<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rothenstein</id>
	<title>Rothenstein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rothenstein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rothenstein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-25T06:36:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rothenstein&amp;diff=191820&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rothenstein&amp;diff=191820&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-02T16:54:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Gemeinde Rothenstein in Thüringen; zu anderen Bedeutungen siehe [[Rothenstein (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Rothenstein Saale.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/50/58/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 11/36/19/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Rothenstein in SHK.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Saale-Holzland-Kreis&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Südliches Saaletal&lt;br /&gt;
|Höhe              = 160&lt;br /&gt;
|PLZ               = 07751&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036424&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16074079&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Bahnhofstr. 23&amp;lt;br /&amp;gt;07768 Kahla&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.rothenstein-saale.de/ www.rothenstein-saale.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Matthias Kühne&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rothenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im Süden des [[Thüringen|thüringischen]] [[Saale-Holzland-Kreis]]es und Teil der [[Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal]].&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Rothenstein liegt südlich von [[Jena]] am westlichen Ufer der [[Saale]], der Ortsteil [[Oelknitz]] am östlichen Ufer. Während die örtlichen Felsen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://kahla.de/cms/index.php?page=28-die-bastei-und-die-schurfhoehlen-am-rothensteiner-felsen |text=kahla.de: Die Bastei und die Schurfhöhlen am Rothensteiner Felsen. |wayback=20160606210347 |archiv-bot=2019-05-10 22:32:28 InternetArchiveBot}} Abgerufen am 6. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; einst die befestigte Fernhandelsroute zwischen [[Nürnberg]] und [[Leipzig]] über zwei [[Furt]]en zwangen, führt die heutige [[Bundesstraße 88]] ohne Flussquerung durch das Nadelöhr zwischen [[Steilhang]] und Fluss. Die B&amp;amp;nbsp;88 wird seit dem 25. August 2022 über eine neue Umgehungsstraße sowie einen [[Tunnel Rothenstein|Tunnel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thueringen.de/th9/infoportal/bauundverkehr/verkehr/aktuell/bundesstrassen/b88_rothenstein thueringen.de: Informationsportal Ausbau der B&amp;amp;nbsp;88.] Abgerufen am 6. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; geführt. Direkt der Rothensteiner Hauptstraße verlaufen die [[Bahnstrecke Großheringen–Saalfeld]] und der Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Durch archäologische Grabungen am Sandberg (Helenenberg) bei Oelknitz, die eine [[Freilandsiedlung Oelknitz|Station]] der Wildpferdjäger der [[Jungpaläolithikum|jüngeren Altsteinzeit]] ([[Magdalénien]]) freilegten ([[Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens]] Weimar, [[Ur- und frühgeschichtliche Sammlung der Universität Jena|Germanisches Museum der Universität Jena]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://web11.p15166456.pureserver.info/justorange_cms-138.html |text=Ausgrabungen in Ölknitz, 1932: Spätes Jungpaläolithikum im mittleren Saaletal (Thüringen) |wayback=20100617184330}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), sowie durch Funde am Kuhberg (Felsen) bei Rothenstein konnte eine Besiedlung dieses Abschnittes des mittleren Saaletales vor 12.000 Jahren nachgewiesen werden. Bemerkenswert sind die dabei gefundenen Frauen-Statuetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Untergang des [[Geschichte Thüringens#Königreich Thüringen|Thüringerreiches]] 531 drangen vermutlich im 8. Jahrhundert [[Slawen|slawische]] Bevölkerungsgruppen in diese Gegend vor und siedelten sich unter anderem beiderseits der Saale in der heutigen Gemarkung von Rothenstein und Oelknitz an. Sie werden später zu der Großgruppe der [[Sorben]] gezählt. Gleichzeitig ist im 8. und 9. Jahrhundert auch eine [[Franken (Volk)|fränkische]] Besiedlung anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rodostein.jpg|links|mini|Ausschnitt aus dem [[Breviarium Sancti Lulli]] mit der Ersterwähnung von „Rodostein“ 786]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothenstein.jpg|mini|Rothenstein an der Saale]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Statuetten Oelknitz.jpg|mini|Frauenstatuetten aus Oelknitz im [[Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens]] Weimar ]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Rothenstein im Verzeichnis [[Breviarium Sancti Lulli]] der von Erzbischof [[Lullus (Lul)|Lullus]] († 786) von Mainz für das [[Kloster Hersfeld]] von [[Freie]]n verliehenen Gütern erstmals urkundlich als &amp;#039;&amp;#039;Rodostein&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Das Kloster besaß hier 14 [[Hufe]]n mit Slawen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spätere Urkunde des [[Kloster Fulda|Klosters Fulda]] von 874 nennt die Siedlung &amp;#039;&amp;#039;Citem rotenstenni&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taschenbuch&amp;quot;&amp;gt;[[Jonathan Karl Zenker|Jonathan C. Zenker]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-topographisches Taschenbuch von Jena und seiner Umgebung besonders in naturwissenschaftlicher u. medicinischer Beziehung.&amp;#039;&amp;#039; Frommann, Jena 1836, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10022377_00159.html S. 145].&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine urkundliche Erwähnung findet der Ort Oelknitz als &amp;#039;&amp;#039;Oblocewicz&amp;#039;&amp;#039; erst im Jahre 1283, obwohl anzunehmen ist, dass die slawische Siedlung östlich der Saale bereits längere Zeit bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als frühe fränkische Siedlung gehörte Rothenstein zum Machtbereich der Kirchberger und später der [[Lobdeburger]]. Die geschlossene Herrschaft der Lobdeburger stand dem im 14. Jahrhundert fortschreitenden Ausbau der wettinischen Landesherrschaft im Wege. Durch Käufe und geschickte Heiratspolitik der [[Wettiner]] gelangte auch Rothenstein nach und nach in deren Besitz. Im Zuge des Verwaltungsaufbaus kam der Ort zum Amt [[Burgau (Jena)|Burgau]] (später Jena-Burgau). Ein erstes Einwohnerverzeichnis ist für den Zeitraum 1421–1425 überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei Zahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg. Ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der AMF.&amp;#039;&amp;#039; 55, {{ZDB|2380765-9}}). Als Manuskript gedruckt. Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung, Mannheim 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberhalb von Rothenstein lag auf dem Plateau des Kuhberges (Felsen) das heute wüste Dorf „Rothensteinchen“ ([[Wüstung Kleinrothenstein]]). Wann und wie dieses Dorf wüst geworden ist, ist noch nicht geklärt. Beschreibungen, dass dies erst im [[Sächsischer Bruderkrieg|Sächsischen Bruderkrieg]] (1446–1451) wüst gefallen ist, treffen nicht zu. Die Einwohner siedelten sich in den umliegenden Orten, darunter sicher auch in Rothenstein an. Die Flur des ehemaligen Ortes fiel später an Rothenstein (urkundlich 1683). Wegen der häufigen Grenzstreitigkeiten tauschte 1478 Herzog [[Wilhelm III. (Sachsen)|Wilhelm III. von Sachsen]] (Thüringer Landgraf) seinen Anteil an der Stadt [[Freiberg]] mit seinen in der [[Mark Meißen]] regierenden [[Verwandtschaftsbeziehung|Vettern]] gegen die Pflege Burgau, zu der auch Rothenstein gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oelknitz wurde dem Amt [[Leuchtenburg (Seitenroda)|Leuchtenburg]] unterstellt. Neben den Besitzungen des Amtes verfügten vom 13. bis zum 17. Jahrhundert in Oelknitz noch lokale Grundherren über eigene Besitzungen in und um Ölknitz. Erst 1659 fiel das Oelknitzer Gut mit allen Rechten an das Amt Leuchtenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Während der Regierungszeit Wilhelms III., der sich um die Errichtung einer einheitlichen Rechtsordnung für [[Thüringen]] bemühte, wurde im Jahre 1480 erstmals das überkommene Rothensteiner Ortsrecht (Rothensteiner Dorfgewohnheit&amp;amp;nbsp;– 25 Artikel) aufgezeichnet und vom Amt Burgau bestätigt. Die Rothensteiner Dorfgewohnheit wurde vom Amt Jena-Burgau 1686 in neuer Fassung (31 Artikel) bestätigt und blieb in dieser Form bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gültiges Ortsrecht. 1851 wurde ein Ortsstatut nach der Gemeindeordnung von [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] von 1850 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1525 wurde vom Rothensteiner Dorfrichter Jacob Eylinger berichtet, der die Bauern der Nachbardörfer zum Widerstand gegen die herrschaftliche Abgabenordnung aufgerufen haben soll. Im Zuge der [[Reformation]] wurde ab 1529 die Kirche in Oelknitz Filialkirche der Rothensteiner Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rothenstein war 1564 von [[Hexenverfolgung]] betroffen. Eine Frau geriet in einen [[Hexenprozess]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Füssel: &amp;#039;&amp;#039;Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 244, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Unwetter, das unter der Bezeichnung „[[Thüringer Sintflut]]“ in die Geschichte einging, entstand im Mai 1613 der Wasserriss der Rothensteiner Trebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde der Ort und die Kirche durch marodierende Heerscharen geplündert. Herzog [[Bernhard von Sachsen-Weimar]], protestantischer Feldherr, schenkte bei seinem Durchzug im Jahre 1634 der beraubten Kirche einen vergoldeten Abendmahlskelch. Ein Bericht aus dem Jahre 1640 nennt in Rothenstein 74 [[Hofreite]]n, darunter 11 wüste Brandstätten und 12 wüste und leere Häuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Saaletal waren Reisende durch den die Saale verdrängenden Felsen gezwungen, bei Rothenstein und Oelknitz zweimal die Saale zu durchqueren. Durch die zunehmende Nutzung dieser Furten auf der Handelsstraße Nürnberg–Leipzig erhielten Rothenstein und Oelknitz wirtschaftlichen Auftrieb. Saalehochwasser und Unfälle zwangen die Reisenden zu Aufenthalten (Gedenkstein von 1582 an der Saalefurt). Die Gasthöfe „Goldenes Schwert“ (1674) und „Weißes Roß“ (1698) wurden errichtet und mit Privilegien zur Beherbergung und Beköstigung Reisender ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzwirtschaft und [[Flößerei]] gewannen an Bedeutung. Die Rothensteiner Dorfordnung von 1686 traf Festlegungen zum Holz-Geleit in Oelknitz. Im 18. Jahrhundert werden sechs Flößer in Oelknitz genannt. Der Oelknitzer Anger wurde ein wichtiger Umschlagplatz für Floßholz aus den östlichen Wäldern. Der Gasthof in Oelknitz wurde Treffpunkt der jährlichen Versammlung der Floßgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1700 ließen Nürnberger Kaufleute eine erste Straße unterhalb des Felsens anlegen, die während der Regierungszeit des Großherzogs [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)|Karl August]] um 1800 weiter ausgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochwasser 1890.jpg|mini|Das zerstörte Oelknitz nach dem Dammbruch beim Hochwasser im November 1890]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölknitz Kirche.PNG|mini|Kirche zu Ölknitz 1962]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pegelhaus.jpg|mini|Das 1990 neu errichtete Pegelhaus bei Rothenstein an der Saale]]&lt;br /&gt;
Die Saale war Grenzlinie der Herzogtümer [[Sachsen-Altenburg]] und [[Sachsen-Weimar (Herzogtum)|Sachsen-Weimar]]. 1838 wurde durch eine Aktiengesellschaft, der auch die Gemeinden Rothenstein und Oelknitz angehörten, die Finanzierung und der Bau einer hölzernen Hausbrücke begonnen. Diese Brücke wurde 1839 eingeweiht. Die Brücke wurde beim Hochwasser im November 1890 zerstört. Der Wasserstand der Saale wird seit 1884 am [[Pegel (Wasserstandsmessung)|Pegel]] Rothenstein kontrolliert und seit 1991 elektronisch an die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hnz.thueringen.de/hw2.0/57028.0_stamm_hnz.html Pegeldaten der Saale bei Rothenstein] bei der &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 bis 1874 wurde die [[Bahnstrecke Großheringen–Saalfeld|Saalbahn]] Großheringen–Saalfeld der [[Saal-Eisenbahn-Gesellschaft]] gebaut, der erste Spatenstich der Strecke fand am 23. Oktober 1871 bei Rothenstein statt. Am 30. April 1874 wurde der Eröffnungszug am alten Bahnhof (2003 abgebrochen) feierlich empfangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Drescher: &amp;#039;&amp;#039;Die Saal-Eisenbahn und ihre Anschlußbahnen.&amp;#039;&amp;#039; Transpress – Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1987, ISBN 3-344-00109-4, S. 14 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mussten [[Kriegsgefangene]] und [[Zwangsarbeiter]] aus [[Polen]] und anderen Ländern in den rüstungswichtigen Stollen unter dem &amp;#039;&amp;#039;Trompeterfelsen&amp;#039;&amp;#039; nahe dem Ort arbeiten. Der Optikkonzern [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] hatte dort eine [[U-Verlagerung]] mit dem Codenamen &amp;#039;&amp;#039;Albit&amp;#039;&amp;#039; mit Fertigungsanlagen und Materiallager realisiert, weil es günstige Transportanschlüsse gab. Früher war hier [[Kaolin]] abgebaut worden. Auf dem Friedhof des Ortes befinden sich drei Gräber von Zwangsarbeitern, von denen einer im Februar 1945 erschossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterirdischen Fertigungsanlagen wurden von den Besatzungsmächten 1945 demontiert und abtransportiert. Danach nutzte die [[Rote Armee]] von 1945 bis 1950 die riesigen unterirdischen Räume als Lager für Waffen und Munition. Ab den 1970er Jahren wurde das Stollensystem durch die [[Nationale Volksarmee|NVA]] als größtes militärisches Depot in Zentraleuropa genutzt und zu einem Bestandteil des [[Komplexlager 22]], auch wegen der günstigen Autobahnanbindung. In den 1990er Jahren modernisierte die [[Bundeswehr]] das Stollensystem von 5.000 m Länge mit Klimaanlagen, eigenem Wasserwerk und Notstromanlagen. Im Jahre 2004 wurde die gesamte Liegenschaft an die terra space GmbH verkauft. In den folgenden Jahren entstand nach einem jahrelangen Bebauungsplanverfahren aus dem ehemaligen Militärgebiet ein Gewerbegebiet und auch die gewerbliche Nutzungs- und Baugenehmigung für das Sicherheitsdepot selbst wurde bei den zuständigen Behörden erwirkt. Die terra space GmbH hat in den Jahren 2009 bis 2013 Nutzungskonzepte für ein Hochsicherheits-Rechenzentrum und Wertdepot entwickelt. Seit Anfang 2013 wurden Investoren für die alternativen Betreibermodelle gesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2015 hat die US-amerikanische Firma Vivos bekanntgegeben, den Komplex zu einem Luxus-Bunker – „Vivos Europa One“&amp;lt;ref&amp;gt;The Vivos Group – [https://terravivos.com/secure/vivoseuropaone.htm &amp;#039;&amp;#039;Vivos Europa One.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;genannt –&amp;amp;nbsp;umbauen zu wollen&amp;lt;ref&amp;gt;Jim Dobson: [https://www.forbes.com/sites/jimdobson/2015/06/12/billionaire-bunkers-exclusive-look-inside-the-worlds-largest-planned-doomsday-escape/ &amp;#039;&amp;#039;Billionaire Bunkers: Exclusive Look Inside the World&amp;#039;s Largest Planned Doomsday Escape.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Forbes Life&amp;#039;&amp;#039;, vom 12. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sophie Jane Evans: [http://www.dailymail.co.uk/news/article-3123296/The-ultimate-doomsday-escape-California-entrepreneur-builds-1billion-luxury-underground-bunker-tiny-German-village-millionaires-event-apocalypse-survivors-live-year-without-leaving.html &amp;#039;&amp;#039;‚The ultimate doomsday escape‘.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Daily Mail – Online&amp;#039;&amp;#039;, vom 14. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der gegen Atomschläge und radioaktiven Niederschlag besonders geschützten Anlage sollen 6000 Personen z.&amp;amp;nbsp;B. im Falle eines Atomkrieges in luxuriös ausgestatteten Unterkünften bis zu ein Jahr autark von der Außenwelt überleben können. Der Zugang zum Bunker soll nur aufgrund einer entsprechenden Einladung durch Vivos möglich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 feierte Rothenstein 1225 Jahre urkundliche Ersterwähnung mit einer Festwoche und einem Festumzug.&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Blankenburg: [https://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Historischer-Festumzug-zur-1225-Jahr-Feier-von-Rothenstein-531645727 &amp;#039;&amp;#039;Historischer Festumzug zur 1225-Jahr-Feier von Rothenstein.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ostthüringer Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 27. Juni 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesem Anlass gab der Geschichts- und Heimatverein eine umfangreiche Chronik mit dem Titel „Von Rodostein nach Rothenstein“ heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2011 wurde an der Einführung eines Gemeindewappens gearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Annett Eger: [https://www.otz.de/leben/land-und-leute/article219139103/Sechs-Wappenentwuerfe-fuer-Doppelgemeinde-Rothenstein-Oelknitz.html &amp;#039;&amp;#039;Sechs Wappenentwürfe für Doppelgemeinde Rothenstein/Oelknitz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ostthüringer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses wurde im Juni 2015 vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Annett Eger: [https://www.otz.de/leben/land-und-leute/article221019685/Rothenstein-und-Oelknitz-nun-auch-im-Wappen-vereint.html &amp;#039;&amp;#039;Rothenstein und Oelknitz nun auch im Wappen vereint.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ostthüringer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 19. September 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das neue Gemeindewappen wurde von Jens Hild entworfen und ist seit Juli 2015 anlässlich des 50. Jahrestages des Zusammenschlusses beider Ortsteile offiziell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021 erfolgte die Aufnahme der Gemeinde in das Programm zur Dorferneuerung und –entwicklung von 2022 bis 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. März 2022 fand die Einholung der neuen Glocken für die Rothensteiner Kirche statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
1965 wurden Rothenstein und Oelknitz zur neuen Gemeinde Rothenstein vereint.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rothenstein-saale.de/ber%20uns.htm Webseite der Gemeinde Rothenstein], aufgerufen am 19. September 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
* [[Dorfkirche Rothenstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bf Rothenstein, EG.JPG|mini|Haltepunkt Rothenstein (2017)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Rothenstein hat einen Haltepunkt an der [[Bahnstrecke Großheringen–Saalfeld|Saalebahn]], hier verkehrt im Stundentakt die RB 25 ([[Abellio Rail Mitteldeutschland]]) nach [[Halle (Saale)|Halle]] oder [[Saalfeld/Saale]] sowie die RB 28 ([[Erfurter Bahn]]) im Zwei-Stunden-Takt nach [[Jena]] oder [[Pößneck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Anglerverein Oelknitz e. V.&lt;br /&gt;
* Anglerverein Rothenstein e. V.&lt;br /&gt;
* Kindergartenförderverein e. V.&lt;br /&gt;
* Schulförderverein Rothenstein e. V.&lt;br /&gt;
* SV08 Rothenstein e. V. (Fußball)&lt;br /&gt;
* Geschichts- und Heimatverein Rothenstein/Oelknitz e. V.&lt;br /&gt;
* Männerchor Rothenstein e. V.&lt;br /&gt;
* Interessengemeinschaft Rothensteiner Felsen e. V.&lt;br /&gt;
* Jugendclub Rothenstein e. V.&lt;br /&gt;
* Jagdgenossenschaft Rothenstein/Oelknitz&lt;br /&gt;
* Das DORF Rothenstein-Oelknitz e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Johann Friedrich Vulpius (1644–1715), Pfarrer, Urgroßvater von [[Goethe]]s [[Christiane Vulpius|Christiane]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kgv-goeschwitz-rothenstein.de/rothenstein.htm Inschrift des Grabsteins] und Angaben zur Person auf der Homepage des Kirchengemeindeverbandes Göschwitz Rothenstein&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sigrid Damm: Christiane und Goethe. Insel Verl. Berlin, 2015. S. 16/17 ({{Webarchiv |url=https://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783458353447.pdf |text=Leseprobe |wayback=20180728190836 |archiv-bot=2024-04-29 09:56:15 InternetArchiveBot}} PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Arlt (Maler)|Gerhard Arlt]] (1910–1992), Maler, Graphiker, Heimatkundler, wohnte von 1945 bis 1992 in Rothenstein&lt;br /&gt;
* [[Erich Bromme]] (1906–1986), Historiker und Siedlungsgeograf, wohnte von 1908 bis 1934 in Oelknitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Bromme]], &amp;#039;&amp;#039;Oelknitz. Ein Beitrag zur Siedlungsgeographie Thüringens.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1933, (Jena, Universität, math.-naturwiss. Dissertation, 1932).&lt;br /&gt;
* Christine Manthey, Fred Manthey: &amp;#039;&amp;#039;Reise aus der Vergangenheit. Rothenstein/Thüringen, Ortsteil Oelknitz. 725-jähriges Ortsjubiläum. 1283–2008.&amp;#039;&amp;#039; Geschichts- und Heimatverein Rothenstein/Oelknitz, Rothenstein 2008. ([https://bm-translations.de/#kontakt Kontakt zu den Autoren])&lt;br /&gt;
* Heinz-Dieter Limpert: &amp;#039;&amp;#039;Die Rothensteiner Dorfordnungen von 1480 und 1686&amp;#039;&amp;#039;, Geschichts- und Heimatverein Rothenstein/Oelknitz, Rothenstein 2001&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Möbius (Kunsthistoriker)|Friedrich Möbius]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wenzelskirche in Rothenstein. Zugänge zu ihrem Verständnis.&amp;#039;&amp;#039; Buchwerft-Verlag, Kiel 2009, ISBN 978-3-941865-16-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Rodostein nach Rothenstein. 1225-jähriges Ortsjubiläum. 786–2011.&amp;#039;&amp;#039; Geschichts- und Heimatverein Rothenstein/Oelknitz, Rothenstein 2011, ISBN 978-3-938843-62-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rothensteiner Hefte 3 „Entlang der Straßen und Wege“&amp;#039;&amp;#039;, ISLE, Ilmenau, 2023, ISBN 978-3-948595-08-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rothenstein|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rothenstein-saale.de/ www.rothenstein-saale.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.rothenstein-oelknitz.de/ Homepage des &amp;#039;&amp;#039;Geschichts- und Heimatverein Rothenstein / Oelknitz e.V&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Saale-Holzland-Kreis}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Rothenstein}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4455021-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Saale-Holzland-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rothenstein| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Saale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>