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	<title>Rotwachsfreiheit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T17:12:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rotwachsfreiheit&amp;diff=1974402&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-11-27T09:41:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rotwachsfreiheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;ius cerae rubeae&amp;#039;&amp;#039;) war ein im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] seit etwa Ende des 14. Jahrhunderts vom Kaiser oder König verliehenes Privileg, das sogenannte „Rotsiegelprivileg“. Es beinhaltete das Recht, alle [[Siegel]]ungen mit rotem [[Siegelwachs]] durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Regelung ==&lt;br /&gt;
Der traditionellen Regel nach siegelten &lt;br /&gt;
* Kaiser, Könige, Kardinäle und staatsrechtlich „Souveräne“ mit rotem Wachs, &lt;br /&gt;
* geistliche [[Stift (Kirche)|Stifte]] und [[Kloster|Klöster]] mit grünem Wachs, &lt;br /&gt;
* Freie [[Reichsstadt|Reichsstädte]] mit weißem Wachs, &lt;br /&gt;
* der [[Patriarch von Jerusalem]] und die [[Großmeister (Ritterorden)|Großmeister]] der geistlichen [[Ritterorden]] mit schwarzem Wachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Ausweitung des Privilegs ==&lt;br /&gt;
Die Rotwachsfreiheit, die ursprünglich staatsrechtlich „Souveränen“ vorbehalten war, verlor jedoch, wie nachstehende Beispiele, zeigen, allmählich ihre Exklusivität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1467 war dieses Privileg offensichtlich nicht mehr auf „Souveräne“ beschränkt, sondern wurde nur noch als Vorrecht der Mitglieder des Herrenstandes gesehen. In diesem Jahr verlieh Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich III.]] seinem [[Österreich| österreichischen]] Untertanen, dem kaiserlichen Rat und [[Landeshauptmann]] in Österreich ob der Enns ([[Oberösterreich]]), Johann von [[Starhemberg]] (* 1412, † 1474), und gleichzeitig auch dessen Bruder Ulrich dem Älteren von Starhemberg († 1477), kaiserlicher Rat, Hauptmann und Pfleger zu [[Freistadt]] in Oberösterreich, sowie dessen Neffen, Kaspar von Starhemberg auf Sprinzenstein, Tegernbach und [[Grieskirchen]], und dessen Vetter, Rüdiger dem Älteren von Starhemberg, das Privileg der Rotwachsfreiheit, wodurch diese in den oberösterreichischen Herrenstand aufstiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Baptist Witting]] (Bearbeiter) in „Die Wappen des Adels in Niederösterreich“ Teil 2, S – Z, J. Siebmacher’s großes Wappenbuch Band 26 Teil (Nachdruck aus 1983  von Siebmacher’s Wappenbuch IV. Band, 4. Abteilung, 2. Teil (Nürnberg 1918); Verlag Bauer und Raspe ISBN 3 87947 036 7, S. 202).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Zeit später wurde auch die Beschränkung der Rotwachsfreiheit auf Mitglieder des Herrenstandes aufgegeben. So erhielt 1518 Georg von Tannberg († 23. September 1576) gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Burghard von Tannberg auf Aurolzmünster und Offenberg, Pfleger zu Gross-Enzersdorf (* ca. 1560), die kaiserliche Erlaubnis, mit rotem Wachs zu siegeln. Ersterer stieg trotzdem erst viel später, am 12. Juni 1572, in den Herrenstand auf, als er zum Reichsfreiherren von Tannberg erhoben wurde. Sein jüngerer Bruder hingegen verstarb noch im einfachen Adelsstand, und erst dessen Sohn David von Tannberg stieg am 12. Juni 1572 gemeinsam mit seinem Onkel in den Reichsfreiherrnstand auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Baptist Witting op. cit. S. 300 u. 301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zählten die von Starhemberg und die von Tannberg zum schlossgesessenen [[Uradel]] Oberösterreichs, so zeigt sich die Ausweitung des Privilegs der Rotwachsfreiheit z. B. darin, dass dieses Privileg 1594 gleichzeitig mit einer Bestätigung des rittermäßigen Adels und einer Wappenbesserung dem [[Johann Christoph Fugger]] († 1612), dem letzten prominenten Vertreter aus  der Linie der [[Fugger vom Reh]], verliehen wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Roeder von Diersburg Siegel 1797.jpg|mini|Rotes Siegel mit Familienwappen der [[Roeder von Diersburg (Adelsgeschlecht)|Roeder von Diersburg]] (1797)]]&lt;br /&gt;
Spätestens am 18. Oktober 1668 ging Kaiser [[Leopold I. (HRR) | Leopold I.]] noch einen Schritt weiter, indem er in seiner Eigenschaft als [[König von Böhmen]] dieses Privileg dem Hauptmann der Herrschaften [[Friedland (Böhmen)|Friedland]] (heute Frýdlant v Čechách in Tschechien) und [[Reichenberg]] (heute Liberec in Tschechien), [[Gideon Ehrlich von Ehrnfeldt]] († 1670), gleichzeitig mit der Erhebung in den einfachen böhmischen [[Adelsstand]] verlieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verleihung des Privilegs der Rotwachsfreiheit wurde somit ständig erweitert, sodass ab dem 17. Jahrhundert Kaiser, Könige und andere Souveräne, aber auch neu geadelte Kleinadelige wie die Familie [[Gideon Ehrlich von Ehrnfeldt|Ehrlich von Ehrnfeldt]] ihre Dokumente mit dem gleichen roten Wachs siegeln konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.adelsrecht.de/Lexikon/R/Rotwachsfreiheit/rotwachsfreiheit.html  Rotwachsfreiheit, auf der Webseite des Deutschen Adelsrechtsausschusses]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.schlagenhaft.net/urkunde.htm | wayback=20161111224330 | text=Erhebung von Georg, Hieronymus und Sigmund Schlaginhauffen in den rittermäßigen Adelsstand, Wappenbesserung und rote Wachsfreiheit durch Kaiser Ferdinand, 3. Mai 1621}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg von Frölichsthal: &amp;#039;&amp;#039;Adelsrechtliche Begriffe. Definitionen und Beschreibungen,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Adelsblatt&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang XLI (2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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