rotfärben, mit [[Rubrik (Liturgie)|Rubriken]] versehen“) ist das System der farbigen Gliederungs-, Ordnungs- und einfachen Schmuckelemente, das als ein Arbeitsgang sehr umfänglich bei der Herstellung [[mittelalter]]licher [[Manuskript|Handschriften]] eingetragen wurde (siehe auch [[Layout]]). Diese Praxis gab es schon im [[Altes Ägypten|alten Ägypten]], wofür der [[Papyrus Ebers]] als ein bekanntes Beispiel gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rubrizierung im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weingartner Liederhandschrift Seite 18.jpg|mini|Beispiel für Rubrizierungen verschiedener Elemente einer Seite der [[Weingartner Liederhandschrift]] (14. Jahrhundert).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mittelalterlichen Handschriften wurden durch Rubrizierung besondere Textstellen hervorgehoben. Das waren beispielsweise Werktitel, [[Überschrift]]en, [[Incipit|Initien]], Anfangsbuchstaben ([[Initiale]]n), Absatzmarkierungen durch kleine Zeichen ([[Alineazeichen]]), Nummerierungen (z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Kanon (Kirchenrecht)|Kanones]] oder [[Paragraf|Paragraphen]]), Anweisungen für liturgische Handlungen oder Schlussformulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Rubrizierung wurde überwiegend eine Tinte verwendet, die aus [[Blei(II,IV)-oxid|Mennige]] oder zerriebenem [[Cinnabarit|Zinnober]] (&amp;#039;&amp;#039;minium&amp;#039;&amp;#039;) in Wasser unter Zusatz von Eiweiß oder Eigelb angesetzt wurde. Dieses rote [[Pigment]] wurde entweder aus natürlichen Vorkommen oder in einem Herstellungsprozess (erstmals in der [[Mappae Clavicula]] erwähnt) gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mit der Rubrizierung beschäftigte Schreiber, der Rubrikator, übernahm nicht nur die Einfügung roter Textelemente in die bereits geschriebene Handschrift, sondern korrigierte bei Bedarf auch die von den [[Skriptor]]en vor ihm gefertigten Textabschnitte. Die Einbringung sehr dekorativer Initialen in den Handschriften und [[Frühdruck]]en war hingegen Aufgabe der [[Illuminator]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der häufigen Auszeichnung mit roten Pigmenten kommen auch solche mit blauen (&amp;#039;&amp;#039;lazurium&amp;#039;&amp;#039;) und grünen Pigmenten vor. Rote und blaue Anfangsbuchstaben treten (oft im Wechsel) seit dem 13. Jahrhundert häufiger auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Wattenbach: [https://archive.org/stream/dasschriftweseni00wattuoft#page/246/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;Das Schriftwesen im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;]. Leipzig 1896, S. 247–248&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rubrizierung im Druckzeitalter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kachelofen.inc.jpg|mini|Beispiel für einen rubrizierten Anfangsbuchstaben und weitere manuelle Rubrizierungen in einem Frühdruck, der &amp;#039;&amp;#039;[[Ekloge des Theodulus|Ecloga Theoduli]]&amp;#039;&amp;#039;, gedruckt von [[Konrad Kachelofen]] 1492 in Leipzig.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Erfolgen mit dem [[Drucktechnik|Druck]] von roten Schriftsatzelementen verschwand die Tradition der farbigen Rubriken, weil sie drucktechnisch zu aufwendig waren. Von Hand eingefügte Rubrizierungen sind in Frühdrucken noch verbreitet gewesen. Innerhalb einer Übergangsperiode arbeiteten [[Schriftsetzer]], [[Drucker (Beruf)|Drucker]], [[Skriptor]]en, Rubrikatoren und [[Buchmaler|Illuminatoren]] gemeinsam an der Herstellung von Druckwerken, so beispielsweise um 1470 in der [[Offizin]] von [[Anton Koberger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Joachim Elias Zender | Titel=Lexikon Buch Druck Papier | Verlag=Haupt Verlag | Ort=Bern/Stuttgart/Wien | Jahr=2008 | Seiten=233-234 | ISBN=978-3-258-07370-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= | Herausgeber=Gerhard Strauss, Harald Olbrich | Titel=Lexikon der Kunst. Band 6 R–Stad | Auflage=1. | Verlag=E.A. Seemann Kunstverlagsgesellschaft | Ort=Leipzig | Jahr=1994 | Seiten=278 | ISBN=3-363-00049-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Helmut Schweppe | Titel=Handbuch der Naturfarbstoffe | Verlag=Nikol Verlagsgesellschaft | Ort=Hamburg | Jahr=1993 | Seiten=546–547 | ISBN=3-933203-46-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jürgen Helbig |Titel=Zur Geschichte des Buchdruckes – von Gutenberg bis zur industriellen Revolution |Verlag=Kreismuseum Gräfenhainichen |Ort=Oranienbaum |Jahr=1982 |Seiten=23 |ISBN=}}&lt;br /&gt;
* Emil Ernst Ploß: &amp;#039;&amp;#039;Ein Buch von alten Farben. Technologie der Textilfarben im Mittelalter mit einem Ausblick auf die festen Farben.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Impuls, München 1989, ISBN 978-3-89164-060-9, S. 55, 104–106, 126 und 150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgestaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kodikologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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