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	<title>Rot fermentierter Reis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:49:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rot_fermentierter_Reis&amp;diff=1851313&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rjh: /* Verwendung und Wirkung */</title>
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		<updated>2026-03-21T16:34:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung und Wirkung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Red yeast rice.jpg|mini|hochkant=0.8|Rot fermentierter Reis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rot fermentierter Reis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rotschimmelreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{zh|t=紅麴米|v=红曲米|p=hóngqūmǐ|en=red yeast rice}}, kurz {{zh|kurz=1|t=紅麴|v=红曲|p=hóngqū}}, regional &amp;#039;&amp;#039;Angkak&amp;#039;&amp;#039;) ist eine traditionelle chinesische Zubereitung aus gekochtem, weißem [[Reis]]. Sie entsteht durch [[Fermentation]] mit dem Purpurmönchspilz (&amp;#039;&amp;#039;[[Monascus purpureus]]&amp;#039;&amp;#039;), einem [[Schimmelpilz]]. Bei der Fermentation bilden sich zahlreiche Substanzen, von denen einige die intensive, namengebende Rotfärbung hervorrufen. Getrocknet und gemahlen ist er als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rotes Reismehl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot fermentierter Reis ist nicht zu verwechseln mit [[Reis#Roter Reis|roten oder rotschaligen Reissorten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot fermentierter Reis wird in Ostasien seit langem als Geschmack- und Farbgeber für Lebensmittel verwendet, darüber hinaus auch als Heilmittel zur Förderung der Verdauung und Durchblutung. Als Pulver verarbeitet dient er zum Färben von Fleisch und Fleischgerichten wie [[Pekingente (Gericht)|Pekingente]], wobei er auch konservierend wirken soll. In jüngerer Zeit werden Rotschimmelreis-Präparate aufgrund der ihnen zugeschriebenen positiven gesundheitlichen Wirkungen auch als [[Nahrungsergänzungsmittel]] in westlichen Ländern verwendet. Auf dem chinesischen Markt werden diese industriell hergestellte Präparate beispielsweise unter den Produktnamen „Zibituo“ ({{zh|kurz=1|c=脂必妥|p=Zhībìtuǒ}}) oder „Xuezhikang“ ({{zh|kurz=1|c=血脂康|p=Xuèzhīkāng}}) vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
Spätestens im 16. Jahrhundert fanden Reis und Reismehl als Heilmittel Eingang in die [[traditionelle chinesische Medizin]] zur Behandlung von Herzbeschwerden (Li Shizhen: &amp;#039;&amp;#039;Buch der Heilenden Kräuter&amp;#039;&amp;#039;). Nach chinesischen Studien seit den 1990er Jahren soll rotes Reismehl wirksam bei [[Hyperlipoproteinämie|erhöhten Blutfettwerten]] sein und auch bei [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] und [[Diabetes mellitus|Typ-2-Diabetes]] indirekt positive Effekte zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Verursacht werden lipidsenkende Effekte vor allem durch die im rot fermentierten Reis vorhandenen [[Monacoline]], indem sie ein Enzym in der Leber hemmen, das für die körpereigene Herstellung von [[Cholesterin]] notwendig ist. Ein Vertreter, das Monacolin K, ist identisch mit dem seit 1987 als Arzneistoff zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte verwendeten [[Lovastatin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin enthält Rotschimmelreis verschiedene rote, orange-rote und gelbe [[Pigment (Biologie)|Pigmente]] (zum Beispiel [[Monascin]]), das [[Mykotoxin|Schimmelpilzgift]] [[Citrinin]] und weitere Verbindungen aus dem Sekundärstoffwechsel von &amp;#039;&amp;#039;Monascus [[ssp.]]&amp;#039;&amp;#039; (beispielsweise Monakarine, Monascopyrdine, Monascodilon, Ankalakton und [[γ-Aminobuttersäure]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/2012/sklm_rotschimmelreis_121218.pdf |titel=Toxikologische Bewertung von Rotschimmelreis: Aktualisierung. Endfassung vom 18.12.2012 |werk=dfg.de |hrsg=[[Deutsche Forschungsgemeinschaft]] (DFG) |datum=2012-12-18 |format=PDF; 185&amp;amp;nbsp;kB |sprache=de-DE |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20151003121907/http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/2012/sklm_rotschimmelreis_121218.pdf |archiv-datum=2015-10-03 |abruf=2023-10-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitsbezogene Angaben ===&lt;br /&gt;
Gesundheitsbezogene Angaben („health claims“) in der Kennzeichnung von Lebensmitteln, einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln, sind nur zulässig, wenn sie das Bewertungsverfahren der [[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA) durchlaufen haben und durch die [[Health-Claims-Verordnung]] zugelassen sind. Für Rotschimmelreis war bis 19. August 2024 folgende Angabe erlaubt: „Monacolin K aus Rotschimmelreis trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.“ Als Bedingungen für die Verwendung der Angabe galt: „Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, deren Verzehr eine tägliche Aufnahme von 10 mg Monacolin K aus Rotschimmelreis gewährleistet. Damit die Angabe zulässig ist, sind die Verbraucher darüber zu unterrichten, dass sich die positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 10 mg Monacolin K aus Rotschimmelreiszubereitungen einstellt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2012|432|titel=der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern|abruf=2019-07-12}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund von Sicherheitsbedenken wurde die Zulassung der gesundheitsbezogenen Aussage revidiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verordnung (EU) 2024/2041 der Kommission vom 29.&amp;amp;nbsp;Juli 2024 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr.&amp;amp;nbsp;432/2012 hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Angabe zu Monacolin K aus Rotschimmelreis |Datum=2024-07-29 |Online=https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:32024R2041 |Abruf=2025-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktabgrenzungsproblematik ==&lt;br /&gt;
Wegen der pharmakologischen Wirkung des Monacolin K besteht teilweise die Auffassung, dass Nahrungsergänzungsmittel aus Rotschimmelreis als Arzneimittel anzusehen seien. In den USA stufte 2000 die [[Food and Drug Administration]] das als Nahrungsergänzungsmittel vertriebene Rotschimmelreispräparat „Cholestin“ als Arzneimittel ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ruth SoRelle |Titel=Appeals Court Says Food and Drug Administration Can Regulate Cholestin |Sammelwerk=Circulation |Band=102 |Nummer=7 |Datum=2000-08-15 |Sprache=en |DOI=10.1161/01.CIR.102.7.e9012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland hatten 2002 die Überwachungsbehörden einem Präparat namens „Red Rice-Kapseln“ eine Verkehrsfähigkeit als Nahrungsergänzungsmittel abgesprochen und das [[Inverkehrbringen von Produkten (EU-Wirtschaftsrecht)|Inverkehrbringen]] untersagt. 2006 hatte das niedersächsische [[Oberverwaltungsgericht]] mit einem entsprechenden Urteil bestätigt, dass das Mittel als [[Arzneimittelzulassung|zulassungspflichtiges]] Arzneimittel anzusehen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;openjur:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://openjur.de/u/319447.html |titel=Niedersächsisches OVG, Urteil vom 23. März 2006, Az. 11 LC 180/05 |werk=openjur.de |abruf=2024-04-29 |kommentar=Rechtsprechung des Oberverwaltungsgericht Niedersachsen vom 23. März. 2006, Aktenzeichen – 11 LC 180/05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Originaleintrag bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!&amp;lt;ref&amp;gt;Niedersächsisches OVG, Urteil vom 23. März 2006, Az.: [http://www.dbovg.niedersachsen.de/Entscheidung.asp?Ind=05000200500018011%20LC 11 LC 180/05]{{Toter Link |date=2024-04 |fix-attempted=1 |url=http://www.dbovg.niedersachsen.de/Entscheidung.asp?Ind=05000200500018011%20LC |date=2024-04 |checked=Sailorsfriend |botlauf=deadurl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt; Drei Jahre später kam der EuGH zu einer anderen Auffassung, nämlich dass es sich bei den „Red Rice-Kapseln“ nicht um ein Arzneimittel handele.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 15. Januar 2009, Az.: [https://lexetius.com/2009,15 C-140/07].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzungsproblematik ist weiterhin aktuell. Das deutsche [[Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte]] (BfArM) warnte im Februar 2016 erneut vor Nahrungsergänzungsmitteln aus rot fermentiertem Reis, da „Produkte ab einer Tagesdosis von 5 mg Monakolin K als Arzneimittel einzustufen“ seien. Bei dieser Beurteilung spielten die möglichen pharmakologischen Wirkungen und mögliche Gesundheitsrisiken von Monacolin K und anderen Inhaltsstoffen eine Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Stellungnahme der Gemeinsamen Expertenkommission BVL/BfArM: {{Webarchiv |url=http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Zulassung/ZulRelThemen/abgrenzung/stellungnahmen/2016-02.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=5 |wayback=20160309011658 |text=&amp;#039;&amp;#039;Einstufung von Rotschimmelreisprodukten (02/2016)&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB}}, abgerufen am 12. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/pm3-2016.html BfArM warnt erneut vor Red Rice-Nahrungsergänzungsmitteln: Produkte ab einer Tagesdosis von 5 mg Monakolin K sind als Arzneimittel einzustufen.]&amp;#039;&amp;#039;, auf bfarm.de, abgerufen am 25. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA) kam im Jahr 2018 in einer Sicherheitsbewertung von Monakolin K in Rotschimmelreis zu dem Schluss, dass für die Substanz keine sichere Tagesverzehrsmenge in Nahrungsergänzungsmitteln festgelegt werden könne. Das [[Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR) schließt sich dieser Einschätzung an und empfiehlt, Nahrungsergänzungsmittel mit Rotschimmelreis nicht zu verzehren. Würden sie trotzdem eingenommen, sollte dies nur nach ärztlicher Rücksprache und Kontrolle erfolgen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfr.bund.de/cm/343/cholesterinsenkung-mit-folgen-nahrungsergaenzungsmittel-mit-rotschimmelreis-nur-nach-aerztlicher-ruecksprache-einnehmen.pdf |titel=Cholesterinsenkung mit Folgen: Nahrungsergänzungsmittel mit Rotschimmelreis nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. |werk=bfr.bund.de |hrsg=[[Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR) |format=PDF; 370&amp;amp;nbsp;kB |datum=2020-01-15 |sprache=de-DE |abruf=2020-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in Österreich kommt eine Publikation unter Beteiligung der österreichischen Arzneimittelbehörde zu einem ähnlichen Schluss&amp;lt;ref&amp;gt;A. Farkouh, C. Baumgärtel: &amp;#039;&amp;#039;Mini-review: medication safety of red yeast rice products.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International journal of general medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 2019, S.&amp;amp;nbsp;167–171, {{DOI|10.2147/IJGM.S202446}}, PMID 31118742, {{PMC|6500871}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einstufung eines Produktes als Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel erfolgt unabhängig davon, ob ein „health claim“ genehmigt wurde oder nicht. Die Einstufung ist bedeutsam vor dem Hintergrund, dass Arznei- und Lebensmittel jeweils unter ein anderes Recht fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz sind Rotschimmelreispräparate nicht verkehrsfähig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Swissmedic]], Februar 2014: {{Webarchiv |url=https://www.swissmedic.ch/marktueberwachung/03186/03196/index.html?lang=de&amp;amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdoF2gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A |wayback=20160305172146 |text=&amp;#039;&amp;#039;Vermarktung von Präparaten mit Monascus purpureus (Rotschimmelreis, rote Reishefe) ist in der Schweiz nicht zulässig&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 196&amp;amp;nbsp;kB}}, abgerufen am 12. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monacolin K wird unter dem Namen [[Lovastatin]] als Arzneistoff therapeutisch in Dosen von 10 mg bis 80 mg täglich eingesetzt, die Präparate sind verschreibungspflichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Red yeast rice|Rot fermentierter Reis|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [[PubMed]]: [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=red+yeast+rice Liste von wissenschaftlichen Untersuchungen zu rot fermentiertem Reis] In: [[National Institutes of Health]] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reisgericht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chinesische Küche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rjh</name></author>
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