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	<title>Rosemarie Seibert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T04:46:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rosemarie_Seibert&amp;diff=2790624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:16:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rosemarie Seibert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geb. König, (* [[2. Juli]] [[1931]] in [[Gotha]]; † [[15. Oktober]] [[2012]] in [[Erfurt]]) war eine deutsche Politikerin ([[Freie Deutsche Jugend|FDJ]], [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]) in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. 1982 bis 1989 war sie [[Oberbürgermeister]]in von Erfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rosemarie König (später verheiratete Seibert) wuchs als Tochter eines Landmaschinenschlossers in Gotha auf und machte nach der Oberschule zunächst eine Ausbildung als Industriekauffrau. 1947 trat sie der FDJ bei. Von 1950 bis 1953 war sie in der FDJ-Landesleitung [[Thüringen]] beschäftigt, zuerst als Leiterin der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Ferien und Wandern&amp;#039;&amp;#039;, später als Instrukteurin. Von 1953 bis 1959 war sie Zweiter, später Erster Sekretär der FDJ-Kreisleitung [[Weimar|Weimar-Stadt]]. Parallel dazu absolvierte sie ein Fernstudium zur Unterstufenlehrerin. 1955 wurde Seibert Mitglied der SED. 1957 studierte sie an der [[Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“|Jugendhochschule der FDJ]]. Von 1959 bis 1962 war sie als Assistentin und dann Lehrerin an der Bezirksparteischule (BPS) der SED in Erfurt beschäftigt. Anschließend studierte Seibert an der [[Parteihochschule Karl Marx|Parteihochschule „Karl Marx“]] der SED und schloss das Studium 1965 als Diplom-[[Marxismus-Leninismus|Gesellschaftswissenschaftler]]in ab. Danach arbeitete sie wieder an der BPS in Erfurt und wurde dort stellvertretende Leiterin eines Lehrstuhls. Von 1968 bis 1969 war sie Zweiter Sekretär der SED-Stadtbezirksleitung Erfurt-Nord, von 1970 bis 1982 Zweiter Sekretär der SED-Stadtleitung Erfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1982 wurde Frau Seibert in Nachfolge von [[Heinz Scheinpflug]] zur Oberbürgermeisterin von Erfurt gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Oktober 1982, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war damit die vierte Oberbürgermeisterin, die dieses Amt zu der Zeit in der DDR ausübte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Für Dich (Zeitschrift)|Für Dich]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 48 / 1982&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie engagierte sich in Anbetracht der Wohnraumnot besonders für die Umsetzung des [[Wohnungsbauprogramm (DDR)|Neubauprogramms]] der Stadt. Dieses wurde in Außenbezirken von Erfurt, aber auch mit Wohnscheiben und Hochhäusern im Stadtinneren realisiert. Zu den eingreifenden Änderungen im Stadtbild gehörte der Abriss eines Altstadtquartiers am [[Hirschgarten (Erfurt)|Hirschgarten]], an der Neuwerkstraße und Regierungsstraße für ein überdimensionales „Haus der Kultur“ und dessen Baubeginn 1985/87. Es erfolgten Abriss und Neubebauung der nördlichen Altstadt im Bereich Huttenplatz 1985–1988, sowie Teilabrisse im [[Andreasviertel]] für eine geplante Fortsetzung des inneren Stadtringes [[Juri-Gagarin-Ring]] über den [[Domplatz (Erfurt)|Domplatz]] und das [[Brühl (Erfurt)|Brühl]] zum Karl-Marx-Platz, die nur durch die Friedliche Revolution verhindert wurde. Gleichzeitig erfolgten Sanierungsarbeiten in zentralen, denkmalgeschützten Altstadtbereichen, wie die Rekonstruktion des Portals des ehemaligen [[Collegium Maius (Erfurt)|Collegium Maius]] 1983, eine Sanierung der [[Krämerbrücke]] für Kleinbetriebe des Kunsthandwerkes 1986 und Restaurierung bzw. Abriss und Neuaufbau maroder historischer Gebäude wie der [[Georgenburse]] 1983, eines [[Theater Waidspeicher (Puppentheater)|Waidspeichers]] für Kabarett- und Puppenbühne 1986, des Hauses „Zum Sonneborn“ als Standesamt 1986, der Schülergaststätte „Penne“ und des Hauses „Zur Windmühle“ als Musikschule 1988. Diese Gebäude waren teilweise Bestandteil einer [[Protokollstrecke]] für hochrangige Besucher von Erfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Seiberts Amtszeit fällt ferner die Begründung einer [[Städtepartnerschaft]] zwischen Erfurt und [[Mainz#Partnerstädte|Mainz]] 1988. Besuche aus Erfurt in Mainz auf dieser Basis wurden jedoch nur für die Funktionärsschicht von SED, Blockparteien und FDGB möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Mai 1989 fanden auch in Erfurt [[Kommunalwahl]]en mit offensichtlichen Fälschungen der Ergebnisse statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der teilweise Verfall der Altstadt fand erst mit der [[Wende (DDR)|Wende]] ab 1990 ein Ende, wie auch Planungen für weitere Abrisse und für den Innenstadtring. Die Arbeiten am „Haus der Kultur“ wurden mit dem Rohbau beendet (der später abgerissen wurde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seibert war loyaler Teil des [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Systems. Sie verwirklichte dabei im Wesentlichen Beschlüsse übergeordneter SED-[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Parteileitung]]en. Sie stellte sich bereits 1987 der Diskussion mit Erfurter Bürgern über die von diesen abgelehnte „Haupterschließungsstraße nördliche Innenstadt“, mit der sie sich jedoch identifizierte. In der [[Wende (DDR)|Friedlichen Revolution]] versuchte Seibert ab 24. Oktober 1989 mehrfach, Gespräche mit Oppositionellen aufzunehmen, wurde jedoch immer wieder mit Rufen wie „Rosi raus“ und „Rosi weg“ vor dem Rathaus und auf dem Domplatz zum Rücktritt gedrängt. Sie wurde von den Demonstranten der frühen Wendezeit als Repräsentantin des Systems angesehen. Nachdem sich ihr Parteivorgesetzter, der 1. Sekretär der [[Bezirk Erfurt|SED-Bezirksleitung Erfurt]] und Mitglied des [[ZK der SED]] [[Gerhard Müller (Politiker, 1928)|Gerhard Müller]], heimlich nach [[Berlin]] abgesetzt hatte, gab Seibert am 9. November ihr Amt als Oberbürgermeisterin ab: „In Abstimmung mit meinem Mandatsträger, der SED, trete ich von meiner Funktion als Oberbürgermeister der Stadt zurück.“&amp;lt;ref&amp;gt;Nicole Richter und Esther Goldberg: &amp;#039;&amp;#039;Einstige Stadtherrin gestorben. Rosemarie Seibert verstarb 81-jährig - Erinnerungen an eine resolute, aber umstrittene Frau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Thüringische Landeszeitung,&amp;#039;&amp;#039; 31. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde am 27. November offiziell entlassen. Zum Nachfolger wurde [[Siegfried Hirschfeld]] (SED) ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Rücktritt lebte Frau Seibert zurückgezogen in Erfurt. Sie blieb Mitglied der SED, [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]] und dann der Partei [[Die Linke]]. Ehemann von Frau Seibert war Hubert Seibert, ehemals 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Erfurt-Land.&amp;lt;ref&amp;gt;Porträt im &amp;#039;&amp;#039;Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 28. April 1984, S. 9., verfasst von [[Harry Thürk]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1976 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&lt;br /&gt;
* 1981 Orden [[Banner der Arbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=rosemarie-seibert|lemma=Rosemarie Seibert|autor=[[Andreas Herbst]]|band=2|idNum=3256}}&lt;br /&gt;
* Günther Buch: &amp;#039;&amp;#039;Namen und Daten wichtiger Personen der DDR.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dietz, Berlin (West)/Bonn 1987, ISBN 3-8012-0121-X, S. 297.&lt;br /&gt;
* [[Erfurter Heimatbrief]]e Nr. 47–60 (1983–1990) der Vereinigung [[Heimattreue Erfurter]]: darin &amp;#039;&amp;#039;Erfurter Halbjahresanzeiger&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Bettina Erdmann: &amp;#039;&amp;#039;Sag nicht, es geht nicht&amp;#039;&amp;#039; [= Portrait über Rosemarie Seibert zur Oberbürgermeister-Wahl 1989 in Erfurt], in: [[Für Dich (Zeitschrift)|Für Dich]], 19/1989, S. 12–17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Esther Goldberg, Nicole Richter: [https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/article218928179/Einstige-Erfurter-Oberbuergermeisterin-verstorben.html &amp;#039;&amp;#039;Einstige Oberbürgermeisterin verstorben&amp;#039;&amp;#039;], [[Thüringer Allgemeine]], Erfurt, 31. Oktober 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister von Erfurt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seibert, Rosemarie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Freien Deutschen Jugend (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PDS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die-Linke-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seibert, Rosemarie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=König, Rosemarie (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Kommunalpolitikerin (FDJ, SED) und Oberbürgermeisterin von Erfurt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juli 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gotha]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Oktober 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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