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	<title>Roter Terror - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:19180902-red terror-banner.jpg|mini|Wachen am Grab von [[Moissei Solomonowitsch Urizki|Moissei Urizki]]. Petrograd. Übersetzung der Inschrift auf dem Transparent: „Tod den Bourgeois und ihren Helfern. Es lebe der Rote Terror.“ (Anfang September 1918)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rote Terror&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war in erklärter Anknüpfung an die &amp;#039;&amp;#039;[[Terrorherrschaft|terreur]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] – die von den kommunistischen [[Bolschewiki]] nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 in [[Russland]] begonnene Phase von [[Staatsterror]], in der sie zur Durchsetzung ihres Machtanspruchs [[Terror|terroristische]] Mittel gegen von ihnen als [[konterrevolution]]är verstandene Kräfte einsetzten. Der Begriff wurde von ihnen selbst geprägt und zur öffentlichen Drohung benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stand im [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] im Gegensatz zum konterrevolutionären [[Weißer Terror|Weißen Terror]], der bis zum Ende des Bürgerkrieges gleichfalls wütete, jedoch anders als jener nicht strategisch gesteuert und institutionalisiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Baberowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsanstalt, München 2003, hier: Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, 2007, S. 37–39; [[Nicolas Werth]], &amp;#039;&amp;#039;Ein Staat gegen sein Volk&amp;#039;&amp;#039;, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Unterschied zur Französischen Revolution, deren Terrorphase einige Monate dauerte und sich überwiegend gegen die Repräsentanten des [[Ancien Régime]] sowie Revolutionsgegner wandte, stand beim Roten Terror als Leitmotiv der Satz des stellvertretenden Leiters der [[Tscheka]], [[Martyn Iwanowitsch Lazis]], veröffentlicht im November 1918 in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Krasnyi terror&amp;#039;&amp;#039; (Der Rote Terror), im Vordergrund: „Wir führen nicht Krieg gegen einzelne. Wir vernichten die [[Bourgeoisie]] als [[Soziale Klasse|Klasse]].“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Jörg Baberowski: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsanstalt 2003, hier: Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, 2007, S. 38 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Roter Terror&amp;#039;&amp;#039; im westlichen Sprachgebrauch gelegentlich für [[Menschenrechte|Menschenrechtsverletzungen]] in [[Realsozialismus|realsozialistischen]] Staaten genutzt. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Roter Terror&amp;#039;&amp;#039; [[Diffusionismus|diffundierte]] zeitlich und örtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;So beispielsweise für die Stalin-Ära von Jörg Baberowski: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039; oder von Bernd Pieper: &amp;#039;&amp;#039;Roter Terror in Cottbus&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-925434-91-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
Der Terror begann nach der [[Oktoberrevolution]] und wurde von Anfang an von [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] entschieden unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Baberowski: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039; hier: Lizenzausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2007, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Naimark Norman |url=https://www.bpb.de/system/files/pdf/NYZRFT.pdf |titel=Revolution, Stalinismus und Genozid |werk=Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 44-45/2007) |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2007-10-22 |seiten=14 ff. |format=PDF |sprache=de |abruf=2024-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon 1908 befürwortete er, Gegner einer kommenden Revolution „[[Erschießung|an die Wand zu stellen]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-49407548.html &amp;#039;&amp;#039;Lenin - Ohne Terror kein Sieg,&amp;#039;&amp;#039;] in: Der Spiegel Spezial IV (1991), S. 57ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lenin hielt den Radikalismus der [[Jakobiner]] während der [[Terrorherrschaft|Schreckensherrschaft]] für vorbildlich und schrieb 1917, die Bolschewiki müssten als die „Jakobiner“ des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts etwas „Großes, Unvergängliches und Unvergessliches vollbringen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-68812762.html Der Spiegel, 26.&amp;amp;nbsp;Januar 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine ersten Opfer waren Führer der liberalen [[Konstitutionell-Demokratische Partei|Kadettenpartei]], „[[streik]]ende [[Arbeiter]]“ und „renitente [[Kulak|Bauern]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Baberowski: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsanstalt München 2003, hier: Lizenzausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2007, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; und er intensivierte sich deutlich nach den zwei Attentaten vom 30. August 1918 auf den Vorsitzenden der Petrograder Tscheka [[Moissei Solomonowitsch Urizki|Urizki]] und auf Lenin, das [[Fanny Kaplan]] zur Last gelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offizielle Beginn des Roten Terrors – die Tscheka als sein Hauptorgan war bereits 1917 gegründet worden – datiert mit dem Dekret der [[Rat der Volkskommissare der RSFSR|Sowjetregierung]] &amp;#039;&amp;#039;Über den Roten Terror&amp;#039;&amp;#039; vom 5. September 1918:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Conquest |Titel=The Great Terror: Stalin&amp;#039;s Purge of the Thirties |Verlag=Collier Books |Datum=1973 |Seiten=722 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In der augenblicklichen Situation ist es absolut lebensnotwendig, die Tscheka zu verstärken […], die [[Klassenfeind]]e der [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|Sowjetrepublik]] in [[Konzentrationslager (historischer Begriff)#Sowjetunion und Osteuropa|Konzentrationslagern]] zu isolieren und so die Republik gegen sie zu schützen; jeden, der in weißgardistische Organisationen, in [[Verschwörung]]en, Aufstände und Erhebungen verwickelt ist, auf der Stelle zu erschießen, die Namen der Erschossenen mit Angabe des Erschießungsgrundes zu veröffentlichen&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_ru&amp;amp;dokument=0006_ter&amp;amp;l=de Beschluß des Rates der Volkskommissare über den Roten Terror, 5. September 1918]&amp;#039;&amp;#039; ([[Münchener Digitalisierungszentrum]])&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dekret war eine Reaktion auf die genannten Attentate, aber auch auf Ereignisse wie den antibolschewistischen Aufstand in [[Ischewsk]], bei dem Gegner der Bolschewiki die Macht ergriffen und ca. 500–1000 Personen, meist Parteigänger der Bolschewiki, töteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dimitrj Olegovic Curakov: Der antibolschewistische Arbeiteraufstand in Izevsk. Probleme der Etablierung ziviler Machtorgane - August bis November 1919. in: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte]], Heft II/2018, S. 139–160, insbes. S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Gewaltakte waren wiederum Reaktion auf die Alleinherrschaft der Bolschewiki, die zivile Opposition nicht duldeten. Der Rote Terror kann somit als Teil einer [[Teufelskreis|Gewaltspirale]] gelten, bei der Gewalt zum Mittel politischer Auseinandersetzung wurde.&lt;br /&gt;
Zur Durchsetzung der Revolution forderte in dieser Phase auch Lenin nachdrücklich die Anwendung von Terror: „In [[Nischni Nowgorod]] wird allem Anschein nach ein weißgardistischer Aufstand vorbereitet. Man muß alle Kräfte spannen, eine [[Troika (NKWD)|Trojka]] von Diktatoren zusammenstellen, den Massenterror sofort einführen, Hunderte von Prostituierten, die Soldaten zum Suff verführen, ehemalige Offiziere u.&amp;amp;nbsp;a. erschießen und abtransportieren“, telegraphierte er am 9. August 1918. Am gleichen Tag schickte Lenin auch ein Telegramm nach [[Pensa]] und forderte: „Der gnadenlose Massenterror gegen [[Kulak]]en, Popen und Weißgardisten ist durchzuführen; zwielichtige Elemente sind in ein Konzentrationslager außerhalb der Stadt einzusperren.“ Am 22. August befahl er als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare „die Verschwörer und Schwankenden zu erschießen, ohne um Erlaubnis zu bitten und den idiotischen Amtsschlendrian zuzulassen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Wladlenowitsch Schubin|Aleksandr Šubin]]: [http://www.1000dokumente.de/?c=dokument_ru&amp;amp;dokument=0006_ter&amp;amp;object=context&amp;amp;l=de &amp;#039;&amp;#039;Einführung&amp;#039;&amp;#039;] in die Quelle [http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_ru&amp;amp;dokument=0006_ter&amp;amp;object=translation&amp;amp;st=&amp;amp;l=de &amp;#039;&amp;#039;Beschluß des Rates der Volkskommissare über den Roten Terror, 5. September 1918&amp;#039;&amp;#039;] ([http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_ru&amp;amp;dokument=0006_ter&amp;amp;object=facsimile&amp;amp;st=&amp;amp;l=de Faksimile]), auf der Website [[1000dokumente.de]], Abruf am 27. September 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit bis März 1921 (Beginn der [[Neue Ökonomische Politik|Neuen Ökonomischen Politik]], NÖP) wird als Roter Terror und Ära der Politik des [[Kriegskommunismus]] bezeichnet. Auch danach gingen jedoch die Erschießungen Oppositioneller, [[Deportation]]en in Zwangsarbeitslager (siehe [[Gulag]]) und Repressionsmaßnahmen gegen dissidente Völker weiter. [[Ralf Stettner]] schreibt, dass „in den Zeiten von Kriegskommunismus, NÖP und den Übergangsjahren bis 1928/29 ein […] Geflecht an Konzentrationslagern, Zwangsarbeitslagern und ‚Lagern zur besonderen Verwendung‘“ existierte. Es sei „falsch, das Lagersystem ausschließlich der Stalinzeit zuzuordnen“, wenngleich die Lager der Leninzeit im Vergleich zur späteren Ära des [[Stalinismus]] auch „im Ausmaß weniger bedeutend“ waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Stettner: &amp;#039;&amp;#039;Archipel Gulag&amp;#039;&amp;#039;; Schöningh, Paderborn 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das sowjetische Lagersystem stand, so Stettner, in der Leninzeit erst am Anfang, und die stetige Weiterentwicklung der Kapazitäten unter Stalin nahm naturgemäß viele Jahre in Anspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das als „Roter Terror“ bezeichnete Terrorregime der Geheimpolizei Tscheka erhielt ab Mai 1922 einen gesetzlichen Rahmen: Lenin entwickelte den [[Artikel 58 des Strafgesetzbuches der RSFSR|Strafgesetzbuch-Paragraphen 58]], der Zwangsarbeit und [[Todesstrafe]] für „politische Delikte“ vorsah. So schrieb Lenin am 17. Mai 1922 über seinen Rohentwurf des §&amp;amp;nbsp;58:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Grundgedanke […] ist klar: offen eine prinzipielle und politisch wahrheitsgetreue […] These aufstellen, die das Wesen und die Rechtfertigung des Terrors, seine Notwendigkeit und seine Grenzen motiviert. Das Gericht soll den Terror nicht beseitigen – das zu versprechen wäre Selbstbetrug oder Betrug –, sondern ihn prinzipiell, klar, ohne Falsch und ohne Schminke begründen und gesetzlich verankern.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voslensky1991&amp;quot;&amp;gt;[[Michail Sergejewitsch Woslenski|Michael S. Voslensky]]: &amp;#039;&amp;#039;Sterbliche Götter&amp;#039;&amp;#039;; Ullstein, 1991; ISBN 3-548-34807-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offiziell eingeführt wurde der [[Artikel 58 des Strafgesetzbuches der RSFSR]] durch [[Josef Stalin]] im Jahre 1927, der ihn erheblich verschärfte; so fügte er neben Terrorismus „[[Propaganda]] oder politische [[Agitation]]“ und „organisatorische Tätigkeit“ als Gesetzesverstöße hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Roter Terror im engeren Sinne wird das gewaltsame Vorgehen der Tscheka in den Städten – eigentliches Machtzentrum der Bolschewiki – betrachtet. Im gleichen Zusammenhang ereigneten sich auch die Auseinandersetzungen zwischen Staatsmacht und Bauernschaft, insbesondere mit den als wohlhabend geltenden Bauern ([[Kulak]]en), deren physische Vernichtung Lenin mit der Politik der Getreide[[Requisition|requirierung]] betrieb. Lenin hatte etwa im August 1918 die „Genossen Arbeiter“ zum „letzten, entscheidenden Kampf“ aufgerufen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Etwa 3 Millionen muss man zur Mittelbauernschaft rechnen, und wohl kaum mehr als 2 Millionen entfallen auf die Kulaken, die [[Reichtum|Reichen]], die [[Schwarzmarkt|Getreideschieber]]. Diese [[Hämatophagie|Blutsauger]] haben sich im Krieg an der Not des [[Volk]]es bereichert […]. Diese Spinnen haben sich auf Kosten der durch den Krieg ruinierten Bauern, auf Kosten der hungernden Arbeiter gemästet. Diese Blutegel haben sich mit dem Blut der Werktätigen vollgesaugt […]. Schonungsloser Krieg den Kulaken! Tod den Kulaken! Hass und Verachtung den Parteien, die sie verteidigen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Lenin, Genossen Arbeiter! Auf zum letzten, entscheidenden Kampf (August 1918), in: Lenin, Werke, Bd. 28, S. 40–44, hier S. 43. Zitiert nach [[Uwe Backes]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Bedarf an Geschichtspolitik in verschiedenen autokratischen Systemen&amp;#039;&amp;#039;. Vortrag auf der Tagung der [[Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft|DVPW]], Darmstadt, 24. Januar 2009 ({{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.politikwissenschaft.tu-darmstadt.de/fileadmin/pg/arbeitsbereiche/vergleich/Sektionstagung/Paper/Backes_Geschichtspolitik.pdf |text=PDF |archivebot=2019-05-10 22:14:09 InternetArchiveBot}}, Abruf am 27. Dezember 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Monat hatte Lenin auch schon verfügt: „Schonungsloser Massenterror gegen Kulaken …“, „Übermitteln Sie allen Mitgliedern des [[Allrussisches Zentrales Exekutivkomitee|Exekutivkomitees]] und allen Kommunisten, dass es ihre Pflicht ist, die Kulaken schonungslos niederzuschlagen und bei den Aufständischen das gesamte Getreide zu konfiszieren“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voslensky1991&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rote Terror richtete sich ebenfalls gegen das [[Bürgertum]], gegen [[Zarismus|zaristische]] Offiziere, nichtbolschewistische Sozialisten (v.&amp;amp;nbsp;a. [[Menschewiki]], [[Sozialrevolutionäre]]), Geistliche sowie oppositionelle Teile der Arbeiterschaft. Die Durchsetzung der Terrormaßnahmen – wie Erschießungen, [[Folter]]ungen und Einweisungen in Konzentrationslager – erfolgte durch die Geheimpolizei Tscheka, die ab 1922 in die [[Gossudarstwennoje polititscheskoje uprawlenije|GPU]] umbenannt wurde. Schätzungen gehen von 250.000 bis 1.000.000 Opfern in diesem Zeitraum aus, teilweise durch Massenexekutionen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Im Netz der Spione&amp;#039;&amp;#039; vom 23. September 2007 auf &amp;#039;&amp;#039;[[History (Fernsehsender)|History Channel]]&amp;#039;&amp;#039;, vergleichbar hohe Zahlen werden auch genannt bei: Jörg R. Mettke: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-54841251.html Putsch oder Revolution. Henker als Heilige]&amp;#039;&amp;#039;, in: Der Spiegel (Geschichte Spezial) vom 18. Dezember 2007, Seite 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/275169/vor-100-jahren-beschluss-des-roten-terrors Vor 100 Jahren: Beschluss des &amp;quot;Roten Terrors&amp;quot;], [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 4. September 2018, abgerufen am 25. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rote Terror endete nicht mit dem [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]]. So wurde die Bezeichnung „Kulaken“ während der [[Zwangskollektivierung in der Sowjetunion|Zwangskollektivierung der Landwirtschaft]] von 1928 bis 1933 mehr und mehr auf alle selbstständigen [[Bauernstand|Bauern]] ausgedehnt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Hildermeier]], &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sowjetunion 1917–1991&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 1998, S. 1184. ([http://books.google.de/books?id=ZK02BInSAYoC&amp;amp;dq=Manfred+Hildermeier,+Geschichte+der+Sowjetunion&amp;amp;source=gbs_navlinks_s online])&amp;lt;/ref&amp;gt; sodass der Terror nicht nur den als wohlhabend geltenden Bauern galt (→&amp;amp;nbsp;[[Entkulakisierung]]). Mitte der 1930er Jahre begannen die Bolschewiki unter Stalin den [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terror]], der sich sowohl gegen Angehörige der Eliten als auch gegen einfache Sowjetbürger richtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sowjetische Besetzung der baltischen Staaten im Jahr 1940 brachte zwei Wellen politischer Repression, von denen die erste zwischen Sommer 1940 und Sommer 1941 stattfand und dann vom [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieg]] (1941–1945) unterbrochen wurde. Der sowjetische Sieg und die Rückkehr der Roten Armee ins Baltikum im Jahr 1944 brachte auch eine zweite stalinistische Repressionswelle mit sich,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Mart Laar, Jaan Tross |Titel=Punane terror |Verlag=Välis-Eesti |Ort=Stockholm |Datum=1996 |Sprache=et}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die im Jahr 1949 mit einer großen Massendeportation ihren Höhepunkt fand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aigi Rahi |Titel=1949: aasta märtsiküüditamine Tartu linnas ja maakonnas |Verlag=Kleio |Ort=Tartu |Datum=1998 |ISBN=9985-60-458-X |Sprache=et}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Repressionswellen bilden im baltischen Geschichtsbild gemeinsam einen „Roten Terror“;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; die erste Welle von 1940/1941 erhöhte die Motivation der Bewohner des Baltikums, im Sommer 1941 mit der [[Wehrmacht]] zu kollaborieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthew Kott, Arūnas Bubnys, Ülle Kraft |Hrsg=Jochen Böhler, Robert Gerwarth |Titel=The Baltic States: Auxiliaries and Waffen-SS soldiers from Estonia, Latvia, and Lithuania |Sammelwerk=The Waffen-SS |Verlag=Oxford UP |Datum=2017 |ISBN=978-0-19-879055-6 |Seiten=120–164; hier: 139–140 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finnland ===&lt;br /&gt;
Im [[Finnischer Bürgerkrieg|Finnischen Bürgerkrieg]] (1918) begingen sowohl die kommunistischen Aufständischen als auch die antikommunistischen Regierungstruppen Massaker und andere Kriegsverbrechen, wobei der von den Kommunisten ausgehende „Rote Terror“ weniger Opfer forderte als der „Weiße Terror“ ihrer letztlich siegreichen Gegner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Tuomas Tepora, Aapo Roselius |Titel=Finnish Civil War 1918: History, Memory, Legacy |Verlag=Brill |Datum=2014 |ISBN=978-90-04-28071-7 |Seiten=9 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rote Terror teilt sich in zwei Hauptwellen, von denen die erste im Februar 1918 und die zweite im April 1918 zu verorten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jonathan Clements |Titel=Mannerheim: President, Soldier, Spy |Verlag=Haus Publishing |Datum=2009 |ISBN=978-1-907822-57-5 |Seiten=195 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der Todesopfer des Roten Terrors wird auf etwa 1.650 geschätzt, wobei allein 670 während des ab April 1918 einsetzenden Rückzugs der unterlegenen Kommunisten ermordet wurden. Die Opferzahl des Weißen Terrors liegt mit ungefähr 10.000 deutlich höher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marko Tikka |Hrsg=Tuomas Tepora, Aapo Roselius |Titel=Warfare and Terror in 1918 |Sammelwerk=Finnish Civil War 1918: History, Memory, Legacy |Verlag=Brill |Datum=2014 |ISBN=978-90-04-28071-7 |Seiten=91–118; hier: 106 &amp;amp; 118 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungarn ===&lt;br /&gt;
Im Kontext der Geschichte Ungarns bezieht sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Ungarische Räterepublik#Ungarischer Roter Terror|Roter Terror]]&amp;#039;&amp;#039; vor allem auf die Verbrechen, die von kommunistischen Milizen (vor allem den [[Lenin-Jungs]]) im Jahr 1919 während der für viereinhalb Monate bestehenden [[Ungarische Räterepublik|Ungarischen Räterepublik]] begangen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferenc Bódi, Gergely Fábián, Thomas R. Lawson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Local Organisations of Social Services in Hungary&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studies in Comparative Social Pedagogies and International Social Work and Social Policy&amp;#039;&amp;#039;, Band XXII). Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2012, S. 20 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er forderte nach aktuellem Forschungsstand (2022) innerhalb weniger Wochen 300 bis 600 Tote sowie Tausende Misshandlungsopfer.&amp;lt;ref&amp;gt;Béla Bodó: &amp;#039;&amp;#039;Die ungarische Räterepublik: Eine „Diktatur des Proletariats“ oder eine proletarische Demokratie?&amp;#039;&amp;#039; In: Mike Schmeitzner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Diktatur des Proletariats. Begriff – Staat – Revision.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 2022, S. 109–134, hier S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kurzlebige Phase des ungarischen Kommunismus mitsamt des Roten Terrors provozierte zunächst den von den Alliierten gebilligten [[Ungarisch-Rumänischer Krieg|Einmarsch rumänischer Truppen in Ungarn]] und wurde später zu einer häufig zitierten Komponente der Propaganda der rechtsautoritären Regierung von [[Miklós Horthy]], die eine strikt antikommunistische Linie verfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cecil D Eby |Titel=Hungary at War: Civilians and Soldiers in World War II |Verlag=Pennsylvania State University Press |Datum=1998 |ISBN=0-271-01739-2 |Seiten=3–4 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Der Begriff ist auch die Gewaltakte von Anhängern der [[Münchner Räterepublik#Kommunistische Räterepublik (Zweite Räterepublik)|Kommunistische Räterepublik (Zweite Räterepublik)]] (13. April bis 1. Mai 1919) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|44593|iquelle|[[Bernhard Grau (Historiker)|Bernhard Grau]]|Roter Terror, 1919|2012-10-17|2013-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Zusammenhang mit der Herrschaft der [[Rote Ruhrarmee|Roten Ruhrarmee]] während des [[Ruhraufstand]]es (März–April 1920) fand der Begriff Verwendung. So beschrieb beispielsweise der [[Gladbeck]]er [[Arbeitersekretariat|Arbeitersekretär]] und Abgeordnete in der [[Preußische Landesversammlung|verfassunggebenden preußischen Landesversammlung]], [[Georg Stieler (Politiker)|Georg Stieler]] ([[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]]), am 4. April 1920 in einem Telegramm an die Reichsregierung, dass die „bevoelkerung […] unter rotem terror schwer gelitten“ habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Eberhard Brachthäuser: &amp;#039;&amp;#039;Roter Terror. Gladbeck in der Märzkrise 1920. Zugleich ein Beitrag über die Entwicklung öffentlicher Sicherheitsstrukturen im nördlichen Ruhrgebiet&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Mainz, Aachen 2020, ISBN 978-3-8107-0338-5, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanien ===&lt;br /&gt;
Der [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanische Bürgerkrieg]] (1936–1939) umfasste eine umfangreiche Komponente der Gewalt gegen Zivilisten, wobei der Begriff des „Roten Terrors“ für Gewaltakte der [[Republikaner (Spanien)|republikanischen Seite]] verwendet wird. Besonders im vom nationalistischen Truppen belagerten [[Madrid]] kam es im Verlauf des Jahres 1936 immer wieder zu heftigen Gewaltexzessen, die bereits während des Bürgerkriegs selbst sowohl in Spanien als auch in internationalen Veröffentlichungen als „Roter Terror“ gebrandmarkt wurden, um Unterstützung für die [[Franquismus|Nationalisten]] zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julius Ruiz |Titel=Franco’s Justice: Repression in Madrid After the Spanish Civil War |Verlag=Clarendon Press |Datum=2005 |ISBN=0-19-928183-1 |Seiten=10, 33–34, 34 Fn. 31 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1936 und 1939 betrug die Gesamtzahl der Todesopfer des Roten Terrors in Spanien etwa 38.000, wobei allein die Hälfte im Sommer und Herbst 1936 entweder in Madrid (8.815 Todesopfer) oder in [[Katalonien]] (8.352 Todesopfer) ermordet wurden. Damit blieb die Opferzahl des Roten Terror hinter jener des „Weißen Terrors“ der Nationalisten zurück, dem ab 1936 bis zu 200.000 Menschen zum Opfer fielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Antony Beevor |Titel=The Battle for Spain: The Spanish Civil War, 1936–1939 |Verlag=Penguin Books |Datum=2006 |ISBN=0-14-303765-X |Seiten=87, 94 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugoslawien ===&lt;br /&gt;
Der [[Jugoslawischer Kriegsschauplatz|Partisanenkrieg in Jugoslawien]] (1941–1945), an dem sich neben den Besatzungstruppen der Achsenmächte, den serbisch-nationalistischen Tschetniks und verschiedenen lokalen Nationalisten auch die kommunistische [[Volksbefreiungsarmee]] von [[Josip Broz Tito]] beteiligte, war von umfangreichen Massakern und Kriegsverbrechen geprägt. Auch die Kommunisten kontrollierten ihr Territorium mit umfangreichen Gewaltakten; die Terrorwelle, die von den Tito-Partisanen etwa ab dem Jahreswechsel 1941/1942 und insbesondere im Frühjahr 1942 in Montenegro entfesselt wurde, wurde dort als „Roter Terror“ bekannt. Die Zahl der von Kommunisten an Zivilisten begangenen Morde blieb jedoch weit hinter den Massakern der Achsenmächte und der Tschetniks an der Zivilbevölkerung zurück. In der kommunistischen Nachkriegszeit Jugoslawiens wurden die Verbrechen der Volksbefreiungsarmee heruntergespielt und allerhöchstens im Kontext einer vermeintlichen „linken Abweichung“ beschränkt besprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John R. Lampe |Titel=Yugoslavia as history |Verlag=Cambridge UP |Datum=1996 |Seiten=206, 209 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== China ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Kulturrevolution]] (1966–1976) nutzten [[Maoismus|maoistische]] Aktivisten den Kampfbegriff des „Roten Terrors“, um die von ihnen zur Durchsetzung der Regierungslinie angewandte Gewalt zu umschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rana Mitter |Titel=Modern China: A Very Short Introduction |Verlag=Oxford UP |Datum=2008 |ISBN=978-0-19-922802-7 |Seiten=62 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der „revolutionäre Rote Terror“ war besonders bei den [[Rote Garden (China)|Roten Garden]] ein verbreiteter Schlachtruf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Xiaobing Li |Hrsg=Xiaobing Li |Titel=Chinese Communist Party |Sammelwerk=China at War: An Encyclopedia |Datum=2012 |Seiten=58–63 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rote Terror war in China eng mit dem Personenkult von [[Mao Zedong]] verknüpft, dessen Tod im Jahr 1976 die zehnjährige Phase der Kulturrevolution beendete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Law Yuk-fun |Hrsg=Xiaobing Li |Titel=Mao Zedong (Mao Tse-tung) (1893–1976) |Sammelwerk=China at War: An Encyclopedia |Datum=2012 |Seiten=259–262 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Prominente Politiker wie Präsident [[Liu Shaoqi]] und Vizepremier [[Deng Xiaoping]] mussten öffentliche Demütigungen und Denunziationen über sich ergehen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Xiaobing Li |Hrsg=Xiaobing Li |Titel=Red Guards (1966–1968) |Sammelwerk=China at War: An Encyclopedia |Datum=2012 |Seiten=374–377 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äthiopien ===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Mengistu Haile Mariam]] im Jahr 1974 den pro-westlichen autoritären Kaiser [[Haile Selassie]] gestürzt hatte, entfesselte die neue kommunistische Staatsführung („[[Derg]]“) im Jahr 1977 eine Repressionskampagne, die als Roter Terror bekannt wurde. Oppositionelle Intellektuelle und Studenten wurden verhaftet, gefoltert und ermordet, wobei die Schätzungen der Opferzahl mit etwa 30.000 bis 100.000 Todesopfern stark variieren. Die schwere Repression wurde durch den [[Ogadenkrieg]] (1977–1978) gegen [[Somalia]] sowie [[Eritreischer Unabhängigkeitskrieg|nicht weniger als sieben äthiopische Offensiven]] gegen [[Eritrea]] (1978–1983) begünstigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Timothy Joseph Stapleton |Titel=A History of Genocide in Africa |Verlag=Praeger Security International |Datum=2017 |ISBN=978-1-4408-3052-5 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch sozialistische Bewegungen wie die [[Äthiopische Revolutionäre Volkspartei]] (EPRP) und die [[Gesamtäthiopische Sozialistische Bewegung]] (MEISON) wurden zum Ziel der Attacken der Junta.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Saheed A. Adejumobi |Titel=History of Ethiopia |Verlag=Greenwood Press |Datum=2007 |ISBN=978-0-313-32273-0 |Seiten=124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der äthiopischen Hauptstadt [[Addis Abeba]] gibt es ein &amp;#039;&amp;#039;[[Red Terror Martyrs Memorial Museum]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claire Smith |Titel=Encyclopedia of Global Archaeology |Verlag=Springer Reference |Datum=2014 |ISBN=978-1-4419-0465-2 |Seiten=2280}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stalinsche Säuberungen]]&lt;br /&gt;
* [[Holodomor]]&lt;br /&gt;
* [[Moskauer Prozesse]]&lt;br /&gt;
* [[Rote Armee#1944|Rote Armee Bulgariens]]  – „Tage des roten Terrors“ im September 1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jörg Baberowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003, ISBN 978-3-421-05486-9.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Nikolajewitsch Jakowlew|Alexander N. Jakowlew]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Jahrhundert der Gewalt in Sowjetrussland&amp;#039;&amp;#039;. Berlin Verlag, Berlin 2004 (Originaltitel: A Century of Violence in Soviet Russia, übersetzt von Bernd Rullkötter), ISBN 3-8270-0547-7.&lt;br /&gt;
* [[Leonid Luks]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Utopie an der Macht. Zum bolschewistischem Terror unter Lenin und Stalin&amp;#039;&amp;#039;. In: Historisches Jahrbuch. Bd. 119, 1999, {{ISSN|0018-2621}}, S. 232–264.&lt;br /&gt;
* Sergej P. Melgunow: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Terror in Rußland 1918–1923&amp;#039;&amp;#039;. Nachdruck von 1924. Mit einem Vorwort von [[Leonid Luks]]. 2. durchgesehene Auflage, OEZ Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-940452-47-4.&lt;br /&gt;
* [[Alja Rachmanowa]]: &amp;#039;&amp;#039;Studenten, Liebe, Tscheka und Tod. Tagebuch einer russischen Studentin.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Arnulf von Hoyer, Verlag Anton Pustet, Salzburg 1931; Neuauflage Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1979, ISBN 3-404-10134-0.&lt;br /&gt;
* James Ryan: &amp;#039;&amp;#039;Lenin&amp;#039;s Terror: The Ideological Origins of Early Soviet State Violence.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 2012, ISBN 978-0-415-67396-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter Scheibert]]: &amp;#039;&amp;#039;Lenin an der Macht. Das russische Volk in der Revolution 1918–1922.&amp;#039;&amp;#039; Acta humaniora, Weinheim 1984, ISBN 3-527-17503-2.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Stettner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Besserungsarbeitsgedanke und die Strafvollzugssysteme der zwanziger Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;„Archipel GULag“. Stalins Zwangslager – Terrorinstrument und Wirtschaftsgigant.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1996, ISBN 3-506-78754-3.&lt;br /&gt;
* [[Michail Sergejewitsch Woslenski|Michael S. Voslensky]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheime wird offenbar.&amp;#039;&amp;#039; Langen Müller Verlag, München 1995, ISBN 3-7844-2536-4.&lt;br /&gt;
* [[Nicolas Werth]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Staat gegen sein Volk. Gewalt, Unterdrückung und Terror in der Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Stéphane Courtois]], Nicolas Werth, Jean-Louis Panné, Andrzej Paczkowski, Karel Bartosek, Jean-Louis Margolin. Mitarbeit: Rémi Kauffer, Pierre Rigoulot, Pascal Fontaine, Yves Santamaria, Sylvain Boulouque: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Schwarzbuch des Kommunismus]]. Unterdrückung, Verbrechen und Terror.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Kapitel „Die Aufarbeitung der DDR“ von [[Joachim Gauck]] und Ehrhard Neubert. Aus dem Französischen von Irmela Arnsperger, Bertold Galli, Enrico Heinemann, Ursel Schäfer, Karin Schulte-Bersch, Thomas Woltermann. Piper. München/Zürich 1998, ISBN 3-492-04053-5, S. 51–295 und 898–911.&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Antonowitsch Wolkogonow|Dimitri Wolkogonow]]: &amp;#039;&amp;#039;Lenin. Utopie und Terror.&amp;#039;&amp;#039; Econ Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-430-19828-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_ru&amp;amp;dokument=0006_ter&amp;amp;l=de &amp;#039;&amp;#039;Beschluss des Rates der Volkskommissare über den Roten Terror, 5. September 1918&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[1000dokumente.de]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
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