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	<title>Rosch Chodesch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-19T14:21:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rosch_Chodesch&amp;diff=765879&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-25404-17: /* Synagoles Ritual */</title>
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		<updated>2026-04-26T16:38:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Synagoles Ritual&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem jüdischen Kalender; für die Zeitschrift der tschechischen Föderation jüdischer Gemeinden siehe [[Roš Chodeš]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|רֹֹאשׁ חֹדֶשׁ&amp;amp;lrm;|rōʾš ḥōdæš}}) ist die Bezeichnung für den ersten Tag eines jeden Monats im [[Jüdischer Kalender|jüdischen Kalender]], der in diesem [[Lunarkalender|Mondkalender]] immer ungefähr mit der ersten Sichtbarkeit der Mondsichel nach dem [[Neumond]] zusammenfällt. Dabei verweist der Begriff „Chodesch“, {{heS|חֹדֶשׁ|der Monat}} nicht wie im Deutschen auf die [[Vorstellung]] des „Mondes“, vielmehr steht das [[Hebräische Sprache|hebräische]] Wort für die Erneuerung des Mondes am Tag des Neumondes; „Chodesch“ חֹדֶשׁ kommt von לְחַדֵשׁ &amp;#039;&amp;#039;lechadesch&amp;#039;&amp;#039; was erneuern bzw. חָדָשׁ &amp;#039;&amp;#039;chadasch&amp;#039;&amp;#039; eben neu bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosh Chodesh.jpg|mini|300px|Rosch Chodesch, Kupferstich von [[Johann Georg Puschner]] aus dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Juedisches Ceremoniel&amp;#039;&amp;#039; von 1724]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Die [[Sitte]] und das [[Ritual]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Israel Meir Lau|Israel M. Lau]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie Juden leben. Glaube, Alltag, Feste.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 3-579-02155-9, S. 161–164&amp;lt;/ref&amp;gt;, den neu aufsteigenden Mond zu begrüßen und festlich zu feiern, stammt aus der [[Nomaden]]zeit des [[Jüdisches Volk|jüdischen Volkes]]. Sie erhielt sich auch im Zusammenhang damit, dass der Mond als Zeitmesser ([[Lunation]]) diente.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mond Phasen.svg|mini|300px|Mondphasen, 1=Neumond, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2=Rosch Chodesch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Da ein lunarer Monat durchschnittlich 29½ Tage hat, kann Rosch Chodesch entweder ein oder zwei Tage lang dauern. In der spätnachexilischen Zeit ([[Babylonisches Exil#Ende|nachexilische Zeit]]) versammelte sich der [[Sanhedrin|Hohe Rat]] an jedem 30. Tag eines Monats. Wurde durch Zeugenaussagen festgestellt, dass schon an diesem Tag die Mondsichel erschien, wurde dies geheiligt über diesen Tag ausgesprochen, sodass der abgelaufene Monat zu einem Monat mit 29 Tagen wurde. Da der dreißigste Tag des Monats somit immer ein potentieller Rosch Chodesch war, wird dieser neben dem ersten Tag eines Monats auch als Rosch Chodesch begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosch Chodesch als Festtag ==&lt;br /&gt;
=== Tempelkult ===&lt;br /&gt;
Nachdem der Rosch Chodesch, durch den [[Sanhedrin]], den Hohen Rat, der obersten religiösen Instanz, festgelegt worden war – zur Erklärung des Monatsanfangs benötigte das Sanhedrin Aussagen von zwei Zeugen, die unabhängig voneinander den neuen Mond gesehen hatten – legten die [[Kohanim]] ([[Hohepriester#Bezeichnung in Torah und Bibel|Hohepriester]]), die für den Rosch Chodesch vorgeschriebenen Opfer fest, die durch sie dargebracht wurden. Sie leiteten die Gesänge, Gebete und Segenssprüche. Außerdem sorgten sie für die Einhaltung der rituellen Vorschriften, die im jüdischen Gesetz festgelegt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ordonline.de/feiertage/rosch-chodesch/ &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch.&amp;#039;&amp;#039;] Orthodoxe Rabbinerkonferenz – Das Rabbinat Deutschland, Dezember 2012, auf ordonline.de&amp;lt;/ref&amp;gt; An Rosch Chodesch wurden also im [[Jerusalemer Tempel]] spezielle Opfergaben dargebracht, darunter zusätzliche [[Holokaust (Opfer)#Andere Kulturen|Brandopfer]]. Diese Opfer waren Teil des Kultus im Tempel und wurden zur Ehre Gottes dargebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Rabbiner David Geballe: [https://www.juedische-allgemeine.de/religion/vorbild-am-himmel/ &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch. Vorbild am Himmel.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Der Neumond ist die ständige Erinnerung daran, dass auch der Mensch sich verändern kann.&amp;#039;&amp;#039; [[Jüdische Allgemeine]], 3. Juli 2018, auf juedische-allgemeine.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bestimmung des „Kopf des Monats“ war eine wichtige Aufgabe des Ältestenrats, des Sanhedrin (Synhedrion).&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Rosenkranz: [https://www.talmud.de/tlmd/rosch-chodesch-neumond-und-monatsbeginn/ &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch – Neumond und Monatsbeginn.&amp;#039;&amp;#039;] Digitales Judentum, 15. September 2013 – 11 Tishri 5774, auf talmud.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später, nachdem im Jahr 70 der [[Jerusalemer Tempel]] von den [[Römische Legion|Römern]] im [[Jüdischer Krieg|Jüdischen Krieg]] [[Eroberung von Jerusalem (70 n. Chr.)|zerstört]] worden war, erhielt Rabbi [[Jochanan ben Sakkai]] von der [[Imperium Romanum|römischen]] Besatzungsherrschaft die Erlaubnis, den Sitz des Hohen Rats nach [[Jawne (Stadt)|Jawne]] zu verlegen. Dort errichtete er ein Beth Din, welches ebenfalls noch Sanhedrin genannt wurde. Spezielle [[Semicha]] am [[Beth Din]] (Gerichtshof) setzten den Rosch Chodesch fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rabbinisches Judentum, synagogale Feierlichkeit ===&lt;br /&gt;
Rosch Chodesch, was „Kopf des Monats“ bedeutet wurde mit seinen Feierlichkeiten vor allem im [[Rabbinisches Judentum|rabbinischen Judentum]] weiterentwickelt und verankert. Mit diesem Beginn eines neuen Monats, im jüdischen Kalender, wird im rabbinischen Judentum als halbfeierlicher Tag begangen, der vor allem durch liturgische Besonderheiten und eine symbolische Bedeutung der Erneuerung geprägt ist. Ursprünglich wurde der Monatsanfang durch die Sichtung des Neumondes bestimmt, wie es im Talmud beschrieben wird; heute erfolgt die Festlegung durch einen berechneten Kalender, doch die Vorstellung eines zyklischen Neubeginns bleibt zentral. Eine zusätzliche Dimension erhält Rosh Chodesh durch seine traditionelle Verbindung zu Frauen, die in manchen Gemeinschaften bestimmte Arbeiten meiden oder sich in Gruppen zu Gebet und Austausch versammeln. Insgesamt steht der Tag symbolisch für Erneuerung und Hoffnung, wobei der sich erneuernde Mond als Sinnbild für zyklische Zeit und spirituelle Wiederbelebung verstanden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Synagoge|synagogalen]], rabbinischen Umfeld kommt es auch im Rosch Chodesch zu besonderen Einbettungen bestimmter Gebetstypen, die den Kontrast zwischen Werktag und [[Liste jüdischer Feste|Festtag]] erlebbar machen. So wird im Morgengottesdienst des Schabbat vor dem jeweiligen Monatsbeginn der Rosch Chodesch angekündigt.&lt;br /&gt;
Am Schabbat vor dem jeweiligen Monatsbeginn wird im Morgen[[Gottesdienst#Judentum|gottesdienst]] die Ankündigung des kommenden Rosh Chodesh (ראש חודש) vorgenommen.&lt;br /&gt;
Am eigentlichen Rosh Chodesh werden in der [[Achtzehngebet|Tefilat Amida]] ({{heS|תפילת עמידה|Achtzehngebet}}) sowie im [[Birkat Hamazon]] ({{heS|ברכת המזון|Tischgebet nach dem Essen}}) die liturgischen Einschübe „Ya‘ale VeYavo“ (יעלה ויבוא)&amp;lt;ref&amp;gt;יעלה ויבוא, [https://www.daat.ac.il/encyclopedia/value.asp?id1=3487 ב&amp;quot;אנציקלופדיה יהודית&amp;quot; באתר &amp;quot;דעת&amp;quot;], auf daat.ac.il&amp;lt;/ref&amp;gt; eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor und um Rosch Chodesch gibt es drei zeitlich klar getrennte Elemente:&lt;br /&gt;
* Am Schabbat vor Rosch Chodesch wird der neue Monat angekündigt (Birkath haChodesch) und um Segen gebeten.&lt;br /&gt;
* Am Tag vor Rosch Chodesch begehen manche Gemeinden Yom Kippur Qatan als freiwilligen Buß- und Fasttag.&lt;br /&gt;
* An Rosch Chodesch selbst wird der Monatsbeginn festlich gefeiert, mit besonderen Gebeten und ohne Trauer oder Fasten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michale Rosenkranz: &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch – Neumond und Monatsbeginn.&amp;#039;&amp;#039; Veröffentlicht am 15. September 2013 – 11 Tishri 5774, Digitales Judentum, auf talmud.de [https://www.talmud.de/tlmd/rosch-chodesch-neumond-und-monatsbeginn/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gottesdienst wird außerdem das [[Mussaf]]-[[Gebet (Judentum)|Gebet]] ({{heS|תפילת מוסף|Tefillat Mussaf}})&amp;lt;ref&amp;gt;Chajm Guski: [https://www.talmud.de/tlmd/mussaf-fuer-rosch-chodesch/ &amp;#039;&amp;#039;Mussaf für Rosch Chodesch.&amp;#039;&amp;#039;] Digitales Judentum, 24. April 2020 – 30. Nisan 5780, auf talmud.de&amp;lt;/ref&amp;gt; gesprochen – anstelle des in antiken Tempelzeiten dargebrachten zusätzlichen Opferdienstes ({{heS|קרבן מוסף|Korban Mussaf}}).&lt;br /&gt;
Da Rosch Chodesch als halbfestlicher Tag&amp;lt;ref&amp;gt;Halbfesttage ({{heS|ימי מועד|jemei mo&amp;#039;ed}}) nehmen im jüdischen Kalender ([[Liste jüdischer Feste]]) eine Zwischenstellung ein: Sie sind nicht [[profan]], aber auch keine vollständigen Ruhetage. Durch liturgische Zusätze wie Mussaf, Hallel oder Ya&amp;#039;ale VeYavo sowie durch spezifische Bräuche und Gebote erhalten sie einen besonderen religiösen Stellenwert, ohne die Strenge der biblischen Feiertage.&amp;lt;/ref&amp;gt; gilt, wird im [[Schacharit]] ({{heS|שחרית|Morgengebet}}) nach der [[Achtzehnbittengebet|Amida]] ({{heS|תפילת עמידה|Tefillat Amida}}), auch bekannt als [[Achtzehngebet|Schemone Esre]] ({{heS|שמנה עשרה|Achtzehngebet}}), das [[Hallel]] ({{heS|הלל}}) in verkürzter Form rezitiert.&lt;br /&gt;
Das Hallel ist ein Dank- und Lobgebet, das an Rosch Chodesch, den Feiertagen sowie in bestimmten Gebetszeiten wie dem [[Neïlah|Neila]]-Gebet zu [[Jom Kippur]] gesprochen wird. Es wird in der Regel im [[Schacharit]] und nicht während der [[Maariw (Judentum)|Ma&amp;#039;ariv]]- (Abend-) oder [[Mincha]]- (Nachmittags-)Gebete rezitiert.&lt;br /&gt;
Am Ende des Morgengottesdienstes wird zudem die für Rosch Chodesch vorgesehene [[Haftara]] ({{heS|הפטרה}}), der Abschnitt aus den [[Nevi&amp;#039;im]] (Propheten), gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sepharden|Sephardische]] Juden fügen es auch dem „Mussaf“ an Rosch Haschana und Jom Kippur hinzu. [[Raschi]] schrieb über dieses Gebet, dass es ein Zuspruch für die Wiederherstellung des Tempelkults und der täglichen Opfer sei. eingeschaltet. Weil Rosch Chodesch ein Festtag ist, wird im Morgengottesdienst nach dem Achtzehngebet das Hallel verkürzt gesprochen. Es folgt die für Rosch Chodesch vorgesehene [[Haftara]]. Am Rosch Chodesch wird das [[Kleines Hallel|Kleine Hallel]], bestehend aus den [[Psalm]]en [[Psalm 146|146]] bis [[Psalm 150|150]] [[Rezitation|rezitiert]], es dient dazu, den Neumond zu feiern und Gott für seine [[Schöpfung#Judentum|Schöpfung]] und seine [[Gottesliebe#Tanach|Güte]] zu danken.&lt;br /&gt;
[[Datei:ReadingOfTheTorah.jpg|mini|300px|[[Rezitation|Rezitieren]] aus der [[Tora#Die Torarolle|Torarolle]], die auf einer [[Bima]] liegt, Aish Synagogue, [[Tel Aviv]] Israel.]]&lt;br /&gt;
Fällt aber Rosch Chodesch auf den [[Schabbat]], werden zwei [[Tora#Die Torarolle|Torarollen]] ausgehoben, aus der einen wird der geläufige [[Wochenabschnitt]] (Parascha) verlesen, aus der zweiten Rolle der [[Maftir]] aus [[Pinchas (Parascha)|Paraschat Pinchas]]. Es wird die Torarolle ausgehoben und aus dem Paraschat Pinchas vom täglichen Opfer gelesen. Hierzu werden vier Personen zur [[Tora]] aufgerufen. Aber es wird keine Haftara gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vorschriften und Gebräuche, die den Rosch Chodesch mehr als die gewöhnlichen Tage heiligen werden eingehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juedischeslebenberlin.org/feiertage-feste/rosch-chodesch/ &amp;#039;&amp;#039;Feiertage &amp;amp; Feste – Rosch Chodesch.&amp;#039;&amp;#039;] Jüdisches Leben Berlin, auf juedischeslebenberlin.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synagoles Ritual ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im religiösen Vollzug zeigt sich die besondere Stellung von Rosh Chodesh vor allem im synagogalen Gottesdienst, insbesondere im Morgengebet ([[Schacharit]]), das gegenüber einem gewöhnlichen Wochentag erweitert ist. Bereits in der [[Amidah]] wird der Einschub „Ja&amp;#039;aleh weJawo“ ({{heS|יעלה ויבוא|möge es [unser Gedenken] aufsteigen und kommen}}) eingefügt, in dem des neuen Monats gedacht wird. Nach der Amidah folgt das Hallel in verkürzter Form, eine Auswahl von [[Psalm]]en (Psalm 113–118), die thematisch Lob, göttliche Macht und Rettung betonen. Diese Psalmen sind geprägt von wiederkehrenden [[Halleluja]]-Rufen, poetischen Parallelismen und einer stark gemeinschaftsorientierten Sprache, insbesondere [[Psalm 114]] („der Auszug aus Ägypten“) und [[Psalm 118]] („Dank für Rettung und göttliche Hilfe“) verleihen dem Vortrag eine heilsgeschichtliche Tiefe. An Rosh Chodesh wird das sogenannte „halbe Hallel“ gesprochen, bei dem Teile, vor allem aus [[Psalm 115]] und [[Psalm 116|116]], ausgelassen werden, wodurch sich ein bewusst reduzierter, aber dennoch freudiger Charakter ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler weiterer Bestandteil ist die [[Toravorlesung|Toralesung]] ({{heS|קְרִיאַת הַתּוֹרָה&amp;amp;lrm;|Kriat haTora}}). Es werden vier Personen zur Lesung, einer [[Toravorlesung#Alijah_laTorah|Alija]] ({{heS|עליה לתורה|Alijah laTorah, kurz Alijah}}) aufgerufen, und damit einer mehr als üblich. Gelesen wird ein Abschnitt aus dem [[Buch Numeri]], der die zusätzlichen Opfer für den Monatsbeginn beschreibt. Daran schließt sich das [[Mussaf]]-Gebet an, das die einstigen Zusatzopfer des Tempels vergegenwärtigt und in liturgischer Form aktualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen [[Aschkenasim|aschkenasischen]] und [[Sephardim|sephardischen]] Traditionen zeigen sich dabei einige Unterschiede in Nuancen der Liturgie und Praxis. So wird das [[Hallel]] in beiden Traditionen zwar verkürzt gesprochen, doch unterscheiden sich Melodien, Rezitationsweise und einzelne Brauchdetails teils deutlich. In vielen aschkenasischen Gemeinden ist es üblich, das Hallel eher gemeinschaftlich und in festgelegten Responsorien zu sprechen, während sephardische Gemeinden oft eine stärker durchgehende, melodisch geprägte Rezitation pflegen, zudem variieren die musikalischen Modi und Verzierungen je nach regionaler Tradition. Auch im Mussaf-Gebet unterscheiden sich einzelne Formulierungen und liturgische Dichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außerhalb der Synagoge wird Rosh Chodesh im Gebet markiert, etwa durch die Einfügung von „Ja&amp;#039;aleh weJawo“ in das Tischgebet. Trotz dieser Erweiterungen bleibt der Tag im Vergleich zu großen Festen wie Pessach oder Sukkot weniger streng geregelt: Verbindliche Arbeitsverbote bestehen nicht, doch wird ihm ein leicht festlicher Charakter verliehen, etwa durch besondere Mahlzeiten oder eine bewusstere Gestaltung des Tages.&lt;br /&gt;
Vollständiger synagogaler Ablauf an Rosch Chodesch&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Phase&lt;br /&gt;
! Handlung / Gebet&lt;br /&gt;
! Details / Hinweise&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Betreten der Synagoge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||Eintritt, ggf. stilles Gebet||Oft kurzer persönlicher Moment (z. B. Psalmvers)||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Tallit]] und [[Tefillin]] anlegen || Tefillin werden vor [[Mussaf]] wieder abgelegt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || Begrüßung der Gemeinde || Ruhig, respektvoll&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Vorbereitende Gebete&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||[[Birchot ha-Schachar|Birkot haSchachar]] (Morgensegen)||Regelhaft am Werktag|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Psuke desimra|Pesukei deSimra]] ||Psalmen und Lobpreisungen||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. Beginn Schacharit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||[[Barchu|Barechu]]||Aufruf zum Gebet||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Schema Jisrael]] || Zentrales Glaubensbekenntnis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Amida]] (Schmone Esre)||Mit Ja’ale weJavo für Rosch Chodesch||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. Hallel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| Halbes [[Hallel]]||Psalmen 113–118 (gekürzt)||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. Toralesung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| Herausnahme der Torarolle || Aus dem [[Toraschrein|Aron haKodesch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aufrufe (Alijot)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| Abschnitt: [[Numeri]], {{B|Num|28|1–15}} ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || Rückgabe der Tora || Prozession, Kuss des Mantels&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Mussaf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| Tefillin werden abgelegt || Wichtiges Unterscheidungsmerkmal&lt;br /&gt;
|- || Mussaf-Amida || Zusatzgebet für Erinnerung an die Tempelopfer im Jerusalemer Tempel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. Abschluss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| Aleinu || Schlußgebet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||| [[Kaddisch]] || Je nach Gemeinde mehrfach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||Psalm des Tages / Zusatzpsalmen || Variiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8. Verlassen der Synagoge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||Persönliches Abschlussgebet||Oft kurzer Dank oder Bitte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ||Verabschiedung||„Chodesch tov“ (guten neuen Monat) üblich&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter L. Rothschild]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Honig und der Stachel. Das Judentum - erklärt für alle, die mehr wissen wollen.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2020, ISBN 978-3-579-06611-0, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [[Israel Meir Lau|Israel M. Lau]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie Juden leben. Glaube-Alltag-Feste.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflg., Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 3-579-02155-9, S. 18 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdisches Jahr, Kalender ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hebrew Jewish calendar.jpg|mini|300px|Der Zyklus des [[Jüdischer Kalender|jüdischen Jahres]] mit den Monaten im Vergleich und Korrespondenz zum [[Gregorianischer Kalender|Gregorianischen Kalender]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute haben die folgenden Monate einen zweitägigen Rosch Chodesch: [[Cheschwan]], [[Adar (Monat)|Adar]] (und Adar II), [[Ijar]], [[Tammus]], und [[Elul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Monaten wird nur ein Tag Rosch Chodesch begangen: [[Tischri]], [[Schwat]], [[Nisan (Monat)|Nisan]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rabbinerin [[Alina Treiger]]: [https://a-r-k.de/paraschat/144/ &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch Nissan.&amp;#039;&amp;#039;] Auslegung auf Allgemeine Rabbinerkonferenz (ARK), a-r-k.de&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Siwan (Monat)|Siwan]] und [[Aw (Monat)|Aw]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://judentum.online/vorschriften-ab-rosch-chodesch-aw-1-aw-bis-10-aw/ |titel=Ansichten: 178 |titelerg=Vorschriften ab Rosch Chodesch Aw (1. Aw) bis 10. Aw |werk=judentum.online |abruf=2024-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monate [[Kislew]] und [[Tewet]] fluktuieren: In manchen Jahren haben beide nur einen Tag, in manchen Jahren beide zwei Tage Rosch Chodesch, und in manchen Jahren hat der Kislew einen und der Tewet zwei Tage Rosch Chodesch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Naftali Silberberg |url=http://www.chabad.org/theJewishWoman/article_cdo/aid/526942/jewish/Why-is-Rosh-Chodesh-sometimes-one-day-and-sometimes-two.htm |titel=Why is Rosh Chodesh sometimes one day and sometimes two? |werk=chabad.org |abruf=2015-12-21 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosch Chodesch und die Tora ==&lt;br /&gt;
Das priesterliche Gesetz erkennt den Neumondtag zwar an und bestimmt die besonderen [[Opfer (Religion)#Opfer im Judentum|Opfer]] dafür ({{B|Num|28|11}}), verlangt aber keine allgemeine Arbeitseinstellung wie am wöchentlichen Feiertag, dem [[Sabbat|Schabbat]]. Im traditionellen Judentum sind aber die Frauen an diesem Tag von allen einen Aufschub duldenden typischen Frauenarbeiten (wie Spinnen und Weben) befreit. Wie am Schabbat fand auch am Neumondtag eine Festversammlung am Heiligtum statt ({{B|Jes|1|13}}, {{B|Hos|2|13}}, {{B|Ez|46|1}}) und da der Priester an solch [[Heilig#Hebräische Bibel|heiligem]] Tag in weihevoller Stimmung war, kam es vor, dass er gerade an diesem Tag vom göttlichen Wort ergriffen wurde ({{B|Ez|26|1}}, {{B|Hag|1|1}}). In {{B|1 Sam|20|6}} wird der Brauch beschrieben, das Jahresopfer der [[Clan|Familiengruppen]] am Neumond darzubringen, ein Zeichen dafür, wie der Neumondtag aus alter Zeit her als Feiertag beliebt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Christentum ==&lt;br /&gt;
Auch im überwiegend jüdischen [[Urchristentum]] gab es Kreise, die die Neumonde und Schabbate feierten ({{B|Kol|2|16}}, {{B|Gal|4|10}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kalenden]]&lt;br /&gt;
** [[Mondbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Kiddusch Lewana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Volz (Theologe, 1871)|Paul Volz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die biblischen Altertümer&amp;#039;&amp;#039;, (zuerst 1914) Komet Verlag Köln 2004, ISBN 3-89836-316-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rosh Chodesh|Rosch Chodesch}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ordonline.de/feiertage/rosch-chodesch/ &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch.&amp;#039;&amp;#039;] Orthodoxe Rabbinerkonferenz – Das Rabbinat Deutschland, Dezember 2012, auf ordonline.de&lt;br /&gt;
* Debora Lapide: [https://deine-wurzel.de/rosch-chodesch-der-neue-monat/ &amp;#039;&amp;#039;Rosch Chodesch – der neue Monat.&amp;#039;&amp;#039;] 5. September 2024, auf deine-wurzel.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Kalender]]&lt;/div&gt;</summary>
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