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	<title>Rotspon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rotspon&amp;diff=51476&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Ulrich Ammon, „Hans Bickel (Linguist)“ und „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“ usw.; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-14T17:24:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Ulrich Ammon, „Hans Bickel (Linguist)“ und „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“ usw.; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rotspon-Hamburg grFl.jpg|mini|Hamburger Rotspon]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rotspon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|GeoTrinity_Rotspon.ogg|anhören}}) ist ein altes deutsches Wort für [[Rotwein|roten Fasswein]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Ammon]], [[Hans Bickel (Linguist)|Hans Bickel]], [[Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)|Jakob Ebner]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Variantenwörterbuch des Deutschen]]: Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol&amp;#039;&amp;#039;. Gruyter Verlag, 2004, ISBN 3-11-016574-0, S. 642.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im engeren Sinne steht Rotspon für französischen Rotwein, der im Fass transportiert wird und in einer norddeutschen [[Hansestadt]] zur [[Weinflasche#Flaschenreife|Flaschenreife]] gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vonhave.de/epages/vonhave-online.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops//vonhave-online/Categories/%22Rotspon%20aus%20Hamburg%22 Definition des Rotspons bei Heinr. von Have, Hamburg über Ursprung/Transport/Reifung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft ==&lt;br /&gt;
Im Mittelniederdeutschen steht &amp;#039;&amp;#039;Spōn&amp;#039;&amp;#039; für ein „hölzernes Gefäß“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Rotspon Eintrag im Duden, aufgerufen am 2. August 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Plattdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Spoon&amp;#039;&amp;#039; bedeutet hochdeutsch „Span“ oder „Holz“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rotspon-hamburg.de/de |titel=Rotspon aus Hamburg – eine in Hamburg gereifte Weinspezialität |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130111094930/http://www.rotspon-hamburg.de/de |abruf=2013-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Kompositum (Grammatik)|Kompositum]] Rotspon geht vermutlich auf die Verfärbung des Holzfassinneren durch den darin gelagerten Rotwein zurück. Eine andere These besagt, dass man den Rotwein einst aus Holzkrügen trank, deren Inneres sich dann rot verfärbte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Hamburger Rotspon ist bio, vegan und kommt aus Bergedorf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Abendblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 1. November 2013, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traditionelles Herstellungsverfahren ==&lt;br /&gt;
Der Name Rotspon steht für im Eichenfass aus Frankreich eingeführte und anfangs bevorzugt in [[Lübeck]] bis zur Flaschenreife gelagerte und dann abgefüllte [[Bordeaux (Wein)|Bordeaux-Weine]]. Der Rotspon-Handel begann zur [[Hanse]]zeit im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, gewann jedoch erst im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Ursache des Phänomens blieb im Unklaren und beruhte wahrscheinlich auf einer Kombination unterschiedlicher Faktoren: In früheren Zeiten waren Winzer oft arm und ihre Fässer von minderer Güte. Die hansischen Kaufleute verwendeten hingegen zur Lagerung qualitativ hochwertige Eichenfässer ([[Barrique]]). Hinzu kamen der mehrwöchige [[Güterverkehr|Seetransport]] und vermutlich auch das spezielle Mikroklima der hanseatischen Weinkeller. Eine weitere Qualitätssteigerung lag sicherlich in dem [[Fachkundig|kundigen]] [[Cuvée|Verschnitt]] verschiedener [[Los (Produktion)|Chargen]] unterschiedlicher Weingüter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend stellte der Rotspon eine deutliche qualitative Verbesserung gegenüber jenen Weinen dar, die „zu Hause“ in Frankreich geblieben waren. Jedenfalls sollen Bordelaiser Winzer bei gelegentlichen Besuchen in den Hansestädten ihre eigenen Weine nicht wiedererkannt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungeschützter Begriff ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder Wein, der als Rotspon in den Handel gelangt, ist traditionsgemäß im Fass gekaufter und im Fass gen Norden transportierter Wein. Da der Begriff Rotspon nicht geschützt ist und seine Eigenschaften nicht festgelegt sind, werden unter seinem Signum auch Weine verkauft, die lediglich Sonderabfüllungen eines bestimmten Bordeauxweines darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hanseatischer Rotspon ==&lt;br /&gt;
=== Lübeck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:WeinhausvonMelle.JPG|mini|Weinhaus von Melle, Beckergrube in Lübeck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Lübeck und den Küstenregionen der [[Biskaya]] wurde ab dem 16. Jahrhundert Salz als Konservierungsmittel für Fische verschifft („Lübecker Frankreichfahrt“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hansische Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. Hansischer Geschichtsverein, Bd. 104, Lübeck 1986, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Beiladung waren Fässer mit Bordeaux-Wein. Die Idee zu dessen Verfeinerung durch Seewegtransport, [[Ausbau (Wein)|Ausbau]] und Lagerung in Lübeck geht auf den [[Ratsherr]]n und Kaufmann [[Thomas Fredenhagen]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eine großartige Geschichte lebt: „Lübecker Rotspon.“&amp;#039;&amp;#039; In: Lübecker Nachrichten vom 27. November 2014, S. IV.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionelle Hersteller des &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Rotspons&amp;#039;&amp;#039; sind vor allem die Firma &amp;#039;&amp;#039;[[Carl Tesdorpf]]&amp;#039;&amp;#039; in der historischen [[Mengstraße]] und der &amp;#039;&amp;#039;Weinhandel H. F. von Melle GmbH&amp;#039;&amp;#039; in der Beckergrube.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.luebeck.de/tourismus/infos_az/spezialitaeten/rotspon.html Hansestadt Lübeck: Spezialitäten aus Lübeck, aufgerufen am 2. August 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamburg ===&lt;br /&gt;
In Hamburg sind die Weinhandelshäuser &amp;#039;&amp;#039;Heinr. von Have&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Bergedorf]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/hamburg/article121430008/Der-Hamburger-Rotspon-ist-bio-vegan-und-kommt-aus-Bergedorf.html „Der Hamburger Rotspon ist bio, vegan und kommt aus Bergedorf“] Artikel im [[Hamburger Abendblatt]] vom 1. November 2013, abgerufen am 20. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das &amp;#039;&amp;#039;Weinkontor G. H. Wehber &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Duvenstedt]] Erzeuger von Rotspon mit einer gewissen Tradition. Seit 2008 lässt auch die Firma &amp;#039;&amp;#039;Johannes Kemnitz Weinimport&amp;#039;&amp;#039; in ihrer Kellerei in [[Hamburg-Billbrook]] Rotspon reifen und füllt ihn ab. „Rotspon aus Hamburg“ wird bei allen offiziellen Anlässen der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]] und des [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Senats]] im [[Hamburger Rathaus]] gereicht. Bei den Flaschen dieser Abfüllungen befindet sich eine historische Darstellung des [[Landeswappen Hamburgs#Großes Staatswappen und Logo|Großen Hamburgischen Staatswappens]] auf dem Etikett, das nur die Bürgerschaft, der Senat und das [[Hamburgisches Verfassungsgericht|Hamburgische Verfassungsgericht]] führen. Sie sind allerdings nicht mit dem „Senatswein“, dem &amp;#039;&amp;#039;Hamburg Stintfang Cuvée&amp;#039;&amp;#039;, zu verwechseln, der aus Trauben am [[Stintfang]] hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stintfang#Weinberg auf dem Stintfang]]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Rotspon aus Hamburg“ wird gern als Gastgeschenk aus Hamburg überreicht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/archiv/2001/article204769707/70-Hamburger-im-Bundestag.html „Bürgerschaftsabgeordnete besuchten Parlament und Landesvertretung. 70 Hamburger im Bundestag.“] Artikel im [[Hamburger Abendblatt]] vom 17. Februar 2001, abgerufen am 20. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist auch in der [[Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund|Hamburgischen Landesvertretung in Berlin]] verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Hansestädte ===&lt;br /&gt;
Der Rotspon hat auch in anderen heutigen oder früheren Hansestädten wie [[Bremen]], [[Rostock]] und [[Münster]] [[Tradition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hansestadt [[Antwerpen]] gibt es eine Weinhandlung, die Rotspon in verschiedenen Sorten getrennt nach Bordelaiser [[Herkunftsbezeichnung|Appellationen]] anbietet; Rotspon aus [[Margaux (Weinbaugebiet)|Margaux]], aus [[Saint-Julien (Wein)|Saint-Julien]].&amp;lt;!--hier fehlt etwas ... und aus [[--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rotspon in der belletristischen Literatur ==&lt;br /&gt;
Bei [[Fjodor Dostojewski]] erzählt General Iwolgin in &amp;#039;&amp;#039;[[Der Idiot]]&amp;#039;&amp;#039; im Gefängnis bei einer Flasche Rotspon die Belagerung von Kars und die Geschichte vom auferstandenen Soldaten. Ein bekannter Anhänger des Rotspons war der niederdeutsche Dichter [[Fritz Reuter]]. [[Thomas Mann]] erwähnt den Rotspon in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Heinrich Mann]] in seinen Novellen &amp;#039;&amp;#039;Das gestohlene Dokument&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der Unbekannte&amp;#039;&amp;#039; sowie in seiner Komödie &amp;#039;&amp;#039;Das Strumpfband&amp;#039;&amp;#039;. [[Wolfgang Koeppen]] beschreibt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Jugend&amp;#039;&amp;#039; den Rotspon, mit [[Safran]], Nelken und Zimt erhitzt, als altes Hausrezept. [[Felix Graf von Luckner]] erwähnt Rotspon in seiner Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Seeteufel&amp;#039;&amp;#039;. Auch in [[Alfred Andersch]]s &amp;#039;&amp;#039;Sansibar oder der letzte Grund&amp;#039;&amp;#039; wird Rotspon im Zusammenhang mit Pfarrer Helander erwähnt. [[Adolf Eichmann]] gab an, dass im Anschluss an die [[Wannsee-Konferenz]] ein „guttemperierter Rotspon“ gereicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kampe, Peter Klein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942. Dokumente, Forschungsstand, Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2013, S. 93.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Torna viagem]]&lt;br /&gt;
* [[Louis-Gaspard Estournel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marcus Reckewitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Populäre Wein-Irrtümer. Ein unterhaltsames Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Anaconda Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-86647-820-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rotwein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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