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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rub-Out-Test</id>
	<title>Rub-Out-Test - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T09:23:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rub-Out-Test&amp;diff=1404226&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rub-Out-Test&amp;diff=1404226&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-04T06:32:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rub-Out-Test&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (dt.: &amp;#039;&amp;#039;Ausreibprüfung&amp;#039;&amp;#039;), seltener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rub-Up-Test&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Aufreibprüfung&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;U. Zorll: &amp;#039;&amp;#039;Römpp Lexikon der Lacke und Druckfarben.&amp;#039;&amp;#039; Thieme Verlag, Stuttgart 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine der am weitesten verbreiteten Prüfungen von [[Lack]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Bei Lacken und Dispersionsfarben entweichen nach der Applikation [[Lösemittel]] oder [[Wasser]] sowie andere flüchtige Substanzen aus dem noch feuchten Film. Da sich die Zusammensetzung des Lackes somit während der Trocknungsphase beständig ändert, kann eine [[Flokkulation]] (Reagglomerierung) der enthaltenen Pigmente auftreten. Ebenso kann eine [[Gemischtrennung|Entmischung]] von [[Pigment]]en mit unterschiedlicher Dichte innerhalb der Lackschicht auftreten, etwa [[Titandioxid]] und [[Kupferphthalocyanin]]. Im schlimmsten Fall bilden sich sechseckige Zellen, die sogenannten [[Bénardsche Zelle|Bénardschen Zellen]], die durch Strömungen innerhalb der Lackschicht verursacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Brock, M. Groteklaes, P. Mischke: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Lacktechnologie.&amp;#039;&amp;#039; Vincentz Network, 2000, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Reiben werden zusätzliche Scherkräfte ins System eingebracht. So können die Agglomerate wieder zerteilt (deagglomeriert) bzw. die Entmischung aufgehoben werden. Die geriebene Fläche kann also ein signifikant unterschiedliches Erscheinungsbild (meist [[farbstärke]]r) aufweisen als die nicht geriebene Fläche.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Kittel: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Lacke und Beschichtungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Pigmente, Füllstoffe und Farbmetrik.&amp;#039;&amp;#039; Hirzel Verlag; Stuttgart/Leipzig 2003, S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je farbstärker / farbschwächer die geriebene Fläche im Vergleich zur ungeriebenen Fläche erscheint, desto stärker ist der Rub-Out-Effekt. Erscheint die geriebene Fläche farbstärker als die ungeriebene Fläche, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;positiven Rub-Out-Effekt&amp;#039;&amp;#039;, erscheint die geriebene Fläche farbschwächer von einem &amp;#039;&amp;#039;negativen Rub-Out-Effekt&amp;#039;&amp;#039;. Im Idealfall ist kein Unterschied in Farbstärke und -ton zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Goldschmidt, H.-J. Streitberger: &amp;#039;&amp;#039;BASF Handbuch Lackiertechnik.&amp;#039;&amp;#039; Vincentz Network, 2002, S. 147, 223, 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;brock360&amp;quot;&amp;gt;T. Brock, M. Groteklaes, P. Mischke: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Lacktechnologie.&amp;#039;&amp;#039; Vincentz Network, 2000, S. 360.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Der Rub-Out-Test existiert in zahlreichen Varianten, da er nie normativ festgelegt wurde, aber dennoch von nahezu jeder Lackfabrik sehr häufig durchgeführt wird. Die einzige Ausnahme bilden reine [[Pulverlack]]hersteller, da Pulverlack nur im [[Ofen]] flüssig vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen Varianten gemeinsam ist, dass auf der frisch applizierten Fläche gerieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Variationen des Rub-Out-Tests sind:&lt;br /&gt;
* Kreisförmige Reibfläche oder gerade Reibfläche (parallel zu einer Kante des Prüflings)&lt;br /&gt;
* Reiben mit dem blanken Finger, mit [[Handschuh#Arbeit und Beruf|Laborhandschuhen]] oder mit einem Pinsel&lt;br /&gt;
* Reibdauer bis zu einer bestimmten [[Viskosität|Grenzviskosität]] (&amp;#039;&amp;#039;Ranziehen&amp;#039;&amp;#039;) oder definierten Prüfdauer&lt;br /&gt;
* [[Koloristik|Visuelle]] Auswertung oder [[Farbmetrik|farbmetrischer]] Vergleich von Farbton und/oder Farbstärke (bei letzterer kann zusätzlich die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Rub-Out-Zahl&amp;#039;&amp;#039; (RBZ) festgelegt werden&amp;lt;ref&amp;gt;A. Goldschmidt, H.-J. Streitberger: &amp;#039;&amp;#039;BASF Handbuch Lackiertechnik.&amp;#039;&amp;#039; Vincentz Network, 2002, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Zusätzlicher Auftrag eines dicken Lackstreifens am Rand des Prüflings zur Unterscheidung von Flokkulation und Entmischung&lt;br /&gt;
* Prüfung in Abmischung mit Weiß oder Prüfung im Vollton (nur bei der Prüfung von Pigmenten oder [[Pigmentpräparation]]en, erübrigt sich bei der Prüfung von fertigen Farbtönen)&lt;br /&gt;
* Festlegung einer Spezifikation: nicht sinnvoll, wird aber dennoch immer wieder versucht&lt;br /&gt;
* Prüfung gegen festgelegten (Produkt-)Standard oder ohne Standard als Einzelprüfung&lt;br /&gt;
* Prüfung über einem weißen Untergrund, über Glas oder zwischen zwei Glasplatten&amp;lt;ref name=&amp;quot;columb14&amp;quot;&amp;gt;Columbian Chemicals Company: &amp;#039;&amp;#039;Raven Blacks - Paint and coatings application guide.&amp;#039;&amp;#039; Marletta, USA, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Kritikpunkte zum Rub-Out-Test, dennoch ist diese Prüfung eine der wichtigsten im Lackbereich. Dies liegt vor allem an der schnellen und einfachen Durchführung und dem Mangel an einer genaueren und ebenso einfachen Prüfung. Zudem ist die Aussagekraft für den Zweck der schnellen Lackprüfung ausreichend. Durch die vielen Varianten sind Ergebnisse unterschiedlicher Labore in den seltensten Fällen vergleichbar. Im Einzelnen führen folgende Punkte zu den Differenzen und werden deshalb meist innerhalb einer Firma festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Lacksystem kann das Reiben mit dem blanken Finger auf Dauer ungesund sein. Demgegenüber steht die Tatsache, dass die Viskositätsgrenze mit Laborhandschuhen fast nicht spürbar ist. Bei der (unüblichen) Prüfung mit dem Pinsel sollte die Methode besser standardisiert sein, der Haupteffekt ist jedoch eine aufwendigere Reinigung. In allen Fällen ist das Ergebnis stark vom Prüfer und dessen Tagesform abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine definierte Prüfzeit dient dazu, den Gesamtenergieeintrag während der Prüfung zu standardisieren. Problematisch ist, dass das Aufbrechen der Flokkulate nur dann effektiv ist, wenn es auch durch die fortgeschrittene Trocknung stabilisiert wird. Eine feste Prüfzeit berücksichtigt weder Unterschiede zwischen den Prüfern, noch systembedingt unterschiedliche Trocknungszeiten. Das &amp;quot;Ranziehen&amp;quot; des Lacks wird durch den Finger &amp;quot;geprüft&amp;quot;, so gestaltet sich auch hier das prüferunabhängige Finden eines Endpunktes als äußerst schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die farbmetrische Auswertung sollte zu einer definierteren Bewertung führen. Hierbei muss beachtet werden, dass die Schichtdicke nahezu immer durch das Reiben verändert wird und somit nicht sichergestellt werden kann, ob der Untergrund unter der geriebenen Fläche nicht sichtbar ist. Selbst bei höherer Schichtdicke der geriebenen Fläche könnte die nicht geriebene Fläche noch eine gewisse Transparenz aufweisen. Somit werden die farbmetrischen Ergebnisse verfälscht. Bei visueller Auswertung kann dieses Problem eher eingegrenzt werden, allerdings ist dann die gesamte Skala willkürlich und prüferabhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;reiter11&amp;quot;&amp;gt;A. Reiter: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchung der Verträglichkeit von wässrigen bindemittelfreien Pigmentpräparationen in verschiedenen Bindemitteltypen.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prüfung zwischen Glasplatten wird das [[Deckvermögen]] und nicht die Farbstärkeentwicklung geprüft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;columb14&amp;quot; /&amp;gt; Nachteilig ist hier, dass einerseits die Einfachheit der Prüfung verloren geht, andererseits die Universalität. Ob eine Pigmentprobe beim weiteren Reiben transparenter oder deckender wird, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die mittlere [[Teilchengröße]] oberhalb oder unterhalb der Teilchengröße für maximales Deckvermögen liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderfälle ==&lt;br /&gt;
=== Rub-In ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;Rub-Out&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Rub-Up&amp;#039;&amp;#039; nur die Durchführung der Prüfung, also das Ausreiben selbst. Allerdings hat sich der Name auch als Bezeichnung des Ergebnisses eingebürgert. Die Bezeichnung Rub-In bezieht sich also auf den gegenteiligen Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rub-In&amp;#039;&amp;#039; ist irreführend, denn auch hier handelt es sich um einen &amp;#039;&amp;#039;Rub-Out-Effekt&amp;#039;&amp;#039;. Zu beobachten ist hier, dass nicht das Buntpigment flokkuliert, sondern das Weißpigment. Folglich wird beim Reiben das Weißpigment deflokkuliert und die geriebene Fläche erscheint farbschwächer als die ungeriebene Fläche. So entsteht der Eindruck, dass das Buntpigment durch Reibung zur Flokkulation gebracht wird, was natürlich nicht der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Effekt der Farbstärkeabnahme wird korrekt als &amp;#039;&amp;#039;negativer Rub-Out-Effekt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brock360&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeitsprüfung ===&lt;br /&gt;
Zur Prüfung der Verträglichkeit von Pigmentpräparationen, die bestimmungsgemäß in verschiedenen Zielsystemen eingesetzt werden können, wird ebenfalls der Rub-Out-Test verwendet. Hierbei wird die Pigmentpräparation in verschiedene, für die Anwendungsgebiete der Präparation repräsentative Lacksysteme eingebracht und jeweils ein Rub-Out-Test durchgeführt. So kann eine Art Fingerabdruck für die Verträglichkeit erstellt werden. Im Idealfall ist die Präparation in jedem System verträglich, weist also keinerlei Unterschiede zwischen geriebener und ungeriebener Fläche auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;reiter11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbmitteltechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prüfung von Beschichtungswerkstoffen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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