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	<title>Romidee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:10:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-01-24T12:19:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Romidee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der historischen Forschung eine Vielzahl unterschiedlicher Vorstellungen bezeichnet, nach denen der Stadt [[Rom]] eine universelle Vorrangstellung im politischen, kulturellen und religiösen Bereich zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] stellte die Romidee zunächst die Herrschaftsideologie des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] dar, nach der Rom von der Vorsehung dazu bestimmt sei, der Welt Führung, Friede und eine beständige Ordnung zu bringen. Seit der [[Spätantike]] wurde sie zunehmend christlich umgedeutet und nährte z.&amp;amp;nbsp;B. Vorstellungen von Rom als christlichem Haupt der Welt. Vor allem im [[Mittelalter]] sind mehrere Strömungen der Romidee voneinander zu unterscheiden, etwa die städtische, die kaiserliche und die kirchliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung bis zur Spätantike ==&lt;br /&gt;
Eine weltgeschichtliche Mission wurde Rom erstmals im 2. Jahrhundert v. Chr. von dem griechischen Historiker [[Polybios]] zugeschrieben. In seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Historíai&amp;#039;&amp;#039; schilderte er das Zusammenwachsen der [[Ökumene (Geographie)|Oikumene]] unter der römischen Führung. Die römischen Dichter [[Horaz]] und [[Vergil]] verliehen dieser politischen Überzeugung in [[Augustus|augusteischer]] Zeit quasi-religiösen Charakter. In der späten Kaiserzeit bildete die Romidee einen festen Bestandteil des altrömischen Götterglaubens. Die [[Dea Roma]] galt als göttliche Personifikation der Stadt und des ganzen römischen Imperiums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anhänger der Idee vertraten eine [[Teleologie|teleologische]] Auffassung der Geschichte. Danach war die [[Pax Augusta]] Krönung und Abschluss einer langen Entwicklung, die nicht mehr weiterzuentwickeln, sondern nur noch aufrechtzuerhalten war. Dazu gehörte auch der korrekte Vollzug des Staatskults, den man als Voraussetzung für das anhaltende Wohlwollen der Götter ansah. Dies förderte eine ahistorische Weltsicht und einen gewissen, allein an der Aufrechterhaltung des Status quo interessierten Konservativismus des [[Römischer Senat|stadtrömischen Senatsadels]]. Seine nicht-christlichen Mitglieder gehörten daher in der Spätantike, besonders nach dem Verlust der Hauptstadtfunktion Roms an [[Konstantinopel]], zu den vehementesten Verfechtern der Romidee, wie sie etwa im [[Streit um den Victoriaaltar]] zum Ausdruck kam. Stark ausgeprägt war die Romidee auch bei [[Ammianus Marcellinus]] und [[Claudian]], wobei wenigstens Ammianus kein Christ war. Auch beim Christen und berühmten Dichter [[Prudentius]] ist die Romidee, nun christlich tradiert, fassbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu knapp zusammenfassend [[Richard Klein (Historiker)|Richard Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Symmachus&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1971, S. 99ff. und S. 140ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christliche Umdeutung ==&lt;br /&gt;
Demgegenüber hielten auch die christlichen Kaiser an dem Grundsatz der Bedeutung des Imperiums – nicht zwingend der Stadt Rom selbst – fest. Der als frommer Christ geltende Kaiser [[Constantius II.]] zeigte sich bei seinem Rombesuch noch immer beeindruckt von der Pracht der alten Metropole. Rom wurde jedoch immer mehr zu einer Metapher für die Größe und die Bedeutung des Imperiums, was schließlich nicht mehr an der Stadt selbst festgemacht wurde. Vor allem [[Eusebius von Caesarea]] kommt bei der Formulierung der christlichen Romidee große Bedeutung zu. Mit der Privilegierung des Christentums durch [[Konstantin der Große|Konstantin]] ging die Idee des Universalreichs und der Universalreligion eine Symbiose ein, die prägend für die [[Byzantinisches Reich|byzantinische]] Romidee wurde. Dabei nahm [[Konstantinopel]] nun den Platz Roms ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. &amp;#039;&amp;#039;Romidee&amp;#039;&amp;#039;, Sp. 1009f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Fall Konstantinopels]] lebte die Idee im orthodoxen Russland weiter, etwa indem [[Moskau]] als „[[drittes Rom]]“ angesehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. &amp;#039;&amp;#039;Romidee&amp;#039;&amp;#039;, Sp. 1010f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung seit dem frühen Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Papst [[Leo der Große]] legte das Fundament für ein christliches Rom, indem er erklärte, dass Rom durch den Sitz des heiligen Petrus zum Haupt der Welt geworden sei. Dies war der Anfang einer Entwicklung, an dessen Ende der päpstliche Grundsatz stand, Rom übe ein Glaubensprimat über alle christlichen Gläubigen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. &amp;#039;&amp;#039;Romidee&amp;#039;&amp;#039;, Sp. 1008f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte im Mittelalter teils zu heftigen Auseinandersetzungen mit den [[Römisch-deutscher König|Königen]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]], die sich aufgrund der [[Translatio imperii|Translatio-imperii]]-Idee in der Nachfolge der römischen Caesaren sahen.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. &amp;#039;&amp;#039;Romidee&amp;#039;&amp;#039;, Sp. 1008.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Otto III. (HRR)|Otto III.]], in dessen Herrschaftskonzeption die Romidee eine wichtige Rolle spielte, machte die Stadt kurzfristig zu seiner kaiserlichen Residenz. [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] wie auch sein Enkel [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] betrachteten die Stadt Rom auch weiterhin als zum Imperium gehörig und bestritten damit den Anspruch der Päpste auf die alleinige Kontrolle der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe allgemein Strothmann (1998). Speziell zu Friedrich I. siehe Kurt Zeillinger: &amp;#039;&amp;#039;Kaiseridee, Rom und Rompolitik bei Friedrich I. Barbarossa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Federico I Barbarossa e L‘Italia&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von I. L. Sanfilippo. Bullettino dell‘istituto storico italiano per il Medio Evo e Archivio Moratoriano 96 (1990), S. 367–419.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Kontext kam es auch zu Konflikten zwischen einzelnen Päpsten und der Kommune von Rom, die – repräsentiert etwa durch [[Cola di Rienzo]] – eine städtische Romidee vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ideelle Überhöhung durch die katholische Kirche kommt bis heute in der Charakterisierung Roms als „ewige Stadt“ zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Art. &amp;#039;&amp;#039;Romidee&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 7, Sp. 1007–1011 (zur spätantiken und mittelalterlichen Romidee).&lt;br /&gt;
* [[Manfred Fuhrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Romidee der Spätantike&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 207, 1968, {{ISSN|0018-2613}}, S. 529–561.&lt;br /&gt;
* [[Michael Matheus]]: &amp;#039;&amp;#039;Rom.&amp;#039;&amp;#039; In: Pim den Boer, Heinz Duchhardt, [[Georg Kreis]], Wolfgang Schmale (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europäische Erinnerungsorte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2 (Das Haus Europa). München 2012, ISBN 978-3-486-70419-8, S. 263–279.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Petersohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II.&amp;#039;&amp;#039; Hahn, Hannover 2010, ISBN 978-3-7752-5762-6. ([https://www.sehepunkte.de/2011/11/18846.html Rezension])&lt;br /&gt;
* [[Michael Seidlmayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rom und Romgedanke im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Saeculum&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 7, 1956, {{ISSN|0080-5319}}, S. 395–412.&lt;br /&gt;
* Jürgen Strothmann: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Senat. Der Herrschaftsanspruch der Stadt Rom zur Zeit der Staufer&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln u. a. 1998, ISBN 3-412-06498-X (&amp;#039;&amp;#039;Archiv für Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Beihefte 47), (Zugleich: Bochum, Univ., Diss., 1996).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Roms im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgeschichte (Byzanz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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