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	<title>Romulus der Große - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Romulus_der_Gro%C3%9Fe&amp;diff=71727&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Inhalt */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-03-09T12:51:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalt: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Drama&lt;br /&gt;
|T = Romulus der Große&lt;br /&gt;
|Gattung = Eine ungeschichtliche historische Komödie in vier Akten&lt;br /&gt;
|OS = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|Autor = [[Friedrich Dürrenmatt]]&lt;br /&gt;
|LitVorl = &lt;br /&gt;
|Mus = &lt;br /&gt;
|EJahr = 1949&lt;br /&gt;
|UA = 23./25. April [[1949]]&lt;br /&gt;
|UAort = [[Theater Basel|Stadttheater Basel]]&lt;br /&gt;
|OrtZeit = Villa des Kaisers Romulus in Campanien&lt;br /&gt;
Vom Morgen des 15. bis zum Morgen 16. März 476 nach Christi Geburt&lt;br /&gt;
|Pers =&lt;br /&gt;
* [[Romulus Augustulus|Romulus Augustus]], Kaiser von Westrom&lt;br /&gt;
* Julia, seine Frau&lt;br /&gt;
* Rea, seine Tochter&lt;br /&gt;
* [[Zenon (Kaiser)|Zeno der Isaurier]], Kaiser von Ostrom&lt;br /&gt;
* Ämilian, römischer Patrizier&lt;br /&gt;
* Mares, Kriegsminister&lt;br /&gt;
* Tullius Rotundus, Innenminister&lt;br /&gt;
* Spurius Titus Mamma, Reiterpräfekt&lt;br /&gt;
* Achilles, Kammerdiener&lt;br /&gt;
* Pyramus, Kammerdiener&lt;br /&gt;
* Apollyon, Kunsthändler&lt;br /&gt;
* Cäsar Rupf, Industrieller&lt;br /&gt;
* Phylax, Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Odoaker]], Fürst der Germanen&lt;br /&gt;
* [[Theoderich der Große|Theoderich]], sein Neffe&lt;br /&gt;
* Phosphoridos, Kämmerer&lt;br /&gt;
* Sulphurides, Kämmerer&lt;br /&gt;
* Ein Koch, Dienstmänner, Germanen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Romulus der Große&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Komödie]] von [[Friedrich Dürrenmatt]]. Sie spielt vom Morgen des 15. bis zum Morgen des 16. März 476 in der Villa des Kaisers Romulus in [[Kampanien]]. Das Datum der Uraufführung wird in der Literatur unterschiedlich auf den 23.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Rusterholz, Andreas Solbach: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01736-9, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 25. April 1949&amp;lt;ref name=&amp;quot;stücke&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Dürrenmatt: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke. Band 1: Stücke&amp;#039;&amp;#039;. Diogenes, Zürich 1991, ISBN 978-3-257-01910-0, S. 699.&amp;lt;/ref&amp;gt; terminiert. Die erste Fassung erschien als Bühnenmanuskript 1956 im Reiss Bühnenverlag, die zweite Fassung 1958 im [[Arche Verlag]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;stücke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Das Drama kreist um den [[Untergang des Römischen Reiches]] im 5. Jahrhundert nach Christus, wobei sich Dürrenmatt allerdings einen sehr freien Umgang mit den historischen Realitäten erlaubt. Bei ihm erfolgt der Niedergang [[Weströmisches Reich|Westroms]] mit aktiver Unterstützung des letzten weströmischen Kaisers [[Romulus Augustulus|Romulus]], der das römische Reich und die eigene Kultur für ihre blutige Vergangenheit verachtet und den Einmarsch der [[Germanen]] durch deren Heerführer [[Odoaker]] herbeisehnt, da dieser das Ende des grausamen Imperiums bedeuten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt auf seinem Landsitz, züchtet zufrieden Hühner&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den historiographischen Hintergründen und zur reichen Rezeptionsgeschichte dieser fälschlich auf Romulus Augustulus bezogenen, eigentlich Kaiser [[Flavius Honorius]] zugeschriebenen Gewohnheit vergleiche [[David Engels]], &amp;#039;&amp;#039;Der Hahn des Honorius und das Hündchen der Aemilia. Zum Fortleben heidnischer Vorzeichenmotivik bei Prokop.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antike und Abendland&amp;#039;&amp;#039; 55, 2009, S. 118–129.&amp;lt;/ref&amp;gt; und trinkt [[Spargelwein]], während seine Frau Julia, der geflohene Kaiser von [[Byzantinisches Reich|Ostrom]], [[Zenon (Kaiser)|Zeno]], und sein designierter Schwiegersohn, der General [[Ämilian]], sowie die letzten verbliebenen Minister ihn anflehen, dem Einmarsch der Germanen Einhalt zu gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia, als eine geborene [[Aristokratie|Aristokratin]], will aus Ehrgeiz und Stolz ihre Position nicht aufgeben, die ihr nur durch das Bestehen des Imperiums gesichert werden kann. Ämilian, einst ein gebildeter römischer Patriot, ist, grausam geschändet, aus germanischer Gefangenschaft zurückgekehrt und hat nun nur noch das Fortbestehen des Imperiums, an dessen Ideal er sich klammert, und die Vernichtung der verhassten Barbaren im Sinn. Zeno der Isaurier ist trotz seiner Würde ein ängstlicher Schwächling, der vor einem [[Usurpation|Usurpator]] aus [[Konstantinopel]] geflüchtet ist und nun von seinen [[Kammerherr]]en beherrscht wird; er versteckt seine Schwäche unter einem Mantel hochtrabender Phrasen. Romulus’ Tochter (und Ämilians Geliebte) Rea will den Hosenfabrikanten Cäsar Rupf anstelle Ämilians heiraten, um das Reich zu retten, doch Romulus lehnt ab, da er der Ansicht ist, die Liebe zu einem Menschen sei wichtiger als die zum Vaterland. Mares und Tullius Rotundus, die Minister, wollen schlicht ihre Position behalten. Doch all ihre Versuche, Romulus umzustimmen, scheitern, und selbst eine als Attentat begonnene Revolte gegen den untätigen Kaiser schlägt fehl: Sie fliehen, als die Germanen kommen, und sterben (mit Ausnahme Zenos) sämtlich während einer Floßfahrt nach [[Sizilien]], von wo sie eigentlich den Widerstand fortführen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als aber die Germanen schließlich auf Romulus’ Landsitz ankommen, muss dieser einsehen, dass er falschgelegen hat – sein Gegenüber Odoaker ist ein kriegsmüder Herrscher wie er, der nur von seinem gewalttätigen Volk und seinem blutdürstigen Neffen [[Theoderich der Große|Theoderich]] zum Eroberungszug gezwungen wurde und sich eigentlich nach den (vermeintlichen) Segnungen der römischen Zivilisation sehnt. Romulus’ Plan zur Vernichtung des Imperiums scheitert, er wird in Pension geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Dürrenmatt nimmt sich bei seiner tragikomischen Bearbeitung viele [[Liste geflügelter Worte/D#Dichterische Freiheit|dichterische Freiheiten]]. So war in Wirklichkeit der letzte weströmische Kaiser [[Romulus Augustulus]] nur eine Marionette seines Vaters, des Feldherrn [[Orestes (Heermeister)|Orestes]], der 475 den Kaiser [[Julius Nepos|Iulius Nepos]] gestürzt hatte und an dessen Stelle seinen 15-jährigen Sohn auf den Thron setzte, da er sich selbst nicht den Vorschriften und Zwängen des Kaisertums unterwerfen wollte. Von den politischen Gegnern wurde der junge Kaiser als „Romulus Augustulus“ – das Kaiserlein – verhöhnt. Er herrschte keineswegs viele Jahre, wie bei Dürrenmatt: Bereits 476 wurde Orestes von seinem Rivalen Odoaker gestürzt und getötet, und Romulus wurde abgesetzt, aber wegen seiner Jugend geschont. Odoaker war auch nicht der Onkel Theoderichs, ja nicht einmal mit ihm verwandt: Odoaker gehörte dem Stamm der [[Skiren]] (nach anderer Meinung der [[Rugier]]) an, Theoderich dem Stamm der [[Goten#Greutungen.2FOstgoten|Ostgoten]]. Der Ostkaiser Zeno war 475/76 ein Jahr lang tatsächlich von seinem Rivalen [[Basiliskos]] vom Thron verdrängt worden, hielt sich aber während dieser Zeit nicht in Italien auf und befand sich zum Zeitpunkte der Absetzung des Romulus bereits wieder an der Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Um Dürrenmatts allgemein selbstbewussten Umgang mit dem [[Schweizer Hochdeutsch|Schweizerhochdeutschen]] aufzuzeigen, wird oftmals eine [[Anekdote]] zitiert, nach der während einer Probe des Stücks der [[Liste von Helvetismen|Helvetismus]] &amp;#039;&amp;#039;Morgenessen&amp;#039;&amp;#039; moniert wurde; Dürrenmatt verwendete ihn im Text statt des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Frühstück&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hägler: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://drs.srf.ch/www/de/drs/228495.duerrenmatt-und-das-schweizerdeutsch.html | wayback=20140116191037 | text=Dürrenmatt und das Schweizerdeutsch}}&amp;#039;&amp;#039;. Auf: drs.srf.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kritisierte schrieb die ursprüngliche Szene kurzerhand um und verewigte den Wortwechsel im Dialog zwischen Pyramus und Romulus,&amp;lt;ref&amp;gt;Lotti de Wolf-Pfändler: &amp;#039;&amp;#039;Vom (Deutsch–) Schweizer (Schriftsteller) und seiner Sprache&amp;#039;&amp;#039;. In: Jattie Enklaar, Hans Ester (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vivat Helvetia – Die Herausforderung einer nationalen Identität&amp;#039;&amp;#039;. Rodopi, Amsterdam – Atlanta 1998, S. 75–76. ISBN 90-420-0674-9&amp;lt;/ref&amp;gt; der nun im ersten Akt seinen Diener anweist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Morgenessen. Was in meinem Haus [[klassisches Latein]] ist, bestimme ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bickel: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.idiotikon.ch/Texte/Bickel/NationaleVarietaet.pdf Deutsch in der Schweiz als nationale Varietät des Deutschen.]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 188&amp;amp;nbsp;kB) In: &amp;#039;&amp;#039;Sprachreport.&amp;#039;&amp;#039; Heft 4, S. 21–27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspielbearbeitungen ==&lt;br /&gt;
* 1951: &amp;#039;&amp;#039;Romulus der Große&amp;#039;&amp;#039; – Regie: [[Walter Ohm]] ([[Bayerischer Rundfunk|BR]], Länge: 85&amp;#039;34 Minuten)&lt;br /&gt;
** Es sprachen u. a. [[Wilfried Seyferth]], [[Rudolf Vogel (Schauspieler)|Rudolf Vogel]] und [[Fritz Rasp]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1382175&amp;amp;vi=1&amp;amp;SID ARD-Hörspieldatenbank] (Romulus der Große, BR 1951)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1956: &amp;#039;&amp;#039;Romulus der Große&amp;#039;&amp;#039; – Regie: [[Franz Peter Wirth]] ([[Süddeutscher Rundfunk|SDR]], Länge: 54&amp;#039;00 Minuten)&lt;br /&gt;
** Es sprachen u. a. [[Willy Reichert]] (Romulus Augustus, Kaiser von Westrom), [[Eva Maria Meinecke]] (Julia, seine Frau) und [[Karin Schlemmer]] (Rea, seine Tochter).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1405984&amp;amp;vi=1&amp;amp;SID ARD-Hörspieldatenbank] (Romulus der Große, SDR 1956)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1968: &amp;#039;&amp;#039;Romulus der Große.&amp;#039;&amp;#039; Eine historisch-ungeschichtliche Komödie – Regie: [[Paul Pörtner]] (BR, Länge: 66&amp;#039;30 Minuten)&lt;br /&gt;
** Es sprachen u. a. [[Hannes Messemer]] (Romulus Augustin, Kaiser von Westrom), [[Lola Müthel]] (Julia, seine Frau) und [[Christine Ostermayer]] (Rea, seine Tochter).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1445344&amp;amp;vi=1&amp;amp;SID ARD-Hörspieldatenbank] (Romulus der Große, BR 1968)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1970: &amp;#039;&amp;#039;Romulus der Große&amp;#039;&amp;#039; – Regie: [[Ferry Bauer]] ([[Österreichischer Rundfunk|ORF Oberösterreich]], Länge: 74&amp;#039;20 Minuten)&lt;br /&gt;
** Es sprachen u. a. [[Harry Kalenberg]], [[Albert Lippert]] und [[Hans Gratzer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://oe1.orf.at/hoerspiel/suche/7201 OE1-Hörspieldatenbank] (Romulus der Große, ORF Oberösterreich 1970)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke von Friedrich Dürrenmatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4123093-0|VIAF=220344589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Friedrich Dürrenmatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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