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	<title>Rotes Rathaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rotes_Rathaus&amp;diff=174833&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Edhac-Edham: Hinzufügen einer Wertpapierabbildung</title>
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		<updated>2026-01-31T13:47:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hinzufügen einer Wertpapierabbildung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Rathaus in Berlin. Zum Rathaus in Wehrheim siehe [[Rotes Rathaus (Wehrheim)]]. Zur U-Bahn-Station siehe [[U-Bahnhof Rotes Rathaus]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Bauwerk&lt;br /&gt;
| NAME= Rotes Rathaus&lt;br /&gt;
| BILD= Rotes Rathaus in Berlin-Mitte.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Ansicht des Roten Rathauses vom [[Park am Fernsehturm]]&lt;br /&gt;
| ORT= [[Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
| BAUMEISTER= [[Hermann Friedrich Waesemann]]&lt;br /&gt;
| BAUHERR= [[Magistrat von Berlin]]&lt;br /&gt;
| BAUSTIL= [[Rundbogenstil]]&lt;br /&gt;
| BAUJAHR= 1861–1869&lt;br /&gt;
| HÖHE= 27 m, Turm 94&lt;br /&gt;
| GRUNDFLÄCHE= &amp;lt;!--99,2 m × 87,9 m--&amp;gt;8720&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD= 52/31/7/N&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD= 13/24/30/E&lt;br /&gt;
| REGION-ISO= DE-BE&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN= Bronzeplastiken [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrichs&amp;amp;nbsp;I.]] und [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelms&amp;amp;nbsp;I.]] am Haupteingang um 1950 entfernt&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09011264| Baudenkmal Rotes Rathaus in der Denkmaldatenbank}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rote Rathaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Berlin]]er [[Rathaus]], der Sitz des [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Regierenden Bürgermeisters]], der [[Senatskanzlei (Berlin)|Senatskanzlei]] und Tagungsort des [[Senat von Berlin|Senats]] von Berlin. Es befindet sich in der [[Rathausstraße (Berlin-Mitte)|Rathausstraße]] 15 im Ortsteil [[Berlin-Mitte|Mitte]]. Errichtet wurde es von 1861 bis 1871 nach Plänen [[Hermann Friedrich Waesemann]]s im [[Rundbogenstil]] als Sitz des [[Oberbürgermeister]]s, der [[Stadtverordnetenversammlung]] und des [[Magistrat von Berlin|Magistrats von Berlin]]. Seine Bezeichnung geht auf die rote [[Mauerziegel|Ziegelfassade]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte berlin stadthaus3 neu.png|mini|Lage des Rathauses und des Alten Stadthauses in der [[Alt-Berlin|Altstadt]] Berlins (rot markierte Gebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rotes rathaus.jpg|mini|Ansicht des Rathauses vom [[Berliner Fernsehturm]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Torun Ratusz Staromiejski 2010 03 04.jpg|mini|Rathaus von Thorn als mögliche architektonische Inspirationsquelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1861 Hosemann Maurer beim Bau des Roten Rathauses anagoria.JPG|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Maurer beim Bau des Roten Rathauses&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;[[Theodor Hosemann]], 1861]]&lt;br /&gt;
[[Datei:City of Berlin 1927.jpg|mini|Pfund-Anleihe der Stadt Berlin vom 2. Juli 1927 mit Darstellung des Roten Rathauses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rote Rathaus umgeben die Rathausstraße (Nordwest), Jüdenstraße (Nordost), Gustav-Böß-Straße (Südost) und die [[Spandauer Straße]] (Südwest). Während der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Zeit entstand durch die großzügige [[Flächensanierung|Abräumung]] [[Alt-Berlin]]s nach 1950 eine große Freifläche um das Rote Rathaus. Diese füllten ab den späten 1960er Jahren der [[Park am Fernsehturm]], die [[Rathauspassagen]] und in den 1980er Jahren das [[Marx-Engels-Forum]] und das [[Nikolaiviertel]] zum Teil auf. Das Marx-Engels-Forum und den Park am Fernsehturm bezeichnet die [[Senatsverwaltung#Senatsverwaltungen|Stadtentwicklungsverwaltung]] von Berlin seit dem Beginn des 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zusammenfassend als &amp;#039;&amp;#039;Rathausforum&amp;#039;&amp;#039;, einen offiziellen Namen trägt die Anlage jedoch nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/historische_mitte/rathausforum/ &amp;#039;&amp;#039;Rathausforum&amp;#039;&amp;#039;.] Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, abgerufen am 13. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Großteil des Gebietes hat in dieser Form theoretischen Bestandsschutz bis 2030.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/architektur-der-ddr-bleibt-die-historische-mitte-kommt-nicht-mindestens-bis-2030/10349612.html &amp;#039;&amp;#039;Architektur der DDR bleibt: Die historische Mitte kommt nicht – mindestens bis 2030.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kreuzung der Hauptachsen des Fernsehturms und des Rathauses markiert seit 1969 der ursprünglich vor dem [[Berliner Stadtschloss|Stadtschloss]] stehende [[Neptunbrunnen (Berlin)|Neptunbrunnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar vor dem Roten Rathaus entstand unter der Rathausstraße seit 2013 der [[U-Bahnhof Rotes Rathaus]] als Teil der Verlängerung der [[U-Bahn-Linie U5 (Berlin)|U-Bahn-Linie 5]] vom [[Bahnhof Alexanderplatz#U-Bahnhof|Alexanderplatz]] zum [[Bahnhof Berlin Brandenburger Tor#U-Bahnhof|Brandenburger Tor]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bvg.de/index.php/de/binaries/asset/download/906191/file/1-1 Lückenschluss.] BVG&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde am 4. Dezember 2020 eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/12/berlin-u-bahn-u5-u55-franzoesische-strasse-unter-den-linden.html|titel=Neue U-Bahn-Strecke Unter den Linden ist eröffnet|hrsg=rbb|datum=2020-12-04|abruf=2020-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Bauarbeiten waren [[Archäologie|archäologische]] Grabungen vorausgegangen, die unerwartet gut erhaltene Reste des [[Altes Rathaus (Berlin)|mittelalterlichen Berliner Rathauses]], des Rathausturms und der Gerichtslaube freilegten. Große Teile davon sollen in Form eines &amp;#039;&amp;#039;archäologischen Fensters&amp;#039;&amp;#039; präsentiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka17-10598.pdf |datum=2012-07-11 |titel=Drucksache 17/10598 |hrsg=Abgeordnetenhaus Berlin |format=PDF; 38&amp;amp;nbsp;kB |zugriff=2012-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bevor das heutige Rathaus entstand, hatte [[Karl Friedrich Schinkel]] um 1817 eine Serie von Umbauplänen des [[Altes Rathaus (Berlin)|alten Rathauses]] vorgelegt. Die genügten vermutlich nicht den Vorstellungen der Städtischen Baudeputation, denn diese schrieb 1857/1858 eine &amp;#039;&amp;#039;Konkurrenz&amp;#039;&amp;#039; (einen Wettbewerb) für einen kompletten Rathausneubau aus, „ein der Bedeutung der Stadt würdiges Monument“ sollte entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Namhafte Architekten hatten Entwürfe eingereicht, unter anderem [[Friedrich von Schmidt]] (der das [[Wiener Rathaus]] geplant hatte), [[Eduard Knoblauch]] und [[Ernst Klingenberg]] sowie [[Friedrich Adler (Baurat)|Friedrich Adler]], [[Hermann Nicolai (Architekt)|Hermann Nicolai]] und [[Robert Cremer]]. Die genannten Baumeister erhielten zwar Preise für ihre Entwürfe, gebaut wurde danach jedoch nicht. So erhielt der [[Königreich Preußen|preußische]] Königliche Baurat [[Hermann Friedrich Waesemann]] 1859 den Auftrag für den Bau nach eigenen Entwürfen. In die arbeitete er entsprechend den Ratsvorstellungen einige Ideen der Konkurrenz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauausführung geschah in zwei Etappen von 1860 bis 1865 und von 1865 bis 1871, zunächst errichteten die Bauhandwerker den Sockel aus [[Schlesien|schlesischem]] [[Granit]], der mit roten [[Klinker]]n verblendet wurde, für die beiden Gebäudeteile entlang der Jüden- und Königstraße. Nachdem das alte Rathaus sorgfältig abgetragen worden war, folgten die übrigen Gebäudeteile. Inspirationsquelle für die architektonische Gestaltung der Fassade könnte das mittelalterliche Rathaus der Stadt [[Toruń|Thorn]] in [[Westpreußen]] mit seinen Blendbögen und dem wuchtigen Turm in Ziegelbauweise gewesen sein. Andere Quellen nennen Einflüsse der oberitalienischen Renaissance für die Fassaden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BKD&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Institut für Denkmalpflege |Titel=Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin-I |Verlag=Henschelverlag |Ort=Berlin |Datum=1984 |Seiten=31&amp;amp;nbsp;ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Architektur des Turms wurde an die Türme der [[Kathedrale von Laon]] in [[Frankreich]] angelehnt. Die erste Ratssitzung in dem Neubau fand am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 1865 statt und am 6.&amp;amp;nbsp;Januar 1870 tagte auch die Stadtverordnetenversammlung erstmals hier. Zu dieser Zeit war die künstlerische Ausstattung der Räume und Gänge jedoch noch nicht fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;10/11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Einweihung der Festräume beim Empfang für die Abgeordneten des ersten deutschen [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]] anlässlich der Verabschiedung der [[Bismarcksche Reichsverfassung|Reichsverfassung]] galt das Rathaus am 17. April 1871 als fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Daran erinnert seither eine Gedenktafel im großen Hof; Ingrid Bartmann-Kompa: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-362-00611-6, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau ersetzte ein teilweise aus dem [[Mittelalter]] stammendes Gebäude und nahm einen durch Zukäufe gebildeten, nahezu quadratischen Straßenblock ein. Die mittelalterliche [[Gerichtslaube (Berlin)|Gerichtslaube]], Teil des [[Altes Rathaus (Berlin)|alten Rathauses]], wurde erst 1871 abgerissen. Originalteile davon verwendete [[Heinrich Strack (Architekt)|Heinrich Strack]] für eine im [[Park Babelsberg]] errichtete identische Kopie. Die endgültigen Baukosten für das neue Rathaus betrugen mehr als zehn Millionen Mark, als Vorgabe waren lediglich drei Millionen geplant worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löschburg12&amp;quot;&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1882 wurde eine Fernsprechanlage im Gebäude installiert. Zwischen 1902 und 1911 erfolgte zur Entlastung des für die Unzahl an Verwaltungsaufgaben mittlerweile zu klein gewordenen Rathauses der Bau des [[Altes Stadthaus (Berlin)|Stadthauses]] am [[Molkenmarkt]], einige Zeit auch als &amp;#039;&amp;#039;Neues Rathaus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;handbuch109&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung [[Groß-Berlin]]s hatte 1921 einen behutsamen Umbau des Stadtverordnetensaals für nunmehr 225 Stadtverordnete durch [[Ludwig Hoffmann (Architekt)|Ludwig Hoffmann]] zur Folge. Laut Hoffmann hatte Waesemann mit dem Rathaus eine der „schönsten und stolzesten Bauten Berlins, ein Werk aus einem Guss“ geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. bei Ingrid Bartmann-Kompa: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-362-00611-6, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] tagten im Roten Rathaus keine Stadtverordneten mehr, die letzte Sitzung fand am 12.&amp;amp;nbsp;März 1933 statt. In ihrem Saal versammelten sich nunmehr 45 &amp;#039;&amp;#039;Ratsherren&amp;#039;&amp;#039;, die nur Beratungsfunktionen ausüben durften. Dem Oberbürgermeister war ab 1934 ein &amp;#039;&amp;#039;Staatskommissar&amp;#039;&amp;#039; beigeordnet. Beide Ämter gingen 1936 auf den &amp;#039;&amp;#039;Stadtpräsidenten&amp;#039;&amp;#039; über.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Bartmann-Kompa: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-362-00611-6, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1934 bis 1938 erfuhr das Gebäude abermals Umbauten. Die Stadtväter verkündeten, es werde „dem Geist des Dritten Reichs angepasst“. Der Architekt war [[Richard Ermisch]]. Durch Entfernung massiver Brüstungen und eine neue Farbgebung erhielt das Treppenhaus eine lichtere Gestaltung, für die Vorhalle am Ende des Treppenhauses schuf [[Max Esser]] einen Springbrunnen und vor das Rathaus kam 1936 anlässlich der [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympiade]] der bronzene „Olympiabrunnen“ von [[Hanna Cauer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Umbauten siehe Ingrid Bartmann-Kompa: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-362-00611-6, S. 86–89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Kriegsverlust im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war 1940 die Abgabe des Bronzebrunnens für die „[[Metallspende des deutschen Volkes#Zweiter Weltkrieg|Metallspende des deutschen Volkes]]“. Im November 1943 zerstörte ein [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Luftangriff]] den Festsaal. Es folgten Schäden durch weitere Luftangriffe im Herbst 1944 und am 3. Februar 1945. Am 22. April traf sowjetischer Artilleriebeschuss das bis dahin zu einem Drittel beschädigte Haus. [[Bausubstanz|Substanzschäden]] hatten der Turm und der Flügel an der Straße hinter dem Rathaus erlitten. Am 12. Mai 1945 brannte der Bibliothekssaal ab. Bereits Ende Mai begannen Mitarbeiter mit Instandsetzungen des jetzt zu ungefähr 50&amp;amp;nbsp;Prozent zerstörten Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Bartmann-Kompa: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-362-00611-6, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders starke Schäden hatten der Ratsherrensaal und der Festsaal erlitten. Der Berliner Magistrat, die Stadtverordnetenversammlung und der Oberbürgermeister hatten deshalb ihren Sitz im [[Neues Stadthaus (Berlin)|Neuen Stadthaus]] in der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte#Parochialstraße*|Parochialstraße]]. Er veranlasste 1947 die Entfernung der unbeschädigt gebliebenen Bronzestatuen König [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrichs&amp;amp;nbsp;I.]] und Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelms&amp;amp;nbsp;I.]] am Haupteingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-20145-0001, Berlin, Rotes Rathaus, Wiederaufbau.jpg|mini|hochkant=0.75|Der Wiederaufbau ist in vollem Gange, 1953]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 1956 wurde das Rote Rathaus nach Plänen des Architekten [[Fritz Meinhardt (Architekt)|Fritz Meinhardt]] für den [[Magistrat von Berlin#Der Magistrat in Ost-Berlin 1948–1990|Ost-Berliner Magistrat]] wiederhergestellt. Der Außenbau entstand weitestgehend originalgetreu. Dachflächen, zerstörte Fassadenteile sowie Teile des Turms und der „Steinernen Chronik“ wurden ersetzt. Im Inneren des Rathauses ließ Meinhardt nur das Haupttreppenhaus, das weitgehend unzerstört geblieben war, unverändert. Vor allem im ersten Obergeschoss wurden Verwaltungs- und Repräsentationsräume komplett umgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09011264|Baudenkmal Rotes Rathaus}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bauarbeiten standen unter der Verantwortung des Entwurfsbüros für Hochbau&amp;amp;nbsp;I. Zum Einsatz kamen 500.000 hartgebrannte Ziegel&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Meisterhaft restauriert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. November 1980, S.&amp;amp;nbsp;6&amp;lt;/ref&amp;gt; in 920 verschiedenen Formaten, hergestellt im [[Volkseigener Betrieb|VEB]] Ziegelwerk [[Großräschen]] für die stark gegliederten Fronten. Für die Erneuerung der Balkonbrüstungen fertigte der Bildhauer [[Richard Schnauder]] die Modelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;22/23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude wurde am 30.&amp;amp;nbsp;November 1955 offiziell wieder eingeweiht. Bei der Schlüsselübergabe an den Ost-Berliner Oberbürgermeister [[Friedrich Ebert junior|Friedrich Ebert]] verkündete der beauftragte Bauarbeiter Max Körper: „Von hier aus wird einst ganz Berlin verwaltet werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;20, 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Sitzung der „[[Berliner Stadtverordnetenversammlung#DDR|Volksvertretung Groß-Berlin]]“ an ihrem neuen Sitz fand am 30. November 1956 im wieder aufgebauten Roten Rathaus statt. Infolge der [[Teilung Berlins]] waren in dem Rathaus der Magistrat, die spätere Stadtverordnetenversammlung und der Oberbürgermeister Ost-Berlins untergebracht. Der Senat und das [[Berliner Abgeordnetenhaus |Abgeordnetenhaus]] von [[West-Berlin]] hatten bis 1991 ihren Sitz im [[Rathaus Schöneberg]]. Am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1991&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Ulrich, Uwe Prell, Ernst Luuk: &amp;#039;&amp;#039;Berlin Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. 1992, S.&amp;amp;nbsp;108.&amp;lt;/ref&amp;gt; kehrte, wie 1955 bei seiner Einweihung vorhergesagt, im [[Deutsche Wiedervereinigung#Wiedervereinigte Stadt Berlin|wiedervereinigten Berlin]] die Verwaltung der Stadt ins Rote Rathaus zurück. Es dient seitdem als Sitz des Berliner Senats und des Regierenden Bürgermeisters. Das Berliner Abgeordnetenhaus tagt im Gebäude des [[Preußischer Landtag (Gebäude)|ehemaligen preußischen Abgeordnetenhauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2006 wurde die Bausubstanz am Turm erneuert. Innerhalb der einjährigen [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierung]] erhielten auch die Zifferblätter der Turmuhr eine neue Goldauflage.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bim-berlin.de/index.php?id=berliner_rathaus |wayback=20140826113807 |text=&amp;#039;&amp;#039;Turmsanierung des Berliner Rathauses erfolgreich abgeschlossen&amp;#039;&amp;#039;. }} [[BIM Berliner Immobilienmanagement]] GmbH, 24. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Juni 2010 erzeugt eine von der Berliner Energieagentur installierte [[Photovoltaikanlage]] mit 160 [[Solarmodul]]en auf dem Flachdach des Gebäudes rund 36.000&amp;amp;nbsp;Kilo[[wattstunde]]n Strom im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Altes Rathaus (Berlin)|titel1=Altes Rathaus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur und Bauschmuck ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerk allgemein und Fassaden ===&lt;br /&gt;
Der Bau besteht aus vier Flügeln über einem quadratischen [[Grundriss]] mit den Seitenlängen 99&amp;amp;nbsp;m × 99&amp;amp;nbsp;m. Sie umschließen drei offene Innenhöfe. Einer der Höfe erhielt in den 2000er Jahren ein Glasdach und dient häufig für größere Empfänge. Die [[Fassade]]n an den vier Straßenfronten sind mit schmalen Seiten[[risalit]]en und je einem breiten Mittelrisalit gegliedert. Auf den Ecken Jüdenstraße und Spandauer Straße werden die Risalite mit polygonalen Ecktürmen abgeschlossen. Das gesamte Gebäude ist mit einem umlaufenden Haupt[[gesims]] mit [[Attika (Architektur)|Attika]] bekrönt. Die Gebäudehöhe bis hierher beträgt 27&amp;amp;nbsp;Meter. Die Fronten zur Rathausstraße und zur Gustav-Böß-Straße weisen rundbogige Fensternischen auf, die das erste und zweite Stockwerk umfassen. Eine große Portalnische bildet den Haupteingang in das Rathaus. In den Nischen seitlich des Hauptportals befanden sich ursprünglich Bronzeplastiken. Die linke Plastik des Bildhauers [[Erdmann Encke]] stellte König [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;I.]] dar, die rechte König [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] aus der Werkstatt von [[Karl Keil (Bildhauer)|Karl Keil]]. Seit dem Jahr 1947 sind die Nischen leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Teile der Fassade sind mit [[Allegorie|allegorischen]] Figuren, Ornamenten und auch einem Berliner Wappen geschmückt, die von [[August Fischer (Bildhauer)|Ferdinand August Fischer]] modelliert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2010/8834/pdf/ZfB_1875_Atlas.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Bauwesen&amp;#039;&amp;#039; 1875]; Atlas mit Bilddarstellungen; S.&amp;amp;nbsp;41/42 und 66. Verlag Ernst und Sohn; abgerufen am 23. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Terrakottafries ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rotes Rathaus Fassade Detail 2.jpg|mini|Detail der Fassade mit [[Terrakotta]]-Relief Nummer 29: Rückführung der Quadriga des [[Brandenburger Tor]]s]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außergewöhnlich ist der bauplastische Schmuck am umlaufenden Balkon in Höhe des ersten Stockwerks. Der [[Terrakottafries am Roten Rathaus Berlin|Terrakottafries]] (auch als &amp;#039;&amp;#039;Steinerne Chronik&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) aus 36 je 4&amp;amp;nbsp;Meter ×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;Meter großen [[Relief]]tafeln mit Ereignissen der Geschichte Berlins und [[Mark Brandenburg|Brandenburgs]] vom 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bis zur [[Deutsche Reichsgründung|Reichsgründung]] im Jahr 1871 wurde zwischen 1876 und 1879 von [[Ludwig Brodwolf]], [[Alexander Calandrelli]], [[Otto Geyer]] und [[Rudolf Schweinitz]] gestaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;handbuch109&amp;quot;&amp;gt;Horst Ulrich, Uwe Prell, Ernst Luuk: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berlin Handbuch. Das Lexikon der Bundeshauptstadt.&amp;#039;&amp;#039; FAB-Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-927551-27-9, S.&amp;amp;nbsp;109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB.1883&amp;quot;&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1883|2100| Sehenswürdigkeiten|Teil=Teil 4|Seite=168}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Turm ===&lt;br /&gt;
Die vom Architekten gewählte Höhe des Turmes (bis zur Brüstung 74&amp;amp;nbsp;Meter und bis zur Spitze 94&amp;amp;nbsp;m messend) wird von Historikern als „Zeichen des bürgerlichen Stadtstolzes der Berliner im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert“ gewertet, denn er ist damit höher als die Kuppel des [[Berliner Stadtschloss]]es.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[baldachin]]artigen Aussehen und den aufgelockerten Ecken bestimmt der Rathausturm die Stadtsilhouette mit. Er besitzt einen Grundriss von etwa 12&amp;amp;nbsp;Metern ×&amp;amp;nbsp;13&amp;amp;nbsp;Metern, 375&amp;amp;nbsp;Stufen führen bis auf das Plateau. Waagerecht wird der Turm durch Sandsteinsäulen und [[Pilaster]] betont. An jeder Turmseite stehen in kleinen Erkern aus farbigem glasierten Ton gefertigte Wappentiere, insgesamt acht [[Bär (Wappentier)|Bären]], die nach Entwürfen von [[Friedrich Wilhelm Wolff (Bildhauer)|Friedrich Wilhelm Wolff]] entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große runde [[Turmuhr]] lieferte [[Johann Mannhardt]] aus [[Mannheim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BKD&amp;quot; /&amp;gt; Die nach dem Krieg erneuerte Original-Turmuhr besitzt vier je 4,75&amp;amp;nbsp;Meter im Durchmesser messende Zifferblätter mit einer vorgesetzten Schmiedekunst und einem zwei Meter langen Minuten- sowie einem 1,30&amp;amp;nbsp;Meter langen Stundenzeiger. Dazu wurde ein Turmgeläut eingebaut, das viertelstündlich mit dem [[Schlagton]]&amp;amp;nbsp;C ertönt, der Stundenschlag ist auf den Ton&amp;amp;nbsp;D abgestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;31.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den vier Ecknischen des Turmes wurden im Jahr 1894 [[Allegorie|allegorische]] Figuren aufgestellt. Sie zeigen die [[Fischerei]] (Bildhauer [[Adolf Brütt]]), die [[Schifffahrt]] (Bildhauer [[Ernst Herter]]), den [[Handel]] (Bildhauer [[Peter Breuer (Bildhauer)|Peter Breuer]]) und den [[Ackerbau]] (Bildhauer [[Otto Geyer]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BKD&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Nutzung des Turmes erfolgt nicht, sodass sich hier [[Wanderfalke]]n ansiedeln konnten. Vorstellbar wäre ansonsten, ihn als Aussichtsturm freizugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innenausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Treppen, Repräsentationsräume und Weiteres ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LNM 03-13 Rotes Rathaus 07.jpg|mini|Eingangshalle von der Rathausstraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-L02657, Berlin. Treppe im Roten Rathaus.jpg|mini|Treppenhalle des Roten Rathauses, 1940 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LNM 03-13 Rotes Rathaus 02.jpg|mini|Festsaal mit dem Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Berliner Kongress&amp;#039;&amp;#039; von [[Anton von Werner]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss befinden sich die Eingangshalle mit Treppenhaus, die Vorhalle, die Wandelhalle, Garderoben, der Stadtverordnetensitzungssaal (heute der &amp;#039;&amp;#039;Wappensaal&amp;#039;&amp;#039;, der die [[Wappen]] aller 1920 bis 1979 vorhandenen 20 Berliner Stadtbezirke zeigt), der Speisesaal, der Säulensaal mit der Galerie, die Vorhalle vor den Räumen des Oberbürgermeisters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;&amp;gt;Stefan Strauß: &amp;#039;&amp;#039;Offenes Haus und geschlossene Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 6./7. Oktober 2018, S.&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;f. (Printausgabe).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer steht eine Glasvitrine, in der das jeweils aktuelle [[Goldenes Buch|Goldene Buch]] aufgeschlagen präsentiert wird. Seit Einführung des Ehren-Gästebuchs im Jahr 1918 haben sich darin zahlreiche prominente Besucher eingetragen, darunter viele Politiker, Wissenschaftler, Künstler oder Sportler. Aktuell (Stand im Jahr 2018) wird bereits das neunte derartige Buch benutzt, die vorherigen sind entweder in Archiven oder direkt im Rathaus eingelagert. Vor den Unterschriften der Gäste bereitet ein [[Kalligraph]] den entsprechenden Text vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Vitrinen enthalten ausgewählte Ehrengeschenke hoher Staatsgäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Treppe wurde aus schwarzem [[Syenit]] gefertigt. Einige der inneren Säulen des Gebäudes bestehen aus [[Gusseisen]], viele Säulen und Pfeiler aus [[Sandstein]], häufig mit [[Stuckmarmor]] (&amp;#039;&amp;#039;Stucco lustro&amp;#039;&amp;#039;) verkleidet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB.1883&amp;quot; /&amp;gt; Die neuen Heizkörper erhielten kunstvolle schmiedeeiserne Gitter aus der Werkstatt von [[Fritz Kühn]], der ebenfalls die Fenstergitter an der Rathausstraße neu anfertigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;30/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Gestaltung der Repräsentationsräume waren zahlreiche namhafte Künstler beratend oder praktisch beteiligt, darunter [[Hugo Vogel]] und [[Georg Bleibtreu]]. Die letzten Pinselstriche erfolgten erst in den 1890er Jahren. Sie hatten historische Szenen an die Wände gemalt, die seit dem Wiederaufbau in den 1950er Jahren nicht mehr vorhanden sind. Die [[Wandmalerei|Wandbilder]] im Magistratssitzungssaal zeigten überlebensgroß gemalte preußische Regenten im entsprechenden Gewand und mit den Reichsinsignien ausgestattet. Nachdem die Stadt Berlin den auch als Eröffnung des Festsaals gedachten Empfang zum Abschluss des [[Berliner Kongress]]es wegen eines Attentates auf Kaiser Wilhelm I. absagen musste, gab Oberbürgermeister [[Hermann Duncker]] dem Historienmaler [[Anton von Werner]] den Auftrag, die Kongressteilnehmer bei ihrer letzten Sitzung im [[Palais Schulenburg]] zu malen. Das große Ölgemälde zierte in einem eigens angefertigtem Schaurahmen den Festsaal, bis es in der NS-Zeit in einen Saal ohne Publikumsverkehr kam. Nach 1945 zunächst [[Sowjetunion|sowjetische]] [[Beutekunst]], wurde es nach Rückgabe an die DDR eingelagert. Bis 1990 diente der Festsaal als Tagungs&amp;amp;shy;raum der [[Ost-Berlin]]er Stadt&amp;amp;shy;verordneten&amp;amp;shy;versammlung mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Großer Saal&amp;#039;&amp;#039;. Im Zuge der Neugestaltung wird das Gemälde wieder am alten Platz gezeigt. Der heutige Säulensaal beherbergte ursprünglich die Ratsbibliothek.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löschburg12&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsräume ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LNM 03-13 Rotes Rathaus 06.jpg|mini |Arbeitszimmer des [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Regierenden Bürgermeisters]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in das 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein enthielt das Rathaus auch die [[Dienstwohnung]] des Oberbürgermeisters, für deren Fertigstellung eine [[Nachfinanzierung]] nötig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löschburg12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten und dritten Stockwerk sind 38 Büroräume vorhanden. In der zweiten Etage gibt es einen Sitzungssaal und in der dritten Etage schließlich noch zwei Sitzungsräume, das Abgeordnetenkabinett, einen Speisesaal und noch einmal etliche Büroräume. Der Speisesaal bietet 170 Sitzplätze und wird seit 2004 von der &amp;#039;&amp;#039;Gemeinnützigen Union Sozialer Einrichtungen&amp;#039;&amp;#039; (USE) betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hält das Rathaus 252 Büros sowie 15 Sitzungs- und Veranstaltungssäle bereit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keller ===&lt;br /&gt;
Bei allen früher gebauten Rathäusern war in den Kellerräumen eine Gastronomie vorhanden, meist als [[Ratskeller]] bezeichnet. Die &amp;#039;&amp;#039;Ratstrinkstube&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;Bernauer Keller&amp;#039;&amp;#039; waren häufig Treffpunkte für Ratsherren in Feierlaune. Der Name nach der Stadt [[Bernau bei Berlin|Bernau]] entstand wegen des hier ausgeschenkten [[Bernauer Bier]]s. Der neue Ratskeller erstreckte sich parallel zur Königstraße in ganzer Gebäudebreite. Er eröffnete am 5.&amp;amp;nbsp;Oktober 1869 seine Räume und Nebenräume&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Falkenberg |Titel=Führer durch den Berliner Ratskeller |Datum=1922 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hier trafen sich auch die an der Ausgestaltung beteiligten Künstler. Die [[Restaurant|Restauration]], ein Wein- und Bierlokal, stand aber auch allen Berlinern offen und war gut besucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB.1883&amp;quot; /&amp;gt; Nach den Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde der Ratskeller im Jahr 1964 mit fünf Gasträumen wieder hergerichtet und neu eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löschburg13&amp;quot;&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;13/14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Herzstück, die achteckige Bierstube, lag direkt unter dem Rathausturm mit dem massiven Stützpfeiler in der Mitte, der den Rathausturm trägt. Hier war 1861 der Grundstein für das Gebäude gelegt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bierstube im Achteck&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Februar 1964, S.&amp;amp;nbsp;6&amp;lt;/ref&amp;gt; 1991 wurde der Ratskeller geschlossen. Mittlerweile ist er eine [[Kantine]], die auch regelmäßig für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Sie wird von der USE mitversorgt und bietet vor allem bodenständige deutsche Küche. Häufige Nutzer sind Senioren aus den benachbarten Einrichtungen und Wohnhäusern sowie Touristen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Keller befindet sich außerdem ein 500&amp;amp;nbsp;Quadratmeter großes Lager, das Original-Bausteine, Schmucksteine wie Ornamente, Rosetten und Tafeln mit dem Berliner Bären und dem Brandenburger Adler sowie Gussvorlagen enthält. Diese wertvollen Bauelemente (geschätzter Wert zwei Millionen [[Euro]]) dienen dazu, Teile des Gebäudes nach Zerstörungen durch Unwetter oder einfach durch Herausfallen infolge der Witterung, schnell denkmalgerecht wiederherstellen zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offenes Haus&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunstwerke und bauliche Änderungen ab dem 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Beim Wiederaufbau entfernten oder verzichteten die Planer auf die Standbilder, Büsten und Riesengemälde der Hohenzollern, sie waren „verstaubte Überbleibsel vergangener Epochen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Skulpturen erhielten neue Standorte, so die Darstellung &amp;#039;&amp;#039;Die Spree&amp;#039;&amp;#039; (Sprea) des Bildhauers [[Jeremias Christensen]], die sich seit 1955 im [[Tierpark Berlin]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit wurde über dem ehemaligen Magistratssitzungssaal und der Großen Vorhalle eine Zwischendecke eingezogen. So entstanden neue Bürozimmer und die Repräsentationsräume des Oberbürgermeisters mit der Fensterfront zur Rathausstraße. Der Magistratssitzungssaal wurde in den ersten Stock über dem Eingang in der Jüdenstraße verlegt. Der vorherige Raum fand schon früher keinen rechten Anklang bei den Magistratsmitgliedern. In einer Beschreibung des Stadtsyndikus Friedrich Lange hieß es im Jahr 1920 dazu: „ein unfreundlicher, dunkler, muffiger Raum mit vorsintflutlichen Heizsäulen, ohne jegliche Ventilation, dessen lastender Eindruck noch durch die überlebensgroßen Ölbilder früherer Hohenzollern und Oberbürgermeister an den Wänden verstärkt wird. Traditionspflege braucht nicht mit falscher Sparsamkeit und geschmackloser Unkultur verknüpft zu sein. Das Ganze paßt aber zu den kasernenartigen Treppen und Fluren des Hauses.“&amp;lt;ref&amp;gt;Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Rathaus …&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Mitte/Alt-Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingrid Bartmann-Kompa: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-362-00611-6.&lt;br /&gt;
* Winfried Löschburg: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rathaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die kleine Berolina-Reihe&amp;#039;&amp;#039;. Berlin-Werbung &amp;#039;&amp;#039;Berolina&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.): 1958.&lt;br /&gt;
* Waesemann: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Rathhaus in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Bauwesen]]&amp;#039;&amp;#039;. Jg.&amp;amp;nbsp;22 (1872), Tafeln 24–26, 42–43, 58–60. Jg.&amp;amp;nbsp;23 (1873), Sp.&amp;amp;nbsp;3–8, Tafeln&amp;amp;nbsp;1, 2, 29. [http://opus.kobv.de/zlb/abfrage_collections.php?coll_id=1579&amp;amp;la=de Digitalisat] im Bestand der [[Zentral- und Landesbibliothek Berlin]].&lt;br /&gt;
* Julius Lessing: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-12895966 &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser durch das neue Rathhaus in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; 2.,&amp;amp;nbsp;verm. Aufl., Gropius, Berlin 1871.] Digitalisiert von: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LDLBerlin|09011264|ja}}&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/rbmskzl/service/rotes-rathaus/baugeschichte/artikel.10083.php Baugeschichte] auf der Website der Senatskanzlei Berlin&lt;br /&gt;
* [http://www.berlin.de/rbmskzl/regierender-buergermeister/wir-ueber-uns/berliner-rathaus/ Virtueller Rathausrundgang] auf &amp;#039;&amp;#039;berlin.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20017053}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4272961-0|VIAF=243103246}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rathaus in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spandauer Straße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Rundbogenstils in Berlin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Edhac-Edham</name></author>
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