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	<title>Roxy-Palast - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T12:11:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roxy frontal.jpg|mini|hochkant=1.4|Der Roxy-Palast in [[Berlin-Friedenau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roxy-Palast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1929 in der [[Hauptstraße (Berlin-Schöneberg)|Hauptstraße]] 78/79 im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Friedenau|Friedenau]] des damaligen [[Bezirk Schöneberg|Bezirkes Schöneberg]] als [[Kino]]- und Bürogebäude fertiggestellt. Der von [[Martin Punitzer]] im Stil der [[Neue Sachlichkeit (Architektur)|Neuen Sachlichkeit]] entworfene Bau steht seit 1988 unter [[Baudenkmal|Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.welt.de/print-welt/article333799/Der-Roxy-Palast.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Roxy-Palast&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20170108185954}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. August 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1986 wurden im Gebäude beim [[Bombenanschlag auf die Diskothek La Belle]] drei Menschen getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage, Baugeschichte und Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roxy Schild.jpg|mini|links|Hinweistafel am Seiteneingang des Roxy-Palastes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde als Büro- und Geschäftshaus mit integriertem [[Kino|Lichtspieltheater]] in [[Stahlskelettbau]]weise errichtet. Bauherr war die &amp;#039;&amp;#039;Berliner Bau- und Terrain AG&amp;#039;&amp;#039;, den Entwurf lieferte der Architekt Martin Punitzer (1889–1949), der später von den [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] als [[Judentum|Jude]] verfolgt wurde und nach [[Chile]] [[Auswanderung|emigrierte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-12 |url=http://www.landesarchiv-berlin.de/lab-neu/pic/01/20060905/01.pdf |text=Martin Albrecht Punitzer. |archivebot=2018-12-04 00:34:33 InternetArchiveBot}} (PDF) im [[Landesarchiv Berlin]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Umgebungsplan Roxy-Palast und Rathaus Friedenau, Berlln.png|mini|Lage des Roxy-Palastes mit dem [[Rathaus Friedenau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude befindet sich am südwestlichen Ende der [[Hauptstraße (Berlin-Schöneberg)|Hauptstraße]], kurz bevor diese am [[Breslauer Platz (Berlin)|Breslauer Platz]] in die [[Rheinstraße (Berlin)|Rheinstraße]] übergeht. Die Hauptstraße verläuft diagonal von Nordosten nach Südwesten, während die beiden Nebenstraßen der Hauptstraße, die den Block des Roxy-Palastes abgrenzen –&amp;amp;nbsp;Stier- und Lauterstraße&amp;amp;nbsp;– in Richtung Norden abgehen. Dadurch hat das Grundstück des Roxy-Palastes die Form eines [[Trapez (Geometrie)#Rechtwinkliges Trapez|rechtwinkligen Trapezes]]. Die Grenzen des Grundstücks zu den Nachbargebäuden bilden die (parallelen) Grundseiten des Trapezes: nördlich zur Hausnummer 77, einem Geschäftsgebäude, und südwestlich zum [[Rathaus Friedenau]]. Die (nichtparallelen) Schenkel des Trapezes bilden Vorder- und Rückseite des Grundstücks: der kürzere, rechtwinklige Schenkel grenzt an die Front zur Hauptstraße, während der längere Schenkel die rückwärtige Grenze zur Blockrandbebauung der Lauterstraße bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grundstück ist zur Hauptstraße hin rund 59&amp;amp;nbsp;[[Meter]] breit&amp;lt;!-- genaugenommen 59,33 m --&amp;gt;, während die Rückseite wegen der Trapezform rund 73&amp;amp;nbsp;Meter breit ist.&amp;lt;!-- genaugenommen 73,12 m--&amp;gt; An der schmalen Seite –&amp;amp;nbsp;davorstehend links, zum Rathaus Friedenau hin&amp;amp;nbsp;– ist das Grundstück 20&amp;amp;nbsp;Meter&amp;lt;!-- genaugenommen 20,06 m--&amp;gt; tief, während es an der breiten Seite –&amp;amp;nbsp;davorstehend rechts, zum nördlichen Nachbargebäude hin&amp;amp;nbsp;– knapp 63&amp;amp;nbsp;m tief ist.&amp;lt;!-- genaugenommen 62,80 m --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundriss EG 1:100&amp;quot;&amp;gt;Martin Punitzer: Roxy-Palast, [https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&amp;amp;p=79&amp;amp;Daten=149680 Grundriss EG 1:100]. In: Archiv des Architekturmuseums der TU-Berlin, Inv.-Nr.: 42007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diesem ungünstig geschnittenen Grundstück entwarf Punitzer „raumökonomisch geschickt“ einen viergeschossigen Riegelbau von 59&amp;amp;nbsp;m Breite und 14&amp;amp;nbsp;m Tiefe, der das Foyer des Kinos im nördlichen Teil überspannt. Das Kino selbst erstreckt sich in den tieferen Teil des Trapezgrundstückes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürogebäude ist ein dreiständriger Stahlskelettbau mit zwei Treppenhäusern, eines am Nord- und eines am Südende. Im Südteil des Erdgeschosses war das &amp;#039;&amp;#039;Kaufhaus Lauterbach&amp;#039;&amp;#039; untergebracht, später wurde diese Fläche in Läden unterteilt, und dann als Diskothek genutzt (siehe: &amp;#039;&amp;#039;[[La Belle (Diskothek)|La Belle]]&amp;#039;&amp;#039;). Über dem Kaufhausbereich hat das Gebäude drei Bürogeschosse, über dem höheren Kinosaal nur zwei. Das Kino hatte ein großes Parkett mit 24&amp;amp;nbsp;Sitzreihen und bis zu 28&amp;amp;nbsp;Sitzen je Reihe, neun zweisitzige Parkettlogen, einen Orchestergraben für [[Stummfilm]]e und einen Rang. Insgesamt besaß das Kino 1106&amp;amp;nbsp;Plätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Roxy-Palast.jpg|mini|Fensterbänder des Roxy-Palastes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straßenfassade des Roxy-Palastes ist in den Obergeschossen mit langgestreckten, durchlaufenden Fensterbändern gestaltet, die nur durch die Fenster des nördlichen Treppenhauses unterbrochen werden. Die Idee des Architekten war es, mit den Fensterbändern mehrere Filmstreifen zu symbolisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Blankenburg: &amp;#039;&amp;#039;Friedenau – Künstlerort und Wohnidyll. Die Geschichte eines Berliner Stadtteils&amp;#039;&amp;#039;. Frieling, Berlin 2006, ISBN 978-3-8280-2350-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Erdgeschoss war komplett verglast, und nahm im Kaufhausteil Schaufenster und Glastüren auf. Über dem Eingang des Kinos befand sich ein vertikaler [[Pylon (Architektur)|Pylon]] mit einer abstrakten Reklamefläche aus farbigem Glas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzungsgeschichte und Umbauten ==&lt;br /&gt;
Das Kino eröffnete am 31. Oktober 1929 um 21&amp;amp;nbsp;Uhr mit der Berliner Premiere des Stummfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Andreas Hofer (1929)|Andreas Hofer]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Ebling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedenau erzählt – Geschichten aus einem Berliner Vorort (1914–1933)&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;2. Edition Friedenauer Brücke, Berlin 2008, ISBN 978-3-9811242-2-4, S.&amp;amp;nbsp;277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gero Gandert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Film der Weimarer Republik. Ein Handbuch der zeitgenössischen Kritik.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-11-015805-1, S.&amp;amp;nbsp;17.&amp;lt;/ref&amp;gt; der mit Unterstützung der [[Tirol (Bundesland)|Tiroler]] Landesregierung gedreht worden war. Ehrengäste der Eröffnung waren der Staatssekretär im preußischen Innenministerium [[Wilhelm Abegg (Politiker)|Wilhelm Abegg]], Polizeivizepräsident [[Bernhard Weiß (Jurist)|Bernhard Weiß]], Oberst der Schutzpolizei von Hellriegel sowie der Bürgermeister von Friedenau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rote fahne 1929-11-03&amp;quot;&amp;gt;[http://dfg-viewer.de/v1/?set%5Bimage%5D=11&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fdigital-b.staatsbibliothek-berlin.de%2Fdigitalisate%2Frote_fahne_die%2Fmets%2F1929-11-03-1258734.xml&amp;amp;set%5Bzoom%5D=min&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0 &amp;#039;&amp;#039;Roxy-Palast stellt sich vor&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne]]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, Nr. 222/1929, 3. November 1929, S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kino-Direktor stellte das geplante Programm des Hauses in seiner Eröffnungsrede wie folgt dar: „Es wird uns leider unmöglich sein, immer die besten Filme zu bringen. Wir Deutsche wollen deutsche Filme sehen, aber uns armen Deutschen fehlt das Geld, darum…“&amp;lt;ref name=&amp;quot;rote fahne 1929-11-03&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete ein Rezensent den gezeigten Film &amp;#039;&amp;#039;Andreas Hofer&amp;#039;&amp;#039; als „[d]eutschnationale[n] Mist, in jeder Beziehung“, und konstruierte in Anwendung der [[Sozialfaschismusthese]] einen Zusammenhang zwischen der Anwesenheit von [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]- und Polizeivertretern bei der Premiere und den angeblich von der [[Johann Schober|Schober]]-Regierung in [[Österreich]] unterstützten Putschvorbereitungen der [[Heimwehr]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rote fahne 1929-11-03&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Roxy-Kinoeingang.jpg|mini|Ehemaliger Kinoeingang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Hauptstr 78 (Fried) Martin Punitzer.jpg|mini|hochkant|[[Gedenktafel]] in der [[Hauptstraße (Berlin-Schöneberg)|Hauptstraße]]&amp;amp;nbsp;78]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem Roxy-Palast sollte um 1930 an der Ecke zur [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Friedenau#Fregestraße*|Fregestraße]] ein sechs- bis siebengeschossiges [[Hertie Waren- und Kaufhaus|Hertie]]-Warenhaus des Architekten [[Johann Emil Schaudt]] im Stil der Neuen Sachlichkeit als „Einfalltor“ zu den damals neu gebauten Wohnanlagen an der [[Rubensstraße (Berlin)|Rubensstraße]] und den [[Ceciliengärten]] errichtet werden. Der Bau kam allerdings nie über die Planungsphase hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Ebling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedenau erzählt – Geschichten aus einem Berliner Vorort (1914–1933)&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;2. Edition Friedenauer Brücke, Berlin 2008, ISBN 978-3-9811242-2-4, S.&amp;amp;nbsp;275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Adressbuch verzeichnete 1931 unter der Adresse Hauptstraße 78/79 als Mieter des Gebäudes neben dem Kino &amp;#039;&amp;#039;Roxy-Palast&amp;#039;&amp;#039; zwei Werbeagenturen (darunter die &amp;#039;&amp;#039;[[Ströer DERG Media|Deutsche Eisenbahn-Reklame GmbH]]&amp;#039;&amp;#039;), ein Verkaufsbüro für &amp;#039;&amp;#039;Ceresit&amp;#039;&amp;#039; (damals ein Produkt der &amp;#039;&amp;#039;Wunner’sche Bitumenwerke GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Unna]], heute: [[Henkel (Konzern)|Henkel]]), einen Facharzt und die Berliner Niederlassung der &amp;#039;&amp;#039;Groß-Ziethener Kies- und Sandwerk GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;adress-1931&amp;quot;&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1931|5596|Hauptstraße 78/79|Teil=Teil 4|Seite=1603}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teilzerstörte Gebäude wurde 1951 nach Plänen des [[Stuttgart]]er Architekten [[Paul Stohrer]] zusammen mit Bruno Meltendorf wieder aufgebaut. Dabei wurde die Anzahl der Sitzplätze von ursprünglich 1106&amp;amp;nbsp;Plätzen auf 998 reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Filmwoche|Die Filmwoche]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 8/1951: „Die Hauptstraße im [[Bezirk Schöneberg]] hat wieder ihren Roxy-Palast, der während des Krieges ausgebombt wurde. Später entstand hier ein Kaufhaus, das jetzt der Direktion Lemke-Krüger hat Platz machen müssen. Annähernd 1000 Plätze werden zur Verfügung stehen. Bei der Eröffnung fehlten noch einige Stuhlreihen (weil aus Stuttgart nicht rechtzeitig geliefert) und auch die Raucherlogen hinter Glas, für 40 Qualmwütige erdacht, waren von der Baupolizei noch nicht freigegeben. Im übrigen ist schräg in unserer Zeit Trumpf und deshalb ist nichts an diesem Hause –&amp;amp;nbsp;einschließlich der sehr eigenwilligen Außenfront, die ihre größere Wirkung von der anderen Straßenseite gesehen bezieht&amp;amp;nbsp;– gerade. Günther Keil, Berlins passionierter Kino-Eröffner, taufte den neuartigen Stil –&amp;amp;nbsp;eine Gemeinschaftsarbeit von Dipl.-Ing. Arch. P.&amp;amp;nbsp;Stohrer, Stuttgart und Architekt B.&amp;amp;nbsp;Mellendorf, Berlin&amp;amp;nbsp;– ‚[[Picasso]]‘-Stil. Die Ansichten der Besucher waren recht unterschiedlich. Nicht abzustreiten sind ausgezeichnete Akustik und einwandfreie Bildwiedergabe, wobei zu bemerken war, daß die Bildwände weiterhin die Bestrebung haben, sich auszudehnen. Es scheint doch strikt nach [[Cinerama]] hinzudeuten. Außerdem: eingebaute Scheinwerfer für Bühnen-Ausleuchtung. Das Haus, technisch eingerichtet von [[UFA|Ufa]]-Handel, Berlin, und mit Bauer B VIII Projektoren arbeitend, eröffnete mit dem im Adler-Film-Verleih erscheinenden Film &amp;#039;&amp;#039;Küssen ist keine Sünd&amp;#039;&amp;#039;, der mit beifälliger Freude aufgenommen wurde.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin fehlte in der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] ein geeignetes Konzerthaus. Wie auch andere im Krieg erhalten gebliebene große Filmpaläste wurde der Roxy-Palast für Aufführungen von Konzerten ausgerüstet. „In das repräsentative 1000-Platz-Theater Roxy in Berlin-Friedenau, das zur Kinogruppe des Theaterbesitzers Hugo Lembke gehört, wurde ein Orchesterraum für 40 Musiker eingebaut. Die gute Akustik des Hauses überraschte, als zur Einweihung der Künstlernoteinsatz &amp;#039;&amp;#039;Figaros Hochzeit&amp;#039;&amp;#039; aufführte. Außerdem wurden nach Ideen Theaterleiter Ungers die Kassen modernisiert. Geschickte Raumausnutzung und rationalisierte Innenausstattung beschleunigen den Kartenverkauf und erleichtern die Arbeit der Kassiererinnen. Die Kartenschränke wurden für Satz- und Rollenkarten kombiniert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der neue Film&amp;#039;&amp;#039;, 22/1955&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Uwe Johnson]], der sich seinerzeit in [[New York City|New York]] aufhielt, mietete 1967 nach dem Verlust seines Ateliers in der nahegelegenen Niedstraße 14 durch Brand&amp;lt;ref&amp;gt;Bei dem Brand am 12. November 1967 in der Niedstraße 14 kam Johnsons Schwägerin Jutta Schmidt ums Leben, siehe Thomas Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Uwe Johnsons Jahrestage. Ein synoptisches Kalendarium&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Johnson-Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 6/1999, S.&amp;amp;nbsp;228, {{ISSN|0945-9227}}. Die Wohnung in der Niedstraße 14 war vorher Schauplatz der Vorbereitung des „Puddingattentats“ durch die [[Kommune&amp;amp;nbsp;I]] gewesen, die sich dort ohne Wissen Johnsons einquartiert hatte.&amp;lt;/ref&amp;gt; einen Geschäftsraum im kaum 400&amp;amp;nbsp;m entfernten Gebäude an, um die geretteten Teile seiner Unterlagen aufzubewahren. Nach seiner Rückkehr nach Berlin nutzte Johnson den Raum über dem Roxy-Palast von September 1968 bis September 1974 als „Schreibzimmer“ und verfasste dort große Teile seines Hauptwerkes &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrestage (Roman)|Jahrestage]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Uwe Johnson&amp;#039;&amp;#039;. Europäische Verlags-Anstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50051-0, S.&amp;amp;nbsp;616.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kino schloss Mitte der 1970er Jahre. Nach einer Zwischennutzung als Veranstaltungsort (u.&amp;amp;nbsp;a. mit Livemusik) eröffnete auf der ehemaligen Kaufhausfläche –&amp;amp;nbsp;nicht im Kinosaal&amp;amp;nbsp;– die Diskothek &amp;#039;&amp;#039;[[La Belle (Diskothek)|La Belle]]&amp;#039;&amp;#039;, in der 1986 bei einem Bombenattentat drei Menschen starben und 28 schwer verletzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|La Belle (Diskothek)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskothek wurde nach dem Anschlag nicht mehr weiterbetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Fassadengestaltung wurde 1987 wiederhergestellt, und ein Teppichgeschäft der Einzelhandelskette &amp;#039;&amp;#039;Gota&amp;#039;&amp;#039; zog in den Kinosaal ein, das 2009 wieder schloss. Die davorstehend links befindlichen Geschäfte sind weiterhin vermietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehr als einjähriger Umbauzeit eröffnete im Juni 2011 im Eingangsbereich und auf der Parkettfläche des ehemaligen Kinosaals ein [[Bio-Lebensmittel]]markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2018 stellte die Künstlergruppe &amp;#039;&amp;#039;Momenta&amp;#039;&amp;#039; für einen Monat Werke von fünf Künstlern in den Räumen des ehemaligen Ladengeschäftes aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karen Noetzel |url=http://www.berliner-woche.de/friedenau/kultur/der-ehemalige-roxy-palast-wird-fuer-einen-monat-ausstellungsraum-d147522.html |titel=Der ehemalige Roxy-Palast wird für einen Monat Ausstellungsraum |werk=[[Berliner Woche]] |datum=2018-04-04 |sprache=de |abruf=2018-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde der denkmalgeschützte Roxy-Palast unter der Planung von Klaus Schlosser Architekten erneut umgebaut, saniert und modernisiert und 2020 fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.klausschlosserarchitekten.com/roxy-palast/ |titel=Roxy-Palast – Klaus Schlosser Architekten |datum=2021-02-10 |abruf=2021-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die alte Reklamefläche aus vor allem grünfarbigen Glastafeln wurde in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Sinta Werner durch ein neues mehrfarbiges Farbkonzept ersetzt. Seit dem Umbau wird der Roxy-Palast gewerblich genutzt und dient als Ausbildungsstandort, [[Coworking]]-Space und Ladenfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schäche, Brigitte Jacob, David Pessier: &amp;#039;&amp;#039;Das Meisterwerk – Der Architekt Martin Punitzer und der Roxy-Palast&amp;#039;&amp;#039;. Jovis Verlag 2021, 128&amp;amp;nbsp;S., ISBN 978-3-86859-647-2.&lt;br /&gt;
* Peter Boeger: &amp;#039;&amp;#039;Architektur der Lichtspieltheater in Berlin. Bauten und Projekte 1919–1930&amp;#039;&amp;#039;. Arenhövel, Berlin 1993. ISBN 3-922912-28-1.&lt;br /&gt;
* Sylvaine Hänsel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinoarchitektur in Berlin 1895–1995&amp;#039;&amp;#039;. Reimer, Berlin 1995, ISBN 3-496-01129-7.&lt;br /&gt;
* Jürgen Lampeitl, Albert Ude, Wolf-Borwin Wendlandt: &amp;#039;&amp;#039;Martin Albrecht Punitzer, Architekt – eine Collage&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Albert Ude, Gelsendruck, Gelsenkirchen 1987.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Peter Lemburg: &amp;#039;&amp;#039;Denkmale in Berlin – Bezirk Schöneberg, Ortsteil Friedenau&amp;#039;&amp;#039;, 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Arenhövel, Berlin 2001, ISBN 3-922912-52-4. Herausgegeben vom [[Landesdenkmalamt Berlin]] und vom Bezirksamt Schöneberg von Berlin in der Reihe „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland“.&lt;br /&gt;
* Rolf Rave, Hans-Joachim Knöfel: &amp;#039;&amp;#039;Bauen seit 1900 in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. 3.&amp;amp;nbsp;Auflage. Kiepert, Berlin 1981, ISBN 3-920597-02-8.&lt;br /&gt;
* Senator für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;100 Berliner Bauten der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Roxy-Palast, Berlin|Roxy-Palast}}&lt;br /&gt;
* {{LDLBerlin|09066236|ja}}&lt;br /&gt;
* [https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&amp;amp;p=61&amp;amp;D1=Punitzer&amp;amp;D2=Martin&amp;amp;D3=Roxy-Palast%2C+Berlin-Sch%F6neberg Skizzen und Bauzeichnungen zum Roxy-Palast] im Archivbestand des [[Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin|Architekturmuseums der TU Berlin]] (als Teil des Nachlasses von Martin Punitzer)&lt;br /&gt;
* [https://stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmaltag2008/searchresult.php?dksi=4&amp;amp;dkdet=dk&amp;amp;dkmenu=b_16&amp;amp;p_bezirk=b_16&amp;amp;p_sort=id_bezirk%2Ctitel&amp;amp;p_hitsperpage=100 Tag des offenen Denkmals 2008]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52/28/23.2/N|EW=13/20/12.2/E|type=landmark|dim=100|name=Roxy-Palast, Berlin|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kino in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinogebäude in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Neuen Sachlichkeit in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürogebäude in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Friedenau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptstraße (Berlin-Schöneberg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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