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	<title>Rostocker Stadthafen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:24:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rostocker_Stadthafen&amp;diff=1139870&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Planungen */ +</title>
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		<updated>2026-03-28T22:30:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Planungen: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rostock 1550-60.jpg|mini|400px|Blick über die Warnow auf den Stadthafen. Holzschnitt 1550/1560]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portalkran Stadthafen Rostock.jpg|mini|Brückenkran im Stadthafen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panorama Stadthafen Rostock Museumshafen HBP 2011-07-04 B.jpg|mini|Derselbe Kran von Westen aus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostock - ehemaliges Speichergebäude am Stadthafen.jpg|mini|Im Stil der Speicherhäuser gehaltene Geschäftsgebäude im Ostteil des Stadthafens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:G8-Protest Jun 2 Rostock.JPG|mini|Ausschreitungen im Stadthafen, klein im Hintergrund Hafentretkran und Speicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rostocker Stadthafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Teil des [[Hafen Rostock|Hafens]], der am südlichen Ufer der [[Unterwarnow]] nördlich der historischen Altstadt der [[Hansestadt]] [[Rostock]] liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostock Mönchentor.jpg|mini|Das 1805/1806 klassizistisch umgebaute Mönchentor ist das letzte erhaltene „Strandtor“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] waren Handel und Verkehr der Stadt auf den Hafen ausgerichtet. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass mehr Tore der [[Rostocker Stadtbefestigung]] zum Hafen führten, als in das [[Mecklenburg|mecklenburgische]] Hinterland. Vor sieben dieser zwölf „Strandtore“ lag eine Kaufmannsbrücke ([[Seebrücke|Landungsbrücke]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von großer Bedeutung für den hansischen Handel Rostocks waren die [[Rigafahrer]] und der [[Atlantischer Hering|Heringshandel]] der [[Schonenfahrer]] auf der [[Schonische Messe|Schonischen Messe]] auf der Halbinsel [[Skanör-Falsterbo]] in [[Schonen]], wo Rostock eine eigene [[Witte (Fischverarbeitung)|Vitte]] unterhielt. Hinsichtlich des Handels mit Norwegen konzentrierten sich die Rostocker [[Wieckfahrer]] im Gegensatz zu den Lübecker [[Bergenfahrer]]n nicht so sehr auf das Kontor [[Bryggen]] in [[Bergen (Norwegen)|Bergen]], sondern auf die Kontrolle der Niederlassungen (Faktoreien) in [[Oslo]] und [[Tønsberg]]. Große Bedeutung hatte daneben anfangs die [[Gotland]]fahrt nach [[Visby]], weniger ausgeprägt waren dagegen die Verbindungen zum [[Hansekontor in Brügge]] und dem Londoner [[Stalhof]] im Westen sowie dem [[Peterhof (Nowgorod)|Peterhof]] in [[Weliki Nowgorod|Nowgorod]] im Osten. Hauptexportgut Rostocks zur Zeit der Hanse und in der frühen Neuzeit war [[Bier]]. Mit dem Niedergang der Hanse, der Verlagerung des Welthandels in den [[Atlantik]] und einem verheerenden [[Rostocker Stadtbrand von 1677|Stadtbrand 1677]] verlor der Rostocker Hafen an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1850 die englische [[Navigationsakte]] fiel, erlebte die Rostocker Schifffahrt eine zweite Blüte. Die 24.156 [[Tonnage]]-Lasten des Jahres 1850 verdoppelten sich bis 1870.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kramer41&amp;quot;&amp;gt;Kramer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1877&amp;amp;nbsp;war in Rostock mit 369 Schiffen die größte [[Handelsflotte]] des [[Ostsee]]raumes beheimatet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kramer41&amp;quot;&amp;gt;Kramer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1855 war der Rostocker Hafen durch die [[Friedrich-Franz-Eisenbahn]] mit einer [[Hafenbahn Rostock|Hafenbahn]] an das [[Eisenbahn]]netz angebunden. Ebenfalls 1850 wurde die [[Neptun-Werft]] gegründet, die 1851 den ersten eisernen [[Schraubendampfer]] Deutschlands, die „Erbgroßherzog Friedrich Franz“, baute. Im Zuge der Industrialisierung ab Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wichen die Strandwerften und der Fischerhafen, die Strandtore wurden bis auf das [[Rostocker Stadtbefestigung#Mönchentor|Mönchentor]] abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1910 wurde der westliche Teil des Stadthafens unterhalb der Fischerbastion ausgebaut und die Fahrrinne von 4,5 auf 6&amp;amp;nbsp;Meter vertieft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kramer41&amp;quot;&amp;gt;Kramer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf drei Kilometer Länge wurde der [[Kai (Uferbauwerk)|Kai]] befestigt, 100&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] Industriegelände angelegt. Bereits 1885 war hier die Hafenbahn der [[Lloydbahn]] in Betrieb genommen worden. Ausgeführt wurden besonders landwirtschaftliche Produkte Mecklenburgs, eingeführt unter anderem englische [[Steinkohle]]. In den 1930er Jahren entstanden mehrere markante, mit [[Backstein]] verkleidete, moderne [[Silo]]s aus Stahlbeton, von denen zwei noch heute stehen. Gemeinsam mit im Stil der Silos gebauten modernen Bürogebäuden prägen sie das Bild des östlichen Hafengeländes. 1938&amp;amp;nbsp;betrug der Umschlag 363.000&amp;amp;nbsp;Tonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kramer42&amp;quot;&amp;gt;Kramer, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Deutschen Teilung wurde Rostock zum zentralen Umschlagplatz des Seehandels der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] ausgebaut. 1960 wurde in Petersdorf, einem Ort am südlichen [[Breitling (Warnow)|Breitling]], östlich der Warnow der [[Hafen Rostock|Überseehafen Rostock]] neu angelegt, der [[Rostocker Fischereihafen]] wurde in [[Marienehe]] eingerichtet. Die Bedeutung des alten Stadthafens für den Seeverkehr ging wesentlich zurück. Lediglich Kohle- und Getreideumschlag mit kleineren Schiffen und Militärtransporte der sowjetischen Streitkräfte wurden bis 1989 hier abgewickelt. Dennoch galt der Stadthafen weiterhin, wie auch der Überseehafen, als Grenz- und Sperrgebiet und wurde deshalb mit großen Zäunen von der Stadt abgeschirmt, er war von Privatpersonen nicht zu betreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Stadthafen heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Yachthafen Rostock.JPG|mini|Yachten am Kempowski–Ufer]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Stadthafens wurde ab 1991 von Hafenanlagen befreit und nach und nach zu einer Bummelmeile mit Restaurants, Clubs, Theaterspielstätten und Einzelhandel, auch im Bereich Schiffszubehör, umgebaut. Die Infrastruktur wurde umfassend erneuert. Zeugen der Umschlagtechnik vergangener Tage sind zwei [[Hafenkrane|Portalkrane]] aus den 1960er Jahren und ein [[Portalkran|Brückenkran]] aus den 1950er Jahren auf der &amp;#039;&amp;#039;Haedgehalbinsel&amp;#039;&amp;#039;. Im &amp;#039;&amp;#039;Haedgehafen&amp;#039;&amp;#039; liegen einige kleine, noch fahrbereite Museumsschiffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden die Liegeplätze für Arbeitsschiffe, kleine bis mittelgroße [[Passagierschiff]]e, Flussschiffe, den Orts- und Nahverkehr sowie für [[Yacht]]en genutzt. Der maximal zulässige [[Tiefgang]] beträgt 6,4&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hafentretkran ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hafentretkran Rostock–20191002 01.JPG|mini|Hafentretkran Nachbau &amp;lt;small&amp;gt;{{Coordinate|text=Standort|NS=54/05/33.62/N|EW=12/08/08.44/E|type=landmark|region=DE-MV|name=Rostocker Hafentretkran}}&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Im Rostocker Stadthafen steht der 1997 gefertigte und 2008 nochmals reparierte Nachbau eines Hafentretkrans von 1780. Der ursprüngliche Kran wurde bereits 1867 verkauft und abgebrochen. Bei dieser Art Kran werden durch Aufrollen eines Seiles auf die Achstrommel eines [[Tretmühle|Tretrades]], oft auch eines Radpaares, Lasten gehoben. Bereits die alten [[Römisches Reich|Römer]] kannten diese Technik. Der Nachbau eines solchen römischen Kranes steht in [[Bonn-Castell#Geschichte|Bonn-Castell]].&lt;br /&gt;
Im 11. bis 13. Jahrhundert war diese Hebetechnik am Rhein und seinen Nebenflüssen verbreitet. Hier war aber das Grundgehäuse des Krans, das als Stütze und Lager des Auslegers diente, aus Mauerwerk. Ein solcher Tretkran, [[Alter Krahnen (Andernach)|Der Alte Krahnen]], steht noch am Rhein bei Andernach. Vom 13. bis 16. Jahrhundert wurden Tretkräne in erster Linie zur Gänze aus Holz gefertigt, wie der Rostocker Kran.&lt;br /&gt;
Der Rostocker Hafenkran war der letzte Neubau seiner Art. Durch die [[Industrielle Revolution]] im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Hebetechnik durch neu entwickelte, effektivere Methoden ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kran diente nicht in erster Linie zum Be- und Entladen von Schiffen. Hauptsächlich wurde er zum Aufstellen der Masten der [[Brigg]]s gebraucht, die in Rostock bis in die 1880er Jahre gebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Warnemünde]] ist der Stadthafen Schauplatz der jährlich im August stattfindenden Rostocker [[Hansesail]]. In den im Stil der alten Speicher gebauten Geschäftshäusern am östlichen Ende des Stadthafens hat unter anderem die [[Deutsche Seereederei]] Büroräume. Die Kreuzfahrtgesellschaft [[AIDA Cruises]] hat ihren deutschen Hauptsitz ebenfalls hier im Rostocker Stadthafen.  Zu den kulturellen Veranstaltungsorten gehört die &amp;#039;&amp;#039;Bühne 602&amp;#039;&amp;#039;, die von der [[Compagnie de Comédie Rostock|Compagnie de Comédie]] bespielt wird. Eine Spielstätte des [[Volkstheater Rostock|Volkstheaters]] (&amp;#039;&amp;#039;Theater im Stadthafen&amp;#039;&amp;#039;) wurde 2014 aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die internationale Berichterstattung geriet der Stadthafen, als es bei der Abschlusskundgebung einer Großdemonstration zum [[G8-Gipfel in Heiligendamm 2007]] am 2.&amp;amp;nbsp;Juni 2007 im Stadthafen zu Ausschreitungen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Großes Bild|Rostock Unterwarnow-Panorama vom Gehlsdorfer Ufer zur Altstadt 2003.jpg|1500|Panorama des Stadthafens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planungen ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Rostock erhielt  2018 den Zuschlag, die [[Bundesgartenschau 2025]] auszurichten. Diese sollte das „Rostocker Oval“ um die Unterwarnow am Stadthafen, am [[Dierkow]]er und am [[Gehlsdorf (Rostock)|Gehlsdorf]]er Ufer städtebaulich erschließen. Teil der Planungen waren ein Neubau für das Volkstheater, um den seit Jahren gerungen wird, sowie für das neue [[Archäologisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern|Archäologische Landesmuseum]], die beide im Stadthafen angesiedelt werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;ndr.de: [https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/BUGA-2025-kommt-nach-Rostock,buga278.html &amp;#039;&amp;#039;BUGA 2025 kommt nach Rostock&amp;#039;&amp;#039;],  29. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Warnow-Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll die [[Nördliche Altstadt (Rostock)|Nördliche Altstadt]] und Gehlsdorf miteinander verbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;ndr.de: [https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rostock-hat-BUGA-Bewerbung-offiziell-uebergeben,buga276.html &amp;#039;&amp;#039;Rostock hat BUGA-Bewerbung offiziell übergeben&amp;#039;&amp;#039;], 26. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Absage der Buga durch die Stadt Rostock aus finanziellen und terminlichen Gründen 2022 sollen der Neubau für Volkstheater, das Archeologische Landesmuseum, die Warnowbrücke und das Warnowquartier im [[Osthafen (Rostock)|Osthafen]] realisiert werden.&lt;br /&gt;
Die Arbeiten am Neubau des Volkstheaters haben 2024 begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hafen Rostock]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Rostocks]]&lt;br /&gt;
* [[Rostocker Stadtbefestigung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Harald Hückstädt, Erik Larsen, Reinhart Schmelzkopf, Hans-Günther Wentzel: &amp;#039;&amp;#039;Von Rostock nach See. Die Geschichte der Rostocker Dampfschifffahrt 1850 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Oceanum Verlag, 2011, ISBN 978-3-86927-074-6&lt;br /&gt;
* Reinhard Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Der Stadthafen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmale und Erbe der Rostocker Technikgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Redieck &amp;amp; Schade, Rostock 1995, ISBN 3-929544-02-4, S. 41–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stadthafen Rostock}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=54/5/36/N |EW=12/8/22/E |type=waterbody |region=DE-MV |dim=1000 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rostocker Hafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtmitte (Rostock)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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