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	<title>Rondel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:27:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rondel&amp;diff=2135154&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Einleitung */ {{Begriffsklärungshinweis}}</title>
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		<updated>2024-08-18T10:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; {{Begriffsklärungshinweis}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rondeau forms 2 de.svg|miniatur|hochkant=1.5|Rondel und Rondeau]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rondel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{frS|&amp;#039;&amp;#039;rond&amp;#039;&amp;#039;}} „rund“) ist eine ursprünglich französische [[Gedichtform]] mit 13 oder 14 [[Vers]]en und nur zwei [[Reim]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die verwandten Formen des [[Rondeau (Verslehre)|Rondeau]] und des [[Roundel (Verslehre)|Roundel]] leitet sich die Form ab von mittelalterlichen Tanzliedern und bezeichnete zunächst keine feste Form, sondern allgemein ein Lied mit nur zwei [[Reim]]en und eventuellen Wiederholungen von [[Vers]]en oder Versteilen ([[Refrain]], französisch &amp;#039;&amp;#039;[[rentrement]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
In seiner &amp;#039;&amp;#039;L’art de dictier&amp;#039;&amp;#039; gibt [[Eustache Deschamps]] fünf verschiedene Schemata für das &amp;#039;&amp;#039;rondel&amp;#039;&amp;#039; an, von denen eine der heute als [[Triolett]] bekannten Form entspricht.&lt;br /&gt;
Die überlieferten frühen Beispiele von als &amp;#039;&amp;#039;rondel&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Gedichten von [[Christine de Pisan]], [[Jean Froissart]], [[Octavien de Saint-Gelais]] und [[Charles d’Orléans de Rothelin]] weisen dementsprechend keine einheitliche Struktur auf. In der Verslehre verwendet man heute &amp;#039;&amp;#039;Rondel&amp;#039;&amp;#039; als generische Bezeichnung für die mittelalterlichen Formen, die neuzeitlichen Formen aus der Gruppe werden dagegen als &amp;#039;&amp;#039;Rondeau&amp;#039;&amp;#039; angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute spezifisch als &amp;#039;&amp;#039;Rondel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Form geht auf [[Théodore de Banville]] zurück, der in seinem populären &amp;#039;&amp;#039;Petit Traité de poésie française&amp;#039;&amp;#039; eine der überlieferten Formen zum Muster des Rondels deklarierte. Von dort stammt das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Le Printemps&amp;#039;&amp;#039; von Charles d’Orleans&amp;lt;ref&amp;gt;Théodore de Banville: &amp;#039;&amp;#039;Petit Traité de poésie française.&amp;#039;&amp;#039; G. Charpentier, Paris 2. Aufl. 1881, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Le temps a laissié son manteau&lt;br /&gt;
De vent, de froidure et de pluye,&lt;br /&gt;
Et s’est vestu de brouderie,&lt;br /&gt;
De soleil luyant, cler et beau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Il n’y a beste, ne oyseau,&lt;br /&gt;
Qu’en son jargon ne chant ou crie :&lt;br /&gt;
Le temps a laissié son manteau&lt;br /&gt;
De vent, de froidure et de pluye.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riviere, fontaine et ruisseau&lt;br /&gt;
Portent, en livrée jolie,&lt;br /&gt;
Gouttes d’argent et d’orfaverie,&lt;br /&gt;
Chascun s’abille de nouveau.&lt;br /&gt;
Le temps a laissié son manteau.&amp;lt;/poem&amp;gt; &lt;br /&gt;
|&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
A&lt;br /&gt;
B&lt;br /&gt;
b&lt;br /&gt;
a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a&lt;br /&gt;
b&lt;br /&gt;
A&lt;br /&gt;
B&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a&lt;br /&gt;
b&lt;br /&gt;
b&lt;br /&gt;
a&lt;br /&gt;
A&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Diese heute als &amp;#039;&amp;#039;Rondel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Form besteht aus 13 Versen in drei Gruppen (4–4–5), wobei die ersten beiden Verse sich als 7. bzw. 8. Vers wiederholen und der erste Vers noch einmal als Schlusszeile erscheint. Das Reimschema ist dementsprechend&lt;br /&gt;
:{{Reim|ABba abAB abbaA}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vierzeiler hat dabei [[Umarmender Reim|umarmenden Reim]] ({{Versmaß|abba}}), der zweite ist [[Kreuzreim|kreuzgereimt]] ({{Versmaß|abab}}) und die letzten vier Verse sind [[Paarreim|paargereimt]] ({{Versmaß|bbaa}}), es erscheinen also im Rondel die drei verbreitetsten Reimformen sämtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Rondel prime}}{{Anker|Rondel supreme}}&lt;br /&gt;
In der ersten Auflage von 1872 hatte Banville allerdings aufgrund eines Missverständnisses eine 14-zeilige Form nach dem Schema {{Versmaß|ABba abAB abbaAB}} angenommen. Dieser Fehler wurde in der zweiten Auflage korrigiert und in der Folge wurde in der französischen Dichtung die 13-zeilige Form verwendet. Zu nennen sind hier [[Edmond Haraucourt]] (&amp;#039;&amp;#039;Rondel de l&amp;#039;adieu&amp;#039;&amp;#039;) und vor allem [[Stéphane Mallarmé]] und die [[Symbolismus (Literatur)|Symbolisten]].&lt;br /&gt;
In England (bei [[Henry Austin Dobson]], [[Edmund Gosse]], [[Robert Louis Stevenson]] u.&amp;amp;nbsp;a.) bevorzugte man allerdings die dem [[Sonett]] ähnlichere 14-zeilige Form, die auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rondel prime&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rondel supreme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;John Drury: &amp;#039;&amp;#039;The poetry dictionary.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Writer’s Digest Books, Cincinnati 2006, ISBN 1-58297-329-6, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschen Literatur ist das Rondel relativ selten. Bekannt sind die &amp;#039;&amp;#039;Ländlichen Rondellen&amp;#039;&amp;#039; von [[Oskar Loerke]]. Als Beispiel das &amp;#039;&amp;#039;Rondell von der Posaune&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Loerke: &amp;#039;&amp;#039;Ländliche Rondelle.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Pansmusik.&amp;#039;&amp;#039; 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Loerke, in dem nicht zwei, sondern nur ein Reim verwendet wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Die Posaune Ükriki&lt;br /&gt;
Spielt der Rotbart im Federvieh.&lt;br /&gt;
Mit dem Rufe Ükriki&lt;br /&gt;
Wird die Welt erst die und die:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriecht die Sonne Gott ums Knie,&lt;br /&gt;
Mondhorn spricht zu Mondhorn; Flieh.&lt;br /&gt;
Denn posaunend Ükriki&lt;br /&gt;
Wird die Welt erst die und die,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird  der Traum Mythologie,&lt;br /&gt;
Das Geschehen spricht: Geschieh!&lt;br /&gt;
Und die Last zum Schimmel: Zieh’,&lt;br /&gt;
Und zur Last der Schimmel: Nie!&lt;br /&gt;
Und die Welt ist die und die.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bekannte, &amp;#039;&amp;#039;Rondel&amp;#039;&amp;#039; betitelte Gedicht von [[Georg Trakl]]&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Trakl: &amp;#039;&amp;#039;Das dichterische Werk.&amp;#039;&amp;#039; München 1972, S. 14, [http://www.zeno.org/nid/20005801265 online].&amp;lt;/ref&amp;gt; folgt nicht diesem Muster, durch seinen symmetrischen Aufbau und Beschränkung auf zwei Reime mit Verswiederholungen (Reimschema {{Reim|ABbBA}}) entspricht es aber durchaus dem generischen Begriff:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Verflossen ist das Gold der Tage,&lt;br /&gt;
Des Abends braun und blaue Farben:&lt;br /&gt;
Des Hirten sanfte Flöten starben&lt;br /&gt;
Des Abends blau und braune Farben&lt;br /&gt;
Verflossen ist das Gold der Tage.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ivo Braak]]: &amp;#039;&amp;#039;Poetik in Stichworten.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Bornträger, Stuttgart 2001, ISBN 3-443-03109-9, S.&amp;amp;nbsp;167&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* J. M. Cocking: &amp;#039;&amp;#039;The ‚Invention‘ of the Rondel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;French Studies.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5 (1951), Nr. 1, S. 49–55, {{Doi|10.1093/fs/V.1.49}}.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Theodor Elwert: &amp;#039;&amp;#039;Französische Metrik.&amp;#039;&amp;#039; Hueber, München 1961, ISBN 3-19-003021-9, S.&amp;amp;nbsp;169&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Marcel Françon: &amp;#039;&amp;#039;La Pratique et la Théorie du rondeau et du rondel chez Théodore de Banville.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Modern Language Notes.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 52, Nr. 4 (Apr., 1937), S. 235–243.&lt;br /&gt;
* {{PEPP|A. L. French|Rondel|1226|}}&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S.&amp;amp;nbsp;196&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* C. Scott: &amp;#039;&amp;#039;The Revival of the Rondel in France and England 1860-1920. A Comparative Study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue de Littérature Comparée Paris.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 54, Nr. 1 (1980), S. 32–46.&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Kröner, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-520-84601-3, S.&amp;amp;nbsp;709.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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