<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rotbuch_Verlag</id>
	<title>Rotbuch Verlag - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rotbuch_Verlag"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rotbuch_Verlag&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T21:20:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rotbuch_Verlag&amp;diff=718379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rotbuch_Verlag&amp;diff=718379&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-22T17:26:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rotbuch.jpg|mini|Logo des Rotbuch-Verlages]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rotbuch Verlag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Buchverlag mit Sitz in [[Berlin-Mitte]] mit einer [[Politische Linke|linken]] Geschichte, mit den drei Programmsäulen [[Belletristik]], [[Sachbuch]] und [[Krimi]]. Im Verlag veröffentlichten [[Nobelpreis|Nobelpreisträger]] wie [[Herta Müller]] und [[Dario Fo]] ihre Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1996 bis 2001 erschien bei Rotbuch die Kulturzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Zibaldone]]&amp;#039;&amp;#039;, von 1976 bis 1992 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[PROKLA]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo 70s.png|mini|Früheres Rotbuch-Logo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Verlag als Kollektiv ===&lt;br /&gt;
Der Rotbuch Verlag wurde 1973 in [[West-Berlin]] von einigen Mitarbeitern des [[Verlag Klaus Wagenbach|Wagenbach Verlags]] gegründet. Von 1965 bis 1973 war versucht worden, den Wagenbach-Verlag als [[Kollektiv]] zu führen, was mit der Abspaltung jedoch beendet wurde. Die Gründer des Rotbuch-Verlages [[Anne Duden]], [[Friedrich Christian Delius|F. C. Delius]], [[Eberhard Delius]], [[Ingrid Karsunke]], [[Andreas Fimmel]], [[Helga Scheller]] und [[Manfred Naber]] versuchten die Kollektividee im eigenen Verlag fortzusetzen. Auch das [[Kursbuch (Zeitschrift)|Kursbuch]], herausgegeben von [[Hans Magnus Enzensberger]], [[Karl Markus Michel]] und [[Tilman Spengler]], erschien zunächst hier weiter. Der übrige Wagenbach Verlag ging im &amp;#039;&amp;#039;Klaus Wagenbach Verlag&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Uwe Sonnenberg|Titel=Von Marx zum Maulwurf. Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren|Verlag=Wallstein Verlag|Ort=Göttingen|ISBN=978-3-8353-1816-8|Datum=2016|Seiten=265–269}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1987 bis 1991 war [[Otto Kallscheuer]] Lektor des Verlages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation des Verlages als Kollektiv bedeutete, dass Beschäftigte und Eigentümer identisch waren und gemeinschaftlich über Organisation, Finanzen und Programm, Auswahl der Autoren, Vertrieb und Ladenpreis entschieden. Zwischen 1973 und 1993 war Rotbuch der Hausverlag bedeutender literarischer Stimmen in deutscher Sprache, darunter [[György Dalos]], [[Anne Duden]], [[Adolf Endler]], [[Christian Geissler]], [[Libuše Moníková]], [[Heiner Müller]], [[Herta Müller]], [[Aras Ören]] und [[Emine Sevgi Özdamar]]. Die linke Szene karikierende [[Comic]]s von [[Gerhard Seyfried]] (&amp;#039;&amp;#039;Wo soll das alles enden?&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Invasion aus dem Alltag&amp;#039;&amp;#039;) konnten andere Projekte querfinanzieren. Zu den wichtigsten Verlagsprodukten für die jüngere Generation zählte der &amp;#039;&amp;#039;Rote Kalender&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich als &amp;#039;&amp;#039;Roter Kalender für Lehrlinge und Schüler&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;Roter Kalender gegen den grauen Alltag&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkauf an Groenewold ===&lt;br /&gt;
1993 verkauften die damaligen Gesellschafter ihre Anteile der [[Europäische Verlagsanstalt|Europäischen Verlagsanstalt]], seit 1989 unter der Leitung der Verlegerin Sabine Groenewold, und Rotbuch zog nach Hamburg. Zweck des Kaufs war, durch eine gemeinsame Plattform beiden Verlagen eine stärkere Position zu geben. An der Zielrichtung des Rotbuch-Programms änderte sich nichts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 wurden der Rotbuch Verlag, die Europäische Verlagsanstalt und der ein Jahr zuvor vom Carlsen Verlag/Hamburg übernommene Verlag &amp;#039;&amp;#039;Die Hanse&amp;#039;&amp;#039; unter der Dachmarke &amp;#039;&amp;#039;Sabine Groenewold Verlage&amp;#039;&amp;#039; zusammengeführt. Seitdem ist Rotbuch ein reiner Belletristikverlag, mit Schwerpunkten einerseits auf der jungen Literatur Deutschlands und europäischen Randländer wie Irland und Polen, und auf Krimis anderseits.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Groenewold |url=https://www.kurt-groenewold.de/rotbuch-verlagsgeschichte/ |titel=Rotbuch – Verlagsgeschichte |hrsg=Kurt Groenewold |sprache=de |abruf=2023-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme durch BEBUG ===&lt;br /&gt;
Anfang 2007 erwarb die Berliner Buchverlagsgesellschaft BEBUG den Rotbuch Verlag und gab den Vertrieb an die [[Eulenspiegel Verlagsgruppe]]. Der Sitz des Verlages wurde wieder zurück nach [[Berlin]] verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Programmschwerpunkte Sachbuch, deutsche [[Krimi]]s sowie [[Belletristik]], wurden neu installiert und ausgebaut. Nur wenige Autoren wie [[Jörg Juretzka]], [[György Dalos]] oder [[Michael Wildenhain]] sind zum Verlag seit der Übernahme zurückgekehrt.&amp;lt;!--- Stand wann ? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2009 befindet sich das Verlagsarchiv des Rotbuch Verlages im [[Mainzer Verlagsarchiv]] des Instituts für [[Buchwissenschaft]] der [[Johannes-Gutenberg-Universität]] Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krimis von Rotbuch ==&lt;br /&gt;
Mit der Krimireihe, die im Rotbuch Verlag Mitte der 1980er Jahre von [[Gabriele Dietze]] gegründet wurde, verbreiterte sich das Spektrum des Verlagshauses. Der Verlag veröffentlicht unter anderen auch internationale und deutsche Newcomer und zeichnet sich durch seinen eigenwilligen, progressiven Stil aus. So konnte der Verlag insgesamt zehn Deutsche Krimipreise gewinnen. Ihr Debüt im Rotbuch-Krimi lieferten Autoren wie [[Jörg Juretzka]] (Deutscher Krimipreis, 1999 und 2002), [[Thea Dorn]] (Deutscher Krimipreis, 2000, Platz 1) oder [[Pieke Biermann]] (Deutscher Krimipreis 1991 und 1997, jeweils 1. Platz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 begann Rotbuch die Krimireihe „Hard Case Crime“ zu veröffentlichen, eine Taschenbuchreihe von [[Pulp-Magazin|Pulp]]-Krimis. In der Reihe erschienen Autoren wie [[Allan Guthrie]], [[Lawrence Block]], [[Ken Bruen]] oder [[Jason Starr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autoren ==&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren prägten viele Autoren aus [[Osteuropa]] das Programm des Verlags, etwa:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em |anzahl= |abstand= |&lt;br /&gt;
* [[Herta Müller]] (Rumänien)&lt;br /&gt;
* [[Richard Wagner (Schriftsteller)|Richard Wagner]] (Rumänien)&lt;br /&gt;
* [[Libuše Moníková]] (ČSSR)&lt;br /&gt;
* [[György Dalos]] (Ungarn)&lt;br /&gt;
* [[Agota Kristof]] (Ungarn/Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Miklós Haraszti]] (Ungarn)&lt;br /&gt;
* [[Thomas Brasch]] (DDR)&lt;br /&gt;
* [[Sascha Anderson]] (DDR)&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bartsch]] (DDR)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Autoren dieser Zeit zählten zudem:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em |anzahl= |abstand= |&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Christian Delius|F. C. Delius]]&lt;br /&gt;
* [[Heiner Müller]]&lt;br /&gt;
* [[Anne Duden]]&lt;br /&gt;
* [[Yaak Karsunke]]&lt;br /&gt;
* [[Peter O. Chotjewitz]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Schneider (Schriftsteller)|Peter Schneider]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Paul Zahl]]&lt;br /&gt;
* [[Helga M. Novak]]&lt;br /&gt;
* [[Birgit Vanderbeke]]&lt;br /&gt;
* [[Christian Geissler]]&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Seyfried]]&lt;br /&gt;
* [[Aras Ören]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Autoren der 1980er und 1990er Jahre zählten &lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em |anzahl= |abstand= |&lt;br /&gt;
* [[Michael Walzer]]&lt;br /&gt;
* [[Michael Ignatieff]]&lt;br /&gt;
* [[Benjamin Barber]]&lt;br /&gt;
* [[Hannah Arendt]]&lt;br /&gt;
* [[Carmen Francesca Banciu]] (Rumänien)&lt;br /&gt;
* [[Norberto Bobbio]]&lt;br /&gt;
* [[Dan Diner]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Glotz]]&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Beck]]&lt;br /&gt;
* [[André Gorz]]&lt;br /&gt;
* [[Marianne Herzog (Autorin)|Marianne Herzog]]&lt;br /&gt;
* [[Matthias Horx]]&lt;br /&gt;
* [[Robert Jungk]]&lt;br /&gt;
* [[Bernd Polster]]&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schmid (Autor)|Thomas Schmid]]&lt;br /&gt;
* [[Judith N. Shklar]]&lt;br /&gt;
* [[Michael Sontheimer]]&lt;br /&gt;
* [[Alain Touraine]]&lt;br /&gt;
* [[Gunter Gerlach]]&lt;br /&gt;
* [[Terry Winograd]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Kroetz]]&lt;br /&gt;
* [[Feridun Zaimoglu]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den neuen Autoren des frühen 21. Jahrhunderts zählen&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em |anzahl= |abstand= |&lt;br /&gt;
* [[Akos Doma]]&lt;br /&gt;
* [[Jörg Juretzka]]&lt;br /&gt;
* [[Jutta Ditfurth]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Programm sind auch Übersetzungen des Literatur-[[Nobelpreisträger]]s (1997) [[Dario Fo]] enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Bauer, Otto Kallscheuer (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Sie bewegt sich doch. Ein Weltbilder-Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;. Rotbuch Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-88022-092-1.&lt;br /&gt;
* Stephan Wantzen, Gabriele Dietze, Marie Louise Knott (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Um die Ecke gehen. Ein literarisches Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;. Rotbuch Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-88022-093-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rotbuch.de/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
* [https://visualcollections.ub.uni-mainz.de/rotbuch Sammlung Rotbuch-Verlagsarchiv des Mainzer Verlagsarchivs]. Abgerufen am 19. Februar 2015&lt;br /&gt;
* [https://www.fcdelius.de/lobreden/lob_peter_schneider.html Peter Schneider und der „Lenz“ als Geburtshelfer des Rotbuch Verlags] – Bericht von F. C. Delius zur Auseinandersetzung innerhalb des Wagenbach Verlags 1973&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2032251-3|LCCN=nr/98/040473|VIAF=137662514}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Independent-Verlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1973]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
	</entry>
</feed>