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	<title>Rostislaw Kaischew - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T01:41:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rostislaw_Kaischew&amp;diff=2764680&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 28. Januar 2024 um 15:12 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-28T15:12:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1964 Rostislav Kaishev professor.jpg|mini|hochkant|Kaischew (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rostislaw Kaischew&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Bulgarische Sprache|bulgarisch]] Ростислав Каишев; * {{JULGREGDATUM|29|2|1908|Link=1}} in [[Sankt Petersburg]]; † [[19. November]] [[2002]] in [[Sofia]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;abh&amp;quot;&amp;gt;Алманах на българските хумболтианци (Almanach der bulgarischen Humboldtianer.) Herausgegeben von Dimo Platikanov, Ilza Pajeva und Lora Taseva, Sofia 2011, ISBN 978-954-92223-3-3, S. 118–119.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Bulgarien|bulgarischer]] [[Physikalische Chemie|physikalischer Chemiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaischew gehört zu den Begründern der physikalisch-chemischen Theorie der [[Phase (Materie)|Phasenbildung]], der Nukleation ([[Keimbildung]]) und des [[Kristallwachstum]]s.  Kaischew war Vizepräsident der [[Internationale Union für Reine und Angewandte Physik|Internationalen Union für Reine und Angewandte Physik]] (IUPAP) und von 1962 bis 1968 Vizepräsident der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1939 Rostislav Kaishev assistant professor.jpg|mini|hochkant|Kaischew (1939)]]&lt;br /&gt;
Kaischew wurde als Sohn eines bulgarischen Generals an der Kaiserlichen Generalstabsakademie in Sankt Petersburg geboren. 1930 schloss Rostislaw Kaischew sein Studium der Chemie an der [[Universität Sofia]] ab, wobei er unter anderem bei dem Professor für Physikalische Chemie [[Iwan Stranski]] studierte. Bei dem [[Thermodynamik]]er [[Franz Eugen Simon]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Kaischew an der [[Universität Breslau]] mit einer Arbeit über die thermodynamischen Eigenschaften des flüssigen und des festen [[Helium]]s. 1932 ging er als Assistent in der Abteilung für physikalische Chemie zurück an die Universität Sofia. 1934 war Kaischew erneut in Deutschland, diesmal mit einem Stipendium der [[Alexander von Humboldt-Stiftung]]. 1941 erhielt Kaischew an der Universität Sofia eine Stelle als Dozent, 1947 wurde er Professor für Physikalische Chemie und 1958 Direktor des von ihm gegründeten Instituts für Physikalische Chemie der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]]. 1989 wurde er [[Emeritus|emeritiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarian School of physical chemistry.jpg|mini|links|Die Bulgarische Schule für physikalische Chemie 1970]]&lt;br /&gt;
Kaischew sorgte für eine Annäherung des [[Thermodynamik|thermodynamischen]] und des [[Kinetische Gastheorie|molekularkinetischen]] Ansatzes bei der Behandlung von Kristallwachstum und [[Keimbildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaischew war überwiegend Theoretiker, suchte aber die enge Verbindung zum Experiment. Er veröffentlichte seine ersten Arbeiten gemeinsam mit [[Iwan Stranski]], einem Pionier der Kristallwachstumsforschung. Nachdem Stranski 1927 grundlegende Arbeiten über die atomare Theorie der Gleichgewichts- und Wachstumsformen von [[Ionengitter|Ionenkristallen]] veröffentlicht hatte (unabhängig etwa gleichzeitig [[Walther Kossel]]), widmeten sich Stranski und Kaischew danach [[Homöopolare Bindung|homöopolaren]] Kristallen. 1934 entwickelten beide für diese eine einheitliche molekularkinetische Theorie für Gleichgewichtsformen und Keimbildung in zwei und drei Dimensionen. Sie schrieben auch Pionierarbeiten über die [[Kinetik (Chemie)|kinetische]] Theorie der Kristallbildung aus Dämpfen und von Blasen in überhitzten Flüssigkeiten. Ab 1939 befasste er sich auch mit der mikroskopischen Theorie des Wachstums kleiner Kristalle auf Oberflächen (Rauheit) und ab Anfang der 1950er Jahre von Wachstum von Kristallen auf fremden [[Substrat (Materialwissenschaft)|Substraten]] (wie Bildung dünner Filme). Er untersuchte den Einfluss [[Adsorption|adsorbierter]] fremder Substanzen auf die Keimbildung, die Keimbildung in kleinen Flüssigkeitstropfen und Bildung kleiner Cluster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere grundlegende Arbeiten befassten sich mit der Theorie und experimentellen Untersuchung der Kristallisation (Wachstum und Keimbildung) von Metallen bei [[Elektrolyse]] (Elektrokristallisation). In den 1950er Jahren gelangen seiner Gruppe auch erste Filmaufnahmen der Bildung von Wachstumsspiralen von Silber bei der Elektrolyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaischew gehört zu den Begründern einer bulgarischen [[Schule (Wissenschaft)|Schule]] für [[physikalische Chemie]]. Aus ihr gingen fünf weitere Mitglieder der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]] und mehr als 20 Professoren hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1947 Korrespondierendes Mitglied der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]], 1961 Ordentliches Mitglied. 1962 bis 1968 war er deren Vizepräsident.&lt;br /&gt;
* 1957 Korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]], 1969 Auswärtiges Mitglied&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=mQfyd5SVch0C|Seite=176|Linktext=Werner Hartkopf: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 1992}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1968 Mitglied der [[Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|4060|IDName=rostislaw-kaischew|Datum=11. Juni 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987 [[Cothenius-Medaille]] der [[Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leopoldina.org/de/ueber-uns/auszeichnungen/medaillen/cothenius-medaille/ Cothenius-Medaille] der [[Leopoldina]] (leopoldina.org); abgerufen am 4. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaischew war außerdem Mitglied der [[Tschechoslowakische Akademie der Wissenschaften|Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften]] und der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Institut für physikalische Chemie der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]] trägt heute Kaischews Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipc.bas.bg/ Rostislaw Kaischew Institute of Physikal Chemistry] bei der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]] (bas.bg); abgerufen am 4. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. Bliznakov: &amp;#039;&amp;#039;Laudatio Professor Rostislaw Kaischew.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kristall und Technik&amp;#039;&amp;#039; 1978. Band 13, Heft 6, S. 607–610 [[doi:10.1002/crat.19780130602]]&lt;br /&gt;
* Ivan S. Gutzow: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Rostislav Kaischew: A Tribute on the Occasion of his Eighty Fifth Anniversary.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Crystal Research and Technology&amp;#039;&amp;#039; 1993. Band 28, Heft 8, S. 1043–1044 [[doi:10.1002/crat.2170280802]]&lt;br /&gt;
* B. Mutaftschiev: &amp;#039;&amp;#039;Rostislaw Kaischew 1908–2002.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Crystal Growth.&amp;#039;&amp;#039; 2003. Heft 249, S. V–VI [[doi:10.1016/S0022-0248(02)02442-9]]&lt;br /&gt;
* Christo N. Nanev: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam: Professor Dr. Rostislav A. Kaischew (1908–2002), member of the Bulgarian Academy of Sciences.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Crystal Research and Technology.&amp;#039;&amp;#039; Januar 2003. Band 38, Heft 1, S. 5–6 [[doi:10.1002/crat.200290018]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125784422|LCCN=|NDL=|VIAF=25575743}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kaischew, Rostislaw}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Sofia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kaischew, Rostislaw&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Каишев, Ростислав; Kajšev, Rostislav&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer physikalischer Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Februar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. November 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sofia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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