<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ruandabahn</id>
	<title>Ruandabahn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ruandabahn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruandabahn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T02:01:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruandabahn&amp;diff=1395509&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bleichi: /* Einleitung */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruandabahn&amp;diff=1395509&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-04-10T10:58:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruandabahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Eisenbahnprojekt, das die zentrale Eisenbahnlinie der [[Kolonie]] [[Deutsch-Ostafrika]], die [[Tanganjikabahn]], mit dem Nordwesten der Kolonie, dem heutigen [[Ruanda]], verbinden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ruandabahn sollte die Tanganjikabahn in [[Tabora]] verlassen und über 481&amp;amp;nbsp;km bis zum [[Kagera-Nil]] führen, der wiederum schiffbar war und der Bahn so Verkehr zuführen sollte. Sie sollte die [[Wasserscheide]] zwischen [[Tanganjikasee|Tanganjika-]] und [[Viktoriasee]] auf einer Höhe von 1550&amp;amp;nbsp;m überschreiten und hätte in erheblichem Umfang Kunstbauten erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative zu diesem Bahnbau wurde auch die Verlängerung der [[Usambarabahn]] nach Westen, über [[Aruscha]] hinaus zum Ufer des Viktoriasees, erwogen, von wo der Verkehr mit Ruanda dann auf dem Schiffsweg erfolgt wäre. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen und militärische Überlegungen sprachen aber eindeutig für die Ruandabahn. Das beruhte sowohl auf deren besserer Erschließungsfunktion als auch auf der günstigeren [[Gelände|Topografie]] des zu durchquerenden Geländes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnbau wurde mit ca. 47 Mio. [[Goldmark|Mark]] veranschlagt. Die Kosten sollten dadurch finanziert werden, dass die durch sie ermöglichte bessere Verkehrserschließung der deutschen Verwaltung die Erhebung von [[Steuer]]n ermöglicht hätte. Die Bahn hätte sich aus staatlicher Sicht selbst finanziert. Hinzu trat die Erwartung eines erheblichen Exportpotentials aus der damals gut entwickelten Landwirtschaft von Ruanda und [[Urundi]] (heute: [[Burundi]]). Das Geld für den Beginn des Bahnbaus war durch einen außerordentlichen Haushalt 1914 in Höhe von 17 Mio. Mark bewilligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorarbeiten für den Bahnbau hatten 1913 begonnen. Eine Bauzeit von drei bis vier Jahren wurde erwartet. Der Oberbau war bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg in Ostafrika|Ersten Weltkrieges]] auf einer Länge von 66 Kilometern von Tabora aus fertiggestellt. Der Krieg brachte das Projekt zum Erliegen, doch noch bis 1916 wurden Vermessungsarbeiten für die Bahn weitergeführt&amp;lt;ref&amp;gt;Innocent Kabagema: &amp;#039;&amp;#039;Ruanda unter deutscher Kolonialherrschaft 1899–1916&amp;#039;&amp;#039;, Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 1993, Seiten 114, 117–119.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus kriegswirtschaftlichen Gründen wurden im Krieg 40 Kilometer der Strecke von Tabora aus in Richtung Norden fertiggestellt. Aus Mangel an Schienen konnte der Bau nicht weitergeführt werden, aber die gebaute Strecke verkürzte die Tagesmärsche der [[Träger in Ostafrika im Ersten Weltkrieg|Trägerkolonnen]] auf der Straße Tabora-[[Mwanza|Muansa]] um zwei Tage.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Schnee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Ostafrika im Weltkriege&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1920, Seiten 160–161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Belgier, als neue Kolonialmacht nach dem Ersten Weltkrieg, demontierten die Gleise wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Steltzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen und ihr Kolonialreich&amp;#039;&amp;#039;. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1984, Seite 166, ISBN 3 7973 0416 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Deutsch-Ostafrika geteilt: Für den größten Teil, [[Tanganjika]], erhielt [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] ein [[Mandat (Völkerrecht)|Mandat]] des [[Völkerbund]]es. Ruanda und Urundi fielen an [[Belgien]]. Die britische Mandatsverwaltung hatte so kein Interesse mehr an einer Anbindung von Ruanda und Urundi. Ihr Interesse richtete sich viel mehr auf Warenströme in Richtung der eigenen Kolonien. Sie ergänzte deshalb die Tanganjikabahn um eine Stichstrecke von Tabora nach [[Mwanza]] (379&amp;amp;nbsp;km) zum Südufer des Viktoriasees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der deutschen Kolonialbahnen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Baltzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1916. Reprint: Leipzig 2008, S. 57ff., ISBN 978-3-8262-0233-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke in Tansania]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk in Ruanda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spurweite 1000 mm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht realisiertes Eisenbahnprojekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Deutsch-Ostafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schienenverkehr (Ruanda)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bleichi</name></author>
	</entry>
</feed>