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	<title>Rote Arbeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:18:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rote_Arbeit&amp;diff=546027&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Kraasch am 10. Januar 2025 um 20:45 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-10T20:45:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dressed deer hung.jpg|mini|Aushängen des Wildes in Michigan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Field dressing a deer.jpg|mini|Mit einem Schnitt rings um den Anus wird das frisch geschossene Wild aufgebrochen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rote Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff in zweifacher Bedeutung aus der [[Jägersprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#wird damit die [[Schweißarbeit]], das heißt die [[Nachsuche]] mit dem [[Schweißhund]] auf der [[Schweißfährte]], gemeint,&lt;br /&gt;
#ist das [[Aufbruch (Jagd)|Aufbrechen]], das heißt das [[Ausnehmen]] und Ausblutenlassen des erlegten [[Wild]]es, gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Ilse Haseder S. 658&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweißarbeit ==&lt;br /&gt;
Die [[Nachsuche]] ist die Arbeit des [[Schweißhund]]es am langen Schweißriemen auf der natürlichen oder künstlichen Schweißfährte.&amp;lt;ref&amp;gt;Haseder S. 740&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[Anschuss]] wird der fährtentreue Hund vom Nachsuchenführer mit den Worten „such verwund!“ zur Fährte gelegt. Er muss mit tiefer Nase zum verendeten Stück [[Wild]] finden. Falls das Stück aus dem Wundbett noch [[Jägersprache|flüchtig]] wird, wird der Hund [[Jägersprache|geschnallt]] (vom Riemen gelöst). Er jagt und stellt das Wild, bis der Nachsuchenführer den [[Fangschuss (Jagd)|Fangschuss]] anbringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbrechen ==&lt;br /&gt;
=== Hintergrund ===&lt;br /&gt;
Das Aufbrechen soll, um der [[Fleischhygiene]] zu genügen, unverzüglich nach Eintritt des Todes erfolgen, um ein Einwandern von z. B. Darmbakterien in das Muskelfleisch zu verhindern. Das Aufbrechen bezieht sich insbesondere auf [[Schalenwild]]. Beim Aufbrechen wird die Körperhöhle des Wildes eröffnet und die Eingeweide herausgenommen, was die Körpertemperatur schneller reduziert und mögliche Verunreinigungen durch Fäkalien oder Galle auszuschließen sucht. Bei [[Niederwild]] kann die Weiterverarbeitung nach dem Heimtransport erfolgen, ein feldmäßiges Aufbrechen ist zumeist nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgehensweise ===&lt;br /&gt;
Aktuell hat sich aus Gründen der [[Fleischhygiene]] für &amp;#039;&amp;#039;alles&amp;#039;&amp;#039; Wild folgende Methode durchgesetzt, ohne dass die jägersprachlichen Begriffe geändert wurden:&lt;br /&gt;
* Aufhängen des Tierkörpers mit dem Kopf („Haupt“) nach &amp;#039;&amp;#039;unten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Eröffnen der Leibeshöhle (mit Durchtrennen der Rippen und/oder des Brustbeins) vom Becken bis zum Kehlkopf, vorheriges Entfernen von Penis und Hoden&lt;br /&gt;
* Entfernen sämtlicher innerer Organe. Oft wird ein Kreisschnitt rings um den Afterschließmuskel [[Sphinkter]] („[[Jägersprache|ringeln]]“) vorgenommen, um den Darm vollständig und sauber auszulösen. Auf das Aufbrechen der Schambeinfuge, dem [[Jägersprache|Schloss]] wird dabei verzichtet.&lt;br /&gt;
* Ausbluten und Säuberung der Leibeshöhle mit [[Trinkwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Hängen kopfunter wird die Entfernung der Beckenorgane durch die [[Schwerkraft]] erleichtert. Größere Schnittflächen werden vermieden, was der Fleischqualität dienlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildspezifische Vorgehensweise ===&lt;br /&gt;
Jägersprachlich wird das Ausnehmen beim [[Schalenwild]] „Aufbrechen“&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Numßen, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt. Dabei ist es im Gegensatz zum Ringeln üblich, dass zur Entfernung von Blase und Enddarm der Beckenknochen an der [[Symphysis]] mit einem Messer durchtrennt wird, sofern der Knorpel noch nicht zu verknöchert ist  – das Schloss, die Knochenfuge zwischen den Beckenhälften (Schambeinfuge) wird geöffnet und die Entfernung des Mastdarmes bis zum Weidloch gelingt einfacher&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Ludwig Hartig: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Jäger und Jagdfreunde; oder waidmännisches Konversations-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Nicolaische Buchhandlung, Berlin 1836, S. 433.&amp;lt;/ref&amp;gt;, bei starker Verknöcherung wird gesägt, bzw. &amp;#039;gebrochen&amp;#039;. Heute hat sich das hygienischere Ringeln weitgehend durchgesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Numßen, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt;, insbesondere wenn das Aufbrechen noch im Revier erfolgt. Der Jäger öffnet dann die Bauchdecke des Wildes und entfernt vom [[Kehlkopf]] bis zum Enddarm den [[Aufbruch (Jagd)|Aufbruch]] d.&amp;amp;nbsp;h. alle Innereien. Beim männlichen Schalenwild werden außerdem die [[Hoden]] („Brunftkugeln“, „Steine/Klötze“) und der [[Penis]] („Pinsel“, „Brunftrute“) entfernt. Das Ausbluten kann durch Eröffnen von Blutgefäßen im Beckenbereich („Brandadern“) beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vergangenheit wurde  [[Flugwild]] „ausgehakt“, was heute als [[Fleischhygiene|unhygienisch]] nicht mehr statthaft ist. Das Aushaken von Flugwild geschah derart, dass ein Haken aus Metall (oft Bestandteil des Jagdklappmessers) oder ein hakenförmiges Hölzchen in die [[Kloake (Biologie)|Kloake]] des Vogels eingeführt, gedreht und dann das Gedärm herausgezogen und abgerissen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso unhygienisch  ist das heute nicht mehr übliche „Auswerfen“ von [[Niederwild]], wie [[Feldhase|Hase]] und [[Kaninchen]]. Dabei wurde ein kleiner Querschnitt in die Bauchdecke vorgenommen; die Innereien werden durch Schleudern des Wildkörpers herausgeworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Schritte ===&lt;br /&gt;
Der „[[Aufbruch (Jagd)|Aufbruch]]“ verbleibt üblicherweise im Jagdbezirk und dient anderen Fleischfressern zur Ernährung (z.&amp;amp;nbsp;B. Füchsen, Marderartigen, Wildschweinen, Greif- und Rabenvögeln). Er kann bis zu einem Viertel des Lebendgewichtes ausmachen. Das Eingeweide&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Eingeweide&amp;lt;/ref&amp;gt; (das [[Geräusch (Jagd)|Geräusch]]) stand früher meist dem Jäger/Erleger selbst zu. Magen und Därme (das [[Jägersprache|Große Gescheide]]) werden heute feldmäßig entsorgt oder an vorhandene Jagdhunde verfüttert. Es ist beim Ablegen auf die Belange von Waldbesuchern und evtl. deren Hunde zu achten. Innereien von Tieren, die erkennbar an Infektionskrankheiten leiden, sowie solche vom Schwarzwild werden vorschriftsmäßig tief vergraben (0,5 m verdichtetes Erdreich über dem Material) oder der [[Tierkörperverwertung]] zugeführt. Aufgrund des Vorkommens von [[Chronic Wasting Disease]] u. a. bei Hirschen wird das Tragen von Handschuhen empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Enthäuten|Abhäuten]] (je nach Wildart „abbalgen“, „abschwarten“ oder „aus der Decke schlagen“) und [[Auslösen|Zerlegen]] („Zerwirken“) sind Arbeitsschritte, die nicht unter den Begriff der „Roten Arbeit“ fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ilse Haseder]], [[Gerhard Stinglwagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Großes Jagdlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Augsburg 2000, ISBN 3-8289-1579-5.&lt;br /&gt;
* [[Julia Numßen]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Jägersprache&amp;#039;&amp;#039;, München 2017, ISBN 978-3-8354-1728-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jägersprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Kraasch</name></author>
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