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	<title>Rondell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert das Artilleriebauwerk; für weitere Bedeutungen siehe [[Rondell (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tour.chateau.Salces.png|mini|Rondell im [[Fort von Salses]] (Südfrankreich), 15. Jh., Zeichnung von [[Eugène Viollet-le-Duc|Viollet-le-Duc]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fortezza di Sarzana.jpg|mini|Rondelle der Fortezza Firmafede in [[Sarzana]] (Norditalien), 15. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisenhardt nordmauer.JPG|mini|Rondelle der [[Burg Eisenhardt]] ]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rondell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein im Grundriss rundes oder gerundetes [[Artillerie]]bauwerk von besonderer Stärke, dessen Höhe der des angrenzenden [[Wall (Festungsbau)|Walls]] entspricht. Ist der Wehrbau deutlich höher als der angrenzende Wall, so spricht man von einem [[Batterieturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die im Vergleich zum Turm massivere Konstruktion des Rondells wurde die Platzierung von schweren [[Geschütz]]en ermöglicht. Als Baumaterial fanden sowohl Erde als auch Mauerwerk Verwendung; im letzteren Fall konnten auch überwölbte Räume ([[Kasematte]]n) im Inneren eingerichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rondelle kamen im 15. Jahrhundert auf, als sich [[Kanone]]n allmählich zu einer effektiven Belagerungswaffe entwickelten. Rondelle sind die ältesten permanenten Artilleriebauwerke. Ihre Blütezeit lag im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Frühe Beispiele für Artillerierondelle bieten die Stadtbefestigung von [[Tábor]] vor 1433 und die [[Burg Sion]], die um 1426/27&amp;amp;nbsp;– auf jeden Fall vor der Belagerung 1437&amp;amp;nbsp;– umgebaut wurde. Weitere frühe mitteleuropäische Vertreter sind noch heute auf [[Schloss Sigmundskron|Burg Sigmundskron]] bei Bozen (ab 1473), im hessischen [[Wasserburg Friedewald|Friedewald]] (ab 1476), im benachbarten [[Burg Herzberg|Herzberg]] (ab 1477), auf der [[Hohkönigsburg]] von 1479 (Abb. 1), auf dem [[Burg Breuberg|Breuberg]] (um 1480), an der [[Moritzburg (Halle (Saale))]] in Halle a.&amp;amp;nbsp;d. Saale (ab 1484), an [[Burg Querfurt]], in [[Burg zu Burghausen|Burghausen a.&amp;amp;nbsp;d. Salzach]] (um 1488), auf dem [[Heidelberger Schloss]] (um 1490/1500), oder am Südwest-Rondell des [[Marburger Schloss]]es (noch 1522–23) und in Gestalt des Fuldarondells vor dem Kasseler Schloss (1523) erhalten. [[Burg Eisenhardt]] im [[Fläming]] besitzt mehrere Rondelle.&lt;br /&gt;
Sehr frühe Rondelle finden sich an der [[Rudelsburg]] (Mitte 15. Jh.) im Saaletal, sowie an der [[Festung Heldrungen|Wasserburg Heldrungen]] am Kyffhäusergebirge. Das Festungstor der letztgenannten Wasserburg wurde in der Zeit der Renaissance ebenfalls mit Rondellen befestigt. Verlorengegangene Rondelle befanden sich auf [[Burg Grimmenstein (Gotha)|Burg Grimmenstein]], [[Schloss Mansfeld]], Burg [[Wendelstein (Memleben)]] und auf [[Burg Plau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die hufeisenförmige [[Bastei (Festung)|Bastei]] weist auch das Rondell einen sogenannten [[Toter Winkel|Toten Winkel]] auf, der es angreifbar macht. Zudem fanden auf der oberen Ebene der Rondelle nur wenige schwere Geschütze Platz. Auch in den Kasematten des Rondells konnte man nur wenige Kanonen postieren, da sie dort einen starken, nur langsam abziehenden Pulverdampf erzeugten. Das Rondell stellte im Grunde eine Weiterentwicklung [[spätmittelalter]]licher Verteidigungsbauten dar und war den festungsbaulichen Anforderungen der [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichen]] Geschütze nicht dauerhaft gewachsen. Auch der Bau von besonders großen und massiven Rondellen wie dem von 1563 bis 1585 errichteten [[Munot]] in [[Schaffhausen]] stellte keine ausreichende wehrbauliche Antwort dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Nachteile wurde das Rondell im Laufe des 16. Jahrhunderts vielerorts nach italienischem Vorbild von der spitzwinkligen [[Bastion]] mit fünfeckigem Grundriss abgelöst. Trotz der Vorteile der Winkelbastion wurden diverse europäische Festungen bis weit in das 17. Jahrhundert hinein durch Rondelle geschützt, was zum Teil in den hohen Kosten des Festungsbaus begründet lag. Zudem verbreitete sich das Wissen um die bastionierte Befestigungsweise in manchen Teilen Europas recht langsam. Auch Jahrzehnte nach Erfindung der Winkelbastion wurden Rondelle errichtet, nun allerdings öfter in Kombination mit Erdwerken oder Stein-Erde-Kombinationen (Artilleriewällen) als verbindende Hauptverteidigungslinie, die den Anlagen größere Standfestigkeit gegen Artilleriefeuer verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche jüngeren Beispiele stellen die beiden Rondelle (und verbindende Artilleriewälle) auf der Westseite des Heidelberger Schlosses (ab ca. 1526), der Ausbau der Celler Stadtbefestigung (um 1530) (nicht erhalten), die sechs Rondelle der Kleinstadt Pfalzel an der Mosel (ab 1532), die vier Artillerietürme von Solothurn (ab 1534), die drei jüngeren Rondelle der Sparrenburg über Bielefeld (ab 1535) und die Rondelle auf der württembergischen Landesfestung Hohentwiel (ab 1538) dar. Auch die Reichsstadt Nürnberg errichtete zwischen 1527 und 1550 noch mehrere kleinere Rondelle und zwischen 1556 und 1559 die prominenten vier runden Türme an den Haupttoren als Kanonenplattformen, ebenso die Reichsstadt [[Rothenburg ob der Tauber]] ab 1572. Von der festungsartig ausgebauten Stadt Görlitz blieb die [[Kaisertrutz]], ein Rondell aus dem Jahre 1490, erhalten. Manche Festungen bestanden komplett aus ineinander übergehenden Rondellen, beispielsweise das [[Deal Castle]] an der englischen Südküste, mit dessen Bau 1539 begonnen wurde. Ende des 18. und im 19. Jahrhundert wurde das Rondell aufgrund der veränderten [[Militär]]technik wieder vermehrt angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PlassenburgWestrondell.jpg|mini|Blick auf das äußere Westrondell der [[Plassenburg]] mit Stückpforten und dem darin positionierten inneren Westrondell]]&lt;br /&gt;
Auf der Festung [[Plassenburg]] in Kulmbach finden sich zwei „gestaffelte“ Rondellanlagen, bei denen jeweils ein hohes Rondell innerhalb eines wesentlich größeren, äußeren Rondells steckt. Diese Bauwerke gehören zu den größten erhaltenen Rondellbauten in Deutschland. Die inneren und äußeren Rondelle beherbergten je zwei Geschützetagen, so dass ein gestaffeltes Rondell mit vier Batterien eine gewaltige Feuerkraft entfalten konnte. Die Festung mit ihren Rondellen wurde bis zu den napoleonischen Kriegen 1806 militärisch genutzt. Die beiden im Westen der Festung gelegenen Rondellanlagen wurden nach der Schleifung der Festung ab 1554 nach dem [[Zweiter Markgrafenkrieg|zweiten Markgrafenkrieg]] wieder aufgebaut, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt die bastionäre Bauweise bereits durchgesetzt hatte und die Festung zwischen 1557 und 1607 mehrere Bastionen erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rondellfestungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deal Castle Aerial View.jpg|mini|[[Deal Castle]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Walmer Castle aerial view.jpg|mini|[[Walmer Castle]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Camber Castle, seen from the north-west.jpg|mini|[[Camber Castle]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Twierdza srebna góra.jpg|mini|„Donjon“ der [[Festung Silberberg]] (Bild 1)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan twierdzy srebrnogorskiej.png|mini|„Donjon“ (Nr.&amp;amp;nbsp;8) der Festung Silberberg (Bild 2)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:7264viki Twierdza Srebrna Góra. Foto Barbara Maliszewska.jpg|mini|„Donjon“ der Festung Silberberg (Bild 3)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotha1572.jpg|mini|Rondellfestung [[Burg Grimmenstein (Gotha)|Burg Grimmenstein]] mit der Festungsstadt Gotha im Jahre 1572]]&lt;br /&gt;
An der englischen Küste wurden im 15. Jahrhundert mehrere hauptsächlich aus einem zentralen Turm und mehreren diesen umgebenden Rondellen aufgebaute burgartige Festungsanlagen errichtet, so beispielsweise: [[Deal Castle]] (1539–40), [[Walmer Castle]] (1539–40) und das nur in geringen Resten erhaltene [[Sandown Castle (Kent)]] (um 1540). Deal Castle und Walmer Castle sind gut erhalten/restauriert. Eine bauartgleiche Anlage ist [[Camber Castle]] (1542–43), heute Ruine. Wegen ihrer seltenen Bauform wurden sie als besonders wertvolle Kulturdenkmale eingestuft. Baumeister der genannten Anlagen war der deutsche Militär-Ingenieur [[Stephan von Haschenperg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte [[Donjon]] der schlesischen [[Festung Silberberg]] im jetzigen [[Polen]] ist als Keimzelle der späteren barocken Festung Silberberg ebenfalls eine alte (mutmaßlich spätgotische) Rondellfestung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland verdienen mehrere erhaltene Burgen und Festungsanlagen die Bezeichnung als „Rondellfestung“, da sie vorrangig mit Rondellen befestigt sind/waren:&lt;br /&gt;
* [[Burg Querfurt]], Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
* [[Sparrenburg]], Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* [[Burg Eisenhardt]], Brandenburg&lt;br /&gt;
* [[Plassenburg]], Bayern&lt;br /&gt;
* [[Schloss Bertholdsburg]], teilweise entfestigt, Thüringen&lt;br /&gt;
* die kunsthistorisch bedeutende, komplett geschleifte [[Burg Grimmenstein (Gotha)|Burg Grimmenstein]], Thüringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nicht mehr vorhandene (da komplett geschleifte) Festungsanlage mit [[Burg Grimmenstein (Gotha)|Renaissanceschloss Grimmenstein]], errichtet ab 1526, zählte zu den ältesten Festungsanlagen Deutschlands. Am [[Schloss Bertholdsburg]] haben sich Reste der Rondelle erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Daniel Burger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Landesfestungen der Hohenzollern in Franken und Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Plassenburg. Schriftenreihe für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken.&amp;#039;&amp;#039; Kulmbach 2000.&amp;lt;!-- genaue Seitenangabe fehlt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Stephan Hoppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Artilleriewall und Bastion. Deutscher Festungsbau der Renaissancezeit im Spannungsfeld zwischen apparativer und medialer Funktion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jülicher Geschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;74/75, 2006/2007, {{ISSN|0946-8749}}, S.&amp;amp;nbsp;35–63.&lt;br /&gt;
* [[Michael Losse]]: &amp;#039;&amp;#039;Rondell.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst Wolfgang Böhme]], Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S.&amp;amp;nbsp;215–217, [[doi:10.11588/arthistoricum.535]].&lt;br /&gt;
* [[Hartwig Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Festungsbau-Kunst und -Technik.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-0395-9.&amp;lt;!-- genaue Seitenangabe fehlt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Olaf Wagener, [[Thomas Kühtreiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Taktik und Raum. Vorwerke als Elemente des Burgenbaus im 15. und 16. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Burg zur Zeit der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2010, ISBN 978-3-422-07023-3, S.&amp;amp;nbsp;111–126.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Fachbegriffen im Festungsbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungstyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgentyp|Rondellburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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