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	<title>Rowlatt Act - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rowlatt_Act&amp;diff=750390&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 26. Oktober 2025 um 14:50 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rowlatt Act&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (amtliche Bezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anarchical and Revolutionary Crimes Act&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein am 18. März 1919 verabschiedetes Gesetz in [[Britisch-Indien]], das  „Sicherheitsmaßnahmen“ der Kriegszeit auf unbestimmte Zeit verlängerte, um öffentliche Unruhen kontrollieren und [[Verschwörung]]en aufdecken zu können. Das Gesetz wurde nach dem [[Richter]] Sir [[Sidney Rowlatt]] benannt, dem Vorsitzenden der Kommission, die den Gesetzesvorschlag erarbeitet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietermar Rothermund: &amp;#039;&amp;#039;Unter Gandhis sanfter Führung – Der indische Freiheitskampf&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Zeit-Lexikon Welt- und Kulturgeschichte, Band 13, Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit, ISBN 3-411-17603-2, S. 474 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es erlaubte der Regierung, jede des Terrorismus verdächtige Person innerhalb des indischen Kolonialreichs ohne Gerichtsverfahren zu inhaftieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Council of State]] hatte [[V. S. Srinivasa Sastri]] in Anwesenheit des [[Generalgouverneur und Vizekönig von Indien|Vizekönigs]] eine leidenschaftliche Rede gegen den Gesetzentwurf gehalten. Neben anderen indischen Politikern war auch [[Mohandas Gandhi]] ein entschiedener Gegner dieses Gesetzes und argumentierte, dass nicht jeder bestraft werden sollte als Antwort auf isolierte politisch motivierte Straftaten. Da der Rowlatt Act ein [[Ermächtigungsgesetz]] war, konnte Gandhi aber seine erprobte Kampagnentaktik der gezielten Gesetzesüberschreitung hier nicht anwenden. Das Gesetz führte zu Empörung in der Öffentlichkeit, aber auch bei den indischen Politikern, woraufhin die Zentralregierung [[Unterdrückung|repressive]] Maßnahmen ergriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. April wurde ein [[Hartal]] – der Begriff stammt von Gandhi – organisiert, bei dem die Arbeit ruhte sowie indische Geschäftsleute ihre Läden schlossen und zum Zeichen ihrer Empörung über das Gesetz fasteten. Gandhi ließ zwei seiner verbotenen Bücher, &amp;#039;&amp;#039;Hind Swaraj&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sarvodaya&amp;#039;&amp;#039; drucken und als Zeichen [[Ziviler Ungehorsam|Zivilen Ungehorsams]] öffentlich am Ende des Hartal und des 24-stündigen Fastens verkaufen. Dabei wurde den Käufern erklärt, dass sie wahrscheinlich inhaftiert würden. Die Regierung unterlief Gandhis Strategie dadurch, dass sie erklärte, nicht die verbotenen Bücher, sondern ein Neudruck sei verkauft worden, weshalb der Verkauf nicht strafbar gewesen sei&amp;lt;ref&amp;gt;Mahatma Gandhi: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/M., 1983, ISBN 3-518-37453-2 (engl. Erstausgabe 1930), S. 229ff &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hartal in [[Delhi]] war überschattet von wachsenden Spannungen, aus denen Unruhen im [[Punjab]] und anderen Provinzen resultierten. In Delhi, wo der Hartal bereits am 30. März begann, eröffnete die Polizei das Feuer auf Demonstranten, die friedlich zum Bahnhof zogen. Ähnlich entwickelten sich die Dinge in [[Lahore]]. Nachdem der Gouverneur des Punjab, Sir [[Michael O’Dwyer]], verfügt hatte, Gandhi dürfe den Punjab nicht betreten, und sich das Gerücht verbreitete, Gandhi sei verhaftet worden, schlugen Demonstrationen in gewalttätige Ausschreitungen um. In [[Pydhuni]] wurde Gandhi Zeuge, wie berittene Polizei mit Lanzen einen Demonstrationszug gewaltsam auflöste. In [[Ahmedabad]] gerieten Spinnereiarbeiter über das Gerücht, Gandhi sei im Gefängnis, so sehr in Wut, dass sie einen Unteroffizier töteten. In [[Nadiad]] wurde versucht, Eisenbahnschienen aufzureißen&amp;lt;ref&amp;gt;Mahatma Gandhi: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/M., 1983, ISBN 3-518-37453-2 (engl. Erstausgabe 1930), S. 236f &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des Erstarkens der Protestbewegung im Punjab wurden zwei der Führungsfiguren des [[Indischer Nationalkongress|Indischen Nationalkongresses]], [[Satya Pal]] und [[Saifuddin Kitchlew]], verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht. In der Folge kam es zum [[Massaker von Amritsar]], bei dem Hunderte friedlicher Teilnehmer einer Protestversammlung – Männer, Frauen und Kinder – vom Militär erschossen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi stellte daraufhin fest, seine Landsleute seien noch nicht reif für eine solche Auseinandersetzung und suspendierte den Hartal. Er erklärte, er habe einen &amp;#039;&amp;#039;„Fehler von der Größe des Himalaya“&amp;#039;&amp;#039; begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rowlatt Act wurde zusammen mit dem [[Indian Press Act, 1910]] und anderen Sondergesetzen 1922 durch den &amp;#039;&amp;#039;Special Laws Repeal Act&amp;#039;&amp;#039; aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sedition Committee; &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/hindswaraj.bjplib.028/ Rowlatt Sedition Report];&amp;#039;&amp;#039; 1918&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südasiatische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Britisch-Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Pakistans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Rechtsquelle (Pakistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mohandas Karamchand Gandhi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Britisch-Indien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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